Zitatdas hast du komplett falsch verstanden...
Nein, habe ich nicht.
Ich weiß wie lernen funktioniert ![]()
Zitat
Natürlich ist es besser für das Futter das er sowieso bekommen würde etwas zu verlangen wie ein paar übungen usw.
was ich meinte ist, dass man zum futterautomaten verkommt wenn man
sobald der Hund ein gewünschtes verhalten zeigt, es dadurch verstärkt dass er ein Leckerlie bekommt. Der Hund merkt das un zeigt es öfter. Will er ein Leckerlie spielt er dann das erlertne einfach wieder ab, wir denken "oh schön wie der das gelernt hat".
Genau! Verhalten, dass sich lohnt, wird öfter gezeigt - Clickertrainer sagen auch "... werden angeboten"
Das ist so ein schöner Ausdruck, ich liebe ihn! Der Hund hat verstanden, welches Verhalten der Mensch öfter sehen möchte und NATÜRLICH versucht er, ob er, wenn er es erneut zeigt, wieder eine Belohnung bekommen kann. Er bietet das Verhalten an - und zwar macht er es BEVOR die Belohnung kommt. Er tritt sozusagen in Vorleistung!
Das ist es doch genau, was der Mensch möchte - das der Hund das Verhalten zeigt.
Aber dann gibt es Menschen, die dieses verdrehen und dem Hund "unlautere Absichten" unterstellen und behaupten, er wollte einen Manipulieren. Wenn das mal nicht verdrehte Logik ist...
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Was ich aber denke was er gelernt hat, uns zu bedienen wie einen Futterautomaten. Kommt nix raus mach ich halt mal sitz, komm immer noch nix spiel ich alles erlernte der Reihe nach mal runter; Sitz, Platz, gib Pfote etc.
Das ist der Punkt, wo Signale auf den Plan treten.
Ein Signal ist sozusagen eine grünen Ampel für ein bestimmtes Verhalten.
Das Signal sagt dem Hund, dass er jetzt die Gelegenheit hat, für dieses Signal eine Bestärkung zu ergattern, wenn er nämlich das richtige Verhalten ausführt. Ist die Ampel für das Verhalten nicht grün, kann er das Verhalten anbieten bis er schwarz wird, dann gibt es einfach keine Belohnung dafür. So einfach ist das.
Aber zunächst muß der Hund ja erstmal lernen, welches Verhalten sich lohnt, dann muß er lernen, wie das Verhalten heißt, und dann ist es an der Zeit, dem Hund das Konzept zu vermitteln, dass es für das Verhalten nur Kekse gibt, wenn man auf die Grüne Ampel gewartet hat. Sprich, wenn er sich setzt, und man hat nicht "sitz" gesagt, muß man nicht "bezahlen". Und erst dann sage ich "das Leben ist ein Glücksspiel" manchmal gibts dafür was (und "WAS" ist nicht gleich Leckerchen, siehe unten), und machmal auch nicht...
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Hatte das Problem anfangs auch, habe ihm das Kommando "Komm" zum herbeirufen beigebracht. Und es hat halt nur funktioniert wenn ich halt auch Leckerlies dabei hatte, ohne ging gar nix. Sogar im Hof bei uns, also eingezäuntes gebiet, wo er kaum abgelenkt ist, hat dann irgendwann "komm" nichtmehr funktioniert, weil er genau wusste er bekommt nur was wenn ich in die Tasche greife. Also hat er "Komm" nur befolgt wenn er sich sicher war er würde etwas dafür bekommen.
Tja, Trainingsfehler. Das ist liegt nicht an der Positiven BEstärkung an sich, sondern daran, dass man nicht weiß, wie sie funktioniert.
Wenn der Hund genau weiß ob, und wenn ja was er für ein Verhalten bekommen wird, wägt er ab.
Einfach mal "variables Bestärkungsschema" googlen.
Wobei ich variabel und variabel (kein Druckfehler) bestärke - ich wechsele wann/wie oft ich bestärke und WOMIT ich bestärke.
Rückruf ist ein potentiell lebenswichtiges Signal, also bestärke ich FAST immer und FAST immer SEHR hochwertig - aber nicht immer mit Leckerchen.
Ich habe für jeden Hund in meinem Haushalt eine Belohnungsliste, sprich ich habe mir aufgeschrieben, was jeder Hund absolut GEIL findet und wofür er sich quasi die Beine abhacken würde - übertrieben gesagt - und ich versuche diese GEILEN Sachen als Bestärker einzusetzen.
Hier ist ein TEIL der Bestärkerliste vom Gandhi: http://www.easy-dogs.net/home/blog/trai…nungsguide.html
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Das Kommando hab ich dann irgendwann aufgegeben und "hier" eingeführt, immer dann bevor er den Futterdummy apportieren durfte oder bevor ich ihn geöffnet habe damit er daraus fressen kann. Nun weiß er "hier" heißt: hopa, jetz gehts los. Wenn ich jetz zu ihm komme beginnt die "jagd" und am ende bekomm ich was.
Aha, hochwertigere Belohnung (Action mit dem Dummy und Menschen, Jagdspielchen...), und schon gehts besser - und am Ende gibts Essen...
siehe oben...
ZitatUnd dieses Kommando funktioniert nun auch ohne das ich den Beutel in der Hand habe. Abrufen draußen funktioniert damit auch recht gut, nicht immer aber wir arbeiten daran.
Es mag gut funktionieren bei anderen Hunden, unsere Hündin wurde auch mit Leckerlies erzogen und es klappt wunderbar, beim Rüden halt nicht. Da fruchtet eher die andere Methode.
Und wer hat gesagt, dass positive Bestärkung sich ausschließlich auf "Leckerchen" beschränkt? Auf Gandhi's Liste sind gerade mal fünf von 20 Punkten "Leckerchen", und, wie gesagt, das ist nur ein Teil seiner tatsächlichen Liste...
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Und das Abwarten ist nicht für die Tonne...
Willst du einen Hund der deine halbe Hand verschlingt weil er es nicht erwarten kann endlich zu fressen? So hat das nämlich am Anfang ausgesehen beim Rüden. Außerdem fristt er dadurch eher entspannter, es treibt nämlich eben nicht das Erregunsniveau in die Höhe...
Sollte man eigentlich meinen ist aber beim Rüden eben nicht so. Obwohl es wohl die ganze Problematik gibt weswegen der Thread hier erstellt wurde, aber fressen tut er recht entspannt, ist also kein Schlinger.
Komisch, dass meine Hand noch dran ist.
Was ich damit meinte ist: Diese Übung wird gerne auf einen "Impulskontrollübungsplan" gesetzt, damit der Hund "Impulskontrolle lernt" und, klar, natürlich ist es sinnvoll, dass der Hund einem nicht das Fressen aus der Hand reißt, mit oder ohne Hand dran - aber das generalisiert sich leider nicht auf anderes Verhalten. Ausserdem ist "Impulskontrolle" eine endliche Resource des Hirns - wenn man es viel bei bestimmten Sachen benötigt, ist möglicherweise für andere Situationen nichts mehr übrig - deshalb sollte man sich Gedanken machen, wo man Prioritäten setzt. Wenn der Hund im ganzen ein entspanntes Tierchen ist, der es gelassen erträgt das eine Kindergartenklasse über ihn hinweg tobt, dann kann man solche Spielchen wahrscheinich schadlos machen, ohne sich an anderer Stelle zu wundern. Hat man ein reaktives Tierchen, dass sich bei jedem fallenden Blatt und sämlichen anderen Umweltreizen in einen hysterischen Anfall schreit, dann braucht er seine Impullkontrollkapazitäten einfach da, und nicht am Futternapf, aber das nur am Rande.
Aber unter anderem aus diesem Grund kommt es für mich darauf an, WIE man das Warten aufgebaut hat - bei meinen beiden Ressourcenschweinchen hat mir anfangs eine Mikrosekunde "alle Füße auf der Erde" gereicht, die hab ich markiert, und dann das Futter gegeben - und ich hatte, weil ich ja aus der Hand gefüttert habe, pro Mahlzeit geschätzte 150 Gelegenheiten, dieses Verhalten auszuwählen und zu bestärken - was glaubst du, wie schnell es gegangen ist, dass mir dieses Verhalten "angeboten" wurde...
Und wie lange hat es wohl gedauert, dass Hund tatsächlich warten konnte, so dass man den Napf unfallfrei zu Boden setzen konnte?
Hätte ich sofort "xMinuten im Platz warten" verlangt, wär ich nicht ein einziges Mal zum Bestärken gekommen, denn das Verhalten wurde nicht gezeigt - und schon mal gar nicht in Anwesenheit eines anderes Hundes.
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Wenn deine Hunde alle gleichzeitig Futter bekommen und du denjenigen noch mit Leckerlies hinterher fütterst der als erstes fertig ist, kann ich mir nicht vorstellen dass das sehr entspannt ist wie deine Hunde fresse, möchte mir aber kein Urteil erlauben, kenne dich oder deine Hunde ja nicht.
Die beiden Ressourcenverteidiger essen ziemlich schnell - aber wir haben mit "500 gr Barf auf einmal runterschlucken" angefangen *hust*. Mittlerweise sind wir bei "Maulvollnehmen, Kauen, Runterschlucken, usw!" *kicher* und dann wird der Napf noch gründlichst ausgeleckt und saubergeputzt - und dann ist eben einer der Beiden zu erst fertig. Der Ridgeback bekommt fast die doppelte Menge UND frisst langsamer, also ist der dann noch nicht fertig. Da ich nicht will, dass die kleinen sich auf diese attraktive Essen stürzen, bitte ich sie zu mir, und belohne diesen "Abruf vom Futter" mit Leckerchen.
Irgendwann ist dann auch der RR satt und dann darf einer der beiden den Napf auch noch sauberputzen - und wenn der damit durch ist, geht der andere auch noch mal gucken.
Anfangs hätte alleine der "da war mal Lecker Essen drin Napf" zu mindestens fliegenden Haaren geführt.
SO: http://lh5.ggpht.com/_zPGdh_ldPAQ/T…20/IMG_6501.JPG aufregend sah das nach nicht mal 2 Monaten - der Schwarze (Gandhi) ist Anfang Mai bei mir eingezogen...) aus... Hochwertiges Futter aus einem sehr begehrten Futterball-Spielzeug - zwei Hundenasen zentimeterweit auseinander und keiner sieht die Notwendigkeit, den anderen auch nur anzudrohen - Kommunizieren sie, wer welches Bröcken fressen will - aber ja!!