Beiträge von Shoppy

    genau Thera - das wollte ich damit sagen - wenn sie ihn an der Leine hatten(haben=, hat er fürs Pöbeln drauf bekommen(bekommt immer noch drauf) - natürlich verstärkt sich da
    a.) die Assoziation: anderer Hund = Scheiße

    und b.) nicht zu vernachlässigen: "ist die Leine ab, kann ich weg, kann nicht gehauen werden und der Hund ist sowieso immer noch Scheiße...

    Der kam mal Leine Los ohne Maulkorb auf den Crispel zu gerannt, der auf dem Weg zu mir war... Ich hab mich schon mit einem starkblutenden Crispel zum TA fahren sehen. Geilerweise hat Crispel NIX eskalierendes gemacht, ich hab da reingemarkert, reingesäuselt, Entspannungssignal... und 14jähriges "frauchen" kam brüllend angerannt... Mußte ich die erstmal bremsen, damit die da nicht die Leine draufdrischt...
    Die standen rum und haben sich angeknurrt, angedroht und alles war stocksteif, also ab ich dem Gör geseuselt, sei sol laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaangsam und ohne Gebrüll Coopers Halsband greifen und NICHT ZIEHEN - ih würde gleichzeitig den Crispel nehmen und gehen... Kaum war ich nen Meter weg, drischt die auf den Hund ein...

    Ich hab dann noch in meinem Säuseltonfall gesagt, dass ich die das nächste mal, wenn ich den Hund im Freilauf ohne Maulkorb sehe, anzeigen werde! Denn natürlich klappt der Rückruf nicht, wenn der grad dabei ist, sich auf einen anderen Hund zu stürzen - ich würde auch nicht freudig kommen, wenn ich da dresche kriege...
    Seitdem sammeln die den immer fein ein, wenn sie MICH entdecken - ich gehe nicht notwendigerweise davon aus, dass sie das bei anderen auch machen.


    Mein Trainingsziel ist, dass ich möglichst Kreisch-Frei an allem vorbei komme, was Auslösereiz ist - Notfalls auch, wenn uns das Auslöseteilchen aka "Tutnix" direkt ins Gesicht fliegt. Natürlich werden wir niemals Perfektion erreichen - der Weg ist das Ziel :D

    Border Collies sind dafür gemacht, schnell auf visuelle Reize zu reagieren. Da finde ich es also nicht sehr verwunderlich, dass er vom Stadttrubel reizüberflutet ist.

    Schau mal, was Du über die Suchfunktion zu "Zeigen und benennen" findest. Im Gegensatz zu dem da meist beschriebenen Aufbau, früh in das "Angucken" reinzuclicken, damit man das Umorientieren zum Menschen stark betont, würde ich glaube ich bei Deinem länger ruhig gucken lassen.

    Ausserdem würde ich ein konditioniertes Entspannungssignal aufbauen. Und gegen das hin und her gezerre den angekündigten Geschirrgriff (beides über die Suchfunktion mehrfach zu finden ;) )

    Ja, ich hab zwei Hunde. zum glück färbt das nicht ab :smile:
    Aber ich konnte anfangs auch nicht zusammen mit den beiden rausgehen, der Gandhi brauchte 300% meiner Aufmerksamkeit. Die spaziergänge mit dem Crispel habe ich dann als erholsames Kontrastprogramm sehr sehr genossen.

    Inzwischen kann ich mit beiden zusammen gehen - je nachdem wo ich hin geh, aber da kommt der Crispel meistens sehr zu kurz, aber es wird besser.
    Der Gandhi ist erst seit Mai 2010 da, wird erst seit Ende September substituiert (Schilddrüsenunterfunktion) und macht seither siebenmeilenfortschritte - und gelegentlich auch ein paar Rückschritte, aber das ist ganz normal.
    Wird der jemals "Perfekt" - ich habe keine Ahnung, kann ich erst sagen, wenn wir es entweder erreicht haben, oder er dann an Altersschwäche gestorben sein wird. ich weiß nur, dass die andere Methode bei ihm nicht funktioniert hat, denn sonst wäre er nicht abgegeben worden - die haben den geliebt - aber sie konnten einfach nicht mit ihm rausgehen... und immer noch mehr druff (Schreien, drücken, Sachen schmeißen, etc.) hat die Sache nur noch schlimmer und schlimmer gemacht.

    Ich war mal mit dem Gandhi unterwegs und mußte am Dorfbekannten Oberpöbler UND seiner ebenfalls keifender hundlichen Freundin vorbei (der hat schon Löcher in andere Hunde gemacht, läuft immer noch ohne Maulkorb und an seinem 15 Jährigen "Frauchen" rum... ist ja nur ein 40 kg irgendwas Mix wahrscheinlich was mit amstaff) Da hing dann die Mutter drann, die vierzehnjährige und die Freundin der Mutter war mit der kreischenden Hündin beschäftigt.
    Der Gandhi ist im Oberstreber-Modus im Fuß obercoolst in viellecht zehn Meter Abstand im Halbkreis um die rum marschiert und hat mit mir "Wo sind die kreischenden Viecher" gespielt, boa war das cool!
    Die waren ziemlich fuchtig (die Menschen) weil ich über die Wiese gegangen bin, auf der die standen. Aber Straße mit Autos, das wär da noch nicht gegangen ;D


    Ich kenn den Cooper seit 2007 - da war der schon Leinenaggressiv, jetzt ist er es auch im Freilauf, und nicht mehr selektiv auf nicht kastrierte Rüden, sondern auf alles was sich bewegt - ausser Hundefreundin Polly. Methode wird immer noch die gleiche angewendet, Anschreien, mit der Leine draufhauen, sich auf den hund setzen...
    Wie geht der Spruch? "Never change a winning system" :hust:

    huhu, nimm Geschirre mit zwei Bauchgurten, da geht ausziehen nicht. Also etwas in dieser Art: https://lh3.googleusercontent.com/_zPGdh_ldPAQ/T…20/IMG_6994.JPG
    Soweit ich weiß gibts das z.B. von ruffware und Camiro - das auf dem Bild ist ein nachgemachtes von Trixi, dass so weit ich weiß nicht mehr hergestellt wird - und ich würds auch nicht emfehlen, denn das abgebildete Tierchen hat bei einem Hechtsprung in die Schleppe damit den D-Ring abgerissen, mit seinen albernen 23 Kilochen...
    is ja nicht sooo schlimm, bei der Gelegenheit haben wir dann festgestellt, wie superhammeroberaffentittengeil der Rückruf funktioniert - und nu läuft er in sehr vielen Gebieten an schleifender Schleppe

    Zitat


    :gut:

    Wir sind bei Andrea Hartmann im Training und ich würde immer und immer wieder zu ihr gehen :gut:, obwohl wir fast 100 km fahren bis zu ihr.
    Unser Hund liebt Andrea total, sie hat es geschafft mir einige Ängste zu nehmen, geht genial auf unsere Bedürfnisse ein.
    Ich kann Andrea einfach nur empfehlen. :smile:


    O sorry, ich hatte die Nachfrage gar nicht mitbekommen -

    Ich kenne die Trainerin persönlich und weiß wie sie arbeitet. Ich empfehle keine Hundeschulen wo ich nichts weiter kenne als eine Internetpräsens.

    da kann man es doch mal so richtig schön sehen, warum man in Aggressionsfällen nicht mit Aggression arbeitet:
    Aggression wird mit Aggression beatwortet.
    Der andere HuHa sah sich angegriffe --> tritt den "angreifenden" Hund

    Die TS ist so muting und stellt diesen Bericht so ein --> Angriffe aus allen Seiten...

    Ich hab jetzt ehrlich gesagt nur die ersten drei Seiten überflogen... Schreibt sie noch oder ist sie schon vertrieben?
    Kann man einem "vertriebenen" noch irgendwas vermitteln?

    Kann man jemanden, der sich von einem angegriffen fühlt noch irgendwelche rationalen Argumente nahebringen??

    Wenn wir drauf los hacken und verurteilen, machen wir nichts besser als zutretende/Pfefferspray-sprühende/brüllende HuHa oder "Tutnix-Laufen-Lasser"!
    NICHTS - GAR NICHTS...

    Du kannst dafür ein mit netten Konsequenzen verknüpftes "Abbruchsignal" aufbauen:

    Ich nehme für solcherlei Situationen den "angekündigten Geschirrgriff". (Wenn Deine am Halsband laufen, dann eben Halsbandgriff :hust: )
    Das Ding besteht, wie der Name schon sagt aus:
    - einem Signal: ich nehm gerne "Stop" oder was einem sonst in alarmierenden Situationen leicht von den Lippen kommt;
    - dem Griff ins Geschirr (Halsband)
    - Markersignal (Clicker, "Yes", "Ja", "Jep") (Hund wird weiterhin am Geschirr gehalten)
    - Leckerster Belohnung. (Hund wird immer noch am Geschirr gehalten; Loslassen erst nach Freigabesignal, z.b. "Okay")

    Der Hund soll verknüpfen "Stop" --> ich werde festgehalten --> lecker Essen.

    Ich mache die ersten paar Verknüpfungen ohne Zugaufbau am Geschirr - der Hund soll zunächst einmal nur lernen, dass es super ist, wenn der Mensch nach seinem Geschirr grabscht.

    Da ich es praktisch finde, wenn der Hund sich auf Stop nicht nur ausbremmst, sondern sich zusätzlich auf den Poppes setzt, verändere ich den Ablauf wie folgt, wenn der Hund keine Meidereaktionen mehr auf das "ins Geschirr grapschen" (oder das "Stop") zeigt:

    - "Stop"
    - ins Geschirr greifen und leicht (NICHT!!! ruckartig) nach hinten ziehen
    - "Sitz" sagen
    - Hund setzt sich (Geschirr weiterhin festhalten)
    - Markersignal (Geschirr weiterhin festhalten)
    - Leckerstes Essen reichen
    - Loslassen, Freigabe Signal

    ungefähr fünfzig mal über den Tag verteilt üben

    Ich persönlich baue auch gerne noch mein konditioniertes Entspannungssignal in den Ablauf ein meist beim Futter an die Schnüss reichen.

    Das Ziel ist, dass sich das Fellkind auf "Stopp" auf den Poppes schmeißt, weil es den Griff ins Geschirr und das "Sitz" vorweg nimmt.


    nun könnte man ja auch direkt ein "sitz" nehmen.
    Das Problem ist, dass Hunde das vielfach in hoher Erregungslage nicht mehr hinbekommen - das "Stopp" aber schon. Ich denke, das liegt daran, dass es mit einer winzigen Prise Verhaltenshemmung (dem Griff ins Geschirr, leichtes Ziehen) und gleichzeitig mit Entspannung (das Entspannungssignal PLUS Druck auf die Haut = Oxytozinausschüttung) verknüpft ist.
    Meinen Kreischsack Gandhi kann ich mit "Stop" aus einem hystreischen "muß das Auto ankreischen und jagen" Anfall rausholen - batsch geht der "Arsch auf Grundeis" :lachtot:

    Und dann hackt er auch nicht mehr um sich, wie er das tun würde, wenn man einfach nur nach ihm grabschen würde.

    Der angekündigte Geschirrgriff war sogar schon anwendbar, als er noch nicht auf seine Schildrüsen-Medikamente eingestellt war, und er damals vor lauter Input-Overflow wegen jedem fallenden Blatt am kreischen war. Das Stopp funktioniert wie ein "Gehirnumschalteknopf": von reaktivem Echsenhirn auf reflektierendes Vorderhirn...

    Ich würde das für beide Hunde einzeln aufbauen, aber auf das gleiche Signal
    aussedem fix ein Entspannungssigal konditionieren. Dann kannst Du später gleichzeitig beide Hundepopos an den Boden "kleben" un die umgerichtete Aggression vermeiden!

    Nebenbei würde ich mit beiden Hunden "Zeigen und Benennen" von Hunden aufbauen :pfeif: