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Hallo shoppy,
danke für Deine ausführliche Anleitung. Als Anker einen Click zu nehmen, geht bei zwei Hunden etwas schlecht, vor allem weil der jüngere sowieso immer sofort und direkt kommt, der ältere derjenige ist, der "herumgammelt". Dann clickere ich und der jüngere gewöhnt sich dann gerade etwas an, was gar nicht gewollt ist, weil meine Aufmerksamkeit ja gerade dem älteren gilt.
hab ich irgendwo beschrieben, dass ich einen Click als Anker benutze?
Ich habe ein Pfeifensignal oder ein Wortsignal als Anker - und ich meine, das auch so beschrieben zu haben. Vielleicht kannst Du die Passage bitte zitieren, aus der du rausliest, das ich als Anker clicke.
Aber um auf das "was mache ich , wenn ein Hund da ist, und der andere angetrödelt kommt?" einzugehen:
Weil ich oft mit mehreren Hunden unterwegs bin hab ich diese oder ähnliche Situationen häufig. Das ist aber nicht wirklich ein Problem.
Also:
Angenommen ich bin mit Gandhi und Crispel unterwegs - der Crispel ist bei mir, und der Gandhi hat Unfug im Kopf und will abdampfen - dann geb ich das UOS und werf dem Crispel Leckerchen zu - gebe das Ankersignal und geb dem Crispel als Jackpott die Futtertube zum abschlecken.
Jep, richtig gelesen, der Crispel kriegt Bestärker, obwohl er "Nix" gemacht hat.
Kommt der Gandhi bei mir an, bekommt der natürlich seinen eigenen Jackpot. Fertig ist die Tüte.
Ist die Situation andersrum, der Gandhi bei mir, und ich ruf den Crispel mach ich das ganz genauso - da bekommt der Gandhi Bestärkungen für "Nix" und der Crispel sein Kram, wenn er bei mir angekommen ist.
Im Grunde habe ich das beim Gandhi genau so aufgebaut, der war, als er noch nur an Schleppe war, natürlich immer da, bzw. immer viel schneller bei mir als der Crispel.
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Spielzeug geht auch nicht, das müsste ich ja zur Belohnung auch mal werfen, oder?
Und da kommt dann das zweite Problem: der ältere bringt nichts zu mir - apportieren ist nicht. Was ich bei ihm an Tricks schon probiert habe! Bei Leberwurst aus der Tube kommt er zwar sofort, aber der Ball oder die Frisbee bleiben dann da liegen, wo er stand
Und dann rennt der jüngere hin und holt sich das Teil, ach menno
Hier gehts also zum einen darum, was für welchen Hund ein bestärker ist - das kann ich Dir natürlich nicht beantworten, was da am wirkungvollsten ist mußt Du schon selber wissen, bzw herausfinden.
Ich lasse meine Kunden eine Liste mit mindestens zwanzig Bestärkern aufstellen - ja, genau zwanzig. Und da will ich dann nicht "Hüttenkäse, Gouda, Edamer, Fleischwurst, Putenbrust, Hähnchen" lesen, sondern
z.B. "Leckerchen" als eine Kategorie (innerhalb derer man dann durchaus unteschiedliche Sachen anwenden darf), Rennspiele mit Mensch, Rennspiel mit anderem Hund, Wälzen in Fuchskaka, Fressen von Kuhfladen, Vogel aufscheuchen, Eichörchen auf den Baum jagen, Frische Hasenspur ausarbeiten, versteckten Dummy finden, Fußgänger anbellen, Schafe zusammen treiben, Verstecktes Wild anzeigen, in die Leine beißen, Zergeln, auf Strohballen springen, Trick XY ausführen, Mäuse ausgraben, den Laternenpfahl beschnuppern, den nächsten Baum markieren, auf einem Baumstamm balancieren, Schwimmen dürfen, durch einen Wassergraben rasen, hochgewirbelte Blätter fangen, nach Seifenblasen schnappen, einen Schneehang runterrutschen, ein heißes Hetzspeil mit der Reizangel, ein Lauerspiel, geworfenes Leckerchen fangen, hinter einem gekullerten Leckerchen herflitzen und im Prinzip alles, was der Hund so treiben würde, wenn man ihn machen ließe, besonders die Sachen, die man als Halter "Ablenkungen" nennt.
Ich habe meinen Hund schon als Belohnung zum Misthaufen geschickt, von dem ich ihn grad zuvor - bevor er ihn erreicht hatte, abgerufen habe - und er konnte sein Glück kaum fassen.
Und ich Pfeife auch gelegentich einfach, bevor ich seinen Napf auf den Boden stelle.
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Ich dachte auch, dass ich meinen Pfiff mit der Pfeife nochmal mit extrem Leckerem aufbaue. Das Signal "zu mir kommen" haben wir in den letzten Tagen nochmal mit Speziallecker geübt.
Ich denke, ein Pfiff dringt dann doch noch eher in das Hundehirn, wenn gerade gerannt wird 
Ich versuche, die Pfeife mit möglichst vielen vielfältigen sehr hochwertigen Bestärkern zu verknüpfen, nicht nur mit Fressen, denn wenn die Motivation des Hundes in der Situation nicht "Essen" ist, und der Pfiff ausschließlich mit Essen verknüpft ist, dann WEISS der Hund, ohne nachzudecken, dass ihm durch den Pfiff garantiert eine Bedürnisbefriedigung entgeht - und dann kommt er eben nicht, denn Bedürfnissbefriedigung geht vor. Ist aber quasi jedes Bedürfniss, dass er sich vorstellen kann, mit dem Pfiff verknüpft, kann er ja vorher nicht wissen, ob nicht sein Mensch genau das bieten, was er grad braucht ;D und schon muß er nichts mehr aufgeben...
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Mein jüngerer ist der Haupttreiber, ist mir heute aufgefallen, da habe ich ihn mir aber am Halsband schnappen können und bin mit ihm am Halsband führend aus der Situation herausgegangen. Er wird jetzt zwei Jahre alt und das ganze fängt wohl gerade an, so dass ich umgehend etwas dagegen tun muss...
LG
Petra mit Blue und Luca
Ja, beim Erwachsen WErden werden nicht nur Menschen selbstständig und fangen an, selbstständige Entscheidungen zu treffen - das ist bei Hunden auch so, deshalb ist es so wichtig, dass der Hund gelernt hat, dass die Entscheidung mit seinem Mensch zusammen zu arbeiten immer eine gute, sichere, sich lohnende ist, und nicht nur manchmal...