Beiträge von Lucy_Lou

    Echt, so teuer war das teils bei euch :schockiert: ? Da darf ich mich über die "richtigen" Operationen bei Lucy ja echt nicht aufregen :hust: . Grisu hat sich auch schon mehrfach tief den Ballen aufgeschnitten, der hat da ein Talent für... Aber da war immer nur einschätzen Seitens des Tierarztes und dann der Rat sauber halten und desinfizieren und das teuerste der Behandlung war der einmalige Kauf des Pfotenschuhs, der sich dann im Folgenden sehr rentiert hat :roll: . Hab da nie viel Geld beim Tierarzt gelassen, wobei ich vermutlich auch der Typ wäre, der sich viel hätte "aufschwatzen" lassen. Und man wüsste ja auch nie, ob man dadurch nicht schlimmeres verhindert hat :???:

    Technisch gefällt mir das Bild. Vom Bildaufbau her fehlt mir der Grund, warum Bonnie in einem recht kahlen Wohnraum so extrem aus dem Bild heraus schaut. Ich schau mir das Bild an und denke: das könnte eine Geschichte erzählen, tut es aber nicht. Der Hund, das Bild, richtet sich auf etwas aus, was nicht mal im Ansatz auch nur zum spekulieren beschrieben wird. Dieses ganz große "deiner Fantasie überlassen" spricht sicher auch einige an, ich mag Bilder etwas mehr "zu Ende erzählt".

    Mein persönlicher Ansatz, da ich mich vermutlich mit kaum etwas schwerer tun würde, als mit "extremer Unselbständigkeit/übertriebene Sensibilität", wäre tatsächlich, den Hund erfahren lassen, dass er Alternativwege gehen kann, die er selbst beeinflussen kann und die sich für ihn gut anfühlen. Also jeden Ansatz in eine andere Richtung als bisher, positiv bestärken und vor allem Selbständigkeit belohnen. Ich glaube schon, wenn man Halter des Hundes ist, bekommt man das mit Einsatz auch hin (da du schreibst: mal versucht, klappt nicht, ich glaub schon, beim eigenen Hund und gaaanz langsamen Aufbau, hat das eine Chance). Der Stress ist ja nur Unsicherheit. Ganz kleinschrittig und vor allem ganz klar entlang an Mini-Erfolgen heran gehend, kann "Unbekanntes wagen" auch positiv werden.

    Wie gesagt, dazu würde ich aber auch in der stressigen Situation an sich dem Hund versuchen zu vermitteln, dass ich nun "kompetent" übernehme. Könnte man dann schauen, was für Ansätze er (irgendwann mal) zeigt, die in eine gute Richtung gehen, die ihn die Situation selbst lösen lassen (und die man entsprechend verstärken kann, so es nicht eh selbstbelohnend ist). Seine Menschen immer Blick behalten müssen, nicht zur Ruhe kommen ist ja auch ein Indiz dafür, dass er ihnen gerade nicht allzu viel "Führung" zutraut. Und selbst damit total überfordert ist. Aber da müssen die Menschen sich ändern, nicht der Hund...

    Wenn die Halter da nicht konkret dran arbeiten wollen, was will man da als Außenstehender machen :???:. Der Hund tut mir leid, klingt nach ziemlichem Stress für ihn.

    Wollen die Besitzer denn was ändern? Wie reagieren sie auf das Verhalten des Hundes? Hast du den Eindruck, sie haben es (ungewollt) verstärkt?

    Ich würde wohl, würde so ein Hund hier einziehen, auf möglichst viel "Selbstbewusstsein-Förderndes" setzen. Clickern (tu ich sonst selten, wäre mir da aber absolut einen Versuch Wert!), Lob für jede Eigeninitiative, viele (zu Anfang auch ganz einfache) Suchspiele, Balancieren, allgemein Körperübungen und alles so aufgebaut, dass der Hund nur ein Erfolgserlebnis haben kann. Auch "körperliche" Spiele (sofern mit so einem Hund überhaupt möglich), die ihm die Sicherheit geben, etwas bewegen zu können. Ich würde den Hund wohl erstmal grundsätzlich "gewinnen" lassen, versuchen, dass er zulässt, "körperlich" zu spielen, zur Not erst mal mit Spielzeug.

    Daneben denke ich schon, dass klare Anweisungen in Stressituationen Sicherheit vermitteln. Also z.B. Hund hinter mich schicken, die Situation selbst klar regeln (auch wenn es eigentlich unnötig wäre) und so dem Hund zeigen, dass man es absolut im Griff hat. Das ist sicher umstritten, man "bauscht" ja damit auch auf, was eigentlich normal sein sollte. Aber wenn es für den Hund eh nicht normal ist...

    Mich hätte das auch ziemlich getroffen, wenn das ein Jäger zu mir sagen würde. Es war ja schon ein Durch-die-Blume: du hast hier nichts zu suchen und mal schauen, was passiert, wenn dein Hund mal mehr als 3 Meter von dir entfernt ist... Ich finde, das geht gar nicht. Und ich finde es ziemlich ungeheuerlich, auf Verdacht eine Waffe abzufeuern (bei uns im Kreisgebiet hat mal jemand ein Pony erschossen, weil er dachte, es sei Wildschwein :hilfe: ), wie kann man auf etwas schiessen, was man es nicht genau erkennt? Man hat ja dann auch keine Ahnung, wo man das Tier trifft, wie lange es dann also z.B. leiden muss, bis man es denn mal nach der Flucht verwundet wieder gefunden hat... Und das ein Spaziergänger mal ein Reh/Wildschwein vor dem Schuss vertreibt... ja sorry, wir leben hier halt nicht in der Wildnis, er wird schon andere Chancen zum Schießen finden. Aber den Wald kann ein Jäger definitiv nicht für sich beanspruchen. Wir haben hier glücklicherweise (fast) nur sehr nette Jäger, die auch in der Dämmerung noch freundlich grüßen können ;) .

    Noch etwas dazu: ich muss zwingend morgens zur Zeit 1 Stunde im Dunkeln durch Wald und Feld laufen, weil ich anschließend zur Arbeit fahre und die Hunde doch vorher zumindest ein wenig was getan haben sollten. Und es gibt hier nur Wald und Feld, ich kann nirgendwo sonst gehen. Und die Hunde laufen frei im Wald. Sie jagen nicht, bleiben auf dem Weg... Auf dem Feld bin ich vorsichtiger (siehe Pony-Beispiel :fear: )

    Was arbeitest du denn und zu welcher Rasse tendierst du? Grundsätzlich klingt das machbar bei dir, warum nicht... Muss halt ein Hund sein, der darein passt

    Aber wem du im Urlaub deinen Hund anvertrauen würdest, das kann dir hier wohl niemand sagen, das musst du selber wissen. Wir hatten am Anfang meine Mutter, nachdem dies wegfiel, zog ein Wohnmobil ein :D und es gibt keinen Urlaub mehr ohne Hund. Ich persönlich würde meine Hunde nicht in eine "Hundepension" geben und könnte sie auch nicht irgendwem aufs Auge drücken. Kommt da vielleicht auch auf "Problemlosigkeit", Größe, Verträglichkeit... an.

    Wenn es ein sehr kleiner Hund werden soll, könnte er ja auch mit in der Kabine fliegen?!

    Zitat


    Für mich ist das einfach kein Lösungsansatz der Dauerhaft zum Erfolg führt ;)


    Was wäre dein Weg? Wir machen es letztlich bei Lucys "Gruseligem" auch über Beschäftigung, Spiele, Übungen... in der Nähe und dann genau dort, so dass es "unwichtig" wird. Funktioniert bei uns so schon. Wobei ich rein in der Theorie auch ein großer Fan von "Hund vertraut Mensch und macht deshalb entspannt alles mit" bin. Bin daher für Alternativ-Gedanken immer offen =)

    Lucy läuft super an der Leine, egal was da um uns ist. Wobei ich fürchte, sie ist da einfach zu "faul" für, unnötig Energie aufs Ziehen zu verschwenden :lol:

    Grisu findet kurze Leine doof. Er muss sich dann schon konzentrieren, es ist absolut nicht sein Tempo. Er zieht nicht wirklich, aber man merkt, es ist anstrengend für ihn. Er kommt immer wieder ans Ende der Leine, nimmt sich wieder zurück, fängt an zu trippeln... sieht hier was, riecht dort was... Zu Hunden oder Menschen hinziehen tut er nicht und er läuft auch nicht kreuz und quer, hängt auch nicht in der Leine.
    Meist läuft er frei und wenn ich weiß, er muss länger angeleint laufen, läuft er an der Flexi. Ist entspannter für alle =)

    Törtchen, du schreibst es ja selbst, man kann das kaum verallgemeinern, denn man nutzt die Schlepp ja aus ganz unterschiedlichen Gründen. Bei Grisu war die Schleppleine etwa 3 Monate lang dran, damit er nicht zu fremden Hunden hinpest ohne Freigabe. Damit konnte ich ihn ja dann zum spielen dennoch problemlos ableinen :smile: . Bei euch wäre die Frage, ob dein Hund seine "Alleingänge" auch macht, wenn er am spielen ist mit anderen Hunden. Sonst könntest du ihn ja dann gezielt freigeben, was spricht dagegen?
    Bei Grisu habe ich die Leine auch immer schleifen lassen (waren 15 Meter und größer war sein Radius damals eh nicht beim normalen laufen), sollte sich ja "wie Freilauf" anfühlen =) , denn dafür übten wir ja. Einen bestimmten Radius oder Kommandos haben wir an der Schlepp nicht geübt.