Ein Welpe läuft bei mir, wann immer halbwegs gefahrlos möglich, frei. So lernt man aufeinander zu achten, zu kommunizieren und ein Welpe macht sich eh eher nicht völlig selbständig. Das heißt, beide Hunde waren ab einem Alter von etwa 8 Wochen die meiste Zeit leinenlos. Grisu war mit so um die 6-8 Monate an der Schlepp, da hat er in einigen Situationen arg auf Durchzug geschaltet
. Ansonsten würde ich es bei einem älteren Neuzugang vom Hund abhängig machen. Worauf reagiert er, was macht ihm Probleme, wann startet er durch? Da würd ich wohl im Zweifelsfall die ersten Wochen eine Schlepp dran lassen.
Beiträge von Lucy_Lou
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Ich find es auch interessant (obwohl weder kreativ noch mit Photoshop firm). Ich setz hier jetzt erst mal ein Lesezeichen, keine Ahnung, ob mir zum gestellten Thema irgendwas einfällt. Aber auf die Ergebnisse bin ich gespannt

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Wir waren um die Talsperre spazieren und vom Nebenarm gegenüber sah man einen großen Hund mit Mensch auf uns zu kommen... Boah, das ist mal ein Brocken, dachte ich, bis der neben Lucy stand
. Mir kommen meine Hunde auch nicht so groß vor, wie vielen anderen. Selektive Wahrnehmung, irgendwie 
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Die Hündin ist jetzt also etwa 1,5 Jahre alt. Ist nicht ungewöhnlich, dass sich jetzt der Jagdtrieb voll entwickelt. Und je öfter sie die Chance zum abdüsen hat, umso mehr festigt sich ihr Verhalten. Ein Podenco lebt ja eigentlich für die Jagd. Wenn du sie weiter frei laufen lässt, wird sie irgendwann überfahren, vom Jäger erschossen oder du bekommst richtig Ärger und Auflagen für sie. Mal ganz abgesehen vom Wild, das darunter leidet. Ich kann gut verstehen, dass der Hund auch mal rennen muss und echter Freilauf ist schwer zu ersetzen. Aber ganz ehrlich, wenn du sie jetzt nicht konsequent und immer draußen absicherst und übst, wird das ziemlich sicher ein böses Ende nehmen. "Von selbst" wird sie mit dem Jagen mit Sicherheit nicht wieder aufhören. Benutz mal die Suchfunktion hier im Forum zum Thema Antijagdtraining oder Schleppleine.
Zum Thema laufen lassen: vielleicht findest du hier etwas in der Nähe: https://www.dogforum.de/eingezaunte-fr…it-t140994.html, es muss ja nicht täglich sein. Oder einem Hundeverein beitreten, da ist es dann auch häufig möglich, die Hunde außerhalb der Trainingszeiten laufen zu lassen. Am Rad laufen, Joggen, Canicross... ersetzen keinen Freilauf, das kann der Hündin aber auch helfen, Energie los zu werden.
Und wie gesagt, ich würde ganz dringend raten, getrennt zu laufen. Das ist mehr Zeitaufwand, klar, aber du kannst dich in der Zeit dafür ganz auf einen Hund konzentrieren und ihn z.B. auch gezielt beschäftigen. Wäre dann Qualität statt Quantität
. An der Schleppleine ist ja durchaus auch einiges an Spielen und Bewegung möglich. -
Habt ihr einen Garten oder eine eingezäunte Hundewiese in der Nähe? Wenn die beiden so gerne toben, nur noch dort toben lassen für den Anfang und getrennt spazieren gehen, wäre mein Tip. Abruf üben, Ersatzbeschäftigung bieten (arbeiten die beiden getrennt gerne und gut mit dir zusammen? Wie beschäftigst du sie?). Wenn du mit beiden zusammen gehen musst, würde ich die Hündin zumindest an einer Schleppleine oder Flexi lassen. Ein guter Trainer wär sicher nicht verkehrt...
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Zitat
Und was macht ihr bzw. würdet ihr machen wenn ihr einen unsicheren / ängstlichen Hund bei euch habt der keinen Hundekontakt haben will / haben soll, aber dann doch ein anderer Hund auf euch zukommt?
Leider sieht man die Hunde ja nicht immer sofort bzw. interessiert es die Hundehalter oft nicht, wenn man ruft das die Hunde an die Leinen sollen.
Wenn ich mit beiden zusammen unterwegs bin, lasse ich wenig an Kontakt zu. Das liegt aber nicht an der Ängstlichkeit meiner Hunde, sondern daran, dass sie im Doppelpack schon mal echt arschig werden können... Wenn ich keinen Kontakt will, habe ich den den Vorteil, große, selbstbewusst agierende Hunde zu haben, die von fremden Hunden und Menschen eher ernst genommen werden. Ich stelle es mir sehr blöd vor, wenn man den Kontakt nicht will, warum auch immer, und es interessiert den Gegenüber nicht, denn "der eigene ist ja nicht das Problem, der ist ja nett, und dann soll man doch bitte im Niemandsland spazieren gehen" :/ , als wäre es so furchtbar für einen selbst oder seinen Hund, wenn der mal kurz an der Seite seines Menschen bleiben soll

Wie auch immer: ich handhabe es so, dass ich die Aufmerksamkeit meiner Hunde bei mir halte und zügig weiter gehe. Kaum ein Fremdhund rennt wirklich in uns rein, zumal, wenn wir nicht in irgendeiner Weise mit ihm kommunizieren. Stehen bleiben, anschauen, laut werden... was auch immer, ist eine Kommunikation mit dem anderen Hund, auf die der in welcher Weise auch immer reagiert. Schaut man ihn nicht an, nichts, dreht der in der Regel irgendwann wieder ab. Auch quer im Wald verschwinden kann Wirkung zeigen. Bei meinen Hunden gebe ich im Normalfall auch einen (!) frei, der darf dann entscheiden, ob er "hallo sagen" will, was häufig aber nicht der Fall ist (außer Grisu und nette Hündinnen, dann ist der Herr glücklich
) Aber wie gesagt: ignorantes weiter gehen wirkt bei uns fast immer. -
Lucy! Die markiert, scharrt, plustert sich auf... Sie ist dabei aber Rüdin, wenn sie einen fremden Hund mag, dann grundsätzlich nur unkastrierte Rüden, die sich selbst möglichst ähnlich toll finden
. Aufreiten tut sich nicht, sie legt eher Wert auf das einhalten gegenseitiger Individualdistanz und fordert respektvolles Verhalten vom Gegenüber. Schüchtern ist Lucy ebenfalls nicht (tatsächlich ist es schwer, "Lucy" und "schüchtern" überhaupt in einem gemeinsamen Satz unterzubringen
), sie legt aber auch keinen wert darauf, sich zu prügeln, heißt, wenn ein fremder großer Hund ernsthaft Streit sucht, kann sie auch deeskalierendes Verhalten zeigen... -
Schlimme Strafe: ein Brüller mit Satz auf Hund zu, in die Hände klatschen oder aufstampfen..., meine beeindruckt das
. Im Werfen bin ich eine Niete. Meine frühere Hündin hat mal die Leine hinterher geworfen bekommen (also von mir), die hat sie richtig böse getroffen
. Und wenn ich mir ansehe, wo Spielzeug so landet, dass ich werfe... Wenn ich was Richtung Hund werfe, landet es vermutlich entweder hoch im nächsten Baum oder erschlägt den Hund oder so
. Also lass ich das mal lieberDie Brüller-auf-den-Hund-zu-jump-Strafe betrifft in erster Linie Lucy, wenn sie mal meint, was auch immer Gefundenes fressen zu müssen. So 4-5 x im Jahr kommt das sicher vor. (irgendwie scheint es nicht so wahnsinnig nachhaltig zu sein...)
Schlimmste Strafe für Grisu (2x in seinem Leben angewendet): gegangen und ihn dann von mir weggeschickt. Ist ja sehr hundabhängig, was der schlimm findet, Lucy würde sich da wohl eher denken, ok, dann mach ich jetzt halt mal mein Ding... Für Grisu ist das wirklich Höchststrafe.
Sonst halt ein Hey!!! ein in die Hände klatschen oder so, wenn ich was abbrechen will.
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Zitat
Erkennen Hunde den unterschied zwischen gucken & anstrarren?
Ich frage deshalb weil Jackson unglaublich neugierig ist und wenn auf der anderen Straßenseite ein Hund läuft, läuft er zwar mit mir weiter gerade aus aber guckt dann halt auf die andere Seite und es passiert sehr sehr oft das er dann von dem anderen Hund "angemacht" wird. Körperhaltung von Jackson ist aber entspannt.
Ja und nein

Grisu ja, der ist erst neugierig, reagiert aber auf "fixieren" durch eigenes "aufbauen". Guckt der andere nur interessiert, bleibt Grisu entspannt
Lucy nein (bzw. es macht für sie keinen Unterschied), die findet schon angeguckt werden doof

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Rein aus Interesse: Angenommen, der Hund hört gut, geht nicht von sich aus zu fremden Hunden, findet fremde Hunde aber doof und zeigt bei unterschreiten seiner Individualdistanz Drohverhalten. Kriegt der die "Leinenbefreiung" in Hamburg? Oder ist Voraussetzung, dass der Hund nett zu allem ist?