Beiträge von sabarta

    Na logo =)

    1. mh... was heißt extrem... Roonie würde im Zweifel wohl nach vorne gehen, wenn mich jetzt einer anpacken würde, bei Rider keine Ahnung. Der Wachtrieb ist bei uns aber schon vorhanden, definitiv! Die Reserviertheit die ja irgendwie auch in die Richtung geht haben beide aber kaum. Rider mag Männer nicht so gerne, aber für ihn sympathische Frauen findet er toll. Nachbarn werden gemeldet, aber nur um sie dann mit breitem Grinsen zu begrüßen.
    Bei Dunkelheit ist es aber wieder etwas anderes. Keine Ahnung wie weit sie gehen würden wenn man sie ließe, ich will es nicht drauf ankommen lassen...

    2. melden tun sie, dürfen sie auch. Wenn der DHL Mensch vorfährt braucht er garnicht klingeln :lol: Auch Nachbarn oder ungewöhnliche Dinge werden gemeldet. Richtig anschlagen tun sie aber im Haus kaum, es sei denn es sind merkwürdige Geräusche vor der Haustür oder auf der Straße. Die Situation muss aber schon richtig aussergewöhnlich sein, sie melden nicht jedes Rascheln. Im Garten wird allerdings weit mehr gebellt, aber das ist ok und gewollt.

    3. Starker Hütetrieb im Sinne von Jagdtrieb haben wir jede Menge. Roonie ist dabei jedoch viel einfacher. Sie reagiert zwar auf Sicht und rennt auch hinterher, aber sobald der Hase ausser Sichtweite ist (keine Ahnung wie lange sie sonst hinterher rennen würde) dreht sie sofort um. Rider jedoch geht auf Sicht, Fährte und Gehör. Ich bin mir ziemlich sicher, würde er Wild hinterher gehen, würde er nicht einfach so aufhören und wieder kommen wie Roonie. Allerdings lässt gerade Rider sehr, sehr gut mit sich arbeiten. Ich bin ja mehr die Schiene "Wattebausch" und trotz unregelmäßigen Training macht er stetig Fortschritte und hat wesentlich mehr Impulskontrolle als Roonie.

    4. nein, definitiv nicht. Das haben wir uns aber denke ich zum Teil selbst zuzuschreiben und ist eher nicht ein Rassemerkmal.

    Ich finde der Vergleich mit dem Pferd hinkt etwas. Meine Hunde dürfen im Garten buddeln, toben, Blödsinn machen, bellen, schnüffeln oder was auch immer. Das heißt sie dürfen sich artgerecht beschäftigen wann und wie sie wollen. Beim Spaziergang an der 10m Schlepp ist auch viel davon möglich, ausser das Buddeln, denn als Reiter vermeide ich Buddellöcher auf/an Feldern. Wenn sie sich irgendwo festgeschnüffelt haben bleibe ich halt stehen, würde ich im echten Freilauf aber auch machen. Ich weiss nicht ob es für den Hund einen großen Unterschied macht WO er seine "Freizeitaktivitäten" ausleben darf.

    Meine Aussies haben einen recht starken Jagdtrieb, sie gehen nicht nur auf Sicht, sondern auch auf Fährte. Freilauf ist hier auch nicht möglich. Man glaubt garnicht, wie platt sich Kaninchen machen können um dann 2m vorm Hund aufzuspringen. Viele haben hier eine "Pech gehabt" Einstellung, sprich wenn der Hund weg ist, ist er eben weg. Sorry, ist mir bei der nahen Autobahn und den vielen Reitern zu gefährlich! Jetzt hab ich das Glück, dass ihr Radius eh nicht größer als 10m ist und wir einen sehr, sehr großen Garten haben. Klar, mein Ziel ist Freilauf, bzw Abruf vom flüchtenden Wild, aber das kann eben noch dauern.

    Das Ziel sollte wohl immer der Freilauf sein, egal wie lange es dauert!

    Ach was, beim Schlafen und so würde ich sie nicht trennen. Unsere haben, obwohl sie kaum getrennt wurden, kein Problem mit der Abwesenheit des Anderen. Nur der Trennungsmoment ist bei uns entscheidend. Macht einer der beiden einen Wochenendausflug oder so, gehen wir gemeinsam aus dem Haus und jeder Hund steigt in ein Auto. Mit dem der Zuhause bleibt fährt man 5 Minuten und alles ist gut, ohne Gejammer.

    Leine laufen haben wir klassisch geübt. Zog einer, blieben wir eben zu dritt stehen. Guckt ein Hund einen dann an wurde er gelobt. Spätestens dann schaute der andere meistens auch. So wurden sie sehr gut leinenführig. Wichtig ist den der es eig richtig gemacht hat viel zu loben um Frust abzubauen.

    Ich finde es sehr hilfreich, wenn sie lernen Pause zu machen während man sich mit dem andren Hund beschäftigt. Anfangs haben wir sie dazu am Geschirr angebunden. Also man möchte z.b was mit Hund 1 üben. Man bindet Hund 2 etwas (! Nicht zu viel)weiter an. Geht zum Hund 1 zurück, belohnt ihn und vorallem Hund 2. Dann kann man mit Hund 1 üben. Am Anfang ist es wichtig Hund 2 nicht zuviel zu ignorieren. Ruhig viele Kekse verteilen und mit ganz kleinem Zeitraum anfangen. Da kannst du dann auch clickern, ein Hund weiss in der Regel wann er gemeint ist.
    Meine Hunde beherrschen dieses Warten in Perfektion. Ich kann einen Hund ohne Leine ablegen und mit dem anderen ganz in Ruhe tricksen, üben, dummy suchen, Ball spielen, zergeln oder was auch immer, ohne von dem andren gestört zu werden.


    Wegen Clickern nochmal. Durch unsere Fehler in der Welpenzeit haben meine Hunde keinen Bock auf andere Hunde, diese werden lautstark angepöbelt. Auch in solchen Stresssituationen clicker ich, auch wenn der eine Hund brav ist und der andere Terror schiebt. Entweder der "Terrorhund" krigt den Clicker garnicht mit (=nicht schlimm) oder der Terrorhund dreht sich um, um zu schauen warum der Hund n Keks krigt (auch gut, man kann ihn fürs Umorientieren belohnen!).

    Ja, zwei Welpen brauchen mehr Handling, das schlimmste finde ich ist das Antijagdtraining und ein sauberer Rückruf.


    Achso und zum Schluss würde ich dir noch Geschirre empfehlen. Die sind ja noch klein und man kann keine 100% Leinenführigkeit erwarten :smile:

    Also ich kenne mich mit Malis nun nicht so aus, aber es scheint mir so, als wäre der Hund Dir gegenüber verunsichert. Die Sache mit dem Lob finde ich wichtig. Klar kann ein Hund auch ein "brav" in Männerstimme als Lob verstehen, doch was hälst du von Clickern? So kannst du Deinem Hund wenigstens etwas Sicherheit geben wenn er etwas richtig macht.

    Ich glaube du schaffst das sehr, sehr gut! Die zwei getrennten Kurse finde ich mega klasse! Ich finde es Gold wert, wenn man sie trennen kann ohne großes Theater. Bei uns war das sehr, sehr schwer. Es war für sie der Horror 10m auseinander laufen zu müssen. Heute können sie ohne Probleme weit auseinander stehen und jeder macht seine eigene Übung. Nur alleine aus dem Haus können wir nicht gehn. Das haben wir aner auch nie geübt, im Auto klappt das dafür gut.

    Sie werden schnell lernen, dass man nicht immer raufen muss. Das ist im übrigen auch ein guter Indikator dafür, wie fertig sie sind. Wie bei kleinen Kindern. Sind sie müde, zanken sie wie kleine Kinder, "bis einer weint".

    Hier! Wir kamen damals auch auf die schlaue Idee :roll:

    Erstmal ist es wirklich sehr wichtig, den Alltag einzeln UND mit beiden zu üben!

    Wegen der Rauferei: wir hatten eine ganz schlimme Phase in ihrer Pubertät. Das war auch kein Spiel mehr, das wurde von uns auch konsequent abgebrochen. In der Welpenzeit ging es eigentlich, dennoch hatte jeder eine eigene Box. Ja, auch ab und an mit Tür zu, sozusagen als "Zwangspause" die sehr gut angenommen wurde. Sie lieben ihre Box immernoch und ziehen sich dorthin immer zurück wenn es ihnen zu viel wird.

    Ich wünsche Dir starke Nerven und innere Ruhe, keine Angst, das geht vorbei! =)