Beiträge von Lucy_Lou

    Falls Hunde ein strikte Rangordnung wollen würden, wäre ihnen das meiner Meinung nach auch ohne gewachsenes Rudel wichtig. Hat man solche "Rangordnungstheorien" nicht auch gerade an zusammen gewürfelten Wolfs"rudeln" entwickelt, weil die zwangsläufig mehr austragen mussten :???:

    Ich hab mir ehrlich noch nie einen Kopf gemacht, ob die Hunde sich als Rudel sehen und/oder mich in dem Fall mit einbeziehen in ihr "Rudelgefühl". Für mich sind Hunde soziale uns recht anpassungsfähige Lebewesen, die mit einer erstaunlich großen Vielfalt an möglichen Sozialpartnern zurecht kommen. Sozial lebende Tiere haben ja meistens eine Art "Zuständigkeit", Regeln, wer darf wann was... macht ja Sinn, wenn man es einmal klärt, Schemata hat, anstatt es jedesmal aufs neue probieren zu müssen. Ich denke, das ist das gleiche beim Menschen.

    Bei meinen Hunden ist es so, dass beide ein Gefühl für Ressourcen, für "wer darf wann was" haben, aber auch beide kein Interesse haben, das immer wieder zu hinterfragen. Beide halten sich an die "Individualdistanz" des jeweils anderen und an die "Beutezugehörigkeit" (wer es hat, darf es behalten ;) ). Lucy kann sich mehr erlauben, das merkt man schon. Sie ist selbstsicherer, "stärker" und sie lässt sich z.B. wenig von dem mitreißen, was Grisu "vorlebt" (z.B. Spielaufforderung, Unsicherheiten, anschlagen, interessante Stelle zum schnüffeln...). Grisu dagegen achtet extrem auf Lucy und richtet auch viele seiner Handlungen nach ihr. Wobei man das auf viele Weisen erklären könnte, nicht nur über die Rangordnung. Er ist z.B. generell viel aufmerksamer Umweltreizen gegenüber, Sozialpartnern gegenüber, bringt sich diesbezüglich mehr ein...

    Ich kann mir das Video so leider (?) nicht ansehen, aber nur zur Frage: viele körperlichen "Fehlentwicklungen" beruhen auf Genetik ("schlechte" Kombination von Genen oder tatsächlich Gene, die bestimmte "nicht gute" Dinge zur Ausprägung bringen oder bestimmte Dinge verhindern, die zu einem gesunden Leben beitragen). Wenn man Rassen züchtet, tut man das in der Regel nach Arbeitsleistung/Wesen und/oder nach Optik. Viele Jahrhunderte lang hatte niemand einen Hauch von Ahnung von Vererbungslehre. Bei "Arbeitsrassen" spielte Gesundheit/Robustheit eh eine große Rolle, da wurde sicher vor allem verpaart, was Leistung brachte (bringen konnte), "kranke" Hunde wohl weniger.... Dann wurden die Menschen "reicher" und in Deutschland wurden langsam aber sicher Hunde als Freizeitpartner gehalten und gerne mal nach Optik ausgesucht oder nach ein paar Schlagworten/Image. Ich persönlich finde tatsächlich, man hätte etwas weniger Wert auf Optik legen können bei den "Rassestandards" und etwas mehr auf Arbeitsleistung und Gesundheit, aber es ist halt freie Marktwirtschaft. Wer will einen Ridgeback oder Beagle, der jagt, einen Australian Shepherd, der Hof und Heim verteidigt? Was verkauft wird, bestimmt zu einem nicht unerheblichen Teil der Käufer. Wenn man mit einem bestimmten Ziel vor Augen Hunde verpaart, fördert man automatisch bestimmte Eigenschaften, die man eben fördern will. Da hängt aber oft ein Rattenschwanz mit dran: ein Zuchtrüde mag beliebt sein und vererbt genau eine bestimmte Genkombination weiter. Die erwünschten Sachen, aber auch die unerwünschten. Je enger die Zucht, je näher verwandt die Tiere, umso weniger "Vielfalt", umso mehr häufen sich Eigenschaften an. Das mag manch einer unglaublich durchdacht tun, aber so weit sind wir in der Genetik noch nicht, dass es sich genau vorhersagen lässt, welche kombinierten Gene welche Dispositionen an "Krankheiten" mit sich bringen, zumindest längst nicht bei allen. Ein guter Züchter schaut genau, was haben Vorfahren vererbt, Tanten, Onkel... und immer noch bleibt es Natur. Sehr, sehr viele tun nicht mal das: ich hab einen netten Labrador, viele wollen einen Labrador, lass ich den mal decken vom netten Rüden nebenan... Oder auch: Kohle!!! Ich hab einen Hund und finde immer einen dummen, der die Welpen kauft, und sei es nur aus Mitleid und oh Wunder, auch das funktioniert mit bestimmten Rassen am besten... Wie gesagt, der Käufer hat es in der Hand und muss auch beim "Züchter" (und wer sich alles so schimpfen darf :roll: ) nicht sein Hirn ausschalten.

    Auch jemand, der eine bestimmte Rasse will, muss damit keine "Qualzuchten" unterstützen. Wenn ich eine Rasse will, die frei atmet, triebig ist... dann such ich die mir. Wenn ich eine Rasse mit Wachtrieb, aber ohne Jagdtrieb will... eine Rasse, die zu mir und meinem Leben passt... Bei einem Rassehund von einem guten (!) Züchter weiß man ziemlich genau, was man bekommt... Da hat auch der Hund am meisten von...


    Ein Mischling ist letztlich immer und grundsätzlich ein Überraschungspaket. Der muss nicht kränker oder gesunder sein, aber man muss mit vielen Eigenschaften prinzipiell leben können (und der Hund, wenn es so vom Menschen eigentlich nicht gewünscht ist!). Bei einem erwachsenen Hund ist das ziemlich schnuppe, da weiß man doch recht sicher, was durchkommt. Nur die meisten Menschen wollen a) einen Welpen, b) eine bestimmte Optik, c) nicht viel Geld ausgeben (wofür Papiere :roll: ). Da braucht man sich echt nicht mehr wundern... Wofür sein Hirn einschalten, nur weil man die nächsten 15 Jahre mit dem Lebewesen einen Alltag leben will :muede2:

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    Und nehmen wir an ich hätte ein Objektiv mit einer durchgängigen Blende von 2,8 , und selbiges von 4-6,3, nehme aber eine hohe Blendenzahl weil ich alles scharf haben will,zum Beispiel Blende 8(jetzt mal ganz salopp gesagt), das können beide,sind die Bilder dann bei beiden Objektiven gleich scharf?


    Prinzipiell schon, wobei ein f2,8 Objektiv tendentiell ganz allgemein hochwertiger sein dürfte. Heißt z.B. bessere Abbildungsleistung über das ganze Bild hinweg. Keine Ahnung, ob man den Unterschied bei einer 8er Blende sehen würde, eher bei Offenblende. Kommt ja dann auch auf das jeweilige Objektiv an, aber die 4-6,3 etc. sind halt immer ein auf günstig gemachter Kompromis.

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    Ich würde jetzt nicht meine Hand für ins Feuer legen, aber die Abkürzung "IF" steht für den Innenfokus und deswegen gehe ich davon aus, dass dort der Unterschied liegt und natürlich im Preis. :hust:

    Nach etwas Internet-Suche: das VRII scheint doch der Nachfolger zu sein. Ist jetzt im Angebotspreis dennoch günstiger, das andere wird nicht mehr gebaut. Jetzt muss ich mich nur noch durchringen, so viel Geld auszugeben :hust:

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    Wieder ein Vorfall in Franken, zuletzt war es ja ein Jogger der im Maisfeld erschossen worden ist.


    Wie kann das sein, dass auf irgendwas geschossen wird, wenn man sich nicht absolut sicher ist? Ich meine, auch bei der Jagd sollte ein "guter" Jäger doch eigentlich darauf aus sein, dass das Tier schnell und schmerzlos getötet wird. Wenn man nicht mal erkennt, um welche Art Lebewesen es sich handelt, wie will man dann erst wissen, wo man trifft? Ich bin kein "Jagdgegner", aber da muss es doch scharfe Kontrollen und Vorgaben geben, wenn jemand mit einer Waffe rum läuft?!

    Ich bin schon froh, an einem Ort zu wohnen, wo die Hunde größtenteils frei laufen dürfen und es damit auch automatisch keine "Hundewiesen" gibt. Es ist schon etwas verquer, wenn die eigenen Hunde "hören", abrufbar sind, bei ihrem Menschen bleiben... aber trotzdem in Städten mit strikter Leinenpflicht + Hundespielwiesen nicht frei laufen können, nirgendwo, falls sie anstürmende Artgenossen "doof" finden oder alt oder gebrechlich sind... Wobei das ja normalerweise so nicht Realität ist (da mag es blöde Ausnahmen an Wohngegenden geben, klar), aber meist findet man ja Nischen, um auch solchen Hunden Freilauf zu gönnen. Zumindest fand ich das bislang nie schwer, wenn wir mit WoMo irgendwo waren und ich stell mich bestimmt nicht auf eine Hundewiese und erwarte, dass andere ihre Hunde einsammeln oder denke mir, dann hat der anstürmende Hund halt Pech gehabt. Wenn die Charakteristik der Fläche ist: hier spielen Hunde miteinander, können da halt nur Menschen mit entsprechenden Hunden hin. So blöd es für alle anderen auch ist, wenn es wirklich keine andere Möglichkeit gibt. Aber die meisten Menschen müssen ja mit Kompromissen im Freilauf leben. Ich kann meine dafür z.B. auch neben spielenden Kindern oder in sehr wildreicher Gegend bedenkenlos laufen lassen. Und auch verträgliche spielfreudige Hunde mag man doch nicht nur auf 100qm großen Spielwiesen laufen lassen, oder :???: (wobei ich mir 100qm kaum vorstellen kann, das ist ja ein Handtuch... allein unser Garten hat gut 3000qm und wenn ich mir vorstelle, da toben 20 Hunde drüber, würde schon eng werden...). Man will doch auch mal üben/spielen mit seinem Hund, apportieren, Nasenarbeit, was auch immer... das geht doch auf keiner Mini-Hunde-Spielwiese?