Ich war mir auch nicht sicher - aber auf der DFDS- Seite stehen die Preise. 25 Euro für "Hund im Auto", 30 Euro für die beiden anderen Varianten. Je Hund und Überfahrt, versteht sich.
Bei DFDS (Amsterdam - Newcastle) kann der Hund im Auto bleiben, in einem Kennel im "Hundehotel", oder seit diesem Jahr in einer der sechs "Hundekabinen". Sowohl Hundehotel als auch Hundekabine kostet 30 Euro - also im Vergleich zu den Gesamtkosten eines Schottlandurlaubs sehr moderat. Auch diese Kabinen (die bisher nur über den Kundenservice buchbar sind) würde ich so bald wie möglich buchen, sonst sind sie weg...
Wenn wir zu zweit (oder früher mit unserer Tochter) nach Schottland fahren, nehmen wir uns immer pro Woche ein festes Quartier, entweder ein Ferienhaus oder einen Static Caravan. Man kann sowieso nicht "alles" sehen, und ein Häuschen oder ein Caravan bieten einfach mehr Platz als ein enges B&B-Zimmer. Von daher: gute Entscheidung!
Wohin? Naja, wir waren anfangs oft in der Gegend von Fort William, im Glen Nevis. Die "Glen Nevis Holidays" Häuschen (und Caravans, und die Campsite) liegen ein paar Kilometer außerhalb des Städtchens, direkt am Fuß des Ben Nevis, und bieten einen guten Ausgangspunkt für viele schöne Touren (egal ob zu Fuß oder mit dem Auto). Wenn ihr weiter in den Nordwesten wollt, schaut euch in der Gegend von Ullapool um; von dort aus kann man auch viel unternehmen. Für den Cairngorms National Park ist Aviemore ein guter Ausgangspunkt (auch wenn ich den Ort selbst einfach furchtbar finde).
Internetseiten: Suche nach "uniquecottages", oder "Cottages4You", oder schau auf der walkhighlands-Seite unter accomodation. In Facebook gibt es eine ganz nette Gruppe "Schottland Reise und Fotografie" - fast ohne das übliche FB-Gegacker, aber mit vielen Informationen und Bildern. Die Seite von undiscoveredscotland hat mir in der Vergangenheit schon gute Tipps gegeben. Oder eben walkhighlands, wenn ihr mehr am Wandern interessiert seid. Und dann einfach eine Straßenkarte nehmen und drauflosfahren. Immer schön Augen auf, und dann findet man seine Lieblingsecken schon ganz alleine.
Eure Reisezeit ist halt mitten in der Hauptsaison, das bedeutet: In Orten wie Fort William oder Portree ist Hochbetrieb. Die Midges (kleine fiese Mücken) haben Saison. Ich empfehle dir, dich rechtzeitig um die Unterkünfte zu kümmern - vor allem die guten, bezahlbaren und hundefreundlichen sind schnell ausgebucht.
Oben im Nordwesten war es wohl schon vorher recht nass. Der Boden war so was von durchweicht, und wie mir andere Leute auf der Campsite erzählten, hat es ordentlich geregnet... Aber egal, beim nächsten Versuch wird es bestimmt besser!
Neulich war ich wieder für ein paar Tage in Schottland. Mit dem Wetter hatte ich kein Glück; es gab in der ganzen Zeit einen einzigen regenfreien Tag. Ansonsten wechselten sich Nieselregen, Starkregen, Dauerregen, Regen mit Wind und Regen ohne Wind ab. Auch die Sonnenstrahlen, die dramatisch durch die Wolken blitzen, oder die Regenbögen - auf die wartete ich vergeblich. An einem Abend meldete Aurorawatch "red" - die höchste Stufe. Ich schlug mir die Nacht um die Ohren, und was sah ich? Eine dichte, geschlossene Wolkendecke. Nun ja, ich kann es nicht ändern. Dafür war der Urlaub erholsam - beim Prasseln der Regentropfen ans Fenster dreht es sich leichter im Bettchen nochmal um. Man verpasst ja nichts: keinen Sonnenaufgang, kein Morgenlicht, keinen Sternenhimmel...
Die Reise begann in Edinburgh. Da war das Wetter noch brauchbar. Auf dem Carlton Hill, den ich morgens extra früh besuchte, um den Besuchermassen zu entgehen, zelteten ein paar junge Leute. Das muss ja nun wirklich nicht sein.... Hier ein Foto vom Nachmittag:
Am Montag übernahm ich meinen Mietwagen (einen Smart for 4 - selbst für mich als Kleinwagenfahrer zu eng!) und zockelte gemütlich rauf nach Gairloch. Auf der Campsite in Sands hatte ich mich wieder einmal für eine Woche einquartiert. Am ersten Abend gab es immerhin noch den Ansatz eines Sonnenuntergangs, allerdings mit Wind zum Davonfliegen:
Die Wettervorhersage für Dienstag war gar nicht mal schlecht. Beinn Ealadair sollte es werden, den wollte ich mir von oben anschauen. Hier eine Ruine an der A832, auf dem Weg zum Ausgangspunkt meiner Wanderung:
Diesen hübschen Bergbach entdeckte ich entlang des Weges. Da ich eigentlich auf einen Gipfel wollte, hatte ich das Stativ und die Filter im Auto gelassen. Am nächsten Tag fuhr ich deshalb nochmal hin (und auch wegen anderer Motive):
Ein völlig verregneter Tag im Nordwesten Schottlands. Die Wettervorhersage war gut, aber das Wetter hielt sich nicht einmal ansatzweise daran. Die Stimmung am "Home Loch" gibt meine eigene Stimmung an diesem Tag wieder. Aus dem Vorhaben, mir den Gipfel des Beinn Ealadair von oben anzusehen, wurde nichts, und so fand meine Wanderung ein frühes Ende...
Ich muss am Wochenende wieder backen. Brot und Brötchen! Nach 9 Tagen Schottland und schottischem Toast habe ich das dringende Bedürfnis nach knuspriger Kruste, Körnern, Sauerteig und so... Nachher werde ich erst mal den Teig für die Baguettebrötchen ansetzen. Mal sehen, was mich in meiner Rezeptesammlung noch inspiriert.