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Und hier ein Ort, an dem ich es lange aushalten könnte. Als ich dieses Mal dort war, habe ich sogar einen möglichen Platz für mein Zelt entdeckt. Ich muss also nur noch mein rechtes Knie wieder auf die Reihe bekommen, und bei meinem nächsten Besuch dort halbwegs gutes Wetter haben...
Der letzte Tag mit "Sonne satt". Am Abend ziehen erste Wolken auf. Aber noch kann ich den Sonnenschein genießen und beschließe, heute die "Shenevall-Runde" zu laufen - von einem Parkplatz an der A832 auf einem normalerweise übel morastigen Pfad zur Shenevall Bothy im Strath na Sealga und über einen laaaangweiligen Landrovertrack zurück. Nun, ich habe die Rechnung ohne mein lädiertes Knie gemacht. Das streikte nämlich, als der Abstieg ins Strath na Sealga gerade mal angefangen hatte. Rauf war kein Problem, aber steile Strecken bergab, teilweise trotz der Trockenheit noch sumpfig, und immer wieder Hüpfen von Fels zu Fels war zu viel. Nun denn, ich suchte mir etwas abseits des Weges ein paar schöne große Felsen und genoss die Sonne, bevor ich mich irgendwann wieder auf den Rückweg machte. Nachteil dieses Weges: Er geht nach Süden. Die richtig guten Aussichten sind im Süden. Und genau dort steht die Sonne. Das bedeutete jede Menge Gegenlicht und viele Aufnahmen, die ich deshalb nicht gemacht habe. Wenn es dem Knie wieder besser geht, muss ich mal eine mehrtägige Tour in der Gegend machen und in der Shenevall Bothy übernachten. Abends dorthin runter oder morgens früh rauf - dann ist das Licht besser.
Am späten Nachmittag war ich dann am Strand und fotografierte doch tatsächlich Wolken! So lange hatte ich keine mehr gesehen, dass die ersten ihrer Art sogar als Fotomotiv herhalten mussten.
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Eine (meist) windgeschützte Sitzgelegenheit. Hier habe ich im letzten Frühjahr einen Graupelschauer ausgesessen - heute kam der Wind von der "falschen" Seite...
Beide Jahreszeiten können schön sein. So zwischen Mitte April und Mitte Juni, und Mitte September bis Ende Oktober, das sind meine bevorzugten Reisezeiten. Allerdings hatte ich auch zu diesen Zeiten schon richtig Pech mit dem Wetter. Wenn es ums Fotografieren geht, gewinnt der Herbst. Ab Ende September wird es herbstlich bunt hier. Manchmal auch erst später; aber mit Oktober kann man nicht viel falsch machen. Wenn man Pech hat, sieht man die Herbstfarben allerdings nur bei Sturm und Regen.
So, ich muss weiter. Es stürmt zwar immer noch, aber es klart etwas auf. Auf zur nächsten Tour!
Während ich hier dem Sturm zuhöre und hoffe, dass es ein paar Stunden trocken bleibt, stelle ich schnell noch ein paar Fotos von einem Schönwettertag ein.
Nach der für mein kaputtes Knie recht anstrengenden Tour zum Coire Mhic Fhearchair zieht es mich am nächsten Tag wieder in diese Richtung, allerdings nur zu einem kurzen, fast ebenen Spaziergang rund um Loch Coulin. Das Wetter ist sonnig und sommerlich, die Farben sind herbstlich, der Weg ist einfach, und die Aussichten sind klasse. Wäre jetzt noch etwas Neuschnee auf den Berggipfeln, wäre es perfekt. Aber man kann ja nicht alles haben.
Maanu: Das Problem ist halt, einen geeigneten Ort zu finden, an dem es nachts auch wirklich dunkel ist. Bei uns zu Hause brauche ich damit erst gar nicht anzufangen. Hier in Schottland habe ich, wenn ich irgendwo weitab von jeder Behausung zeltete, nachts schon mehrmals gedacht, wie schön der Sternenhimmel ist. Leider hatte ich damals weder ein Stativ dabei, noch Lust dazu, mich in Dunkelheit und Kälte auf die Suche nach einer geeigneten Auflagefläche zu machen. Ich habe den Sternenhimmel dann lieber aus dem warmen Schlafsack heraus genossen.
KleineHexe: Mir sind keine Polarlichter aufgefallen. Als die Nächte noch so klar waren, habe ich immer im Internet nachgeschaut, ob für die Gegend irgendwelche Aktivitäten gemeldet sind - Fehlanzeige. Kamera: Nichts besonderes. Nikon D5100; bei den Sternenbilder mit dem Sigma 10-20mm Objektiv, sonst mit dem Tamron 17-50 f2.8 oder dem Nikon 80-200 f4.0. Ich vermisse mein Suppenzoom - ich habe immer das falsche Objektiv drauf, und das ständige Wechseln geht mir nach wie vor auf den Zeiger. Nachbearbeitung, d.h. Entwicklung der Raw-Dateien und ggf. weitere Bearbeitung (war z.B. bei den Sternenbildern nötig, die haben grottig gerauscht) in PSE.
Das schöne Wetter ist übrigens vorbei; seit heute Mittag schüttet es wie aus Eimern. Bei der für morgen geplanten Wanderung werde ich die Gummistiefel anziehen...
Ich habe einige Fotos gemacht, aus denen ich bei Gelegenheit das eine oder andere Panorama basteln will. Das hebe ich mir aber für später auf - für solche Aktionen brauche ich Abstand zum Urlaub, Abstand zum Bild, Abstand zu der Situtation.
Die Sternenfotos: Stativ (stabil! oder beschwert!), Kabelfernauslöser, manueller Fokus auf kurz vor unendlich, Belichtung zwischen 15 und 20 Sekunden (ich habe mal so, mal so aufgenommen; für Details zu einem bestimmten Fotos müsste ich in die exifs schauen), Iso (fast) so hoch rauf wie möglich, Blende so weit auf wie möglich, und so viel Weitwinkel wie möglich. Ich habe das Sigma 10-20mm genommen; mit dem Tamron hätte ich zwar mehr Offenblende aber weniger Weitwinkel gehabt. WB auf automatisch; für diese Situation passt ohnehin nichts. Ziel war einfach, so viel Licht wie möglich in maximal 20 Sekunden auf den Sensor zu bringen; bei längerer Belichtungszeit sieht man "Spuren" der Sterne. Nach der ersten Aufnahme wusste ich auch, dass man besser den Objektivdeckel abnimmt, bevor man auf den Auslöser drückt. Das Bild war sehr, sehr schwarz. Zum Beschweren des Stativs hat sich die Foto-Hüfttasche, gefüllt mit zwei Dosen Cider und einer Konservendose, bewährt. Eine der Dosen Cider öffnete ich noch am Strand, weil es so windstill war.
Es geht weiter mit Fotos einer Wanderung an diesem sonnigen Sonntag. Torridon steht auf dem Wunschzettel, genauer Beinn Eighe, noch genauer Coire Mhic Fhearchair. Dort war ich im letzten Spätherbst schon mal und habe auf halbem Weg gezeltet - und bin morgens im Schnee aufgewacht. Das wird mir dieses Mal nicht passieren; es ist sommerlich warm. Außerdem will ich ja gar nicht zelten.
Morgens früh, nach den Sonnenaufgangfotos am Strand, packe ich meinen Rucksack, die Wanderstiefel und die Trekkingstöcke ins Auto und fahre los. Außer mir ist noch niemand unterwegs, und so kann ich anhalten und schnell diese traumhafte Morgenstimmung einfangen:
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Etwa anderthalb Stunden später bin ich am Parkplatz, an dem der Weg los geht. Dort ist schon allerhand los, aber für mein kleines Auto findet sich noch ein Platz. Bei schönstem Sommerwetter mache ich mich an den Aufstieg. Wen es interessiert: Die Tour ist bei Walkhighlands beschrieben.
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Je weiter ich gehe, desto besser wird die Aussicht. Baosbheinn (links) und Beinn an Eòin (rechts), dazwischen liegt der Loch na h-Oidhche (See der Nacht). Das ganze liegt im Flowerdale Forest.
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Da der Rückweg auf dem gleichen Pfad erfolgt, wiederholen sich die Fotos. Ergebnis dieser Wanderung, abgesehen von den Fotos: An jeder Ferse eine Blase (jetzt weiß ich wieder, warum ich sonst in Trailrunnern unterwegs bin; die Lederstiefel motte ich nach dem Urlaub endgültig ein), ein Sonnenbrand auf der Nase, und jede Menge gute Laune. Die Rückfahrt ist etwas nervig, weil ich die schon tief stehende Sonne gegen mich habe und manchmal kaum den Verlauf der Straße erkennen kann. Zum Glück liegen die paar Kilometer Single Track Road im Schatten - Gegenverkehr hätte ich sonst nicht rechtzeitig erkannt. Da helfen auch Sonnenbrille und Sonnenblende nicht viel.
Auf den letzten Kilometern zur Campsite erkenne ich, dass ich zu spät dran bin, um den Sonnenuntergang mit Stativ und dem ganzen Gerödel am Strand zu erwarten. Ich stelle nur schnell das Auto ab, schlüpfe in die Gummistiefel, schnappe mir die Nikon, und gehe, so schnell es mir mit schmerzendem Knie und Wasserblasen möglich ist, auf die Dünen. Toll war es trotzdem.
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Als ich abends nochmal ans Auto gehe, erschlägt mich fast der Sternenhimmel. Hm, wie war das doch gleich? Ich versuche, mich an das zu erinnern, was ich zum Thema "Wie fotografiere ich den Sternenhimmel" mal gelesen, aber noch nie umgesetzt habe. Also gut. Fotoeinstellungen mache ich im Wohnwagen, dann schnappe ich mir das Stativ, den Fernauslöser, die Kamera und die Stirnlampe und gehe durch die Dünen zum Strand. Dunkel ist es; während auf der Campsite diverse Lampen leuchten, ist es nach der ersten Biegung durch die Dünen butzedunkel. Aber schön. Langzeitaufnahmen haben etwas Entspannendes, genau das Richtige nach diesem ereignisreichen Tag. Leider hatte ich bisher nicht mehr die Gelegenheit, die Sterne nochmal zu fotografieren - und ich glaube, für den Rest des Urlaubs werde ich sie auch nicht mehr zu sehen bekommen.
Ich habe zwar noch nicht die erste Tasse Kaffee intus und habe mir vorgenommen, in diesem Zustand den Computer nicht anzufassen, aber trotzdem: Ein dickes "Danke" für die Komplimente. Im Laufe des Vormittags geht es weiter mit Fotos. Mein repariertes Knie hat die ganze Nacht gezickt und braucht dringend eine Wanderpause. :/ Uns überhaupt: Hier regnet es.
Inzwischen bin ich bei Sonntag angelangt. Die Wettervorhersage verheißt tolles Wetter, mit viel Sonne, wenig Wind und spätsommerlichen Temperaturen (also all dem, was ich schon seit zwei Jahren in keinem einzigen Schottlandurlaub hatte...).
Als ich vor die Türe gehe, kündigt sich ein Sonnenaufgang an. Ich packe mir die kleine X20 und ziehe los zum Strand.
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Die Fotos von meiner Wanderung zum Coire Mhic Fhearchair muss ich erst noch sortieren, auswählen, bearbeiten. Und das sind viele, richtig viele. Ich glaube nicht, dass ich das heute noch schaffe; ich wollte gerne eine Nachtschicht vermeiden. Da der Wetterbericht für morgen Dauerregen vorhersagt, stehen die Chancen ganz gut, dass ich mich morgen mit Schönwetterfotos melde.