Erlernte Hilflosigkeit entsteht nidht "wenn man ihnen alles abnimmt".
Sie entsteht, wenn Tiere einem unangenehmen Zustand egal durch welches Verhalten nicht entkommen können - wenn sie gelernt haben: Egal was ich mache, es verbessert meine Situation nicht, oder verschlimmert sie sogar noch.
Beiträge von Shoppy
-
-
Zitat
Hallo Shoppy,
Das mit der Angst das habe ich ja gerade schon beschrieben. Ich muss zugeben dass ich das auch erst lernen musste mit seiner Angst umzugehen, darum halt auch die Hundetainerin die zu uns kam, damit wir das in der gewohnten Umgebung lernen konnten damt umzugehen.
ach je, tja also, bitte lesen:
http://www.hunde-weise.de/wissenswertes/25-angst.Man KANN Angst nicht bestärken, indem man etwas für den Hund angenehmes macht.
Zitat
Sachen aus dem Maul geben das macht er auch mit seinem Spielzeug, sobald es aber was hat, das er nicht haben soll, also er draussen irgendwas an Folie oder Papier im Graben gefunden hat, gibt er es nur her wenn er dafür irgendwas anderes bekommt. Wenn er in der Wohnung irgendwas hat, dann nimmt er es mit in seinen Korb. Reinfassen tu ich dann lieber nicht, ich rufe ihn dann raus und hole es dann aus dem Korb.Ich würde da ein neues "Abgebe"-Signal aufbauen. und ich würde das auch nicht Tauschen, sondern shapen - aus "Festhalten" ---> "Kaubewegungen" ---> "Maulöffnen" ---> "Ausspucken" und von dem Ausgespuckten dann abrufen.
Damit ist erstens KEINE Menschenhand am Hundemaul und zweitens tendiert der Konflikt "ich muß es hergeben" gegen Null.Ich bau das gerne an hochgeliebten, aber ungefährlichen Sachen auf. Je nach Hund vielleicht ein Ball, oder Zergelseil, oder Socke ;D
Der Hund bekommt das Teil, und ich fange schlicht und ergreifend an zu clicken, und allerhochwertigste Leckerchen auf den Boden fallen zhu lassen. Irgendwann überwiegt die Wertigkeit der Leckerchen den WErt des Spielzeugs - besonders, wenn man 2-3 Meter weg steht, und der Hund wirklich nicht das Gefühl hat, gleich stürzt sich Mensch auf mich und mein Spieldingens und entreißt es mir. Durchschnittlich haben bisher die Hunde beim 4-7 Click das Teil ausgespuckt, und die Leckerchen aufgesammelt.
Wenn der Hund das Ding wieder aufnimmt, ist das okay - anfangs sogar gewünscht, denn dann muß man sch ja nicht selber bücken *grins*
Wenn Hund es aufgesammelt (oder ich es ihm wieder angereicht habe, je nach Hund und/oder Trainingsfortschritt) fange ich wieder an zu clicken und Leckerchen zu tropfen. Fällt das Teil aus der Hundeschnüss, Click - Jackpot (vielleicht eine ganze Handvoll Leckerchen streuseln, oder ein ähnliches Teil rausrücken, werfen, damit zergeln...).
Nach dem zweiten Mal Ausspucken fange ich an, auf Verhalten zu warten, dass man in "Ausspucken" umformen kann, und clicke dann das an.Das SIGNAL fange ich erst dann an zu sagen, wenn ich genau vorhersehen kann, dass der Hund das Teil gleich ausspucken wird - und sage es dann halt genau bevor es aus der Schnüss fliegt.
Das ganze muß dann auf verschiedene Gegenstände und dann auf "Müll" generalisiert werden.
Da beginne ich wieder ganz von vorne: das Verhalten wird wieder "wie neu" geformt - wieder ganz ohne Signal. Das kommt erst wieder dazu, wenn ich auch bei dem Neuen Teil 100%ig vorhersagen kann, dass gleich ausgespuckt wird.Hat der Hund in der ZWISCHENZEIT irgendwas, was NICHT sofortig lebensbedrohl ist, ist das eine Trainingsgelegenheit (Formen von "ausspucken") und KEIN Anlass, dem Hund das aus dem Maul zu zerren.
Zitat
Ich habe auch schon überlegt ob er nicht richtig sieht und verstärkt drauf geachtet, aber er eckt weder irgendwo an, noch ist er unaufmerksam oder sieht irgendwas nicht. Unser letzter Hund konnte alterbedingt schlecht sehen und von daher habeich ja einen Vergleich. Wir müssen ja Mittwoch nochmal zum TA, die soll dann die Augen nochmal kurz mit angucken.Also er ist regelmäßig geimpft und entwurmt, er wurde letztes Jahr mal Durchgecheckt, aber eben nur das Übliche, Ohren nachgucken, Zähne nachgucken abhören. Aber kein Blut oder so. Die TÄ meinte er wäre völlig ok.
Gestern hat sie ihn nur abgehört und eben die Ohren nachgeguckt, wobei sie dann feststellte dass er eine Entzündung im Ohr hat, die jetzt auch behandelt wird.Aha. Ohrenentzündungen können höllisch weh tun - und Hunde können lernen, dass "Hand kommt gegen Ohr" zu "Grande Aua" führen kann, mit anderen Worten - man muß unter Umständen gar nicht dagegen kommen - wenn sie FÜRCHTEN, dass man dagegen kommt, könnte das für ein Drohschnappen (oder reinbeißen, je nach Beißhemmung) reichen.
Bitte die TÄ um ein Schlddüsenprofil mit folgenden Werten: T4, T3, fT4, fT3, Antikörper für je T3 und T4, TSH und TAK Und lass Dir die Auswertung des Labors AUSHÄNDIGEN und nicht mit den Worten "is alles in Bester Ordnung" abspeisen. Die meisten TÄ von denen ich bisher gehört habe, finden gar nichts dabei, Werte unterhalb der Grenzwerte noch völlig i.O. zu finden, aber bei einem ca. zweijährigen Hund sollten die WErte im OBEREN VIERTEL des Grenzbereichs liegen...
Zitat
Oder kann es sein dass das ein Dominazverhalten von Ihm ist? Bzw dass es an dem Border in ihm liegt? (wobei ich mir bewusst darüber bin was es bedeutet dass Border in ihm drin steckt.)
Ich kenn das von unserem alten Hund nicht, von daher suche ich hier Rat.
Liebe grüßeVergiss Dominanzverhalten, das wird gerne von Trainern ins Feld getragen, die ihre Dominanz über das Hundetraining mit allen Mitteln aufrecht erhalten möchten ;D
http://www.muppen-abc.lu/Mech.pdf
http://www.cumcane.de/bibliothek/cat…effentlichungen
http://www.easy-dogs.net/home/blog/der_…_beziehung.html
http://www.mir-san-hund.com/_upload/file/Dominanz.pdf -
Zitat
Nur ein paar kurze Zwischenfragen: Wollt ihr wirklich IMMER dem Hund die Augen zu halten, wenn ihr auf andere Hunde trefft oder baut man das auch wieder ab? Was lernt der Hund dabei? Was mach ich, wenn ein Hund einfach mal schwupps unerwartet um die Ecke schießt und ich keine Zeit mehr habe, meinem Hund die Augen zu zu halten?
Irgendwo gab es hier mal einen Thread, da wurde sich tierisch aufgeregt, weil ein Terrier mit Schlafmaske an einer Situation vorbeigeführt wurde, wo ist da der Unterschied zu "ich halte meinem Hund die Augen bei Hundesichtungen zu"?
Vllt kann mir jemand meine Fragen beantworten?Liebe Grüße
KerstinHallo Kerstin, es geht darum, das FIXIEREN zu verhindern, und dazu muß man "einfach nur"
das ununterbrochene hinstarren unterbrechen.All diese Tipps sind dazu gedacht, entweder bei einem Hund, der noch auf alles so stark reagiert den Fuß in die Tür zu bekommen, oder bei einem, der sich wie in dem Beispiel oben mit dem anderen Hund an der Ampel mal in einer Situation festzustarren droht. Dann kann man halt mal sich selbst einfach ein bißchen mehr "ins Blickfeld" rücken: sich selber dazwischen stellen, Hand vor Augen halten, mal eben durchs Blickfeld laufen (das mache ich dann manchmal bei Kunden, da mach ich mobile Sichtschutzwand - bei Hunden nennt man dieses Verhalten "splitten"...).
Damit das möglicht ncht negativ von den Hunden verknüpft wird, baue ich das "blind", was ja ziemlich infasiv ist, für den Hund, vorher als Trick auf, bzw. konditioniere es klassisch mit "nette Dinge passieren danach".Das ist für den Übergang gedacht, als Zwischenschritt, oder für Fälle, wo man z.B. wegen Platzmangel nicht ausweichen kann.
Bei Patricia McConnell gibt es noch de "Kehrtwende" und bei Brenda Aloff das "Back-Up" - und auch das "Blind" st nicht auf meinem Mist gewachsen - das hab ich auf einem VIP-Seminar von Ute BB das erste mal gesehen.
Alle diese Sachen könnten dazu dienen, dem Hund zu erklären, das Menschen es ür ene prima Idee halten, und HOCHWERTIG zu belohnen bereit sind, wenn sie es packen sich von ihren Auslösereizen umorienteren zu lassen.
Und ich vestehe darunter, dass sie hnigucken, weg gucken, hingucken, zu mr gucken, hingucken, wo anders hingucken, wieder hingucken...Denn dabei ist Bewegung im Spiel. Bewegung, besonders wenn sie leicht und flüssig ist, ist der Gegenpol von Angespanntheit, Starrheit, Sprungfederanspannung fertig zur Explosion.
-
Üb zuhause ein angekündigtes "Blind":
"Blind" (oder sowas) sagen ---> Hand vor Augen halten, Markersignal, Keks, Handweg

das macht ungefährr zwei Sekunden Sichtversperrung auf den Auslöser, dann clickst Du einmal für hingucken
einmal für "Blind" ---Wenn der Berg nicht zum Propheten geht...
Hält man ihm eben die Augen zu
-
huhu,
ich hab da auch ein paar Fragen:
Wie habt ihr an der Angst gearbeitet?
Wie hat Pepper "Sachen aus dem Maul geben" gelernt?
Kann es sein, dass er nicht richtig sieht - und sich erschreckt hat, als Du aufgestanden bist?
Ist er in letzter Zeit mal komplet medizinisch durchgecheckt worden, incl Schilddrüsenprofil?
-
Zitat
Das eine Ende ist kurz und dick, das andere lang und schlank - das kann man sogar fühlen, muss nicht mal gucken....Und das kurze dicke Ende (mit dem Triller) ist schwerer, daher hängt das normalerweise nach unten - wennste nix drehst, ist der Teil mit dem glatten Pfiff also oben, wenn du zugrabscht

Wir haben heute bei einem Beaglechen angefangen die Pfiffe aufzubauen (Beagle, so hat mir nicht nur eine Trainerin (un)glaubhaft versichert, kann man gar nicht erziehen) die kam nach fünfmal Verknüpfung angebraust wie Daniel Düsentrieb. Auf ner Wiese wo morgens und abends IMMER Rehe stehen. Nicht so schlecht für den Anfang
- gut, wir haben bei den ersten Wiederholungen ein KLEINES bißchen gemogelt, und haben gewartet, dass sie guckt - zum Ausgleich war sie aber auch knapp 100 Meter weg.Und beim letzten Mal war sie nicht nur so weit weg, sondern auch noch hinter eine Sichtbarriere aus Reifenstapeln

-
Zitat
Komm' an mein Herz!!!

hach, gerne!
Aber nicht so doll drücken, ich bin ja sooooo zerbrechlich
-
Zitat
Noch mal zu dem Fixier-Problem, was Nightscalcer auch geschrieben hat, das hab ich teilweise auch, hab meistens versucht das wegzuclickern, funktioniert auch in den meisten Fällen sehr gut bis wir den Schnittpunkt erreicht haben ist er dann meistens schon richtig entspannt.
Aber wenn er den Click überhört, also Click keine Reaktion, soll ich dann kurze Pause machen und es noch mal probieren oder mach ich mir den Click so kaputt? Also dann besser Geschirrgriff etc. wie oben von dir beschrieben?Man kann nicht immer sehen, dass der Click was verändert. Denn "Oberflächlich" (ich meine auf de "Oberfläche des Hundes) siehst Du ja nur Verhalten - aber z.B. nicht Hormonausschüttungen, die vom Click verursacht werden, und die ein Schippchen "gutes Gefühl" in die Situation bringen.
Ich verstehe grade vielleicht nicht ganz Deine Beschreibung, deshalb versuch ich es mal mit ner eigenen

Wenn der Gandhi stocksteif irgendwo rumsteht, und was anfixiert, click ich da rein. Reagiert er nicht mit Umorientierung auch nur in der minimalsten Form - ich gucke dabei seine Ohrbasis an - MEISTENS bewegst sich da irgendwas, clicke ich gleich noch mal - und das in ein paar Sekunden Abstand, bis es ihn rumwirft - es müssen sozusagen ein paar Schippchen gutes Gefühl in die Situation geworfen werden.
Sehe ich ein Mini-Ohrzucken, versuche ich es mit dem Geschirrgriff-Signal. Wenn er bis dahin stehenbleiben konnte und nicht losgebrettert ist, kann er sich in den allermeisten Fällen auch hinsetzen, und dann geh ich hin und sammele ihn ein.
Ist er direkt bei mir, während das abläuft greife ich dann auch ins Geschirr, wenn mir seine Körpersprache sagt, dass er es gleich nicht mehr beisammenhalten kann.Zitat
Das sollte ich mir glaub ich heute echt mal zu Herzen nehmen... vor allem bei unseren erzfeinden
Erzfeinde sind böse!!
Heute hatte ich den Gandhi bis 50 Meter vor einer Straße auf einem Feldweg der im Spitzen Winkel auf auf eine V-förmige Kreuzung zuläuft (zwischen diesen beiden Straßen!!) mit schleifender Schleppe unterwegs. Dann hat mich der mut verlassen
und ich hab die Leine lieber aufgesammelt. Dann ist später in 2,5 Meter Entfernung ein Bus an uns vorbei gerauscht - und der Kerl setzt sich von alleine hin...
Ich liebe automatisierte Verhaltensketten
-
Du solltest ja auch nicht ganz weggehen - versuchs mit zwei-drei Schritten seitwärts, oder rückwärts, zum Beispiel.
Wichtig ist, dass Dir halt mögliche Lösungswege einfallen - und mit ein bißchen mehr Übung kommt das automatisch.Wenn man ein wenig über die Situation, das problem und "was hund eigentlich machen soll" kommt man unter anderem auf folgende Punkte:
Das Problem ist "fixiert den anderen Hund"
Dazu muß der Hund den anderen ununterbrochen ansehen können, und zwar dem anderen ins Gesicht.
In dem Satz sind schon diverse Lösungsansätze unübersehbar:
wenn man HINTER dem anderen Hund ist, und der in die andere Richtung guckt, kann Dein Hund nur den Poppes anfixieren...
Wenn Du Dich selber zwischen Deinen und den anderen Hund stellst, kannst Du zumindest den Blickkontakt immer wieder kurz unterbrechen.
Wenn Du es hinbekommst, dass Dein Hund sich mit dem Rücken zum anderen Hund hinsetzt, kann er den anderen Hund nur mit seinem eigenen Poppes fixieren
Man könnte sich noch so spaßige Sachen zu nutze machen, wie Fingertouch den man so ansetzt, dass der Hund die Nase aus der "Fixierungsrichtung" bringen muß, oder Augen zu halten - vorab als Trick aufgebaut. Oder andere spaßige Tricks.Das kann alles vorab geübt werden, einfach so zum Spaß, vielleicht hast Du sowas schon.
Wichtig bei all diesen Sache ist, daran zu denken, dass der Satz oben das Wörtchen "ununterbrochen" enthielt.
Man braucht nicht zu verlangen, dass er die ganze Zeit weg von dem Hund guckt - man muß es nur hinbekommen, dass er nicht ununterbrochen HINgucken kann
Das einf
-
na, das war doch jetzt aber keine Katastrophe - er hat sich nicht draufgestürzt und den anderen Hund gefressen ;D
Was Du das nächste Mal versuchen kannst, ist, ob paar Schritte weg gehen hilft. Ich rucken dann paar Meter zur Seite, versuch ob da besser ist, falls nicht, rücken wir noch ein Stück weiter. Wenn der Hund nicht freiwillig mit gehen kann, kündige ich "Hund an leine vorsichtig ziehend mitnehmen" durch mein "Weiter"-Signal an.