Beiträge von Nightrage

    Hallo zusammen,

    ich glaube, Vienas Vorschlag könnte uns ganz gut weiterhelfen. Zwar haben wir den Hund schon einmal zurechtgewiesen, als er machen wollte, aber wir haben natürlich nicht gewartet, dass er laufen lässt. Das hätten wir vielleicht tun sollen, damit der Hund den Zusammenhang noch besser versteht.

    Der Hund kommt am Tag etwa fünfmal kürzer (15-45 Minuten), oder viermal, aber dann für mindestens einen langen "Ausflug" vor die Tür. Auf das Verhalten zu Hause hat das aber keine großen Auswirkungen, er macht mitunter auch schon 30 Minuten nach dem Gassi gehen ins Wohnzimmer und ein anderes Mal bleibt er drei Stunden auf der Couch liegen und schläft, je nach dem.

    Sein Verhalten draußen ist äußerst unauffällig. Er kommt mit allem und jedem blendend zurecht. Er markiert wohl für einen quasi ausgewachsenen Rüden relativ wenig und leert seine Blase an ein paar Stellen mit einem Bächlein, wie man es von Hündinnen kennt. Das würde ich aber eher damit in Verbindung bringen, dass unsere Hund generell nicht mal ansatzweise zu Territorialverhalten neigt; zumal die Tierärztin, wie gesagt, aus medizinischer Sicht Entwarnung gegeben hat.

    Die Ursache für das Problem sehe ich eigentlich ähnlich wie Viena. Tierheimhunde haben halt mitunter gelernt, dass draußen machen ok ist; dass einfach irgendwo hinpinkeln nicht ok ist; aber dass drinnen an einer bestimmten Stelle machen eben auch ok ist, weil sich früher keiner so um die Hunde kümmern konnte und sie zwangsläufig in Zwinger oder Gehege machen mussten.

    Wie gesagt, den Hund "heimlich" beobachten und dann wirklich in flagranti zurechtweisen, haben wir so noch nicht ausprobiert, könnte aber funktionieren. Wir werden berichten. :smile:

    Gruß
    Claudia und Manuel

    Hallo,

    wir haben seit etwa einem dreivierteljahr einen Hund von der Tierhilfe (Mittelmeer-Hund). Da ich (die männliche Hälfte vom Profil ;) ) bereits von Haus aus langjährige Hundeerfahrung habe, war es eigentlich kein großes Problem, dem Hund die Grundkommandos beizubringen und ihn an unsere Katzen zu gewöhnen. Eigentlich eine traumhafte Hunde-Beziehung, bis auf ein Problem: Der Hund hält es für völlig normal, sein kleines (und manchmal auch großes) Geschäft an einer bestimmten Stelle im Wohnzimmer zu verrichten. Die üblichen Ursachen, die man hinter einem solchen Verhalten vermutet, konnten wir nach und nach ausschließen:

    Der Hund hat das Verhalten von Anfang an den Tag gelegt.

    Der Hund hat definitiv keine körperlichen Beschwerden. Wenn wir die Wohnzimmertür zumachen, kann der die ganze Nacht einhalten und wartet morgens, bis wir mit ihm rausgehen. Die Tierärztin bestätigte uns, dass der Hund kerngesund ist.

    Der Hund (Rüde) markiert auch nicht, er legt einfach sein Bächlein. Mit der Kastraktion hat das Ganze auch nichts zu tun, da das Verhalten vorher ebenso wie nachher vorhanden war. Und ein Haufen hat eigentlich ohnehin nichts mit Markieren oder einer Kastraktion zu tun, und die legt er ja auch manchmal.

    Der Hund will auch keine Aufmerksamkeit haben. Es kommt durchaus vor, dass er von uns beiden bespielt wird, kurz nach nebenan geht und dann verrichteter Dinge wiederkommt. Er macht es auch, wenn wir im Raum sind, reagiert dann aber sofort auf seinen Namen und unterlässt das Verhalten.

    Ich weis, dass die Hunde bei der Tierhilfe nicht im Zwinger, sondern als Rudel in einem großen Garten bzw. einfach im Haus gehalten wurden. Ich bezweifle, dass mit allen Hunden (geschätzte 30 Stück) immer Gassi gegangen wurde, so dass es wahrscheinlich darauf hinaus lief, dass jeder Hund eine Stelle im Garten hatte, wo er sich erleichterte und dass das Geschäft danach per Schaufel entfernt wurde.

    Das passt zu dem, was ich von zwei anderen Hunden aus dem Bekannten- und Familienkreis weis, die ebenfalls aus dieser Tierhilfe kommen. Alle drei Tiere (unseren eingeschlossen) zeigen unabhängig voneinander das gleiche Verhalten! Es ist völlig normal für die, an einer festen Stelle im Haus oder (falls zugänglich) Garten ihr Geschäft zu verrichten. Das älteste Tier ist eine zweijährige Hündin, also anderes Alter und Geschlecht als unserer.

    Soweit die Erklärung. An einer Lösung arbeiten wir noch und sind für jede Hilfe dankbar. :???: Ich habe nämlich keine Lust, für einen quasi erwachsenen Hund nochmal einen Puppi-Trainer oder so anzuschaffen. Zumal ich bisher Welpen problemlos durch simples Loben und regelmäßiges Gassigehen auch so stubenrein bekommen habe. Bloß hat dieser Hund sein Fehlverhalten schon einmal drin und ich krieg's nicht so einfach wieder raus.

    Mittlerweile haben wir das so gelöst, dass wir nachts schon seit zwei Monaten die Wohnzimmertür zumachen und tagsüber regelmäßig die Pinkel-Stelle kontrollieren und den Hund loben, wenn nichts da ist. Und dann natürlich tüchtig loben, wenn er draußen macht. Ist aber kein Dauerzustand und sobald man nur ein paar Minuten zu spät "kontrolliert", hat man schon eine Pfütze da stehen.

    Hat irgendjemand vielleicht noch Ideen oder ähnliche Erfahrungen, die uns hier weiterbringen könnten? Ich hätte den Hund ganz gerne so stubenrein, dass generell kapiert, dass in Wohnung oder Garten machen unerwünscht ist und dass er sich im schlimmsten Fall an der Haustür bemerkbar machen soll (was kaum nötlig sein wird, so oft wie wir gehen). Halt eben so, wie meine bisherigen Hunde auch. =)

    Gruß
    Manuel