Beiträge von Lucy_Lou

    Interessantes Thema

    An sich mag ich es sehr entspannt, möglichst ohne „Kommandos“ und ohne Leine, verlässlich und möglichst Baustellenfrei. Ich steck meine Energie mit den Hunden da lieber in Spiel und Sport und Wanderungen. Bin auch eher schnell gestresst und am grübeln, wenn etwas „blöd“ läuft, im Alltag, nicht bei „Auslastung“. Bei allem, was unter „Auslastung“ fällt, ist es nur die Spaß an der Freude und der Weg das Ziel. Da bin ich auch nicht sonderlich ehrgeizig. Was uns gemeinsam Spaß macht, verfolgen wir weiter, wobei ich Herausforderungen dabei auch mag.

    Ich habe beide Hunde ja nun von Welpe an und sie haben die für meine Vorstellungen passenden Rassen. Natürlich gibt es bei Welpen und Junghunden viel an Entwicklung und neuen Herausforderungen, das ist auch in Ordnung so. Wenn sich was in die falsche Richtung entwickelt hat, habe ich in der Regel direkt gegen gelenkt. Gerade die für mich wichtigen Sachen, wie generelle Freude an der Zusammenarbeit, hohe Ansprechbarkeit, sehr gut kontrollierbarer Jagdtrieb, angemessenes Verhalten Menschen gegenüber, von Alltagsreizen möglichst nicht aus der Ruhe zu bringen, allgemein selbstbewusst (und bei Grisu Frustrationstoleranz, warten können… ist mir auch wichtig, war schwer bei ihm)

    Also, ich denke, im Alltag ist mir schon vieles sehr wichtig, zu wichtig, um es nur halbherzig anzugehen.
    Ich bin da auch sehr konsequent, nicht so der Ausreden-such-aus-den-Gründen-heute-mal-was-lockerer-Typ… Aber wenn ich merke (bei Grisu damals z.B.), der ist einfach hinüber für heute, das war zu viel… da könnte ich mir nur selbst in den Hintern beißen… Bin auch eher der Typ, der erst mal bei sich schaut, ob ich es denn überhaupt so rüber bringe, wie Hund es verstehen kann.

    Ich weiß nicht so recht, ob ich damit klar käme, wenn ich nun einen erwachsenen Tierschutzhund übernehme und merke, gewisse Dinge gehen einfach nicht, da kann ich machen und wollen und muss trotzdem mit so einigen Dingen einfach leben… Ich glaube, das würde mir schwer fallen, zu akzeptieren…


    aber gibt schon was dazu:

    Zitat

    Dass ihr z.B lieber die Situation ändert, als weiter mit eurem Hund an einem bestimmten Verhalten zu trainieren?

    Ich habe vor etwa 2 Jahren akzeptiert, dass Lucy nie wieder mit freudig leuchtenden Augen einem fremden Hund Guten Tag sagen wird. Seitdem ist es kein Problem mehr. Wir gehen weiter, sie kann entscheiden, wie sie auf „Aufdringliches“ reagiert und ich habe festgestellt, sie tut das überzeugend und ohne „raufen“. Grisu findet unkastrierte, „machohafte“ Rüden doof, Lucy den Rest. Bleibt nicht viel übrig bei einem gemeinsamen Spaziergang... :hust: Mir geht es nur noch darum, dass sie keinen Streit anfangen, nicht pöbeln, auf Kommandos wie Abruf, Absitzen lassen oder neben mir bleiben hören. Würde ich anders wohnen, würde ich vielleicht mehr probieren? Hier reicht es so… wobei es lange gedauert hat, bis es mir von meiner Einstellung/Akzeptanz her gerreicht hat :roll:

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    was mir bei euren antworten auffällt, ist, dass welpen assossiert werden mit züchterhunden. das kann ich nicht bestätigen. ich gehe jetzt mal von meinem kenntinsstand aus, dass sind jagdhunde, werden in der gesamten übrigen eu jagdhunde rauf und runter gezüchtet, natürlich nicht wie hier, durch anerkannte verbände, um den ultimativen jagdhund zu erhalten.....und was ist mit den restlichen 99% ? gerade die welpen werden "abgeschoben" (ich will`s mal freundlich umschreiben). im tierschutz, ob hier in deutschland oder im ausland gibt es jede menge welpen.


    Das wäre das Problem für mich. Aus dem Auslandstierschutz bekommst du in der Regel Welpen, in denen mit einiger Wahrscheinlichkeit irgendwas jagdhundmäßiges oder Herdenschutzhundmäßiges steckt. Was genau ist ein Ratespiel. Dann muss man damit leben können, wenn der Hund sich später als Vollblutjäger oder ernsthafter Bewacher ohne will to please raus stellt. Mit beidem könnte ich persönlich nur schwer leben. Und der Hund hätte es damit dann wohl auch besser treffen können ;)

    Bei Welpen unbekannter Herkunft kannst du auch absolut rein gar nichts über genetische Dispositionen bzgl. Krankheiten sagen. Wobei das für mich weniger wichtig wäre, als ein passender Charakter...

    Einen erwachsenen Hund würde ich auch aus dem Tierschutz nehmen. Wenn die Orga seriös ist und man den Hund vorher kennen lernen kann, ein paar mal mit ihm spazieren geht, wird man zumindest in etwa abschätzen können, was er mitbringt (hoffe ich).

    So lange ich noch die Zeit und Fitness für einen Welpen/Junghund habe, wird es bei mir aber eher ein Hund vom Züchter werden.

    Wir haben für jeden ein Geschirr, zum Fahrrad und Schlitten ziehen (und damals für den Junghund, für Schleppleine und mangelnde Leinenführigkeit).

    Außerdem so etwa 5 Halsbänder?! Grisu bekommt ab und an im Urlaub eins dran, wenn er an der Flexi läuft. Aber die haben sich halt angesammelt

    Sonst laufen sie nackig, angeleint an der Moxon-Leine.

    Zitat

    So sehe ich es auch.

    Yupp!

    Die Maus hatte ein nettes, artgerechtes Leben, bis sie als Futter diente. Wie viele Tiere, die letztlich in der Dose landen, hatten das?!

    Meine Hunde dürfen Mäuse fressen. Unsere Kaninchen sind dennoch was anderes. Wer nicht grad Veganer ist, dürfte sich doch kaum aufregen :???:

    Ich finde Welpen toll und begleite den Hund gerne von Anfang an. Ich schätze enge, freudige Zusammenarbeit, kontrollierbaren Jagdtrieb, dass der Hund kein „Angsthund“ ist, Alltagstauglich… ich arbeite und übe gerne, aber lieber ohne „Vorgeschichte“, die mir immer wieder unvorbereitet und „unerklärlich“ quer schießt. Bei einem Welpen aus dem Tierschutz hätte ich Sorge, kaum abschätzen zu können, wie der Hund sich in etwa entwickelt (Schutztrieb, Jagdtrieb, Ernsthaftigkeit…). Ein erwachsener Hund aus dem Tierschutz, vor allem ein Senior, das könnte ich mir als 2./3.-Hund durchaus vorstellen. Dann mit weniger „Ansprüchen“ dran geknüpft. Ehrlich gesagt, ich habe Hunde, weil ich gerne meinen Alltag mit ihnen teile, nicht weil ich ein Lebewesen retten will oder eine Aufgabe brauche. Daher eher Welpe vom guten Züchter

    Wir gehen im Winter nicht anders spazieren als sonst, es gibt weder Mäntel noch Pfotencreme. Aus dem Grund, weil meine Hunde bislang keine Probleme mit Kälte, rissigen Pfoten oder was auch immer in der Richtung hatten... Ich würde dann etwas ändern an meinem Vorgehen, wenn einer meiner Hunde Probleme hätte. Und sonst nicht weiter drüber nachdenken... Auch bei -20Grad nicht

    Aber hängt ja vom eigenen Hund ab. Wie andere es machen, kann einem doch recht egal sein, hauptsache der eigene Hund ist mit dem Vorgehen glücklich...

    Na ja, so was wird dir noch oft passieren... Alle anderen Leute erziehen dürfte schwer werden :p . Klar, blöd gelaufen, aber vielleicht in Zukunft besser sichern?! Der andere Hundehalter ist ja nun nicht Schuld, dass euer Hund sich aus dem Halsband befreien kann (bzw. doll dreht beim Anblick eines nicht-angeleinten Hundes) und nicht abrufbar ist...

    Klar =)

    Aber ging ja um einen 5,5 Monate alten Jungspund, der ausprobiert, was wann angemessen, gefährlich, wie auch immer ist... Hat mich im Eingangstext halt an Grisu erinnert, der hat sich in dem Alter schnell sehr rein gesteigert :hust: . Heute traue ich ihm auch zu, in den meisten Fällen einschätzen zu können, ob da wirklich "Gefahr" ist. Bzw., er spielt nur noch selten Sirene und ich gucke dann wirklich interessiert, was es denn sein könnte. Bei Grisu als Jungspund ging es mir mehr darum, dass er grundsätzlich was gelassener wird und mir zutraut, Dinge einschätzen zu können. Gut, wäre da doch mal echte Gefahr gewesen, wär blöd gewesen...

    Wie gesagt, melden verboten habe ich ihm ja nicht.

    Bei Grisu habe ich damals signalisiert, dass ich das übernehme (nachts, aber auch draußen bei "gruseligen" Dingen). Nachts habe ich mich anfangs aus dem Bett gequält, einen kurzen Blick aus der Schlafzimmertür geworfen (ohne ihn!), dann zu ihm ruhig gesagt, alles ok, und mich wieder hingelegt. Ging ratzfatz, dann hat es funktioniert wie Abessinierin schrieb: ich musste nicht mehr aufstehen. Am Anfang schon, denn Grisu war sich anscheinend zu sicher, dass da was war und er war wohl der Meinung, er hätte mir das nur nicht deutlich genug mitgeteilt :muede: . Verbieten würde ich meinen Hunden das "melden" nicht, das ist für mich was sehr positives, so lange ich dann entscheiden darf, wie es weiter geht =)

    Wird ja (leider) ziemlich propagiert: ein "guter", sozialer Hund verträgt sich mit allem und wenn ein anderer provoziert, sollte er halt völlig souverän drüber stehen... Und wenn das nicht so ist, muss ja was schief laufen, der Mensch Mist gebaut haben, der Hund nicht normal sein... Mei, es sind Hunde. Ja, es gibt solche, die tatsächlich auch erwachsen nett zu allem sind und durch nix aus der Ruhe zu bringen sind... aber es ist genau so "normal", wenn ein erwachsener Rüde sich nicht mehr freut, einem fremden Rüden nett Hallo sagen zu dürfen und hey, spiel doch noch was mit meiner Hündin...


    Klar ist es von Vorteil, wenn er fremde Rüden nicht auffrisst. Aber "cool bleiben", Henry machen lassen und hoffen, er findet fremde Rüden irgendwann wieder toll, dürfte eher auch nicht funktionieren. Wenn er bereit ist, dir zu folgen und den anderen Rüden dabei zu ignorieren, ist doch gut?!