Beiträge von Lucy_Lou

    Wie sieht es denn mit Wachtrieb aus, ist das erwünscht?

    So spontan würden mir z.B. Golden Retriever, Langhaarcollie oder Lagotto Romagnolo einfallen. Mehr oder minder Jagdtrieb kannst du natürlich immer haben, aber bei den Rassen hast du zumindest gute Chancen auf kontrollierbaren Jagdtrieb bei guter Erziehung, alle 3 sind begeisterungsfähig, sportlich... Müsstest du aber vor allem bei Golden Retriever und Lagotto auch auf die Linie achten, bezüglich "braucht Arbeit" und Jagdtrieb. Langhaarcollies sind eher was sensibler, Fremden gegenüber eher reserviert, die die ich kenne dafür auch sehr sanft, anpassungsfähig, mit ihren Menschen immer gerne mit dabei und begeisterungsfähig. Müsstest du gut beim Züchter schauen, dass es offene, selbstbewusste, nicht nervöse/ängstliche Elterntiere sind. Ein Bearded Collie wäre vielleicht noch eine Alternative?
    Der Golden ist im Normalfall deutlich extrovertierter, ist die Frage, was man da bevorzugt. Ist der Labrador vom Wesen her euer Typ Hund? Zwischen Retriever und Hütehund liegen ja schon kleine Welten...

    Eurasier (oder Wolfsspitz als Alternative) sind häufig was "eigenständiger", nicht unbedingt sooo sehr an Zusammenarbeit mit dem Menschen interessiert. Damit meine ich sicher nicht "unerziehbar", aber vielleicht nicht ganz das richtige, wenn man einen verspielten, recht begeisterungsfähigen Hund sucht. Sollten auch gut Wachtrieb haben.

    Schau mal wie Welpen untereinander spielen, "böse" gemeint ist das sicher nicht. Dennoch darf und muss man einem Welpen vermitteln, was für einen selbst eine Grenze darstellt, was er da nicht darf. Wo diese Grenze ist, das muss jeder selber wissen.

    Ein Hund (meine Hunde) wissen, wo mein Körper endet und die Kleidung anfängt. Kleidung kann ausprobiert werden als Spielzeug, wie gesagt, liegt an einem selbst, ob man das so gut findet. Aber unnormal ist das sicher nicht.

    wollte noch editiere, war zu spät: im Hellen kennt er "eigentlich" ein warte-Kommando, wir nutzen es nur sehr selten. Im Dunkeln hat sich nun halt so festgesetzt, dass er daraufhin ganz zu mir kommt und auf eine Freigabe wartet oder hinter mir her tappt. Hinter mir gehen kennt er per Kommando auch und ich habe den Eindruck, es entspannt ihn. Nur schenkt er dabei der Umwelt insgesamt wenig Aufmerksamkeit und damit habe ich wohl ein persönliches Problem, da ich dann immer die Sorge habe, der Hund hat nichts vom Spaziergang :ops: . Würde ich ihn mal wieder was mehr hinter mir gehen lassen, würde er das wohl auch wieder selbstverständlicher nehmen, mehr schnüffeln und dort halt sein Ding machen. Den Zustand hatten wir vor ein paar Jahren mal. Nur lief es insgesamt dann besser und ich hab vieles halt einfach nicht mehr genutzt...

    Das klingt durchaus einen Versuch wert. Kann gut sein, dass ich Grisu in dem Moment dann auch einfach zu viel Aufmerksamkeit schenke, ihm etwas vermitteln will, ihn dadurch aber nur noch mehr verwirre. Er scheint mir verunsichert und wählt den "sichersten" Weg, indem er direkt bei mir bleibt (dabei habe ich nie etwas nach ihm geworfen oder bin sonstwie "böse" geworden zum Radius setzen). Ich denke, es liegt bei ihm auch daran, dass sein Erregungslevel insgesamt recht hoch ist im Dunkeln, zum einen viel Wild, zum anderen auch einfach nur der Fakt, dass es halt dunkel ist. Dann stelle ich noch Anforderungen und er ist endgültig gestresst. Wobei, ich Depp könnte ja auch einfach mal im Hellen einen 10-15 Meter-Radius üben :hust: . Ihn dann einfach nicht beachten, wenn er "zu viel" macht, probier ich mal. Lob gäbe es dann, wenn er wirklich nur wartet/sich etwas zurück nimmt. Ich sollte dafür dann vermutlich auch ein ganz neues Kommando nehmen. Ich seh schon, ich habe im falschen Moment zu viel gewollt :ops:

    Ich würde behaupten, wenn es auf 2 Meter zuverlässig klappt, sollte es auch kein Problem sein, das auf 100 Meter auszudehnen. Viel schwieriger ist der Schritt, dass der Hund begreift, Kommandos haben nichts mit der Position zum Menschen zu tun. Man bringt es ihnen ja im Normalfall direkt vor sich bei und das oft auch begleitet von Körpersprache, auf die der Hund dann oft eh mehr achtet, als aufs Wort. Ein leichtes Vorbeugen beim Kommando Platz kommt auf Distanz nunmal anders beim Hund an, wenn der direkt vor einem steht... Dann ist die Frage: wie sehr "lockt" man den Hund, wie sehr reagiert er vor allem dann, wenn er Futter erwartet aufs Kommando. Auch da kann es schwer werden auf Distanz: Hund kommt erst zum Menschen (und damit zum Futter) oder Hund erwartet auf die Entfernung schlicht keine adäquate Entlohnung und lässt es einfach... Oder anders: Hund weiß, dass Mensch die Kommandos mit Ärger durchsetzt und dass er das auf Distanz nicht kann.

    Danke für eure Antworten bis hierher =) . Muss mal schauen, was ich für Grisu raus picken kann, jetzt im Dunkeln fände ich so rund 15 Meter echt praktisch, aber der Herr kennt nur ganz oder gar nicht :roll: . Das Problem ist, dass er sich bei jedem Hinweis darauf, dass er zu weit sein könnte, gleich neben/hinter mir einordnet und ungefähr nichts mehr macht, und auf die Freigabe hin dann sofort wieder recht weit weg ist. Im Hellen stört es mich nicht, aber im Dunkeln... Ein Bestätigen auf Distanz vielleicht :???: . Kann ich mir bei ihm aber auch irgendwie schlecht vorstellen...

    Zitat

    Ich markiere den Radius zu Beginn eines Spaziergangs, oder wenn ich ihn zwischendrin einmal änder, mit einem Markerwort, was nur da benutzt wird. Bei uns ist es "Jep".
    Funktioniert soweit sehr gut, wird zwischendurch der Radius überschritten, erinnere ich nochmals dran und gut ist.


    Mal eine ganz blöde Frage: wie markerst du das denn mit vielen Hunden gleichzeitig, die sich da ja zwangsläufig unterschiedlich weit weg befinden?

    Und etwas, was immer noch mein Hauptproblem ist: wenn ich einen Radius "marker", also individuell festlege, der Hund muss mich ja dann irgendwie permanent "im Blick" haben. Der schnüffelt, der wälzt sich, der riecht was, der wird mal schneller, mal langsamer... Und darf dabei nie vergessen, wie groß die anfangs festgelegte Entfernung war und wie weit ich gerade exakt weg bin. Wie gesagt, ein Unterschied "nah bei mir" und "mach ruhig", das kann ich mir viel eher vorstellen. @Brizo: auf wie viel Meter exakt legst du denn so einen Radius fest?

    Bei Grisu würde mir ein lockereres "bei mir" als bislang ja ausreichen :???:

    Da es im Schlegel-Thread OT war (und der nu eh zu ist), frag ich hier noch mal =) . Dort gaben einige an, ihrem Hund variabel einen Radius für den jeweiligen Spaziergang vorgeben zu können. Den Radius also je nachdem was man gerade sinnvoll findet, vergrößern oder verkleinern zu können und der Hund hält sich dann jeweils in diesem Rahmen auf. Ohne (Schlepp-)Leine. Allgemein einen bestimmten Radius anzutrainieren kann ich mir irgendwie noch vorstellen, aber wie macht man das mit dem variabel-vorgeben? Vor allem so, dass der Hund dann wirklich den ganzen Spaziergang daran denkt und heute z.B. 10 Meter einhält, wo es gestern noch 50 waren :???: . Oder läuft es einfach nur auf "eng bei mir" im Gegensatz zu "kannst recht frei wählen" hinaus?

    Und noch eine Frage ganz allgemein: wie trainiert ihr einen Radius, all diejenigen, die das tun?, vor allem interessieren mich dabei Wege ohne Schleppleine

    Ich schließ mich da an: mir gefällt es auch nur extrem selten, für den Hund finde ich es aber nicht schlimm, sofern er keinen Stress damit hat. Würde immer lieber einen Hund durch den Schnee toben sehen oder meinetwegen im Schnee eine Weihnachtskugel erschnüffeln und ausbuddeln oder so. Verkleiden passt für mich nicht zu dem, was ich gerne von einem Hund sehe.