Beiträge von Lucy_Lou

    Zitat

    Vorsitzen aufbauen über 10 cm vor dem Hund stehen usw.


    Was bedeutet das?


    Grisu kannte lange nur direkt in Grundstellung gehen, keinen Vorsitz. Ich bin leider auch nicht so der Mensch für "Fleissarbeit" :ops: . Wir haben es über Rückwärtslaufen gemacht: also ich rückwärts, Hund vorwärts vor mir und Leckerlie rein (der soll nicht denken, dann wählt er weiß der Geier was, das Problem kenne ich mit Grisu). Dann stoppen (Hund steht dann halt) und Futter rein. Das kann man spielerisch recht abwechslungsreich gestalten: mal einen Schritt, mal rückwärts laufen, Hund halt immer belohnen, wenn er gerade vor einem läuft, im stoppen (ganz wichtig, der soll nicht Erwägung ziehen, dass Stoppen irgendwas sonst für ihn bedeutet, nicht denken lassen :lol: ) und wenn er dann gerade vor einem steht. Dann ein Sitz nach dem Stoppen einführen. Verständlich geschrieben? Wenn das klappt Hund kurz warten lassen, rückwärts laufen, Hund zu sich rufen und weiter wie oben. Den Abruf (neues Wort ist hilfreich) dann festigen, dann brauchts auch kein Rückwärtslaufen mehr. Das ging so ratzfatz mit Grisu und der hat vorher auch immer automatisch die Grundstellung gewählt, wenn er "raten" musste.

    An sich finde ich eure Situation nicht sooo schlecht. Zumindest wenn du eine zuverlässige Betreuung für den Hund hast.

    Meine persönliche Erfahrung im Bekannten- und Verwandtenkreis ist: wer einen Hund holt und meint, damit "aktiver" zu werden... das klappt fast nie. Klar, man muss mehrmals am Tag raus und wenn Lust und Wetter passen wird es auch mal länger... aber täglich 2-3 Stunden mit dem Hund unterwegs ist von denen niemand. Ich kenn dich ja nun nicht, kann das bei dir nicht einschätzen, aber denk mal an Dunkelheit, schlechtes Wetter, anstrengender Tag... wie viel Zeit würdest du denn ehrlich (!) jeden Tag draußen mit dem Hund aktiv verbringen? Gibt ja auch Rassen, die mit deutlich weniger zufrieden sind (ein Kennenlernen einer Frau, die sich einen Border Collie geholt hat, weil sie gerne aktiver werden wollte, hat mich da echt etwas geprägt :hust: ). Also ich an deiner Stelle würde wohl eher nach etwas gemütlicherem schauen. Diese Rassen haben dann oft als Zugabe noch ein nicht "hibbeliges" Wesen, was es deutlich einfacher macht, den Hund mit zur Arbeit zur nehmen.

    Was stellst du dir denn sonst so vor? Wachtrieb/Schutztrieb wäre bei deiner Arbeit wohl eher nicht so geeignet... Jagdtrieb? Wäre ein "Dickkopf" schlimm? Was gefällt dir denn optisch? Könntest du dir irgendwas an Hundesport vorstellen? Vielleicht Dummy-Arbeit, Fährte...

    Bei uns war es halt einfach nettes Gespräch und die Themen ergaben sich dann :smile: . Beispiel: Züchter erzählt von seinen Hunden, was er mit denen schon so erlebt hat oder welche Böcke die vielleicht schon geschossen haben, und merkt ja dann, wie man darauf reagiert :D . Also so grob: kann der Interessent sich vorstellen, was es heißt, mit einem Hund zusammen zu leben? Was das auch an Arbeit, an Erziehung, an täglicher Beschäftigung bedeutet? Wirkt er so, als würde er an "Problemen" konstruktiv arbeiten wollen? Sonst so Themen: alleine lassen des Hundes, Urlaub... Und klar: warum interessiert man sich für genau diese Rasse? Was erwartet man sich vom Zusammenleben mit der Rasse? Und der Züchter sieht ja auch, wie du auf seine Hunde reagierst, wie du mit ihnen umgehst.

    Ehrlich, ich war auch aufgeregt vorher, aber war letztlich nur ein netter Nachmittags-Plausch =)

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    Solange "Jagdtrieb" nicht heißt, dass er mit irgendwelchen Gliedmaßen verschiedener Tiere weider kommt hab ich damit kein Problem.


    Doch, hast du! Mit dem Jäger, mit jedem Tierliebhaber, der auch ans Wild denkt, mit Autofahrern, denen dein Hund beim Hetzen vors Auto rennt... Ein Hund, der unkontrolliert jagt, sollte keinesfalls in der Natur abgeleint werden!

    Wie möchtest du den Hund denn außer Spaziergängen auslasten? Radfahren liest man raus, joggen? Was ist z.B. mit Hundesport, Dummyarbeit, Fährte...? Du möchtest schon lieber einen Hund, der vor allem Spaß am "rennen" hat, weniger an konkreter Zusammenarbeit?

    9 Stunden sind auch für einen Junghund ohne Lösemöglichkeit zu viel. Und was passiert, wenn der Hund unerwartet doch größere Probleme mit dem alleine bleiben bei euch hat? Irgendeine Alternative wäre schon nicht schlecht =)

    Hallo und willkommen im Forum :smile:

    Schön, dass du dir Gedankem machst vor dem Kauf =)

    Thema Jagdtrieb: Ein Hund mit Jagdtrieb sieht selten Menschen oder andere Hunde als "Beute" (Ausnahmen bei Kleinsthunden mag es geben). Aber ohne Leine laufen lassen in der Natur und Jagdtrieb verträgt sich nur bedingt oder erfordert zumindest sehr viel Arbeit. Wobei sich Jagdtrieb sehr unterschiedlich zeigt. Manche Hunde gehen auf Sicht, andere folgen auch Fährten (was es für den Menschen eher schwieriger macht, der "sieht" die Fährte ja nicht...). Manche Hunde sind zwar für die Jagd gezüchtet, aber auch für sehr enge Zusammenarbeit mit dem Menschen. Andere Rassen sind dafür gezüchtet, eigenständig zu jagen und das allen Widernissen zum Trotz (und sei das ein wütend brüllender Mensch im Hintergrund). Wenn du den Hund in der Natur ableinen möchtest, würde ich von Windhunden, Meutehunden und auch Huskies Abstand nehmen. Es gibt da sicher die berühmten Ausnahmen oder sehr kompetente Hundehalter, die es irgendwie hinkriegen. Aber wenn Ableinbarkeit für dich ein recht wichtiges Kriterium ist...?! Die anderen von dir genannten Rassen kann ich diesbezüglich nicht einschätzen...

    Auslastung: 2-3 Stunden pro Tag an Spaziergang und Beschäftigung findet fast jede Rasse gut :D . Huskies (und allgemein Nordische Rassen) sind allerdings meist sehr selbständig und eher nicht die für-alles-zu-begeistern-Typen. Ich weiß ja nun nicht, was du dir unter "nicht nur schnödes Gassigehen" vorstellst?! In welche Richtung denkst du denn da? Wärst du der Typ für einen eigenständigen Dickkopf oder doch lieber was begeisterungsfähiger für Zusammenarbeit?

    Was stellst du dir denn allgemein an Verhalten fremden Menschen und Hunden gegenüber vor? Reserviert oder sehr aufgeschlossen/verspielt? Wie sieht es mit Wachtrieb aus? Wäre Bellfreudigkeit allgemein ein Problem?

    Alleinebleiben: 7-9 Stunden sind schon sehr viel. Und mit einem Welpen nicht wirklich machbar, selbst mit Jahresurlaub zum Einzug. Da würde ich eher dazu raten, im Tierheim nach einem erwachsenen Hund zu schauen, der damit kein Problem hat. Oder ihr müsstet einen Plan B haben, also einen Hundesitter. 9 Stunden ohne zum Lösen raus zu kommen ist allerdings auch bei einem erwachsenen Hund sehr grenzwertig.

    Was gefällt euch denn an der Rasse :smile: ?

    "Familienhund" ist ja sehr relativ, so unterschiedlich wie Familien halt sind =) . Fast jede Rasse kann einen "guten" oder "schlechten" Familienhund abgeben...


    Einen Welpen würde ich bei der langen Abwesenheit auch eher nicht sehen, wie habt ihr das denn geplant in der ersten Zeit?

    Was heißt denn "genug Auslauf"? Von 150qm Garten hat der Hund mal gar nichts... Außer er schläft lieber in der Sonne (so sie denn scheint), als in der Wohnung.

    Futter, tja, wie hochwertig wollt ihr denn füttern? Tierarzt: legt Wert auf einen sehr guten Züchter, haltet den Hund schlank und fit und nehmt im Zweifelsfall Vorsorgeuntersuchungen mit... Keine allzu massige OEB kaufen und auf gute Atmung achten, sehr gesunde Eltertiere etc.
    Kaufpreis, keine Ahnung. Würde bei der Rasse ab 1200€ tippen.

    Zitat

    Hunde speichern geruchlich Landschaften ab, so wie wir mit den Augen.


    Ja, das hatte ich auch vermutet. Aber was genau ist das dann? Jaaa, mein beschränktes Augen-Menschen-Denken... Aber gerade heute das hat mich echt umgehauen. was hat Grisu vor 7 Monaten im Schnee gerochen, was er heute selbstverständlich wiedererkannt hat?? Was "merken" die sich da überhaupt? Gerüche sind doch flüchtig? Eine bestimmte Erdzusammensetzung? Oder die konkrete Mischung aus soundsoviel Prozent Tannenadeln, Laub und Pilze, die dort wachsen? Ich rede hier von Waldlandschaften, wie unterschiedlich können die riechen :ops: ?

    Und dass es der Hund so gut kann (auch Wegstrecken einprägen, deren Länge z.B.), finde ich schon interessant. Muss ja recht tief evolutionär verwurzelt sein?! Gut, ich vergleiche es mit mir und ich mag da nicht so der Orientierungsheld sein :hust: , wenn ich mir nicht Wegpunkte einpräge oder nach dem Sonnenstand schaue, verlauf ich mich ratzfatz in fast unbekannter Umgebung :ops:

    Hallo,

    das ist bestimmt eine ganz blöde Frage, deren Antwort eigentlich jeder Hundemensch kennen sollte... :ops: . Wir sind heute zum zweiten Mal eine Strecke gelaufen, die wir beim ersten Mal letzten Winter gingen. Da es damals naturmäßig halt etwas anders aussah, hatte ich Schwierigkeiten, den Querweg zu erkennen (oder mich auch nur zu erinnern, wo genau der ab ging), den wir damals liefen. Tja, hätte ich gar nicht Ausschau nach halten brauchen, denn Grisu lief wie immer ein gutes Stück vorneweg und ganz selbstverständlich bog er dann in besagten Trampelpfad vom Hauptweg ab... Und tatsächlich war das schon häufiger so: wenn wir einen Weg einmal gegangen sind und gehen ihn Monate später ein zweites Mal, erinnern sich die Hunde noch genau, wo wir wie abgebogen sind. Wie machen die das?? Nach uns riechen kann es ja nach der langen Zeit nicht mehr. Und heute der Weg, beim ersten Mal, als wir den gelaufen sind, lag sogar Schnee.. wie hat Grisu das wiedererkannt? Machen Hunde das über den Geruch? Haben die einen besonders hoch entwickelten Hirnwinkel, der nur zum abspeichern von Wegen da ist (und den ich offensichtlich deutlich weniger entwickelt habe :hust: )?

    Ebenfalls finde ich faszinierend, dass Lucy immer und von jedem Punkt aus bei unseren üblichen Gassiwegen weiß, welcher Weg der kürzeste Rückweg ist (wie man bei warmem Wetter immer wieder bewiesen bekommt :roll: ). Ich kann mich erinnern, diese räumlichen Bezüge sind mir als Kind schwer gefallen...

    Weiß da jemand was drüber?

    Heute:

    05:15 aufgestanden, 05:50 - 07:00Uhr mit den Hunden spazieren gegangen, dann nach den Schafen geguckt und schnell eine Kleinigkeit gefrühstückt. 8:00 - 14Uhr gearbeitet, dann 1,5 Stunden mit den Hunden spazieren gewesen, anschließend noch 1,5 Stunden von Zuhause aus gearbeitet (teilt sich bei mir auf). Dann schnell eingekauft und noch mal schnell mit den Hunden auf die Wiese. Jetzt keinen Bock mehr auf Haushalt :p . Koche gerade, gleich noch mal kurz mit den Hunden zu den Schafen und das war es dann.

    Der Haushalt kommt unter der Woche ungefähr immer zu kurz...

    Die kommenden 2 Tage bin ich von 08:00 - 17Uhr in der Firma, da sind die Hunde dann aber dabei und wir gehen Morgens/Mittags je eine Stunde, Abends schauen wir dann...