Interessantes Thema
An sich mag ich es sehr entspannt, möglichst ohne „Kommandos“ und ohne Leine, verlässlich und möglichst Baustellenfrei. Ich steck meine Energie mit den Hunden da lieber in Spiel und Sport und Wanderungen. Bin auch eher schnell gestresst und am grübeln, wenn etwas „blöd“ läuft, im Alltag, nicht bei „Auslastung“. Bei allem, was unter „Auslastung“ fällt, ist es nur die Spaß an der Freude und der Weg das Ziel. Da bin ich auch nicht sonderlich ehrgeizig. Was uns gemeinsam Spaß macht, verfolgen wir weiter, wobei ich Herausforderungen dabei auch mag.
Ich habe beide Hunde ja nun von Welpe an und sie haben die für meine Vorstellungen passenden Rassen. Natürlich gibt es bei Welpen und Junghunden viel an Entwicklung und neuen Herausforderungen, das ist auch in Ordnung so. Wenn sich was in die falsche Richtung entwickelt hat, habe ich in der Regel direkt gegen gelenkt. Gerade die für mich wichtigen Sachen, wie generelle Freude an der Zusammenarbeit, hohe Ansprechbarkeit, sehr gut kontrollierbarer Jagdtrieb, angemessenes Verhalten Menschen gegenüber, von Alltagsreizen möglichst nicht aus der Ruhe zu bringen, allgemein selbstbewusst (und bei Grisu Frustrationstoleranz, warten können… ist mir auch wichtig, war schwer bei ihm)
Also, ich denke, im Alltag ist mir schon vieles sehr wichtig, zu wichtig, um es nur halbherzig anzugehen.
Ich bin da auch sehr konsequent, nicht so der Ausreden-such-aus-den-Gründen-heute-mal-was-lockerer-Typ… Aber wenn ich merke (bei Grisu damals z.B.), der ist einfach hinüber für heute, das war zu viel… da könnte ich mir nur selbst in den Hintern beißen… Bin auch eher der Typ, der erst mal bei sich schaut, ob ich es denn überhaupt so rüber bringe, wie Hund es verstehen kann.
Ich weiß nicht so recht, ob ich damit klar käme, wenn ich nun einen erwachsenen Tierschutzhund übernehme und merke, gewisse Dinge gehen einfach nicht, da kann ich machen und wollen und muss trotzdem mit so einigen Dingen einfach leben… Ich glaube, das würde mir schwer fallen, zu akzeptieren…
aber gibt schon was dazu:
ZitatDass ihr z.B lieber die Situation ändert, als weiter mit eurem Hund an einem bestimmten Verhalten zu trainieren?
Ich habe vor etwa 2 Jahren akzeptiert, dass Lucy nie wieder mit freudig leuchtenden Augen einem fremden Hund Guten Tag sagen wird. Seitdem ist es kein Problem mehr. Wir gehen weiter, sie kann entscheiden, wie sie auf „Aufdringliches“ reagiert und ich habe festgestellt, sie tut das überzeugend und ohne „raufen“. Grisu findet unkastrierte, „machohafte“ Rüden doof, Lucy den Rest. Bleibt nicht viel übrig bei einem gemeinsamen Spaziergang...
Mir geht es nur noch darum, dass sie keinen Streit anfangen, nicht pöbeln, auf Kommandos wie Abruf, Absitzen lassen oder neben mir bleiben hören. Würde ich anders wohnen, würde ich vielleicht mehr probieren? Hier reicht es so… wobei es lange gedauert hat, bis es mir von meiner Einstellung/Akzeptanz her gerreicht hat ![]()