Beiträge von Lucy_Lou

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    Hier schimpfen ja viele auf die Hinlegehunde ;) Wie soll sich denn der Hinlegehundehalter (:D) verhalten? Was wünscht ihr euch?


    So wie ich es von jedem anderen Hundehalter auch wünsche: dass es respektiert wird, wenn wir keinen Kontakt wollen. Sprich den Hund einsammeln, wenn er sonst zu uns stürmt.

    Ich hab es diesmal leider nicht geschafft, mitzumachen, hoffe aber, dass das hier nicht einschläft!

    Wildner: ich habe ein tief sitzendes Trauma, was Modelleisanbahnen angeht, seit ich als kleines Kind einen Krimi mit Leiche in selbiger gesehen habe :ops: . Entsprechend habe ich mir das Bild nicht lang genug angesehen, um was dazu sagen zu können...

    Balljunkie: die Komposition gefällt mir, passt.

    network: mein Favourit! Die Idee und auch die Umsetzung gefällt mir richtig gut!

    tinkatrulla: ich mag ja gerne "natürliche" Bilder und gerade dies hätte ich mir eher im "Freien" gewünscht.

    RedRico: die Idee passt sicher am besten zur Grundidee des Threads: nichts gestelltes, sondern etwas gesehenes. Ich mag das Bild.

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    Habe bis dato auch noch nie gehört das das jemand problematisch findet, und wir treffen täglich auf viele Hunde und Halter!

    LG Törtchen


    Ich glaube, das ist auch ein wenig ein Phänomen der Wohnlage. Wenn man im Hauptauslauf-Gebiet spazieren geht, können die Hunde da eh irgendwann ungefähr alles ab oder wenn nicht, gehen die entsprechenden Hundehalter dann in anderen Gegenden...

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    (außer, dass man sich vor den anderen Hundehaltern meistens rechtfertigen muss).


    Wenn die ihre Hunde im Griff hätten oder Respekt vor den Wünschen ihres Gegenübers hätten, wär das Hochnehmen ja gar nicht nötig. Ich frag mich, warum man sich ausgerechnet solchen Menschen gegenüber rechtfertigen muss :???: .

    Meine Hunde reagieren auf HinlegeHunde schon im Vorfeld skeptisch, denn sie gehen davon aus, der kommt dann plötzlich angeschossen, mit welchen Absichten auch immer, finden beide doof. Nur habe ich keine 4kg Hunde und im Zweifelsfall bekommt der Hinlegehund dann einen drüber. Gefällt mir aber auch nicht... In deinem Fall würde ich meinen Hund neben/hinter mir gehen lassen (mache ich mit meinen Hunden übrigens auch, nur halt aus anderem Grund) und blocke den anstürmenden zur Not ab. Wobei kaum ein Hund in uns "kompakt" reinbrettert, also in mich + 2 Hunde, die nichts "Hallo"-mäßiges ausstrahlen . Ignoranz wirkt tatsächlich oft erstaunlich gut. Ich versteh aber ehrlich auch nicht, was an Hochnehmen so schlimm ist (ich könnte das bei meinen nicht, fände es aber manchmal ganz praktisch :hust: )

    Ich hab da vor allem ein schlechtes Gefühl bei so etwas, weil es ein Rassehund ist, bzw. weil bewusst "produziert" wurde. Und da bleibt in einem solchen Fall einfach das Gefühl von schnell mal Geld abgreifen und weiter gedacht: wie viel Gedanken wurde sich zu den Eltern gemacht (Gesundheit, Wesen), wie viel wurde in die Aufzucht gesteckt an Zeit, Wissen, Sozialisierung, Alltag Kennenlernen...?! wenn es nur ums schnell los werden geht... Bei bewusst produzierten Hunden läuten bei mir da noch mal eher die Alarmglocken bei zu früher Abgabe, als bei Ups-Würfen.

    Andererseits sitze ich da allgemein etwas im Glashaus :ops:, von wegen nicht großartig nachgedacht.
    Lucy ist ein Mischling vom Bauernhof und zog mit 7 Wochen und 3 Tagen bei mir ein. So im Nachhinein betrachtet, scheint sie mir durch die frühe Abgabe keinen Schaden genommen zu haben. Es gab aber anderes. So war ihre Mutter z.B. nicht mal ein Jahr alt beim Wurf und wurde mit rund 2 Jahren (wie später auch Lucys Schwester) wegen "Aggressivität" eingeschläfert. Auch die Geschwister von Lucy, von denen ich weiß, haben sich sehr auffällig entwickelt. Die Bäuerin meinte später mal, Lucy sei die einzig "Normale" geworden. Lucy ist mein Glücksfall und absolut perfekt für mich. Wenn wir auch schon viel Geld beim Tierarzt gelassen haben.

    Nun, aber das war ja nicht das Thema. Die frühe Abgabe, da sehe ich bei ihr kein Problem. Aber es ist ja auch die Frage, wie wächst der Welpe im Ursprungsrudel auf. Was hat er davon, länger dort zu bleiben?! Bei einem Züchter, der sich so nennen dürfen sollte, hat der Welpe da sicher viel von. Ich würde mich in dem Fall sehr viel mehr fragen, wenn ein Welpenproduzent da so wenig Verantwortung zeigt, was hat er dann in die Auswahl der Elterntiere und die Aufzucht investiert? Und was behält der Hund davon über?

    Ist ja eigentlich schon alles gesagt worden :D , was mir beim Durchlesen auffiel, bzw. durch den Kopf ging: ihr habt Sorge, der Hund könnte "aggressives" Verhalten zeigen. Ich bin mir nicht sicher, ob ihr mal über den Begriff "Beißhemmung" bei Welpen gestolpert seid?! Wenn du Welpen untereinander spielen siehst: die knurren, die zwicken und die überdrehen dabei auch leicht mal. Ein Welpe hat noch kein Gefühl dafür, wie fest er gerade "beißt" und mit Zahneinsatz spielen ist für Welpen völlig normal. Nicht dass euch da gleich am ersten Tag der Schlag trifft =)

    Wichtig wäre, dass du deinen Hund einschätzen kannst, bevor du ihn frei laufen lässt. Das Problem ist, es wird dauern, bis ihr euch wirklich "kennt" und auch, bis der Hund zuverlässig hört oder sich in für ihn stressigen Situationen an dir orientiert. Und ein großes Problem ist, du hast es angesprochen: jede Unsicherheit des Halters überträgt sich auch auf den Hund. Taucht ein anderer Hund auf und du strahlst aus (Körpersprache, Geruch... du kannst deinem Hund da eh nix vormachen), dass du unsicher bist, macht es alles nur schlimmer. Und du bist ja jetzt schon verunsichert... Mein Rat wäre, den Hund ein paar Tage ankommen zu lassen, möglichst in der Zeit dort spazieren gehen, wo sehr wenig los ist und dann sehr zeitnah einen Trainer draufschauen lassen. Ich persönlich fände da einen eingezäunten Hundeplatz am sinnvollsten und vom Trainer ausgewählte sehr souveräne Hunde zum "testen". Einfach um mal einen ersten Anhaltspunkt zu haben. Wenn es "nur" Unsicherheit ist, sollte man da gut dran arbeiten können. Viel mit souveränen, verträglichen Hunden laufen und dem eigenen Hund Sicherheit vermitteln, wenn es mal "blöd" läuft.

    Wenn dein Hund bestimmte andere Hunde dagegen sehr überflüssig für diese Welt hält, kommst du mit Gehorsam sicher ein gutes Stück weiter. Dann ist die Frage, würde dein Hund ernsthaft beißen (das tun letztlich die wenigsten Hunde) oder fordert dein Hund eher so deutlich wie nötig die Wahrung seiner Individualdistanz ein. Auch da kannst du vermitteln, dass du übernimmst, wenn ihm ein anderer Hund zu sehr auf den Keks geht. Will dein Hund wirklich verletzen, wäre ein Maulkorb im Freilauf sehr sinnvoll. Denn letztlich kann dein Hund zwar prompt auf deinen Ruf kommen oder von sich aus nicht zu anderen Hunden hinlaufen, es wird dennoch immer mal wieder ein Dertutnix in deinen Hund reinlaufen. Letztlich ist es da auch ein wenig Ansichtssache, womit man als Halter des "nicht-Kontakt-Wollenden" leben kann. Darf der eigene Hund eine Ansage machen? Will man ihm alles abnehmen? Wie viel Nähe muss er ertragen können? Will man auch in recht hundereicher Gegend spazieren gehen (können)?