Beiträge von Atrevido

    Jetzt, da du das mit dem Einweichen erwähnst fällt mir noch ein, dass Feta auf jeden Fall sehr wenig trinkt. Vielleicht muss ich da auch mehr Sorge tragen dass sie genug trinkt. Kann es zwischen wenig trinken und Übersäuerung einen Zusammenhang geben?

    Ich bin natürlich keine Medizinier, aber ich glaube eher nicht. Bei Lito gehe ich davon aus, dass er das Futter dann einfacher verwerten kann, so quasi vor zersetzt :ka:

    Ach ja, Kauartikel gibt's übrigens gar nicht mehr, weil das die Säurebildung stark anregt.

    Dieses Ablecken und alles mögliche Fressen wollen, ist ein ganz typischen Symptom bei Sodbrennen. Ich fand das ganz schlimm mit anzusehen.

    Hach da kommen Erinnerungen hoch...

    Du solltest im Hinterkopf behalten, dass Sodbrennen auch ein Stresssymptom sein kann, nicht muss. Dann helfen selbst Medikamente nur leicht, bis gar nicht.

    Ansonsten kann ich dir von meiner Erfahrung her sagen, dass Heilerde gar nichts gebracht hat. Allerdings auch nicht das Medikament vom Tierarzt. Erste Abhilfe hat uns das Futter von Lupovet gebracht, in Verbindung mit dem Zusatz Reflux. Es war noch nicht ganz gut, aber es hat zunächst den Magen soweit beruhigt, dass wir "testen" konnten. Bei Lito waren die Symptome nämlich noch um einiges stärker. Essen und Flüssigkeit ist beinahe gar nicht drin geblieben, als er sich zu Hochzeiten bis zu 20x am Tag mit extrem viel Magensäure und Galle übergeben musste.

    Allerdings fand er das Futter (und ich auch, was Konsistenz etc angeht) hochgradig widerlich und hat es nur sehr widerwillig gefressen. Als sich dann alles etwas beruhigt hatte, konnte ich dann Futter durchprobieren. Zum Glück habe ich hier noch einen zweiten Hund sitzen, den ich alles füttern kann. Denn ich habe viel Futter geholt, was der kleine Mann nicht mal im Ansatz vertragen hat. Jetzt habe ich aber das gefunden, was geht und ich habe ihn beschwerdefrei, wenn nicht zu große Abstände zwischen den Mahlzeiten liegen. Ich denke ihr müsst da auch einfach testen und durchprobieren. Und falls das nichts bringt, würde ich das doch tierärztlich abklären lassen...

    Ich würde sagen, das kommt ganz stark auf den Hund an :ka:

    Jetzt bei Lito merke ich wirklich nur Entwicklungsschübe, Trotz, Flegelphase etc. gab es bisher (14 Monate ist er) noch gar nicht.

    Wenn ich an meinen CC zurückdenke :roll: :D Im Prinzip war der vom Gehorsam abrufen "Können" mit ca. 8/9 Monaten komplett fertig. Aber wann er den gerne abrufen möchte, hat er komplett selbst entschieden. Der hatte mehrmals deutliche Phasen, wo er mir ganz bewusst dermaßen die Mittelkralle gezeigt hat, dass ich schon Sorge hatte, ob der Hund überhaupt mal halbwegs auf mich reagiert. Dazwischen dann wieder Phasen, wo er der besterzogenste Hund überhaupt war. Das lief für mich definitiv unter Trotz und Pubertäts Leck-mich-am-Arsch, weil das weit mehr war, als ich frag 2x häufiger nach.
    Mit ca. 3,5 Jahren hatten wir den Spaß dann aber hinter uns und er war bis an sein Lebensende unglaublich lieb und gehorsam. Nun sind Molosser aber generell auch Spätentwickler, keine Ahnung wie sehr das zusammenhängt. Aber ich denke da wird man rasseentsprechend schon deutliche Unterschiede merken.

    Bei einem unangeleinten Hund an befahrener Straße bleibt da nicht mehr viel. Es fehlt die Zeit und es fehlt der Zugriff auf den Hund.

    Da gebe ich dir recht.

    Im Endeffekt ist man darauf angewiesen, dass der Hund immer aufmerksam ist, keine Situation falsch einschätzt, nichts übersieht, keinen Fehler macht und keinen schlechten Tag hat, ohne dass man es vorher bemerkt. Ich finde das von einem Lebewesen mit eigenem Willen ziemlich viel erwartet.

    Njaein. Natürlich ist das viel. Aber irgendwann lassen auch Eltern ihre Kinder unbeaufsichtigt raus, an Straßen laufen etc. Lebewesen, zumindest Mensch und Hund sind für genau diesen Denkprozess in der Lage. Wenn natürlich auch in unterschiedlichem Ausmaß.
    Und ich für mich bleibe dabei, dass ein "automatisches" Verhalten, nicht das Abrufen von Kommandos, bei weitem nicht solche Schwankungen unterliegt bei schlechten Tagen oder ähnlichem.


    @straalster @pardalisa
    Ich finde eure Meinung ja auch nicht verkehrt oder falsch und durchaus nachvollziehbar ;) Das ist nur meine Begründung, warum ich das damals mit diesem Hund so gemacht habe und auch wieder bei einem Hund mit gleicher Veranlagung tun würde.

    Das Argument: Kann ja auch so jederzeit im Freilauf passieren, dass der Hund durchstartet und 5km weiter überfahren wird, finde ich daher auch nicht so ganz schlüssig. Da hab ich eine ganz andere Möglichkeit und Zeit zu reagieren. Wenn ich den Hund neben der Straße an der Leine habe kann ich ihn zurückreißen - habe also ebenfalls noch die Möglichkeit, zu reagieren.

    Ich lasse da ohne Diskussion jedem seine Meinung. Das hier nur zur Erklärung, weil es ja mein Beispiel war:
    Wenn der Hund dann auf den Rückruf hört, stimmt das natürlich ohne Wenn und Aber. Mir ging es um meinen Beispiel jetzt aber wirklich um einen Hund, der durchstartet, weil er was in der Nase hat oder sonst etwas.
    Und wie soll man da als Mensch reagieren, wenn der Rückruf in dem Moment nicht klappt? Jeder Durchschnittshund wird dem Durchschnittsmenschen im Geschwindigkeit voraus sein, dass man ihn nicht mal eben einfangen kann.

    Den Hund nach seinem Verhalten beurteilen. Ich finde dein Beispiel gut.

    Okay, danke. Da war ich mir nicht ganz sicher.

    Na, aber so eine Situation ist doch im Vergleich zu dem "Hund direkt neben der Bundesstraße/vierspurigen Stadtstraße freilaufend" der sprichwörtliche Äpfel-Birnen-Vergleich, oder? ;)
    Wenn ich mitten im Feld stehe und mein Hund warum-auch-immer anstartet oder zehn Meter vom Weg abweicht, dann habe ich massig Reaktionszeit, um das zu bemerken und den Hund zurückzuzitieren, bevor irgendwo in weiter Entfernung eine Straße wäre.

    An der Bundesstraße hab' ich das nicht. Wenn der Hund da zehn Meter vom 'erlaubten Weg' abweicht, ist er hin.

    Eine solide Grunderziehung inkl. funktionierendem Rückruf sollte der Hund so oder so haben, aber beim ersten Szenario kann ich im Notfall noch eingreifen. Beim zweiten Szenario muss ich darauf setzen, dass der Hund niemalsnienicht einen Fehler macht – denn Zeit für eine Korrektur hätte ich im Ernstfall nicht. Fies gesagt, setzt man die Gesundheit oder schlimmstenfalls das Leben des Hundes als 'Wetteinsatz' darauf, dass das klappt. Mir persönlich wäre das Risiko zu hoch, völlig unabhängig davon, was der Hund anbietet und wie sehr man glaubt, dass das schon gutgehen wird.

    Wenn man das auf den reinen Gehorsam bezieht bin ich ganz bei dir. Dann habe ich an der viel befahrenen Straße natürlich keine Reaktionszeit.

    Das war aber kein Kommando, kein Befehl oder sonst was, was der Hund mal nicht ausgeführt oder ignoriert hat. Das war eine Verhaltensweise, die er - natürlich schon unter einen gewissen Maß an Training, nur nie in dem Ausmaß - von selbst angeboten hat. Das macht für mich schon einen Unterschied.

    Mir fällt gerade kein sinnigeres Beispiel bezogen auf den Hund ein. Aber: wenn ich einen durch und durch verträglichen Hund habe, der (bisher) ausnahmslos mit allen Hunden klar kommt, sichere ich ihn doch auch nicht mit Maulkorb in einer Hunderunde, obwohl das Risiko, dass es zu einer Beißerei kommen kann, trotzdem vorhanden ist. Man sieht es aber nahezu bei 0. So kann man sich den Freilauf bei mir damals vorstellen.

    Ich kann auch jeden verstehen, dem das Risiko zu hoch ist. Natürlich kann ich keine 100% geben, aber ich habe die Möglichkeit eines Fehlverhaltens trotzdem bei fast 0 gesehen. Und auch wirklich nur dann, würde ich so etwas machen, sonst definitiv nicht.

    Dann oute ich mich auch mal als ein solcher dummer Hundehalter und gebe zu es genauso wieder zu machen beim passenden Hund ;)

    Das geht meines Erachtens vor allem vom Hund aus, und ist daher nicht mit jedem Tier möglich. Mein erster Hund war auch von dieser Sorte - das sind Hunde, die dir soweit entgegenkommen, die selbst die feinsten Signale so deuten, dass du irgendwann das Gefühl hast, sie lesen deine Gedanken und reagieren darauf.

    Exakt genau so war es bei meinem CC. Wenn wir an einer Straße entlang gelaufen sind und ich einen (!) Schritt schräg Richtung Straße gesetzt habe, hat der Hund 20-30m vor mir eingelenkt, kam auf meine Höhe zu mir und wir haben gemeinsam die Straße überquert. Das habe ich ihm definitiv nicht beigebracht, er hat es irgendwann von allein angeboten. An jeder Straße wurde stehen geblieben, bei Hunden die er kannte und es erlaubt war lief er zum begrüßen hin, bei "doofen" Hunden blieb er stehen oder kaum ins Fuß, bei unbekannten guckt er mich an. An Wegkreuzungen blieb er stehen und drehte sich ein in die Richtung die er gerne laufen wollte. Wenn ich die Zeit hatte, sind wir dann seinen Weg gegangen und wenn nicht ging es ohne Diskussion in die Richtung weiter, die ich vorgegeben habe.
    Dieser Hund lief bei mir überall frei. An normalen Straßen, auf Feldwegen, in der Berliner Innenstadt, an der Bundesstraße, auf Autobahnraststätten, in unbekannten Gebieten, im Urlaub, im Wald, auf dem Feld. Egal ob ein anderer Hund/Mensch dabei war, ob er fremd war oder gut bekannt.

    Natürlich kann man das definitiv als leichtsinnig betrachten. Aber ein gewisses Risiko besteht immer, wenn ich einen Hund ableine. Selbst wenn ich in absoluter Einöde einen sonst so gut hörenden Hund ableine, kann der 5km bis zu nächsten große Straße durchstarten und ist Matsch. Das Risiko besteht ausnahmslos immer, kein Hund ist perfekt. Aber bei diesem Hund habe ich selbst an großen Straßen, Autobahn etc das Risiko so gering eingeschätzt, wie andere es eben in der Einöde.

    Und für diesen Hund bedeutete diese Freiheit enorm viel. Wenn man die gleichen Strecken an der Leine lief, hat einen der Unterschied förmlich angeschrien. Ohne Leine war so viel mehr Freude, das kann man nicht in Worte fassen. Und wenn ich diese Freude auslösen kann und unsere gemeinsame Freiheit (wie oft, habe ich die Leine komplett zu Hause vergessen oder bewusst erst gar nicht mitgenommen) für uns realisieren kann, ist es mir dieses wahnsinnig geringe Risiko, dass er sich einmal über dieses Regeln/sein Verhalten hinwegsetzt es Wert gewesen. Und bei uns ist bis zu seinem Tod genau gar nichts passiert.


    Bei meinen beiden jetzigen würde ich im Traum nicht einmal darüber nachdenken :roll: