Die hätte ich fast vergessen. Am Abend vor dem trüben Tag in Stirling gab es einen schicken Sonnenuntergang und außerdem die Chance auf einen sternklaren Himmel. Ich hatte so ein oder zwei "Locations" im Hinterkopf, um Sternenhimmelfotos zu machen, aber Männe wollte dafür nicht so lange durch die Gegend fahren. Da ich wegen meines gebrochenen Fingers noch die Hände vom Steuer lassen sollte (vor allem nachts auf so engen und kurvenreichen Straßen), grummelte ich nur vor mich hin und überlegte mir einen Plan B. Nun, zum Sonnenuntergang erreichten wir Balmaha, nur wenige Fahr-Minuten von unserm Hotel entfernt. Dort, gleich gegenüber des Parkplatzes, fand ich eine einigermaßen geeignete Stelle. Zwar mit ein wenig viel Beleuchtung rundherum, aber besser als nichts. Für den Sonnenuntergang taugte sie jedenfalls:
Auf zum (Fast-)Endspurt. Ein trüber Tag und keine Lust irgendwas zu tun. Nun, zunächst begeben wir uns auf die Suche nach einer LPG-Tankstelle. Die laut Internet vorhandene in Balloch ist geschlossen, also fahren wir nach Stirling. Unterwegs genießen wir noch ein wenig blauen Himmel und gefrorene Felder, aber dann kommen die Regenwolken. Auf der Suche nach der LPG-Tankstelle gurken wir durch Stirling und stellen beide fest, dass wir keine Lust haben, durch die Altstadt zu bummeln und mit vielen anderen Besuchern das Schloss anzuschauen. Alte Gebäude und historische Städte sind auf Fotos oder in Dokus ganz nett, aber in "echt" irgendwie trist. Ist einfach nicht unser Ding... Nun, wir finden die Tankstelle - und die Gasanlage ist defekt. Nun gut, dann fahren wir eben auf Benzin weiter. Gut, dass die Familienkutsche zwei Tanks hat.
Wenn wir schon mal da sind, fahren wir zum Wallace Monument raus. Das ist ganz nett, und wieder ist ein Punkt auf meiner Liste abgehakt. Im Shop des Monuments kaufe ich mir einen Mini-Croc mit Schottland-Fahne. Der kann meinen Wander-Crocs Gesellschaft leisten und darf künftig am Rucksack baumeln. Außerdem erbeuten wir eine Gummiente in Ritterrüstung, die im Sommer unseren Minipool gegen den Kampfkater verteidigen darf. Fotos folgen dann im Sommer.
Der Rest der Urlaubsfotos (u.a. Loup of Fintry und noch ein Sonnenuntergang an der Millarochy Bay) folgen frühestens am Wochenende - vorher ruft eine Konferenz in Hamburg. Arbeit muss halt auch sein. :/
Als leichte Schuhe für rund ums Camp oder im Hostel haben sich bei mir Crocs (oder vergleichbare Latschen) bewährt. Die sind zwar sperrig, können aber außen am Rucksack befestigt werden, falls drinne kein Platz dafür ist. Ich habe ein sehr leichtes, weiches und schmales Modell eines anderen Herstellers; die kann ich mit einem Spannriemen recht schmal zusammenschnüren. Weiterer Pluspunkt: Wenn eine Furt nicht gerade "gefährlich" aussieht, ziehe ich die Crocs zum Furten an und habe darin einen relativ guten Stand. Hinterher sind sie wieder ratzfatz trocken. Da sie keine Zehentrenner haben, kann ich sie auch mit Socken anziehen (rund ums Zelt wichtig). Waschmaschinentauglich sind sie auch; sie haben mich auch schon ins Krankenhaus begleitet - ein Allrounder eben.
Eine Bekannte hatte die Crocs sogar schon zum Wandern (In den schottischen Highlands! Mit großem Rucksack!) an, als ihr nach ein paar Tagen auf der TGO-Challenge die Füße in den Wanderschuhen schmerzten. Flipflops sind mir zu einschränkend (Socken! Furten!). Tevas o.ä. sind zwar zum Furten besser, sind aber schwerer und brauchen lange zum Trocknen.
Ja, das lohnt sich definitiv!! Gairloch / Wester Ross gefällt mir persönlich besser als Mull oder Skye (viel zu überlaufen für meinen Geschmack). Als Basis für Ausflüge bietet sich Gairloch an, von dort aus kann man schön in Richtung Norden der Küste folgen, oder nach Torridon fahren, oder kleinere Wanderungen machen (walkhighlands hat dazu viele Vorschläge, einer besser als der andere), oder einfach nur die kleinen Ortschaften abseits der A832 besuchen. Eine meiner liebsten Gegenden in Schottland (streitet sich gerade mit Assynt um Rang 1 ), und ich kann es kaum abwarten, im April wieder dort zu sein.
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A 82 by Marion Woell, auf Flickr (In der Saison dürfte es sehr schwierig sein, die A82 ohne Autos, Motorräder, WoMos o.ä. zu fotografieren...)
Ein viel fotografierter Berg ist der Buachaille Etive Mòr (korrekter gälischer Name: Buachaille Eite Mòr), und von diesem Berg meist der Stob Dearg. Das ist der sehr symmetrisch aussehende Berg, den man von der A82 aus erblickt. Zusammen mit dem River Coupall und vielleicht einem kleinen Wasserfall kann man daraus ganz nette Bilder machen. Gut, wenn man eine dieser Fotolocations kennt, noch besser, wenn man sie alleine für sich hat. Dort wo ich war, zoffen sich manchmal die Fotografen um Stellplätze für ihre Stative...
Hier der Buachaille Eite Mòr von einer kleinen Haltebucht an der A82 aus fotografiert. Der Felsen lag so dekorativ in der Gegend herum, dass ich ihn spontan zum Vordergrund erklärte:
Zwei der drei Schwestern im Glen Coe. Die drei Berge Beinn Fhada, Geàrr Aonach und Aonach Dubh werden auch als die "Three Sisters" bezeichnet. Die dritte stand im Gegenlicht, also hier nur zwei davon. Es gibt gleich zwei große Parkplätze an der A82, gleich gegenüber der Schwestern. Normalerweise sind die voll mit Fahrzeugen aller Art, einschließlich Reisebussen, und ein Dudelsackspieler unterhält die Besucher. Im Februar war es jedoch schön ruhig.
Glen Coe hat sogar ein Skigebiet. Ein kleines, aber immerhin ein Skigebiet. "White Corries", heißt es, und die Talstation ist von der A82 aus zu erreichen. Der West Highland Way führt auch dort entlang. Dieses Panorama habe ich von der Straße zur Talstation aus gemacht. Dort war übrigens richtig was los. Der Parkplatz war gut voll, und der Sessellift war ständig besetzt. Schon schräg, dort Leute in Skiausrüstung rumlaufen zu sehen. Das passt irgendwie gar nicht so in mein Schottland-Bild (da kommen hauptsächlich Regenhosen, Wanderschuhe und Gummistiefel drin vor... )
Die Farbgebung ist mir zu blau; ich würde die Blautöne ein winzig kleines bisschen reduzieren (Stichwort WB). Leicht blaue Farbe als Grundstimmung passt, aber hier ist es mir zuviel.
Durch das zu helle Licht kommen die Strukturen im Eis nicht richtig zur Geltung - aber genau diese hätte ich zum Blickpunkt, zum "Hauptmotiv", gemacht.
Der Ast stört. Anstatt dem Bild Tiefe zu verleihen (was er machen würde, wenn er die Szene quasi einrahmen würde), teilt er es in zwei Teile und lenkt den Blick auf diese schwarze Masse. "Schwarze Masse": Der Ast ist zu dunkel, der Wald auch. Da ist so gut wie keine Zeichnung zu erkennen. Vor allem rechts säuft der Wald ab.
Ich hätte auch einen tieferen Standpunkt gewählt.
Mir fällt jetzt allerdings nichts ein, was das Bild so aussehen lassen könnte, dass es mir gefiele, sorry. An Farbe, Lichtern und Schatten kann man was machen, aber nicht an dem großen Ast und dem Standpunkt. An sich ist die Idee gut: Strukturierte Eisfläche mit Wald und Hügel im Hintergrund, einen Himmel mit interessanten Wolken andeutungsweise darüber, und alles eingerahmt von Ästen. Nur die Umsetzung in diesem Bild gefällt mir persönlich nicht.
Für den zweiten Tag unseres Aufenthalts versprach der Wetterbericht viel Sonne, ein paar Wolken, und keinen Niederschlag. Nun, glaube nie einem Wetterbericht... Es gab Sonne, aber auch viele Wolken (zusammen ist das ganz gut, aus fotografischer Sicht betrachtet), aber auch Regen und sogar Schnee.
Hier zunächst die Fotos die auf der Fahrt auf der A82 durchs Rannoch Moor entstanden sind.
Black Mount (an den Bergen bin ich vor einigen Jahren auf dem West Highland Way vorbeigelaufen)
Loch Bà. An dem schöneren See, Lochan na h'Achlaise, waren alle Parkbuchten besetzt. Bei Fotografen, die sich nicht die Füße nass machen wollen, ist das ein beliebter Platz.
Bis vor ein paar Jahren gab es einen einsamen, abgestorbenen Baum im Rannoch Moor. Toll gelegen, an einem Bach und mit Blick auf Stob Dearg. Als ich von dieser Location erfuhr, hatte ein Wintersturm den Baum bereits gefällt. Schade, ich hätte mir das gerne selbst angeschaut. Ich habe ja so eine Schwäche für alte Bäume...