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huhu und bevor ich im Eifer des Gefechts das Dankesehr vergesse: Vielen Dank für deine ausführliche Beschreibung, die nebenbei bemerkt total genial geschrieben ist
und nun mal mein Senf dazu:
Danke!
Bitte!
*kicher*
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Alles was größer ist als er und weniger Beine hat ist gruselig
So von ganz gruselig zu "ok das versteh ich nicht":
1) lachende, laute Kinder (es reicht das Geräusch, noch nichtmal Sichtkontakt) = kopfloses weghetzen, komplett nicht ansprechbar
2) Viel befahrene Straße (mit LKW, Bus - Zischgeräusche etc.) = hetzen, teils ansprechbar
3) viele Menschen (Beispielsweise auf Supermarktparkplätzen, an Bushaltestellen etc.) = orientierungslos, hypernervös, teils ansprechbar
Ansonsten: Alles andere was potentiell kleine blonde Hunde essen könnte (früher auch gelbe Säcke und Mülltonnen) 
So ganz ist es nicht mehr so, seine Zeit die er braucht bis er sich runterfährt hat sich meiner Meinung nach schon drastisch gesenkt. Sieht man schön an der Körpersprache und merke ich daran, dass ich nicht auch ne halbe Stunde später noch eine Panik-ich reiß mich aus der Leine raus-Bestie an mir hab, sondern wieder entspannter laufen kann und er ansprechbarer wird. Lustigerweise kann er auch mittlerweile fiepen, zerren mit gleichzeitigem Leckerli fressen verbinden... Die Salzsäulen-Phase haben wir also auch hinter uns...
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Na, das ist doch schon mal was!!
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Das hab ich glaub ich aus Versehen gemacht. Beispielsweise mussten wir Bus fahren und an der Wartestelle rumstehen (bzw. ich und mein Enki hat Panik gehabt). Da ich dann einfach stehen geblieben bin und er durch die Leine eingeschränkt war, dachte ich mir: Gut, geb ich dir was zu tun. Weil beschäftigter Hund kann net soviel Restenergie für Angst aufbringen. Siehe da: Mittlerweile setzt er sich auf Kommando zu 80% hin und verharrt. Das belohne ich immer mit C+B. Ein ruhiges langes Sitz und er hockt dann in der Regel nach ein- bis zweimal Ansprache.
Das ist ja "nur" (nicht negativ gemeint) ein "Sitzsignal" - toll, dass es er es trotz aufsteigender Panik ausführen kann!!!
Ich glaub, bei dem angekündigten Geschirrgriff ist es nochmal irgendwas anderes - ich hätte das wirklich auch nicht geglaubt - man konditioniert das so vor sich hin, "wochenlang" tut sich nichts wesentliches (wir hatten da auch noch mit der unbehandelten SDu zu tun), wenden es zwar in der Situation an, aber den Hund zerreißt es trotzdem - unglaublich wieviel Kraft son zartes 23 Kilo-Hundchen aufbringen kann, wenn es partout das blöde Auto fressen will - ich hab manchmal auf der Leine gestanden, und mit beiden Händen an zwei Stellen das Geschirr festgehalten, und der konnte mich trotzdem fast umwerfen... und ich bin ehr "umfangreich" gebaut
...
Und dann auf einem Spaziergang, wo ich nach 5 Minuten nicht nur umdrehen, sondern den Hund an die Orga zurückgeben und nie weider Hundetrainer sein wollte, und vor Frust und Wut und weil ichs so schade fand, und mir nach albernen 5 minuten schon alle Knochen whe taten, Tränen in den Augen hatte, weil der wie ein Idiot an der Leine rumflog und offenbar NIX ging, hab ich aus lauter Verzweiflung "STOP" gesagt - und der Hundehintern klappte auf den Boden!
Platsch!
Und ne halbe Sekunde später kommt die Nase rumgeschwenkt und fragt mich "ich sitze, also bin ich, was nu??" Hysterie abgeschaltet ich so
"JAAAAAAAAAAAAAAAA" *Jackpot*
Und seit dem ging das in den meisten Situationen - und wenn das Wort alleine nicht reicht, dann schaltet er spätestens auf den Griff ins Geschirr auf Vorderhirn um.
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Ja irre, das kenne ich auch. Nach dem Sitz tritt merklich Entspannung ein, der Blick wird klarer, die Ohren stellen sich in Normalposition etc. Ich merke das ihm meine Nähe tatsächlich gut tut, d.h. ich lege ihm wenn er neben mir sitzt und er wieder hibbelig wird die Hand auf die Brust oder an die Schulter und streiche ihn beruhigend. Allein am Herzrhythmus merk ich, dass er dann runter kommt.
jaaaaaaaaaaaa, das großartige Oxitozin - das ist bestimmt auch ein Bestandteil (wenn vielleicht auch kein wesentlicher) des Geschirrgriffs, denn man übt ja schließlich Zug auf das Geschirr und damit Druck auf die Haut aus - und dadurch wird Oxitozin ausgeschüttet.
Oh - wo ich das sage - hast du schon mal von Körperbändern oder Thundershirts gehört? Das kann bei ängstlichen Hunde sehr gut helfen...
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Der Ansatz mit der Benennung ist mir bekannt, das einzige was mich auf Dauer stören würde, ist das ich den Hund ständig zuquatsche oder stell ich mir das jetzt falsch vor?
Guck oben Deine Punkte 1-3 an. Aus diesen Dingen kannst Du Kategorien bilden und für diese entsprechende "Vokabeln lernen": Kind/Kinder, Autos, Leute. Fertig!
Jep, anfangs quatscht man wohl ziemlich viel, je nachdem wieviele man von den Aufregern man halt auch so trifft und natürlich wie viele der Hund auch hat, die nicht in eine Katekorie zu packen sind - der Gandhi ist da sehr extrem, weil er halt auch noch Jagdtrieb auf alles mögliche hat.
Das coole daran ist ja aber, dass man diese Vokabeln quasi überflüssig macht, weil der Hund sdie dazugehörigen Aufreger dann immer weniger dramatisch findet. 
Theoretisch kannst Du auf das Benennen verzichten, allerdings kannst Du dann den Hund auch nicht auf überraschend näher kommende Sachen aufmerksam machen, oder dem Hund sagen - "hey, lass uns grad mal dieses "Wo sind die Leute?"-Spiel machen, während wir hier in Sicherheit stehen, und die Leute weit genug weg sind." Denn damit damit kannst Du Desensibilisieren/Gegenkonditionieren - was nur wirklich gut funktioniert, wenn sich der Hund sicher fühlt - dann guckt er aber meistens nicht öfter als einmal zu diesen Aufregern hin und man hat nur eine, wenn mans nicht bemerkt hat keine Gelegenheit zum Verknüpfen "Leute" = "ich krieg großartiges Essen" (oder sonst irgendwas tolles).
Ich stell es mir vor wie einen Bilderrahmen - den packt man durch das "zeigen und benennen" um jeden Aufreger herum - und je öfter man es schafft, ein "ungefährliches Bild vom Aufreger" in diesen Rahmen zu stellen, desto mehr kann er auf die aufregenderen Versionen der Aufreger (wenn die Leute dichter vorbei gehen / wenn die Kinder schneller rennen und lauter schreien...) "abfärben".
Hoffentlich verstehst Du mein Gestammel :O
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Ich clicke alles an was er draußen bewusst ansieht, bisher ohne Benennung. Ich wollte damit längerfristig nachdem wir echt jedes Lebewesen 1000mal geclickert haben eine Gegenkonditionierung erreichen. Also quasi: aha da ist was und wenn ich des anschau geht's mir gut weil Leckerli ergo "die Welt ist toll"... Das klappt übrigens mit Menschen mittlerweile immer besser, weil er von Angst zu unsicherer Neugier geswitcht ist.
Muss ich zwangsläufig benennen?
Phantastische Idee!!!
Nein, Du mußt nicht alles benennen. Ich click auch alles mögliche an, was die Nasen so angucken. Genau aus dem Grund: "Huch, was ist das da wohl wieder neues? Aber egal was es ist, bestimmt passiert gleich was gutes!"
ich würde die drei Gruppen von oben benennen - und anderes "angucken" einfach so anclicken, wenn Du das Gefühl hast, das könnte er als "Gefährlich" einstufen.
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Ich mein ich feier im Moment Busse, LKWs und Baukräne und kündige die freudigst quietschend an und werf mit Leckerlis um mich.
Wenn ich das mit allem mach was Enki anstarrt, dann muss ich 1. mit nem 5kg Leckerlisack raus und 2. bin ich dann in meiner Gegend nur noch am Geschichten erzählen
oder?
Ich feier dabei nicht - das ganze geht möglicht ruhig zu - weil - ich will ja "entspanntes Verhalten" formen - und erregt ist der Hund schon - da braucht er nicht noch mehr Aufregung. Ich frag einfach nur "wo ist XY", Hund guckt, click, Leckerchen, vielleicht noch leises ruhiges Lob. Stell dir das ganze mehr wie so ein ruhiges Mantra vor.
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Was ich gerne ausbauen würde ist Enkis Reaktion die er ab und zu mal zeigt: Irgendwas komisches passiert, beispielsweise Riesenhubschrauber schwebt über uns. Enki kriegt nen Riesenschreck, aber guckt nach dem ersten Zucker sofort zu mir, ich nick nur kurz und er marschiert einfach mit.
Man hört immer: Man muss dem Hund beibringen wo Frauchen dich hinführt passiert dir nix. Da würd ich halt gern drauf hinaus.
Gutes Ziel.
Ist auch meins - deshalb auch nicht der Party-Ansatz. In solchen Situationen click ich diese "bei mir einchecken dann gerne mal an und sage "Jep, ich habs auch gesehen"
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Das Hinterherlaufen hat für mich auch den Grund, dass ich teils auch körperlich nicht mehr kann, weil er dermaßen in der Leine hängt und ich ihn an mich dran angeln muss, wenn wir über nen normal breiten Gehweg gehen. Da bringt stehen bleiben auch nix.
Alternativ kann er nämlich toll rumreißen oder wenn ich stehe dreimal um mich rumlaufen. Er ist ein Leichtgewicht mit 17 kg, aber mitunter geht das echt richtig auf den Rücken.
Ich bin nur froh, dass ich mich auf das Dreibeingeschirr von Blaire verlassen kann!
ha, rate, welcher von meinen Hunden am besten an der Leine geht - und auch schon dicht bei mir, weil ich das unglaublich bestärke, weil das einfach nicht geht, dass der in die 3 Meter Leine bzw dann in das vorbeifahrende Auto kachelt?
So ist er dann so dicht dran, dass ich problemlos ins Geschirr greifen und notfalls auch noch auf die Leine steigen kann!!
Gandhi kann auch wunderbar folgenden Trick: Lauerhaltung bekommen, paar Schritte rückwärts hoppeln, und dann voll in die Leine krachen! Autsch!!
Aber zum Glück sind alle Tiere darauf gepolt, Ankündigungen von unangenehmen konsequenzen blitzartig zu lernen und sich darauf fix einzustellen - das hat er zwei mal gemacht - jetzt kann ich das mit meinen augen im Hinterkopf sehen, quasi *hihihi*
Anfangs sah unser "Spaziergang" auch wirklich nicht nach "Gang" aus - das war mehr so ein "drei Schritte gehen, gucken, dass die Welt immer noch die gleiche ist, drei Schritte gehen, gucken, dass die Welt immer noch die gleiche ist, drei Schritte gehen.... oder auch mal nur einen Schritt, oder ziemlich lange rumstehen, bis die Welt aufhört zu beben, explodieren, oder was auch immer da in seinem Kopf abgegangen ist...
Ich habs da zum Glück super-bequem: ich habs geschätze 50 Meter Dorfstraße bis zur nächsten Wiese, die an der besagten Straße liegt, und auf der man wunderbar mit der Distanz zu den bösen Autos spielen kann. Anfangs bin ich sehr oft nicht weiter als bis auf diese Wiese gekommen, weil das Hirnchen mehr einfach nicht verpackt hat.
Nachdem er jetzt gut auf die SDU-Medis eingestellt ist, ist das kein Thema mehr, da kann er das alles verpacken, wenn man ihm die Hilfe gibt, die er noch braucht.