Beiträge von Lucy_Lou

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    Es ist so friedlich.


    So geht es mir auch. Wenn ich ein paar Tage in der Stadt war und dann wieder hier bin: es ist einfach nur Entspannung, Ruhe, nicht mehr die unheimliche Reizüberflutung. Man hat kein Durcheinander an Geräuschen, Gerüchen, Bewegungen, sondern kann sich auf alles einlassen und ja, entspannen. Und sicherer fühl ich mich hier auch im Dunkeln, als in der beleuchteten Stadt.


    Was ich bestätigen kann: auf dem Dorf kennt jeder jeden und es ist mit Sicherheit extrem doof, wenn man erst mal unten durch ist. "Melden/Wachen" und allgemein dass Tiere Geräusche machen, ist dafür völlig normal und in Ordnung.


    Einen Zaun haben wir nicht, aber es führt auch kein Weg/Straße an unserem Haus vorbei und ich würde die Hunde niemals draußen lassen, wenn wir nicht da sind. Wir würden gerne einen Teil des Grundstücks einzäunen, aber eigentlich ist der freie Blick schon schöner... Mal sehen

    Morgens haben wir oft Rehe oben im Garten, da fängt ja sofort der Wald an, ich liebe so was =)

    Leben auf dem Land ist toll :D ! Morgens schlaftrunken aus dem Haus und nichts als frische Luft und Ruhe; direkt vom Garten aus leinenlos in den Wald rein; Terassentür offen lassen im Sommer und der Hund döst draußen in der Sonne; stundenlang spazieren gehen und kaum jemandem begegnen. Ich würde es nie anders haben wollen =)

    Wir haben Postbote und Co für die Hunde positiv belegt (sprich, die bekommen ein Leckerlie vom ihm) und Besuch im Garten (also Menschen betreten das Grundstück) inspiziere ich zuerst. Bin ich nicht mit im Garten, meldet Grisu, das darf er dann auch, allerdings stürmt er nicht wutschnaubend drauf zu oder so. Da wir keine direkten Nachbarn haben, ist mir melden sehr recht. Kommt aber sich auch auf den Hund an, wie der seine Aufgabe dann genau interpretiert...

    Im Dunkeln gehe ich nicht in den Wald, denn ohne Taschenlampe sieht man da tatsächlich die Hand vor Augen nicht. Und mit Taschenlampe macht irgendwie die Stimmung kaputt :hust: . Das heißt, wenn ich gezwungen bin im Dunkeln zu gehen, halte ich mich an Feldwege, die ich gut kenne und dann ohne Lampe.

    Alleine bleiben üben würde ich persönlich erst nach ein paar Tagen Eingewöhnungszeit anfangen, aber ich denk mal, das hängt wohl vom Hund ab. Lucy bleibt gut alleine, wenn sie sich erst mal heimisch fühlt, braucht aber z.B. in Ferienwohnungen immer erst ein paar Tage dafür.

    Grisu ist Fremden gegenüber recht gleichgültig, die meisten Menschen existieren für ihn einfach nicht. Das war eigentlich schon immer so. Wenn es eine (junge) Frau ist und die Hocke geht, ihn freundlich anspricht oder allgemein wer sehr freundlich auf ihn zu geht, dann ist er so der Typ: einen auf Welpe machen, tief wedeln, abschlecken... so die Richtung: du bist nett, ich bin nett, niemand will was böses, gut dass wir das geklärt haben... und dann geht er wieder. Im Normallfall ignoriert der aber fremde Menschen. Im Dunkeln ist er deutlich aufmerksamer und meldet ungewöhnliches und er ist auch sofort angespannt, wenn ich es bin. Als Welpe/Junghund war er durchaus auch unsicher in vielen Situationen (jetzt nicht unbedingt auf Menschen bezogen, sondern allgemein), heute würde ich das nicht mehr sagen. Mit um die 3 Jahre ist er sogar recht cool geworden, für seine Verhältnisse ;)

    Ich finde es gut, dass er reserviert ist und in Situationen, die mir nicht geheuer sind, präsent ist. Ich finde es auch gut, dass er im WoMo nachts meldet, wenn was sehr ungewöhnliches draußen zu hören ist (ein Kläffer ist er nicht, da muss schon wirklich was sein). Aber ich hab halt dazu die Lucy, die von Reserviertheit nix abbekommen hat und mich sicher auch nicht schützen würde, wenn es nötig wäre. So finde ich Grisu als Ergänzung sehr gut, wie er ist :D


    Verschmust ist er nicht, sucht aber Nähe und Körperkontakt zu uns. Gestreichelt werden oder durchgegrabbelt ist nicht seins. Vom Fremden eh nicht.

    Ich find auch, die Unterschiede sind da. Ein Hund braucht ja grundsätzlich erst mal einen Grund, warum er etwas tut oder lässt, jeder Hund. Bloß dass die Gründe, die Motivation, bei den verschiedenen Rassen recht unterschiedlich sind. Es macht durchaus Sinn, denke ich, da nicht auf eine Motivierungsschiene/Korrekturmöglichkeit zu beharren ("du musst Handfüttern" oder "ich würde nie mit Futter belohnen" z.B.). Manche Hunde wollen eh gefallen und mitarbeiten, andere lassen sich durch bestimmte dadurch erreichbare Tätigkeiten oder Spiel/Futter toll motivieren, andere wollen gerne den Sinn für sich erkennen. Aus dem HSH-Thread fand ich auch recht interessant mitzunehmen: der Hund sollte erst mal die Möglichkeit haben, entspannt und ausgelastet im Leben zu stehen. Dazu gehört dann eben auch, dass er seine Triebe ausleben darf, in welcher Form auch immer, Energie loswerden darf, aber auch souveräne Führung durch den Menschen erfährt. Alle 3 Punkte wären dann aber in der Umsetzung wieder ganz stark vom Hund abhängig, was er jeweils braucht.


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    Und wo ich einem der eher biederen, derberen Hundetypen dann auch mal deutlich sagen konnte: "Bis hierher und nicht weiter!" und der Kleine richtete sich danach, erntet man da bei den Russells eher ein Angstpinkeln plus "Nachdenken": die machen dann trotzdem, was sie vorhatten, nur eben nie wieder konfrontativ, sondern auf einem cleveren Umweg - auch das genau so, wie sich der erwachsene Hund im Fuchsbau verhalten soll.

    Ja, Lucy (Berner-Mischling) wär z.B. so ein "derberer" Typ, funzt wunderbar mit einem klaren ja-nein-System. Bei Grisu (Australian Shepherd) ist dieses Prinzip so schlicht kaum umzusetzen. Da funktioniert das "richtige" Verhalten Vorleben und ihn sich einbringen lassen, wesentlich besser. Er ist extrem an meinem Verhalten orientiert und will es in dem Zusammenhang recht machen. Er reagiert auf das, was ich tue und ausstrahle, weniger auf das, was ich sage... Das ist schon ein anderer Ansatz in der Erziehung.

    Erst mal willkommen hier im Forum =)

    Viele Züchter geben ihre Welpen schon mit 8 Wochen ab. In dem Alter kann ein Welpe noch gar nicht einhalten. Das heißt, er muss und wenn er nicht sofort geschnappt und raus gebracht wird, geht es in die Wohnung (bzw. in deinem Fall ins Büro). Mit rund 3,5- 4 Monaten sind die meisten dann so weit, auch mal ein wenig einhalten zu können. In deinem Fall würde es wohl Sinn machen, den Welpen erst mit 10 Wochen zu holen (auf einen guten Züchter, der die Welpen optimal aufs Leben vorbereitet, wirst du da hoffentlich eh achten ;) ) und dann mindestens 1 Woche Urlaub zu nehmen. Zu kann sich der Zwerg erst mal in Ruhe an dich und deine Freundin gewöhnen, bevor er dann mit ins Büro muss. Eine Box fürs Büro (es gibt so große Stoff-Faltboxen) finde ich eine gute Idee. Es hilft dem Welpen durchaus, zur Ruhe zu kommen und du wirst so sicherlich mehr zum arbeiten kommen :D . Es gibt durchaus Welpen/Junghunde, die sehr ruhig und pflegeleicht sind, aber die meisten haben doch ganz schön Hummeln im Hintern und Entdeckerdrang. Die Schlaf-Wachphasen wechseln in dem Alter noch sehr schnell. Da fetzt der Welpe wie ein Irrer 10 Minuten durch die Gegend, hinterlässt dann schnell ein Pfützchen, fällt dann für 45Minuten in Tiefschlaf und anschließend geht das Spiel von vorne los :D . Wie gesagt, eine Box, und auch, die Spielpausen grundsätzlich auf außerhalb des Büros zu verlagern, kann da sehr hilfreich sein.

    Optimal fürs Auto (vor allem am sichersten) wäre eine fest eingebaute Stahlbox, falls die ins Budget passt.

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    Mein nächster wird groß und schwarz :gut:


    Das hilft wirklich, selbst in der Stadt (bzw. da, wo viele Hunde auch offline unterwegs sind) passiert mir das mit Lucy quasi nie :p . Schon erstaunlich, dass es in so Fällen mit dem Hund abrufen/einsammeln/anleinen dann plötzlich doch klappt :???: . Wenn ich mit Grisu alleine unterwegs bin, kommt eher mal jemand angestürmt, dann lein ich wenn möglich auch ab und geh einfach weiter. Stehen bleiben, der Versuch eines Blockens (bin ich echt 'ne Niete drin) oder das diskutieren anfangen, macht es eh nicht besser... Zügig die Straßenseite wechseln oder quer im Wald verschwinden, kann dagegen schon eine Wirkung auf den anderen Hundebesitzer zeigen :roll: Einige können dann erstaunlich schnell (oder zumindest laut) werden.

    Ich gaub schon, bei uns ist viel "Übertragungssache", allerdings springen beide meine Hunde auch auf bestimmte Hundetypen an sich an. Lucy findet Labradore doof, die brauchen noch nicht mal was Labrador-typisches getan haben zu dem Zeitpunkt. Grisu findet DSH doof, auch einfach bloß schon fürs existieren :hust: . In beiden Fällen kann ich es mir schon erklären: Lucy will im Normalfall keinen Kontakt zu fremden Hunden, Labradore interessiert das nur zu oft herzlich wenig ("die knurrt, die muss mich gut finden!!!"). DSH sind Grisu glaub ich einfach zu ähnlich. Die schaukeln sich gegenseitig hoch, reagieren beide schon auf kleine Provokationen... Ich stör mich an beiden Hundetypen nicht, was das angeht, übertrag ich bestimmt nichts (wohl aber bei Grisu eine negative Erwartungshaltung, wenn ein DSH in Sicht kommt :ops: ).

    Grisu reagiert daneben auf die meisten Hunde erst mal neutral. Wenn ich aber unsicher bin und der Fremde ist ein Rüde oder Lucy reagiert angepisst und der Fremde ist ein Rüde... halt ich Grisu bei mir... Grisu alleine wär da nicht das Problem. Aber Lucy sagt "Prügel dich!" und er tut es (Madame selbst nicht, die doofe Nuss), oder ich signalisier blöderweise, es ist was nicht in Ordnung... Das ärgert mich schon, weil es bei Grisu einfach nicht nötig wäre, eigentlich

    Furchtbar, armer Hund, arme Familie

    Ich mag so Auslaufgebiete gar nicht, es hat oft was von "hier dürfen die Hunde endlich überhaupt mal was, keine Vorschriften, also dürfen sie machen, was sie wollen". Wer da nicht rein passt (also nicht bestenfalls groß, selbstbewusst + verspielt mit fremden Hunden ist) hat eh Pech gehabt.

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    Was mich wirklich interessieren würde - ohne irgendwen damit anzusprechen, wieso hält man sich eigentlich Enten? Also Schafe, Kühe, was weiß ich- das ergibt irgendwie Sinn für mich, aber was haben Enten für einen praktischen Nutzen außer, dass man sie vielleicht essen (nicht falsch verstehen) würde?

    Es interessiert mich wirklich, denn nur weil ich sie liebe, würde ich sie mir nie anschaffen. Dafür machen die einfach zuviel Drecke


    Laufenten fressen Schnecken :D . Die stehen durchaus auch noch auf der Liste, wenn wir mit unserer Grundstücksumgestaltung in diesem Leben noch mal fertig werden :roll: . Allerdings werden die ziemlich sicher nicht gehütet, wozu auch? Die laufen eh im sicheren Teil des Gartens, zwecks Füchsen und auf Wanderschaft gehen, was soll denn der Hund dabei machen? Ich vermute, im Zweifelsfall folgen die eh dem Futter in meiner Hand :D .

    Wir haben ein paar Schafe, aber Grisu hütet nicht. Lange dachte ich, er will und kann es nicht. Bis er unserem Tauschbock beim Umsetzen "erklärt" hat, dass er nicht rumzuzicken hat :hust: . Seitdem ist er durchaus als "Hinterherläufer" zu gebrauchen. Ich glaub aber nicht, dass er wirkliches Hüten braucht oder dass es ihm mehr Spaß machen würde, als andere Zusammenarbeit. Zumal die Schäfchen an sich eh sehr zahm sind, gerne dem Futter folgen und es eh kaum was zu tun gäbe für einen Hütehund. Im Winter darf Grisu die Schafe vom Gatter fernhalten, damit ich ungestört zum füttern rein komme. Verteidigen tut die Nuss gerne :roll: