Beiträge von Lucy_Lou

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    Ich wohne hier aber auf dem Land, wir sehen fast jeden Tag Rehe auf unserer Gassi-Runde und ich bin gerade dabei, ihm klar zu machen, dass es tabu ist, sofort loszustürmen bzw. hinterher zu rennen, wenn die Rehe weglaufen. Ich habe zwar kein "festes" Trainings-Programm, wie ich da vorgehe, aber es ist schon viel besser geworden, jetzt bleibt er meist ruhig stehen, fixiert zwar, sprintet aber nicht mehr sofort los (so wie anfangs) und wir gehen erst weiter, wenn die Rehe außer Sicht sind. Das macht er echt super und mein Gedanke war, dass je öfter er mit solch Situationen konfrontiert wird, er mehr und mehr das Interesse verliert,


    Wir treffen auch fast täglich auf Rehe. Das ist super, nur so kann man es üben! Gerade wenn man morgens/abends an bestimmten Stellen unterwegs ist, wo man weiß, da ist eh Wild... man kann sich ein Training überlegen, man kann probieren, was funzt... Ich versteh ehrlich kein Stück, wieso die meisten Menschen mit der Einstellung durch die Welt laufen "mein Hund könnte an Wild Interesse haben, also hoffe ich, wir treffen keins und wenn, hoffe ich, der Hund sieht es nicht". Das ist, als würde man den Hund nie anleinen und hoffen, wenn es trotzdem nötig ist, ist er automatisch leinenführig... Hunde mit extremem Jagdtrieb mal außen vor, ist es eigentlich kein Hexenwerk, dem Hund zu vermitteln, was bei Wildsichtung erwünscht ist und was nicht. Warum da so viele so einen Respekt vor haben :???:

    Ah, Casper ist eine Hündin und Nicky ein Rüde?!

    Ich denke, du hast da einfach eine ungünstige Mischung. Beide Hunde eher der Typ, der sich reinsteigert, es dabei auch mal übertreibt, dann wenig ansprechbar ist... aber beide zu unterschiedlich, als dass es trotzdem irgendwie harmoniert. Ich hab da mehr Glück mit meinen beiden...

    Ich bin so ein wenig ein Kontroll-Typ, wenn es wirklich blöd laufen könnte... Ist nicht jedermanns Sache. In deinem Fall würde ich vielleicht Casper erst mal nur noch an der Schlepp lassen, außer ich hab gerade Bock zu üben. Und dann schauen, welcher Hund für meinen Geschmack noch im Rahmen agiert. Jedes sich zurück nehmen, mal ruhig reagieren, loben, der Hund bekommt Aufmerkamkeit/was ihm wichtig ist. Jedes übertreiben im Ansatz abweisen. Spielzeug üben: ein Hund wird bespielt und der andere hat da 0,0 was mit zu tun. Der hat sich aus dem Dunstkreis von mir und dem bespieltem Hund zu halten. Den Hund, der dran ist, ansprechen, der andere ist dannn eben ganz klar nicht dran. Auch Caspar klar machen, wann er Freilauf haben kann (bestimmte Regeln) und sonst wieder an die Schlepp. Meine Erfahrung ist, die Hunde lassen irgendwann, was sich eh nicht lohnt bzw. akzeptieren, worauf sie eh keinen Einfluss haben. Das ist ein paar Wochen Arbeit und sehr genau sein und dann fluppt das.

    Bei Grisu hatte ich das Thema z.B. in der größeren Hunderunde, weil Lucy sich nicht getraut hat, sich dort zu wehren. Und ganz allgemein in punkto Ressourcen-Verteidigung + akzeptieren, dass auch mal wer anders erste Geige spielt :roll: . Wenn beide Hunde im Zweifelsfall sehr aufbrausend reagieren, ist es sicher noch mal schwieriger. Aber wenn Casper sich an der Schlepp zurück hält, ist das doch ein Ansatz, gezielt zu trainieren.

    Liest sich, als würde Casper (etwas bollerig) spielen/interagieren wollen und Nicky geht das auf den Keks. Nur nimmt Casper sie nicht ernst genug. So mal ins Blaue geschossen. Grisu kann auch nervig werden, wenn er Aufmerksamkeit von Lucy will, bzw. versucht es dann auch schon mit "toller" Beute. Damit kriegt er Lucy ab und an mal zum rennen ;) . Nur nimmt er Lucy ernst, wenn die wirklich nicht will.

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    Also HD zeigt sich in etwa mit diesen Symptomen, die du genannt hast (Lahmen, schweres Aufstehen).


    Können auch Rückenprobleme sein, vor allem das Strecken. Bei schwerer HD ein eiriger Gang.

    Warum machst du dir Sorgen? Gibt es denn Anzeichen? Sonst würde ich mich da nicht verrückt machen... Ich war im ersten Moment echt froh, dass bei meiner Hündin damals bei der Untersuchung raus kam, dass die Hüfte gut ist, nur das Kreuzband... :hust: Hmmm :roll: . Gibt so viel Mist, und HD, sofern nicht in sehr schlimmer Form, ist sicher nicht übelste, was den Hund erwischen kann.

    Kann mich nur anschließen. Bei Sport oder anderer Belastung macht es eh Sinn, zudem kann frühes Erkennen einen gegen lenken lassen. Besonderes achten auf Muskeln, angepasste Auslastung, schlanke Linie, keine Stop and Go Spiele, ev. Futterergänzung.

    Wenn der Hund keinerlei Anzeichen zeigt (nie lahmen/schweres Aufstehen/ausgiebiges Strecken, weder nach dem Ruhen noch nach stärkerer Belastung) und man keinen Leistungssport macht, würde ich den Hund nicht extra in Narkose legen lassen, aber das Röntgen mitnehmen, wenn eine Narkose ansteht.

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    Ich latsch mit dem sowieso nicht 3 Stunden durch die Pampa, aber ich denke, irgendwas fehlt dann doch.

    Da müssen meine Hunde durch :hust: , ich latsch gern 3 Stunden durch die Pampa und das gerne auch täglich. Nur habe ich nicht den Eindruck, dass das unbedingt auch so das Ding meiner Hunde ist, sofern sonst keine Bespaßung auf dem Weg stattfindet :ops:

    Ist vielleicht auch was die Wohnlage? Wir waren heute gut 2,5 Stunden spazieren, die Hunde fanden es ungefähr 30 Minuten lang wirklich toll und spannend, dann liefen sie halt so mit. Begegnet sind wir in etwa niemanden, ein wenig Wild, ein paar Wanderern, einem fremden Hund.

    Später waren wir mit Grisu Radfahren, das fand er deutlich ansprechender, wobei er dabei eine Aufgabe hatte.

    Ich denk manchmal, ich geh deutlich lieber einfach nur spazieren, als meine Hunde :???:

    :D

    Nein, ernsthaft, für viele Hunde ist es ja das Highlight des Tages, aber warum?

    Was gefällt euerm Hund daran? Was kann er nur auf einem Spaziergang tun? Was lastet ihn daran aus? Das Laufen, die Sozialkontakte, jagen, markieren, spielen, einfach mal was anderes erleben, das ist die Zeit, die Mensch wirklich dem Hund widmet...? Ist es für den Menschen "Hundezeit" und er überträgt das ein Stück weit?

    Und gilt das für jeden Hund in etwa gleich?

    Angenommen, ihr hättet ein großes Grundstück und könntet den Hund auch da bespaßen. Was genau würde ihm fehlen?

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    Könnte wirklich interessant werden!
    Ich bin nämlich anderer Meinung. :)

    Wenn ich nur Lucy hätte, würde ich wohl die eine Meinung vertreten, hätte ich nur Grisu, die andere :lol:


    Nie Fehler machen? Was ist denn ein Fehler? Manchmal ungeduldig sein, manchmal nicht erkennen, dass der Hund überfordert ist, manchmal zu viel wollen, manchmal zu wenig. Mal auf den Falschen hören, mal zu impulsiv sein, mal zu kopflastig... Denken, was bei Hund a gut funktioniert hat, erst mal auch so bei Hund b machen? Man lernt doch aus Fehlern. Sind Fehler schlimm?

    Geht das, anderen Fehlern (auch im Positiven) zuzugestehen, die bei sich selber aber keinesfalls haben zu wollen?