Danke! Das Bild war so nicht geplant; Shira ist mir einfach ins Bild reingelaufen. Und als sie da stand dachte ich "Ja, das ist gut!" und drückte auf den Auslöser. Ich habe das Bild dann nochmal ohne Hund gemacht, aber da wirkt es irgendwie nicht so richtig.
Ein weiterer TZ Grund ist, Erhalt der Arbeitskraft älterer Arbeitnehmer. Wird auch immer genehmigt.
Das sieht unsere Personalstelle (auch Bundesbehörde) leider nicht so locker. Ohne Attest (oder pflegebedürftige Angehörige mit Nachweis der Pflegestufe) geht da gar nichts. Da sind die "dienstlichen Erwägungen" wichtiger: der von uns Beschäftigten nicht zu verantwortende Personalmangel, den wir schon seit vielen Jahren so nebenbei auffangen müssen.
Da fällt mir noch so eine "Schikane" unserer Personalstelle ein: Eine meiner Sachbearbeiterinnen befindet sich gerade im Mutterschutz. Geplant hatte sie ein Jahr Elternzeit, und dann wieder mit Teilzeit und Home Office im bisherigen Job anfangen. Ich habe das befürwortet; die Kollegin arbeitet mit zwei kleinen Kindern und Teilzeit mehr als so mancher Vollzeit-Wanderpokal, den ich "durchfüttern" muss. Mit drei Kindern hätte sie da auch gewuppt - die Frau hat Power! Und da kam die Leiterin der Personalstelle - das ist die Frau, die hier das Sagen hat, der Dienststellenleiter tanzt nach ihrer Pfeife - und meinte, dass das so nicht geht. Der Dienstposten kann kein Jahr unbesetzt bleiben. Ich: Muss er ja nicht; nehmen Sie im August einen der Nachwuchskräfte, die für ein Jahr bei mir ihre Zweitverwendung machen müssen, und lassen Sie den die Arbeit machen. Das passt schon. Oberste Personalnummernverwalterin: Nein, das geht nicht, der Job wird an eine Stammkraft vergeben, Frau X wird in einem anderen Sachgebiet eingesetzt, wenn sie aus der Elternzeit kommt. Hallo, geht's noch? Das hat sie der Kollegin eine Woche vorm Entbindungstermin gesagt, die fiel aus allen Wolken, und hat dann ernstlich darüber nachgedacht, gleich nach dem Mutterschutz mit Teilzeit in der Elternzeit wieder anzufangen. Sie will unbedingt in meiner Abteilung bleiben. Sobald die oberste Personalnummernverwalterin aus dem Urlaub zurück ist, laufe ich ihr die Bude ein. Meinen Chef habe ich schon überzeugt... Mal sehen, wie das ausgeht.
Nur so nebenbei als Anekdote. Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist nicht immer auch mit den eigenen Wünschen des Arbeitnehmers vereinbar.
Bei uns gibt es sehr viele Teilzeitbeschäftigte. Wenn man ein Kind unter 18 Jahren hat, hat man einen Rechtsanspruch auf Teilzeitbeschäftigung (Bundesbeamte), und davon machen viele Kollegen und Kolleginnen Gebrauch. Beim Teilzeitmodell ist man hier vorbildlich großzügig und richtet sich nach den Bedürfnissen des Beschäftigten. Wenn das mit dem derzeitigen Job nicht vereinbar ist, versucht man im Einvernehmen mit dem Beschäftigten etwas anderes an der gleichen Dienststelle zu finden. Da wird schon seit Jahren im Sinne des audits "Vereinbarkeit von Beruf und Familie" gehandelt.
Ist das jüngste Kind über 18, hat man keine eigene Schwerbehinderung oder pflegebedürftige Angehörige, wird es schwierig mit der Teilzeit. Wir haben eine so hohe Personal-Unterdeckung (will heißen: Jahrzehntelanges schlechtes Personalmanagement und Sparen am falschen Ort, in Verbindung mit ständig neuen Aufgaben rächen sich jetzt), dass dann kaum noch Teilzeit bewilligt wird. Ich hatte das Glück, noch ein paar Jahre über den 18. Geburtstag meiner Tochter hinaus Teilzeit arbeiten zu können, musste aber von 24 auf 32 Stunden (von 41) aufstocken. Seit ein paar Jahren ist auch das Geschichte, und ich muss wieder Vollzeit ran. Deshalb bin ich so froh über die Möglichkeit, einen Teil meiner Arbeitszeit am häuslichen Arbeitsplatz verbringen zu können. Die nächste Teilzeit, die ich machen werde, ist vermutlich Altersteilzeit...
Finanziell hat sich der zwangsweise Wechsel von Teil- auf Vollzeit gelohnt. Vor allem, wenn man in meinem Alter (knapp 53) so langsam an die Rente denkt. Jetzt kann ich doch deutlich mehr beiseite legen als noch vor ein paar Jahren. Aber ganz ehrlich: Mit Teilzeit war das Leben leichter.
Gestern Abend. Anscheinend bereiteten sich alle üblichen Spazier- und Gassigänger auf das Fußballspiel vor. Jedenfalls trafen wir keinen von Shiras Spielgefährten; dafür konnte ich völlig ungestört fotografieren. Die Shira-Fotos sind im Shira-Thread; hier sind ein paar andere:
Welpe Shira ist ein Bürohund-Azubi. Mein Mann und ich arbeiten wechselweise von daheim aus, außer an zwei Freitagen im Monat. Da muss Shira mit mir ins Büro. Bisher war sie zweimal dabei - und hat es regelrecht verpennt.
Ich fahre genauso früh daheim weg wie sonst, gehe aber nicht gleich ins Büro, sondern mache erst einmal einen schönen Waldspaziergang mit Shira. Zum Glück gibt es Gleitzeit, und zum Glück ist unser Gebäude nur ein paar Schritte vom Wald entfernt. Im Büro baue ich dann ihr temporäres Zuhause auf: Wassernapf, Decke, Zergelseil, und was zum Kauen. Da ich ein Büro für mich alleine habe, haben wir beide unsere Ruhe. Beim ersten Besuch war natürlich "Tag der offenen Tür" - "Ich habe gehört, Sie haben Ihren Hund dabei. Och ist der süüüß!" und ähnlich ging es in der ersten Stunde nur. Irgendwann hatte Shira genug vom Betüddelt werden, hat sich auf die andere Seite meines Stuhls gelegt, und ist eingeschlafen. Sie hat den Chef verschlafen, die Kollegin aus dem Nachbarbüro, und noch so manch anderen Besucher. Letzten Freitag war es ruhiger, und Shira konnte in Ruhe ihr "Frühstückspaket" auspacken (Futter in einer Papprolle verpackt und in viel Packpapier eingewickelt), futtern, und dann in Tiefschlaf fallen. Einmal hat sie kurz geknurrt und gewufft: Draußen war ein Fensterputzer. Wenn sie so ruhig bleibt, und wenn wir weiterhin überwiegend im Home Office arbeiten können, wäre das geradezu perfekt. Vielleicht bilde ich sie dann zum biologischen Schredder aus. Lovvy war darin früher echt gut.
Ich habe noch nie ein Sodabrot gebacken, ich kenne das nur aus Irland und Schottland.
Sauerteig ist nicht aufwändig. Im Gegenteil. Man darf sich nur nicht durch die komplizierten Anleitungen in Blogs und Büchern verrückt machen lassen. Ich habe gerade letzte Woche einen frischen Dinkelsauerteig angesetzt: 100g Dinkelmehl 1050 mit ca 120g Wasser verrühren (der Teig soll so flüssig sein wie ein Waffelteig), Schüssel abdecken, nach 12 Stunden kräftig durchrühren, nach nochmal 12 Stunden mit einer Handvoll Mehl und etwas Wasser füttern, wieder 12 Stunden bis zum Rühren, nochmal 12 Stunden bis zum Füttern, und das ganze vier Tage lang. Achtung, die Schüssel sollte groß genug sein. Meine war es nicht, und am Ende des zweiten Tages wollte Dinkli sein Domizil verlassen. Nach vier Tagen roch er säuerlich-fruchtig, hatte weder Haare noch grüne Inseln, und dann habe ich ihn direkt "aufgefrischt": 50g Wasser, 50g Dinkelmehl 1050 verrühren, ca. 10g (knapp 1 EL) Sauerteig dazu, nochmal rühren, abdecken, und für ca. 8-10 Stunden ignorieren. Wenn er richtig hoch gegangen ist, ab in den Kühlschrank. Dieses Anstellgut frische ich einmal pro Woche auf (das mit den 50g Wasser, 50g Mehl), am besten einen Tag bevor ich den Sauerteig fürs Brot ansetze. Fürs Brot nehme ich dann die Menge Anstellgut, die im Rezept steht, und verfahren damit wie im Rezept beschrieben. So habe ich immer das gleiche Anstellgut. Liest sich aufwändig, ist es aber wirklich nicht.
Klar, wie viele brauchst du denn?? Allerdings sind die alle mit Sauerteig - nicht mit dem aus dem Supermarkt, sondern mit meinem Roggi oder Dinkli aus dem Kühlschrank.
Für Brot mit Backpulver suche mal nach Irish Soda Bread, da ist, wenn ich mich recht entsinne, weder Hefe noch Sauerteig drinne.