Beiträge von Lucy_Lou

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    Nun weiß ich nicht, ob ich das machen solle oder nicht.


    Was spricht denn dagegen? Zu teuer, zu weit weg, ihr fühlt euch nicht wohl genug auf dem Platz? Grundsätzlich, wenn einem die Erziehungsmethoden zusagen und man das Gefühl hat, es hilft einem: ja klar, macht es. Wie lange müsst ihr euch denn "verpflichten" mitzumachen? Könnt ihr unverbindlich an einer Schnupperstunde teilnehmen?

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    hm, früher war der Bela extrem kaufaul, aber seit das Wiesel hier wohnt, hat sich das geändert.
    Auch wenn diese gepressten Knochen immer noch sehr unbeliebt sind, aber alles was natürlich ist (Ohren, getrockneter Pansen, Lunge, Kopfhaut), wird ganz gerne gefressen, wenn die Konkurrenz zuguckt ;)


    Grisu frisst auch viele Dinge nur, damit sie sonst niemand frisst... Da braucht nur die Katze ignorant vorbei zu schlendern und er kaut schneller :hust: . Eigentlich ist er ein Schlemmer, aber da ist irgendwie immer jemand, der es ihm wegfressen könnte... dann passt plötzlich alles rein

    Ich hab das mal eine Weile bewusst gemacht: Spaziergänge ohne einen Ton zu sagen. Es ist erstaunlich, worauf die Hunde so alles achten, worauf sie reagieren. Vor allem wenn einem auffällt, dass man mit seinem Körper (oder den "Gefühlen" die man ausstrahlt) etwas völlig anderes kommuniziert, als man es mit Worten in dem Moment will. Da ist mir so manches an Reaktionen meiner Hunde etwas klarer geworden :ops: . Heute ist es so, dass ich so gut wie keine Kommandos nutze im Alltag, aber durchaus ein Fein!! bzw. sehr stark versuche, die Hunde in die richtige Richtung zu bestätigen (also ein Stück weit abwarten, was sie zeigen und im richtigen Moment das "Fein!!!" oder ein Abbruch. Ein Abbruchkommando als Wort gibt es eigentlich nicht (mehr), aber durchaus ein Blocken, ein Ausfallschritt, zügig die Richtung wechseln und allgemein: stehen bleiben, dazwischen gehen, interessiert in eine Richtung sehen, sich groß machen, sich klein machen, ignorant weiter gehen... aber ich hab da vermutlich auch Hunde, die eh sehr auf mich achten. Und mittlerweile sind sie 5 und 7 Jahre alt, wir kennen uns eh und wissen, in welcher Situation was für eine Reaktion kommt oder erwartet wird.

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    Aber wo ist auf einmal dieser freundliche, soziale Hund hin?


    Er ist erwachsen geworden :lol: :p

    Ich persönlich manage im Zweifelsfall und "übe" nur, wenn Hundi und ich gut drauf sind und die Situation passt. Aber ich bin auch nicht so der "Konflikt-Typ", der es auf Teufel komm raus in der Situation klärt oder es drauf ankommen lässt. Bei mir ist es: auf mich konzentrieren, erwünschtes Verhalten bestätigen und wenn ich den Eindruck habe, es passt, darf er gerne hallo sagen, wenn ich den Eindruck nicht habe, hat er die Füße still zu halten und bei mir zu bleiben. Das funktioniert bei uns gut, verbessert es aber nur bedingt, da es eben letztlich "meine Vorgabe" ist. Ich kann ihn ja schlecht zwingen, fremde Rüden supi zu finden oder gar mit ihnen zu spielen... Wie ich ihn "gelassener" bekomme... tja,... Ich muss souverän und gelassen sein, bzw. das ausstrahlen, Lucy darf nicht sagen "friss den doofen Hund" ( :hust: ) und ein gutes Timing beim Abbruch und beim bestätigen. In Bewegung bleiben. Auf Anhieb fressen will er fremde Rüden ja nicht, aber er tritt provokativ auf und er lässt sich provozieren. Aber das lässt Spielraum, sowohl zum bestätigen als auch zum Abbruch, wenn der Moment passt.


    Kommt vermutlich auch auf die Motivation des Hundes an. "Unsicher" ist meiner mal sicher nicht :roll:

    Zum einen einen angenehmen Alltagsbegleiter, der weitesgehend ohne Leine laufen kann. Lucy ist das 100%, bei Grisu muss ich situativ mehr schauen, da er schnell hoch fährt. Aber wirklich trainieren tun wir da nicht, denn im allgemeinen klappt es gut mit ihm und in "kritischen" Situationen nehme ich ihn frühzeitig raus. Ich bin da eher konfliktscheu: wo ich Licht sehe, wird dahingehend bestätigt und sonst nach "Wohlfühlmöglichkeiten" für alle Beteiligten gesucht.


    ansonsten sehr wichtig für mich:

    Sehr gut kontrollierbarer Jagdtrieb: klappt bei beiden einwandfrei


    Gute Motivierbarkeit, gute Ansprechbarkeit: klappt bei beiden einwandfrei


    ein paar Stunden alleine bleiben können, mit in die Stadt können, im Auto unauffällig mitfahren, ordentlich an der Leine laufen, Abrufbarkeit... klappt bei beiden einwandfrei


    Ich bin kein Vereinsmensch und kein Wettkampfmensch, gar nicht. Wir haben einiges ausprobiert und einen Teil davon führe ich nun Zuhause in Eigenregie weiter, nach Lust und Laune. Mit einem wirklichen "Arbeitstier" würde es wohl auch nicht passen.


    Allgemein möchte ich ein angenehmes Leben mit dem Hunden, viel gemeinsames Tun, aber ohne wirkliche Konflikt- oder Stresspotientile im Alltag und das habe ich größtenteils, von kleineren "ich mach das fertig!" Ausnahmen bei Grisu mal abgesehen :hust:

    Wir waren in Griechenland mit den Hunden in Urlaub, nicht auf Korfu, sondern in Nordgriechenland und Peloponnes. Mein Eindruck war, dass viele Griechen ein völlig anderes Verhältnis zu Hunden haben, als der durchschnittliche Deutsche. Es ist eine völlig andere Einstellung. Der Hund ist Nutztier, vor großen Hunden hat man Angst, was wir an Tierquälerei gesehen haben, an Straßenhund-Elend... Es kommt bestimmt auch auf die Region an, aber mit Deutschland ist es nicht vergleichbar. Wir waren ja vor allem abseits der "Touristenströme" unterwegs und die Hunde hatten viel Freiraum, Spaß am Strand, tolle Wanderungen... war ein wundervoller Urlaub, ganz ehrlich. Aber ich zweifel keine Sekunde daran, dass Giftköder ausgelegt werden, wenn ein Grieche das auf seinem Grund halt für sinnvoll hält und Tierelend wirst du außerhalb großer Städte und Haupttouristenorte auch genug sehen...

    Ich kann mir auch vorstellen, dass die potentiellen Gefahren allgemein größer sind in der Stadt. Ich lebe auf dem Land. Auf einem durchschnittlichen 1,5-stündigen Spaziergang treffen wir ungefähr... niemanden. Da sind mal Rehe, mal ein Spaziergänger, mal der Hofhund, der halt da wohnt... Wenn ich an einer Straße lang laufe, an der tatsächlich mehr als 4 Autos die Stunde fahren, ist zumindest Grisu an der Leine. Warum auch nicht, 98% des Spaziergangs läuft er ja abseits von allem eh frei, warum ein noch so minimales Risiko eingehen...

    Wir sind auch viel mit dem WoMo unterwegs und das auch in Städten. Möchte ich den Hunden dann Freilauf gönnen, muss ich zwangsläufig mit viel mehr Eventualitäten leben. Da sind Menschen, Straßen, andere Hunde, Müll (lecker!! für Lucy...), nie fern. Da bleibt mir nur für die Hunde Leinenzwang oder akzeptieren eines gewissen Risikos. Und ich seh in der Stadt um Längen mehr "Risiko" für beide meine Hunde, als hier Zuhause...