Beiträge von Lucy_Lou

    Ein Hund verändert schon einiges. Der stellt täglich Ansprüche, genau wie Kinder, Haushalt, Arbeit... und die Zeit muss eben täglich da sein. Auch kann ein Hund oft bei "Familien-Freizeit" nicht mit, da er in der Regel nicht ins Schwimmbad, nicht ins Kino, nicht in den Zoo... mit kann. Auch Besuche bei Freunden etc. können schwieriger werden. Und du sagst es selbst: die Arbeit wird ziemlich sicher an dir hängen bleiben =) . Also grob: kannst du morgens zumindest rund 45 Minuten vor der Arbeit der Auslastung des Hundes widmen, so dass er vor dem langen alleine bleiben schon was getan hat? Passt das rein, neben Kindern und selbst für die Arbeit fertig machen? Am frühen Nachmittag eine große Runde passt auch immer, täglich? Da bleibt dann nichts anderes auf der Strecke bei dir?

    Ein Welpe, wenn ihr ihn mit 8 Wochen holt, der ist auch nach den 10 Wochen erst 4 Monate alt. Und das ist schon sehr grenzwertig mit 6 Stunden alleine bleiben. Es gibt sicher Hunde, da klappt das, aber auch solche, bei denen das schwer wird (so hätte meine Hündin in dem Alter noch alles zusammen gebellt und gejault und mein Rüde hätte die Zeit noch nicht einhalten können). Bei beiden meinen Hunden kann ich rückblickend sagen, so ab etwa 6 Monate hätte diese Zeit wohl funktioniert. Aber es ist eben sehr individuell. Da würde ich zumindest einen Plan B überlegen, also einen Sitter, in welcher Form auch immer. Wenn es dann nach den 10 Wochen schon klappt, umso besser.

    Alternative: ein Hund aus dem Tierschutz, der kein Welpe mehr ist. Da sind längst nicht nur "verkorkste" Hunde zu finden und die Auswahl ist riesig, da sollte was passendes dabei sein :smile: .

    Warum wollt ihr einen Hund? Wie denkt ihr, bereichert er euern Alltag, was wollt ihr ihm bieten?

    Die Reaktion der Besitzerin find ich nicht "normal", aber als Grisu so 1-2 Jahre alt war, hätte das bei ihm durchaus ähnlich aussehen können. Mittlerweile warnt er in der Regel ein wenig "deutlicher", bevor er explodiert, aber in dem Alter war das eher so 1/10tel Sekunde warnen und dann HB-Männchen spielen :hust: . Auch Ressourcenverteidigung hatte er mit rund einem Jahr ziemlich heftig drauf. Grisus Krönung war, als er damals mal eine bis 10 Minuten vorher wildfremde Frau gegen ihren eigenen Hund "verteidigt" hat, weil der es gewagt hat, zu seinem Frauchen zu gehen. Grisu fand den Hund vorher gut, dann beschäftigte sich die Frau kurz mit ihm und er fand, dass er sie doch lieber für sich alleine will :hust: :ops: . Und ja, das hat mich auch schockiert damals. Bin auch heute noch sehr vorsichtig mit ihm (oft eher zu vorsichtig), obwohl er sehr viel gelassener geworden ist. Die Schnelligkeit und Vehemenz, mit der er in der Lage ist plötzlich auf "nach vorne gehen" umzuschalten, hat doch einen sehr bleibenden Eindruck hinterlassen. Ist schwer, völlig zu vertrauen, wenn man im Zweifelsfall einfach keine Chance mehr hat, noch Zeit zum eingreifen zu haben. Wobei Grisu immerhin "nur" viel Getöse macht und keine Löcher.

    1. Fahren eure Hunde gerne im Auto mit?

    Ja, Grisu vor allem bei offenem Fenster, wenn er alles gut im Blick hat. Das findet er spannend


    2. Wie lange, wie oft und warum fahren sie im Auto mit (jeden Tag oder selten, zum Einkaufen, Hundeschule...)

    So etwa 2x die Woche?! Zum Spaziergang, um was mehr Abwechslung zu haben, teils kombiniert mit Einkauf oder Bücherei


    3. Bleiben sie alleine im Auto, wenn ja wie lange?

    Ja, während des Einkaufs. Kein Thema. Gehen auch nicht an die Einkäufe, die Smart-sei-Dank um die Hunde herum gestapelt werden :hust:


    4. Bellen sie im Auto (z.B. bei Sichtung von anderen Hunden, wenn Passanten vorbei gehen...) ?

    Nein, nie.


    5. Haben eure Hunde im Auto schon mal was kaputt gemacht oder gefressen?

    Nein


    6. Wie sichert ihr eure Hunde im Auto?

    Ähm... Lucy belegt den Smart-Kofferraum und Grisu den Beifahrersitz :ops:

    Zitat

    Ich glaub bei der Hündin ist das nicht wirklich Panik. Sie hat sich einmal erschreckt und gemerkt sie wird bedauert und bekommt Aufmerksamkeit und so hat sich das Verhalten auch in anderen Bereichen gefestigt.


    Aufmerksamkeit schenken mag reinspielen, da der Hund denkt, da ist wirklich was beachtenswertes. Aber ich glaub es ist auch Typsache. Ich hab keine Ahnung, woran es liegt, aber bei Lucy wirken Kleinigkeiten auch extrem nach. Und das würde man bei ihr nicht denken, eigentlich kommt sie sehr selbstbewusst und souverän und gelassen rüber, ist sehr umweltsicher. Aber wenn sie sich mal erschreckt, sitzt es gleich tief. Grisu ist das Gegenteil: eigentlich ein aufbrausender Stresskeks, aber so Dinge steckt der weg wie nix. Beispiel bei Lucy, ganz aktuell: wir besuchten den Vogelpark in Niendorf. Kamen rein, suchten die Kasse, liefen dran vorbei, Lucy dackelte hinter uns her. Kassierer streckte die Hand aus, fuchtelte rum, hier bin ich! Direkt über Lucys Rücken. Lucy hat sich im gesamten Tierpark vor jedem Grashalm erschreckt. Und wir haben es weder beachtet, noch sind Zoos, Menschen, Vögel...für sie neu oder ein Problem. Aber einmal erschreckt, sitzt es sofort tief. Und sie ist weder ein Angsthund, noch ein Stresshund, wirklich. Und das war bei ihr von Anfang an so. Gott sei Dank erschreckt sie sich eher selten :roll:

    Ich denke ja, dass kaum ein Hund wirklich "perfekt" ist, wenn ein zweiter einzieht, das fänd ich nun auch nicht so dramatisch. In euerm Fall sollen es aber ja zwei ziemlich große Hunde werden und da sind gerade "Aggressionen" gegen Menschen doch noch mal was anderes, gerade aus der Sicht der angegifteten Menschen... Und man muss da schon vom worst case ausgehen: ja, es kann gut sein dass der Junghund sich das abschaut und mitmacht. Und die Frage ist ja auch, warum macht der Ersthund das und was habt ihr getan, um das Verhalten ungewollt zu verschlimmern oder zumindest nicht zu verbessern? Ich will da gar nicht mit dem erhobenen Zeigefinger kommen, ich habe 2 Hunde und nein, die sind beide nicht "perfekt" erzogen. Nur wie gesagt: in dem Fall finde ich die Art des Problems + die Gewichtsklasse der Hunde einfach schon etwas bedenklich.


    das waren ja eigentlich die Fragen:


    Lucy war 1,5 Jahre alt (übrigens ein Berner Sennen Mischling) als Grisu als Welpe einzog. Lucy ist durch ihn nicht aktiver geworden und miteinander spielen tun sie nur selten, damals wie heute. Aber sie mögen sich und ich würde behaupten, sie leben gerne zusammen und profitieren voneinander. In der ersten Zeit nach Grisus Einzug hat Lucy sich allerdings tatsächlich erst mal etwas zurück gezogen, ist draußen selbständiger geworden, hat schlechter gehört... Ich denke es ist normal, dass so eine tiefgreifende Umstellung für den Ersthund nicht immer einfach ist und verarbeitet werden muss. Bedauert werden muss der Hund dafür bestimmt nicht, schau halt, dass keiner zu kurz kommt und beide Hunde auch Zeit nur mit dir alleine haben.
    Ansonsten: es kann dir schlicht keiner vorhersagen, ob deine Hündin gerne mit einem zweiten Hund zusammen leben wird oder nicht. Von daher solltest du, wenn einer einzieht, den Hund in erster Linie für dich wollen und damit leben können, wie auch immer sich die Beziehung zwischen Erst- und Zweithund entwickelt.

    Zitat


    Wobei am schönsten sind sie, wenn sie frei durchs Meer fliegen...-


    Die müsste ich beide im Roten Meer fotografiert haben =)

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    Zitat


    ich habe auch etwas schiss, das mein hund sich fürs anstarren belohnt fühlt :(.


    Und wenn es so wäre, wäre es ja dennoch ein Fortschritt.. ich meine, wenn er starrt und nicht mehr explodiert =) . Wenn du ihn so tatsächlich am Pöbeln hindern könntest, bleibt er auf einem viel niedrigeren Erregungslevel, zumal wenn er wirklich noch Leckerlie annehmen kann. Es liefe dann auf: er sieht Hund -> Leckerlie hinaus, was letztlich die Gefühle deines Hundes bei Fremdhundsichtung grundlegend ändern könnte...