Ich kenne Stachler meist auch nur aus dem Alltag, wo es fälschlicher Weise als Erziehungshilfe genutzt wird. Am schlimmsten sind dann noch die Kandidaten, die so Hilfsmittel, getarnt als Lederhalsband, dem aufbrausenden Junghund aufbürden.
Bei mir auf dem Hundeplatz gab ebenfalls Hundehalter, die diese Halsbänder verwendeten und fernab von jeglichen großen sportlichen Ambitionen waren.
Auch wenn es in mir immer einen faden Beigeschmack bewirkt, wenn ich Hunde mit solchen Hilfsmitteln sehe, versuche ich mich auch in die Sichtweise der hier antwortenden Hundesportler hinein versetzen um dies zu verstehen. Aber es fällt sehr schwer, nachzuvollziehen wozu man solche Sachen benutzt und dem Sportpartner Hund einen Schmerzimpuls setzt.
Das Stachelhalsband wird so um den Hals gelegt, dass es oben hinter den Ohren sitzt und unten zwischen Kieferknochen und Kehlkopf. Da Das Halsband durch Aushaken eine Gliedes an- und abgenommen wird und nicht durch Überstreifen, muss das Halsband so eng eingestellt sein, dass es gut am Hundehals anliegt, dann verrutscht das kein Stückchen weder nach unten zur Kehle, noch seitlich.
Das ist doch schönreden, oder nicht? Es gibt kein "zwischen Kieferknochen und Kehlkopf". Worin "mündet" denn der Rachen, das Zungenbein? Genau, im Kehlkopf. Und nebenbei befinden sich dort noch Speicheldrüsen. Perfekt um in der empfindlichen Gegend, Schmerzimpulse zu setzen.