Beiträge von Shoppy

    Wenn er sie fressen wollte, würde er ihnen nicht so ausführlich mitteilen, dass sie doch bitte auf ABSTAND bleiben sollen.
    Straf Dir nicht das knurren weg, denn dann weißt du nicht mehr, wann ihm was zu viel wird, und er wir der Sprichwörtliche "biss ohne vorwahrnung!"...

    Wenn er die GEs sowieso nur viermal im Jahr trifft, richte es so ein, dass er sie eben nicht treffen muß. Das ist ganz sicher auch im Sinne Deiner Großeltern. Für eine Situation, die voraussehbar, nur so selten auftritt, und wunderbar umgehbar ist, trainiere ich nicht - das manage ich. Hund wird solange wo anders untergebracht, bleibt im Zimmer, während die GEs im Haus unterwegs sind, Hund wird an der Leine durchs Haus nach draussen geführt.

    Zitat

    Ja danke :smile:


    Ich hab halt bisher immer gedacht, wenn ich ihn lobe während er fixiert, dass er sich in dem Moment dafür bestätigt fühlt, das weitere Verhalten aufzubauen :ops:

    Genaugenommen stimmt das ja auch. Aber es enthält auch den Denkfehler, dass jegliches Verhalten nur in eine richtung verändert werden könnte. Was man stärker formen kann, kann manch auch schwächer, kürzer, später, oder gnz weg formen, einfach indem man eben die immer schwächeren, kürzeren Versionen des Verhaltens auswählt und markiert. Da ist bestimmt die Bezeichung "Verhalten Bestärkung" dran schuld - das wird ja genau impliziert, dass es immer nur stärker geht.


    Aber man läßt ja erstens nicht stundenlang fixieren, sondern unterbricht es mit dem Markersignal so schnell wie möglich (und natürlich markiert man sowieso ALLES, was NICHT fixieren ist), und zweites kommt der primäre Bestärker so, dass das Fixieren beendet werden muß (daher die Aktion mit dem Leckerchen, das die Nase aus der Blickrichtung zieht)
    Zweitens formt man das Verhalten nicht in richtung "früher, länger stärker fixieren" sondern in "kurz gucken, sofort zum Menschen umorientieren, Alternativverhalten (das umorientieren ist schon eins) ausführen (z.B. sitzen, Nasentouch ausführen, die "beiFuß"-Seite wechseln, sonstwas. Das ist aber eben erst Schritt 10/25 oder 96 und nicht Schritt eins ;)
    zuerst die Treppe runter steigen = das Fixieren wegformen =)


    Hier mal ein kleines Filmchen, wie man aus einem planlosen, wilden ziemlich heftigen Pfotendraufhauen, ein sehr gezieltes, langsames konzentriertes Anzeigeverhalten formen kann - in zwei Sessions in insgesamt ungefähr drei Minuten: http://www.youtube.com/watch?v=eRuEyGC5gds und wie ihr bemerken werdet, sind da auch "Fehlclicks" bei - macht gar nix...

    und SO: http://www.flickr.com/photos/caneami…57625968241535/ sah das im ersten Versuch mit den Schälchen aus.... fliegende Untertassen :D

    Zitat

    Blue ist ein großer zweijähriger kastrierter Rüde.

    Auf dem Hundeplatz ist er, im sprichwörtlichen Sinne, kaum noch zu halten bevor es ans Spielen im Freilauf geht. Aber es dauert meist nur kurze Zeit, bis er eins seiner zwei bevorzugten Opfer erspäht. Hierbei handelt es sich um zwei mittelgroße Hündinnen, die sich sofort unterwerfen. Dies tun sie bei fast allen Hunden, aber Blue stellt sich dann über sie und lässt sie nicht wieder hoch, ansonsten wird der Fang an den Hals gesetzt und der Hund so unten gehalten. Die Opfer geben dabei keine Schmerzlaute von sich und erstarren auch nicht.
    Ich bekomme ihn da nur selten mit Abrufen weg, meist muss ich hingehen und ihn am Halsband wegziehen. Selbst wenn ich mich dann etliche Meter entferne und ihn wieder ableine läuft er zu 99% wieder zum Opfer und das Spiel geht von vorne los. Das hat zur Folge, dass Blue das Spiel an der Leine verbringt und bei den anschließenden Übungen soviele aufgestaute Energie hat, dass hier konzentriertes Arbeiten kaum noch möglich ist.
    Gestern habe ich versucht vorher etwas Energie beim Canicross abzubauen, sind etwa 20 Minuten unter Zug durch den Wald und er war auch gut platt, aber alles vergessen als wir auf dem Hundeplatz ankamen.

    Ich fang mal von hinten an:
    Auspowern kann möglicherweise kontraproduktiv sein, da ja auch Streßhormone (z.B. Adrenalin) ausgeschüttet werden, was an sich nichts schlimmes ist, sondern ganz normal - wenn diese Hormone sich aber nicht auf das Normallevel abbauen können, schwirren die noch durch den Körper, wenn er in die nächste, für ihn sehr aufregende Situation (HuPla) gebracht wird. Ich glaube ich würde ehr etwas machen, was auf ruhiges, konzentriertes Mitarbeiten einstimmt.

    Da Du ja weißt, dass er wieder hinrennt, und du ihn nicht abrufen kannst, leine ihn halt nicht wieder ab, sonst versaust Du Dir nur Deinen Rückruf - und dem würde ich statt dessen mal Turbotraining empfehlen.


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    Im Wald oder sonstwo, wenn wir andere Hunde treffen ist er nicht so. Auch ist er sonst auf dem Platz, nein er war sonst, ein gerngesehener Spielkamerad. Er provoziert ganz gern mal den Alpharüden des Hundetrainers dort und läuft auch zu Streitereien unter anderen Hunden um mit mäßigem Erfolg zu schlichten, weshalb Der Trainer meinte Blue werde wohl das nächste Alphatier im Rudel, weil sein Hund nun ja auch schon älter wäre. Noch wird er von diesem aber in die Flucht geschlagen und sie gehen sich eher aus dem Weg. Blue will aber bei gemeinsamen Spaziergängen "immer" vorne sein und nimmt diese Stelle im Freilauf auch sofort ein.

    Da die Hunde auf dem Hundeplatz keine gewachsene Familie sind, sondern ständig neu zusammengewürfelt werden, ist dort gar niemand ein Alpha-Rüde.
    Hier: http://www.cavecani.de/wissenswertes/…80%9Ealter-hut/
    findeste Du eine phantastische Sammlung an Literatur, war Dir das Alpha-Gelaber nicht weiterhilft - es ist schlichtweg falsch und führt zu unangemessenen Trainingsmethoden. Schade, dass Dein Trainer sich offensichtlich nicht weiterbildet - aber das kannst Du ja für Dich selber übernehmen.
    Meine Hunde "nehmen diesen Platz" auch ein - die sind nun mal einfach schneller als ich, und hat nichts mit igendwelchen falschinterpretierten Dominanzverhalten zu tun.


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    Was kann ich hier zur Entspannung der Situation tun? Liegt es daran, dass die Opfer sehr unterwürfig und auf deren Opferrolle getrimmt sind? Wir sind immer gern auf dem Hundeplatz, haben dort die Begleithundeprüfung gemacht, nur so kann es ja nicht weitergehen, dass ist Stress pur für Mensch und vor allem Hund.

    Zuhause ist er dagegen ein absolutes Lamm geworden und Besucher werden freudig begrüßt und dann schnell in Ruhe gelassen. Er ist ein freundlicher, neugieriger und ansonsten sehr friedlicher Hund.

    Entspannung ist ein gutes Stichwort :smile: gugstu hier:

    http://www.cavecani.de/wissenswertes/…einsatz-videos/

    http://www.cavecani.de/wissenswertes/…-hundetraining/

    http://www.easy-dogs.net/angebot/shop/w…ntspannung.html


    Im Moment hat er die Verknüpfung: auf dem Hundeplatz ist es sehr aufregend, da wird wild gespielt, und ich kann meinem neuen, sehr befriedigenden Spiel nachgehen (andere Hunde plattwalzen, vorzugsweise solche, die sich NICHT wehren...), das gibt mir son tollen KICK. Gegen diese mußt Du jetzt erstmal anarbeiten, bevor an gescheites Training überhaupt erst wieder zu denken ist. Das merkst Du ja schon daran, dass er sich so hochdreht, während ihr wartet, dass dann arbeiten nicht möglich ist.
    Ich würde das Entspannungssignal zu Hause aufbauen, und dann ziemlich zügig auch draussen unter steigener Ablenkung.
    Kannst Du auf den Platz, während da grade keine Stunden gegeben werden?
    Dann kannst Du an der Entspannung auf dem Platz arbeiten, ohne dass das gleich durch zu große Ablenkung torpediert wird. Bis das dann sitzt, würde ich erstmal zu den Regulären Stunden nicht mehr gehen. Oder diese Stunden nur dazu nutzen, dass Blue lernt - auf dem Platz wird entspannt, konzentriert und ruhig gearbeitet, und nicht mehr gespielt.

    Wie z.B. hier:
    In diesen Blogs (http://blogs.dogster.com/dog-training/c…-class/2011/02/ und http://blogs.dogster.com/dog-training/t…-class/2011/02/) wird beschrieben, wie eine Trainerin ihren jungen Rüden, der sehr reaktiv (Bellen, in die Leine hampeln) auf andere Hunde reagiert auf eine Hundetrainingsklasse vorbereitet.
    Sie abeitet mit "Zeigen und Benennen" (Anleitungen findest Du, wenn Du das in die suchfunktion ein gibst, bestimmt genügende) (bei ihr heißt das "Look at that" - abgekürzt LAT), das Entspannungstraining ist noch nicht bis in die USA vorgedrungen ;D

    Huhu,

    ich habe eine Trainerempfehlung für Dich:
    http://pfotenakademie.de/index.php?id=35

    Ist der Schreihals kastriert? Nicht, dass ich das gleich empfehlen würde, ab z. b. könnte man mal per Kastrations-Chip testen, ob eine "richtige" Kastration in diesem Fall dem Hund viel Streß genommen werden könnte.

    Ich würde auch umgehend ein Schilddrüsenprofil (die zu messenden Werte sind: T4, fT4, T3, fT3, TSH, T4 Antikörper, T3 Antikörper und TAK, möglichst Großes Blutbild gleich dazu, Selen, Cholesterin) machen lassen

    Ich habe übrigens auch so einen (Ex)Schreihals - der Gandhi hat Autos/Motorräder/Fahrräder aus kilometerweiter Entfernung angeschriehen und hat den verrücktgewordenen Lenkdrachen an der Leine gegeben. In den allermeisten Fällen kann er jetzt an lockerer Leine sitzen, und die bösen Teile angucken. Manchmal kann er sogar an lockerer Leine weiter gehen. Ab und an muß er noch mal loskreischeln.
    Ich arbeite seit Ende September daran (nur ganz nebenbei, denn er hatte auch noch weitere "kleine Baustellchen", wie irren Jagdtrieb auf alles und Blödfinden von allen anderen Hunden, Resourcenverteidigung gegen andere Hunde UND Menschen...) mit "Zeigen und Benennen", "angekündigter Geschirrgriff" und konditioniertem Entspannungssignal (und mit Thyroxingabe, das Tierchen hat SDU...).

    Zitat

    Da weiß ich ja, warum Balu sich über jeden Hund soooo sehr freut, den er sieht :roll: :muede2:

    Mal was anderes... Hier wird ja auch geschrieben, dass man den Hund dafür bestätigen soll, wenn er erstmal ruhig bleibt sobald er einen anderen Hund sieht.

    Bei uns würde das so aussehen: Sieht Balu einen anderen Hund von weiter weg, werden die Ohren steif und er fixiert ihn.
    Und ich denke, dieses Verhalten sollte man wenn möglich auch nicht bestätigen?

    Ich lob ihn, wenn er in dieser Phase noch zu mir schaut wenn ich es sage oder sich auch noch absitzen lässt. Kommen wir näher dran, klappt das ja auch nicht mehr, ist ja altbekannt :roll:


    Doch klar kannst Du das noch bestärken - das ist schließlich besser, als Panzermäßig über den anderen Hund drüberzuwalzen.

    Man muß sich dazu nur klar machen, welches Verhalten man grad hat, welches man schlimmstenfalls haben könnte (Panzer... ;) ), welches man haben möchte, und wie man da hingelangen kann. Man könnte einen 8 Meter Weitsprung über von einem hochhaus zum anderen über eine vielbefahrene Straße versuchen und nur die paar Möglichkeiten belohnen, wo der Hund zufällig ganz genau da macht, was wir "ideal" finden ("ihn loben, wenn er in dieser Phase noch zu mir schaut, wenn ich es sage oder sich auch noch absitzen lässt..." ).
    Oder man nimmt die Treppe, im derzeitigen Haus runter, zu fuß über die Straße, und im "Wunschhaus" die Treppe wieder rauf. Sprich - viele kleine einzelne Schritte, die aber alle jederzeit für den Hund machbar sind.

    Fixieren ist nicht Plattwalzen, ist also markierbar und nun der Trick, Click für Aktion (fixieren, angucken...), Füttern für Position. Wenn der Hund lernen soll, sich vom anderen Hund abzuwenden, kann man sich das locker formen, indem man darüber nachdenkt, WIE man das Leckerchen gibt.
    Wenn man erwartet, dass sich der Hund für den Keks umdrehen kann, kann man wahrscheinlich zum Sanktnimmerleinstag warten. Wenn man das Leckerchen aber direkt vor die Schnüss hält und dann nur ein Millimüh zur Seite oder z.B. nach unten zieht, geht die Schnüss viel wahrscheinlicher den Millimeter mit und kann den Keks nehmen. Jetzt braucht man sich nur noch Schritt für Schritt (Treppenstufe für Treppenstufe) den "Nasendrehwinkel" etwas größer Formen. Und das ganze klingt so aufgeschrieben viel aufwändiger, als es tatsächlich ist.

    Training ist ein Prozess, während dessen man Details
    [welches Verhalten man als "noch markierbar" definiert (anfangs ist "fixieren" okay, später möchte man z.B. Blickkontakt vom entspannt stehenden Hund, dann möchte man einen sitzenden Hund, der dem anderen den Rücken zu dreht, oder einen der an lockerer Leine mit Blickkontakt am anderen vorbei geht, oder der, wenn dreißig andere Hunde um den Agilityparcours rumlaufen trotzdem einen Null-Fehler-run hinlegt...),
    - wie man dem Hund hilft, Fortschritte zu machen (z.B. indem man durch die Wahl wie und wo (und welches) man das Leckerchen gibt, wo man sich selber hinstellt, ob und wenn ja wie man Alternativverhalten einsetzt, um das Fixieren zu unterbrechen (anfangs kurz, später länger, oder erst gar kein fixieren mehr]
    verändert, bis man hat was man wollte.
    Aber man muß eben da beginnen, wo man grad ist, und nicht erst da, wo man HIN WILL - das KLAPPT einfach nicht.

    Und, mindestens genauso wichtig - man muß die Zwischenschritte so klein machen, dass der Hund das locker hinbekommt, damit man sich nicht gegenseitig frustriert, weil der Hund nicht leisten kann, was er leisten soll.

    Der Hund kann sich diese Zwischenschritte weder ausdenken, noch aussuchen, da ist das Hirnschmalz des Menschen gefragt, angeblich hat er davon ja genug...

    Oh ja und wie mich tut-nixe nerven!! und ich will das, wie mehrfach gesagt, auch nicht. Ich trage aber die Verantwortung für das Befinden meiner Hunde, und erachte es daher meine Pflicht, mit ihnen etwas so strulleeinfaches wie eine entspannte Leinenbegegnung zu üben...
    Dafür mach ich kein Hundesport, das will ich nicht. Bisher hat mir noch kein Hund gesagt, dass er da was vermißt, oder streß deswegen hat.

    Oh, ich würde nicht mal sagen, dass die TÄ schlecht sind.
    Wenn man sich mal überlegt, dass die quasi allgemeinmediziener für ich weiß nicht wie viele völlig verschiedene Tierarten sein müssen. Das ist schon ziemlich heftig.
    Wo ich aber nen Hals kriege ist, wenn man ihnen FACHLITERATUR gibt, wo das alles haarklein drin steht - auch dann erachten es viele nicht für notwendig, sich doch mal in das Thema zu vertiefen und vielleicht mal Seminare dazu zu belegen, oder sich mit Kollegen, die sich darauf spezialisiert haben, kurzzuschließen. Die sind ja nicht so schwierig zu finden - sogar unpromovierte Hundehalter finden sie...

    Aber der absolute Oberhammer ist, dass sie einem dann Ratschläge zu Themen geben, in denen sie wirklich keinerlei Ahnung haben, ausser die HABEN einen Zusatzausbildung gemacht, denn das wird im Studium mal grad im Vorbeirasen abgehakt und das ist Ernährung, und nach schlimmer Verhalten...
    Da werd ich als Trainer ziemlich giftig, wenn man mit dann was non Rudel-AlphaTrallalala und/oder Rüpelphase vorschwafelt... Sorry ICH habe auf diesem Gebiet weiter gebildet, und zwar nicht bis zum Jahr 1970 und Herrn Trummler, sonder bis ins Jahr 2011. Und WENN ich, was ständig vorkommt, zu einem bestimmten Thema nix weiß, dass SAGE ich das, und verweise an Kollegen, die das können, oder frage nach, wie diese das Problem lösen würden.
    Mein Wissen ist mir nicht aufgrund Göttlicher Eingebung "gekommen" - ich mußtw (und will auch) es mir holen. Viele TÄ wollen offanber nicht - und ehrlich, dafür hab ich kein Verständnis. Man google Schilddrüse/Hund und der erste Satz der einem bei beliebigem Fundstück entgegenleuchtet ist "Schildrüsenerkrankungen sind die häufigsten Drüsenerkrankungen..." und quasi gleich als nächstes folgt "Die Werte T4 und TSH alleine sind nicht genügend aussagefähig!" SORRY, aber man KANN das nicht NICHT wissen,

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    Aber mal ehrlich, warum sollte mein Hund gezwungen sein sich artig bei plötzlich ranlaufenden Hunden benehmen müßen, wenn sie merkt, das sie kein Radius um sich hat, wo sie reagieren kann. :???: ...sich absolut an der Leine, bei nicht gewolltem Kontakt, zu benehmen ...das ist doch arg "vermenschlicht" betrachtet.

    Genau deshalb üben das doch - damit es eben nicht mehr "gezungen" ist, damit der Hund das für ein tolles Spiel hält, das ihn nicht mehr aufregt, wofür es zuvor hundertfach Bestärker gab und wo offenbar die Menschen einen nachvollziehbaren Plan haben, wie das ganze ablaufen kann, ohne das zwei Hunde augehängt in der Leine röcheln (hab ich alles schon gesehen - und war nur noch mit Hinterläufen unterwegs, versuchte zu keifen, kam aber nur nch Röcheln raus, und WIR standen schon 20 m im Feld und aus meinem Hund kam nicht mal ein blick in deren Richtung raus, geschweige denn irgendwelche Geräusche...)

    Und natürlich üben wir das nicht von null auf hundert - mit Hunden, die sich noch nie gesehen haben. Das geht logischerweise in die Büx. Das geht schon sowieso schief, weil bei mir meistens Hunde landen, die das Leinenpöbeln schon fest verinnerlicht haben :/ Da fangen wir mit dem ganzen Programm an. Auf Entfernung, an der Leine, "Zeigen und Benennen" (das wirkt toll bei "von hinten anpirschern"), hintereinander her gehen, nebeneinander her gehen, auf dem Kreis gehen, aus Entfernung aufeinander zu und wieder auseinander gehen (ohne direkte Begegnung)... langsam an einem sitzenden Hund vorbei gehen, in wechselnden Rollen - in relativ dichtem Abstand fast frontal voreinander sitzen...
    Bis die Hunde locker flockig dicht aneinander vorbei gehen können. Und dann "übertrainieren" wir das mit Berüßung an der Leine. Bis dahin wissen sowohl Hund, als auch Mensch, wie man sich da verhält.
    Der Mensch weiß, wie er die Leine hält (locker), dass er diverse deeskalierende Körpersprache seines Hundes markert und belohnt, wann er stehen bleiben muß, wann er mal ein Entspannungssignal reinwerfen könnte, wann er noch mal eine kleine Kehrtwende einbauen sollte, wann er stehen bleibt... Die Hunde können das meist schneller als die Menschen.


    Und NEIN ich verlange kein "absolut anständiges Benehmen" bei ungewolltem Kontakt. Ich möchte, dass der Hund weiß, dass er auch an der Leine die Möglichkeit hat, verständlich mit dem anderen Hund zu kommunizieren - Und ich möchte, dass der Mensch ihn kommunizieren LÄSST.
    Ich will grad NICHT, dass die Hunde dann irgendeinen "Befehl" ausführen müssen, eng Bei Fuss, oder ins Platz oder irgendwo einen Schwachfug - solche Sachen bringen den Hund in Konflikt - er weiß, er muß mit dem anderen Hund "reden" und er weiß er SOLLTE tun, was sein Mensch sagt, sonst...
    Hundeetikette sagen: "mach ma langsam, geh nicht frontal auf mich zu, mach einen kleinen Bogen, guck mich nicht so starr an, wuggel mit dem Körper, mach dich nicht so steif, bleib locker - wende dich bißchen ab und jetz bleib ma stehen.
    Neulich hatten wir folgende "TOLLE" begegnung - Unterwegs durchs Dorf - kommt uns ein unangeleiter Beagle jünglin entgegen gestratzt. Der dazugehörige Mensch nicht zu sehen. Gandhi hat den Jungen Mann angehalten und ihn gründlich inspiziert, das Beagelchen hat sich gebogen wie ne Brezel und fein seinen Po hingehalten, damit die großen Jungs schnuppern konnten. Kommt plötzlich die Hand samt Oberkörper des Besitzers über den Zaun, packt den Beagle im Nacken und pflückt den Hund in die Luft... :muede2: Was war alles an der Situation falsch... Gandhi war der Meinung, er war noch nicht fertig mit der inspektion und hat das mal Lauthals kundgetan. Der Beagle hat sich erstens erschreckt, zweitens hatte er plötzlich keine Demüte haltung mehr, sondern eine erzungene drohende und fing drittens natürlich an zu schreien, der Griff hat viertens bestimmt weh getan...

    Ich hätte das Arschloch töten können. Und der hatte so ein Glück, dass dem Beagle nichts passiert ist, denn der hing ja kurzzeitig "drohend" aber mit nackichtem Bauch vor dem Gandhi rum - und rate wessen großer schwarzer böser "Lampfhund" bei einer Verletzung schuld gewesen wäre??
    Ich hab angefangen wie wild zu clicken, als der Beagle "in die Luft" ging - beim Dritten Click und zweimal grrara sagen war der Gandhi bei mir, weg vom Beagle, der zappelnderweise über die Hecke gehievt wurde.

    Für solche total hirnlosen Menschen "übertrainiere" ich meine Hunde, damit deren Vierbeiner nichts passiert, auch wenn sie die dümmsten Schoten der Welt reißen...

    Joa, die finden "die olle Kuh gibt meinem Hundn Futter ohne vorher zu fragen" eindeutig noch schlimmer, als ich "die lassen ihre blöden einfach zu fremden Hunden hinlatschen" - was schon kaum zu toppen ist.
    Aber wer das halt mit der positiven Bestärkung nicht verstanden hat, bei dem funktionierten die gleichen Leckerchen als Positive Bestrafung, böseböseböse von Frau Shoppy...