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ich habe am Anfang des Clickerns auch nicht geglaubt das unser Samson sich das Lekker holt wenn er etwas weiter von mir entfernt ist.Aber er tut es !!!
Ja, diese Erfahrung habe ich schon sehr oft gemacht - auch Hunde, wo die Besitzer Stein und Bein geschworen haben, "nNein, der Hund nimmt draussen kein Leckerchen!" oder zumindest "kommt dafür nicht zu mir", kommen nach einer Weile, fangen Leckerchen aus der Luft, oder sammeln die geworfenen vom Boden auf. Ich lass die Leute viel zu Hause und in anderen, ablenkungsarmen Situationen clickern - das ist Baustein eins: Der Hund lernt, für Arbeit gibts Click und Belohnung.
Baustein zwei ist: Clicken und alternative Bestärkung - in Situationen, wo essen nicht geht, und wenns nur Lob ist, weil ansonsten nix geht! Wenn man dann Baustein eins fein bearbeitet, läd man den clicker immer genügend auf, sodass der Hund immer noch versteht "hab das grad richtig gemacht!"
Baustein drei wird dann offenbar om hundehirn angefertigt: Hund macht was, Mensch clickt, Hund macht was, Mensch clickt, Hund macht was, mensch clickt und Hundhirn sagt und wo überhaupt bleibt meine Bezahlung??? Und wenn mann DANN was wirklch obergeiles anzubieten hat, und nicht nur schnödes Trofu DANN kommen sie sehr schnell auf den Geschmack und können dann auch draussen essen annehmen.
Bei ganz schwierigen Fällen haben wir auch schon folgendes gemacht: auf die Liste gucken und prüfen was für den Hund draussen der Oberknaller-Belohner wäre - z.B. Rennen, Vögel aufscheuchen, Hasenspuren ausarbeiten.
Dann gehen wir in eine Situation, wo wir den Hund selbiges machen lassen können, halten das Superleckerchen vor die Nase - nur davor halten, Hund muß es nicht fressen, und schicken dann Vögle scheuchen, Hasenspuren ausarbeiten, Rennen....
Die Emotion der Obergeilomatbelohnung wird auf das Leckerchen abgefärbt, schon ist das viel wertvoller als zuvor. Wahrscheinlich färbt das nicht soweit ab, dass man es in z.B. Jagdlichen situationen als angemessenen Bestärker verwenden kann, aber man kann es für andere Verhalten im "nicht-jagdlichen" Kontext verwenden, jucheee!
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Und zwar üben wir mit Clicker das "nicht and er Leine ziehen".Jedesmal wenn er zieht bleib ich stehen-er schaut sich um und kommt dabei einen Schritt auf mich zu und sonit lockert sich die Leine.Dann clickere ich und er kommt um Lekker abzuholen.
pass auf, dass Du dir keine nicht wirklich gewollte Verhaltenskette clickertst - so könnte dabei rauskommen, dass er denkt "ich muß ziehen, dann bleibt sie stehen, dann mach ich die Leine locker, dafür gibts click!"...
Click öfter, VIEL öfter, solange die Leine locker ist, und falls du doch mal zu spät bist, und er die Leine auf Spannung gebracht hast, warte bis er wieder ganz zu dir zurpck gekommen ist mit dem click.
Im folgenden Schritt kannst Du dann auch das zurückkommen nicht mehr clicken, sondern nur noch das "an lockerer Leine losgehen" ets.
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Aber zur Not kannst Du dem Hund nach dem "Klick" ,falls er noch in einigermaßen erreichbarer Entfernung zu Dir ist das Lekker auch zuwerfen-ich persönlich würds nicht tun,da Hund sonst lernen könnte Dinge vom Boden aufzunehmen,was man als HH ja eigenlich nicht möchte.
Den Zusammenhang hab ich noch nie gesehen, dass hunde das deswegen gelernt hätten - entweder sie sind schon sowieso Müllschlucker, die eh alles verdrüken, was ihnen vor die Nase kommt. Oder ben nicht. Meinen Hunden (und auch die Kunden machen das mit ihren) werfe ich ständig Leckerchen zu, auf die Erde, von mir weg - wirklich ständig. Keiner hat daurch gelernt, dass Müll dadurch geiler wird. ehr im Gegenteil. Ich denke, es hat was damit zu tun, dass der Click das folgende Leckerchen "freigibt" -wir geben es nicht nur als Konsequenz, gleichzeitig wird vermittelt "erst, wenn ich es frei gebe" - sprich, gebe, oder werfe, oder verstecke. und z.B. nicht schon, wenn es noch in der Tasche ist (okay, beim Gandhi hab ich das noch, der wil mich immer ausrauben, aber das ist ein Trainingsproblem... meins 