Beiträge von Sheigra

    Es geht weiter!
    Gestern Abend bin ich aus Schottland zurückgekommen. Es war kein Wanderurlaub, sondern einfach nur eine Woche entspannen, zusammen mit meinem Mann. Das hatten wir beide ziemlich nötig.
    Wir hatten uns für die Woche einen Static Caravan auf der Sands Caravan & Campsite (in der Nähe von Gairloch) gemietet. Dort war ich schon öfter, und es ist immer wieder schön.

    Fotos folgen im Laufe der nächsten Zeit.
    Hier vorab mein persönliches Highlight. Zum ersten Mal in meinem Leben sah ich das Polarlicht. Wow. Beeindruckend. Ich kam nur ein einziges Mal in den Genuss, hatte aber zum Glück die Kameraausrüstung dabei und bereits im "Sternenhimmelfotografiemodus". Ich musste also nur noch draufhalten und hoffen, dass es was wird.
    Es wurde was. Das Foto ist kaum nachbearbeitet - nur entrauscht und gerade ausgerichtet.

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    Northern lights over Big Sand by Marion Woell, auf Flickr

    Letzten Sonntag habe ich zum ersten Mal in meinem Leben das Polarlicht gesehen. Wow. Es war zwar keine "große Lightshow", aber für den Anfang schon klasse! Vor allem so unerwartet... Was nutzt mir das neue Smartphone mit toller "Aurora-Alert-App", wenn es kein Netz gibt? :hust:
    Egal. Ich stand am Strand, fotografierte diesen beeindruckend klaren Sternenhimmel im Nordwesten Schottlands, schaute mal eben kurz über die rechte Schulter, und bekam den Mund nicht mehr zu. Säulen aus Licht stiegen über den Dünen empor. Schnell richtete ich die Kamera in die andere Richtung und hielt einfach drauf. Die Einstellungen änderte ich nicht - sie passten aber trotzdem.
    Das Foto ist kaum nachbearbeitet, lediglich entrauscht (ISO 2000 und 25 Sekunden Belichtung sind selbst für die D750 heftig) und gerade ausgerichtet.

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    Northern lights over Big Sand by Marion Woell, auf Flickr

    Herbstfarben in Schottland. Es kann alles Grau-in-Grau sein, oder aber so farbenprächtig, dass man die Sättigung runterregeln muss...

    Beinn Eighe mit dem ersten Schnee, fotografiert vom Coulin Pass, November 2013.

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    autumn colours by Marion Woell, auf Flickr

    Bei aller Diskussion über Einsteigerkamera, Objektivwahl, DSLR oder Edelkompakte oder System darf man nicht vergessen, dass der limitierende Faktor anfangs der Mensch hinter der Kamera ist. Selbst mit einer tollen Vollformat-DSLR mit tollem Objektiv kann man grottenschlechte Bilder machen, wenn man sich nicht mit der technischen Seite beschäftigen will. Zum einfach-drauflos-knipsen reicht eine Kompakte der 100-Euro-Klasse....

    Hat man einen gewissen Anspruch an die eigenen Bilder (und dieser Anspruch wächst im Lauf der Zeit), kommt man nicht umhin, sich mit Begriffen wie ISO, Blende, Belichtungszeit, Tiefenschärfe, Autofokus usw zu befassen! Man muss dazu nicht gleich im manuellen Modus anfangen; selbst Einsteiger-DSLR oder die hier genannte Sony RX100 haben Teilautomatik-Programme.

    Ist man bereit, sich ein paar Internet-Tutorials anzuschauen, oder (ganz altmodisch) das eine oder andere Buch zum Thema Fotografie zu lesen, sich das "Handwerkszeug" anzueignen, ist es eigentlich egal, ob man mit einer Edelkompakten, einer Bridge, einer Systemkamera oder einer DSLR anfängt. Wie man das Hobby dann ausbaut, das ergibt sich dann im Lauf der Zeit.

    Mit Bridge- und Systemkameras kenne ich mich nicht aus. Die Sony RX100 ist klasse. Ich habe die RX100III und bin nach wie vor begeistert von dieser hosentaschentauglichen Kamera. Aber: Sie hat nur wenig Tele, und schnelle Bewegungsfotos sind nicht ihre Stärke! Ich verwende sie eigentlich nur für Landschaftsaufnahmen (da ist sie richtig gut).
    Soll es eine DSLR sein, würde ich zu der hier schon genannten Nikon D5100 greifen (ich sollte vielleicht erwähnen, dass ich mich mit Canon nicht auskenne). Die habe ich selbst schon seit Jahren hier, und vor meinem Umstieg auf Vollformat war sie gut für alles - Hunde, Landschaft, Makros usw. Bei der DSLR ist halt das Objektiv wichtig. Wenn das nicht richtig scharf ist oder der Autofokus nicht schnell genug ist, werden "Rennsemmel-Fotos" von Hunden zu Glückstreffern. Das 18-200er wurde schon genannt; das ist das einzige, was ich nach dem Wechsel auf VF an DX-Objektiven behalten habe. Für Hunde taugt es, aber wenn die Ansprüche wachsen, macht es Sinn, auf so was wie 70-200 f4 zu sparen...

    Erwähnte schon jemand, dass Fotografie ein teures Hobby werden kann? ;)

    Darf es ein wenig "Drama in Schwarz/Weiß" sein? Hier die Summer Isles, nördlich von Ullapool:

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    Summer Isles by Marion Woell, auf Flickr

    Das von Minute zu Minute wechselnde Wetter und das Gegenlicht boten sich für eine b/w Aufnahme geradezu an.

    Schottland, Assynt, Herbst. Ich hoffe, dass ich schon in ein paar Tagen wieder dort sein kann. Nach zwei kurzfristig abgesagten Reisen darf nicht schon wieder etwas dazwischen kommen (kranker Hund hatten wir im Sommer, dann der Terroralarm am Frankfurter Flughafen; jetzt könnte ein isländischer Vulkan Asche spucken... :hust: ).
    Ich liebe diese Farbenpracht im Herbst. Ein wenig Sonne reicht, und schon leuchten Berge und Moore in schon fast unwirklich satten Rot-, Gelb- und Grüntönen.

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    Autumn colours in Assynt by Marion Woell, auf Flickr