Ich finde es auch eher schwierig, hier zu antworten. Ihr stellt sehr viele Ansprüche an den Hund, die tatsächlich größtenteils Sache von Erziehung, Erfahrungen und Sozialisierung des Hundes sind, und der Hund selbst darf kaum Ansprüche haben. Man kann sich die einfachste Rasse vom supertollen Züchter aussuchen und das Individuum, das man bekommt, hat dann doch mehr Jagdtrieb, Wachtrieb, Sturkopf... als erwartet. Es kann auch eine blöde Erfahrung reichen und der Hund findet den Nachbarshund doof oder ein bestimmtes Besucherkind, jagt Katzen oder Jogger oder schnappt im Spiel mal daneben und erwischt statt dem Ball die Hand eurer Tochter. Manche Hunde brauchen lange, um auch nur kurz alleine bleiben zu können oder sind einfach nicht verschmust/verspielt (wär das dann dramatisch für dich/deine Tochter?). Kaum ein Hund ist "perfekt", wenn man davon ausgeht und eben bereit ist, auch einiges an Erziehung (und gegebenfalls Management) zu investieren, kann man an fast allem arbeiten. Ich tu dir da vielleicht unrecht, aber dein Text liest sich ein wenig wie "Hund ja, aber nur wenn er zig Dinge möglichst von selbst schon mitbringt". Welpen testen ungefähr alles auf Spieltauglichkeit, haben noch keine Beißhemmung, können nicht einhalten, spielen sehr wild... Vielleicht würde da generell ein älterer Hund aus dem Tierschutz besser passen, bei dem man genau weiß, was er mitbringt und für Ansprüche stellt?!
Auch die Vorstellung, deine Tochter ist für das Spiel zuständig: wie stellst du dir ein Spiel denn vor? Und wie gewährleistest du, dass der Hund die selben Vorstellungen vom Spiel hat? Mit Anleitung kann ein Grundschulkind sicher auch schon Suchspiele, Denkaufgaben, Garten-Agility... mit dem Hund machen. Stupides Bällchen macht deiner Tochter vermutlich auf Dauer keinen Spaß, zumal der Hund da auch nicht viel von hat. Wilde Tobespiele... Hunde nehmen kleinere Kinder in aller Regel nicht ernst und so ein Spiel kann dann schnell mal zu ruppig werden, zumal wenn du nicht dabei bist. Wenn deine Tochter mal ein paar Tage keine Lust zum spielen hat, das Wetter ist schlecht... wie sieht dann die Auslastung aus? Zumindest 1,5 Stunden Spaziergang über den Tag verteilt sollten schon drin sein... Ein unausgelasteter Hund sucht sich gerne mal Aufgaben, dekoriert Wohnung und Garten um, verbellt alles am Zaun... Und wenn du einen Welpen nimmst, der Hund wird durchaus 12-15 Jahre alt. Wenn du mal alleine 7 Jahre weiter denkst, kann sein, dass deine Tochter dann wirklich viel mit dem Hund machen kann, kann aber auch sein, dass sie dann kaum noch einen Blick an ihn verschwendet...
An Rassen würde ich ansonsten Richtung FCI Gruppe 9 (Begleithunde) schauen, siehe hier z.B.: http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:FCI-Gruppe_9