Ich hab da vor allem ein schlechtes Gefühl bei so etwas, weil es ein Rassehund ist, bzw. weil bewusst "produziert" wurde. Und da bleibt in einem solchen Fall einfach das Gefühl von schnell mal Geld abgreifen und weiter gedacht: wie viel Gedanken wurde sich zu den Eltern gemacht (Gesundheit, Wesen), wie viel wurde in die Aufzucht gesteckt an Zeit, Wissen, Sozialisierung, Alltag Kennenlernen...?! wenn es nur ums schnell los werden geht... Bei bewusst produzierten Hunden läuten bei mir da noch mal eher die Alarmglocken bei zu früher Abgabe, als bei Ups-Würfen.
Andererseits sitze ich da allgemein etwas im Glashaus
, von wegen nicht großartig nachgedacht.
Lucy ist ein Mischling vom Bauernhof und zog mit 7 Wochen und 3 Tagen bei mir ein. So im Nachhinein betrachtet, scheint sie mir durch die frühe Abgabe keinen Schaden genommen zu haben. Es gab aber anderes. So war ihre Mutter z.B. nicht mal ein Jahr alt beim Wurf und wurde mit rund 2 Jahren (wie später auch Lucys Schwester) wegen "Aggressivität" eingeschläfert. Auch die Geschwister von Lucy, von denen ich weiß, haben sich sehr auffällig entwickelt. Die Bäuerin meinte später mal, Lucy sei die einzig "Normale" geworden. Lucy ist mein Glücksfall und absolut perfekt für mich. Wenn wir auch schon viel Geld beim Tierarzt gelassen haben.
Nun, aber das war ja nicht das Thema. Die frühe Abgabe, da sehe ich bei ihr kein Problem. Aber es ist ja auch die Frage, wie wächst der Welpe im Ursprungsrudel auf. Was hat er davon, länger dort zu bleiben?! Bei einem Züchter, der sich so nennen dürfen sollte, hat der Welpe da sicher viel von. Ich würde mich in dem Fall sehr viel mehr fragen, wenn ein Welpenproduzent da so wenig Verantwortung zeigt, was hat er dann in die Auswahl der Elterntiere und die Aufzucht investiert? Und was behält der Hund davon über?