Meiner Erfahrung nach ist es für die Hunde und auch für die Halter oft einfacher, wenn man in 'Beschäftigung' Struktur bringt.
Heißt: lieber 2x/Woche etwas, wonach wirklich der Kopf raucht und auch der Hund sich entsprechend seiner Neigungen ausleben kann. Dafür mit strukturiertem Start & Ende, klaren Ritualen und in entsprechend abgegrenztem Bereich.
Beim Gassi wird in Ruhe geschnüffelt und keine ständige Erwartungshaltung geschürt oder jeden Tag körperlich gepusht.
Das ist oft zielführender, als jeden Tag wahllos zu Bespaßen.
Man darf nicht vergessen: das ist ein Baby. Die machen mal Blödsinn, die haben nur Knete im Kopf und die sind auch mal "wild". Wenn du hier in der Suche mal die Welpenthreads durchforstest, wirst du feststellen: du bist nicht alleine!
Die meisten Welpen können ganz schön anstrengend sein und oft sind die Menschen (v.a. Welpen-unerfahrene Halter) damit etwas überfordert.
Die gute Nachricht: dein Hund ist völlig normal.
Was da hilft ist Humor, eine entspannte Grundhaltung und eine klare Vorstellung von dem, was einem wichtig ist und worauf man wert legen möchte (klare Regeln und Grenzen).
Was super hilfreich sein kann ist eine dünne und leichte Hausleine am Geschirr. Das kann man drinnen und auch im Garten einfach hinterherschleifen lassen und man hat dennoch mehr Handhabe als 'ohne alles'. So eine dünne Schnur am Geschirr ist auch etwas, an das sich die Welpis sicher schnell gewöhnen.
Wie man das umsetzt kann einem sicher am besten jemand vor Ort zeigen. Sucht euch eine Hundeschule oder einen Verein oder einen Trainer. Lest hier mal in den anderen Welpen Threads mit.
Ja, an die Istrianer Bracke habe ich nach Recherche auch schon gedacht es ist wirklich faszinierend, wie sie mit der Nase arbeitet. Beim Trailen war das ziemlich beeindruckend.
Vielleicht hat jemand Ideen für die Hündin meines Vaters.
Bonnie ist 1,5 Jahre alt, ca 48cm groß, 18,5kg schwer.
Stammt aus Kroatien, wurde mit etwa 8 Monaten von einer Tierschutz Orga nach Deutschland geholt, unbekannte Vorgeschichte.
Sie ist super fröhlich und freundlich, aber nicht aufdringlich. Andere Hunde werden nicht bedrängt oder überrannt, sondern respektvoll begrüßt oder ignoriert, da ist sie klasse.
Sie hat einen ausgeprägten Jagdtrieb und zwar vor allem auf Spur und Geruch. Sieht sie etwas, scheint es weniger interessant, aber durch die Nase aufgenommen zeigt sie sich kaum mehr ansprechbar. Sie ist im Mantrailing auch der Hammer, kann sie einfach. Also sehr nasenorientiert.
Unsere Vermutung ist Golden Retriever (aufgrund der Optik) x irgendein weiterer kleinerer Jagdhund.
Vielleicht hat jemand Ideen?
Sie ist ziemlich zierlich, kommt auf den Fotos nicht so rüber. Der Rüde auf den Bildern, mein Mexxi, hat auch nur 49cm und 19 kg.
Ich danke euch allen für eure interessanten Antworten! Sehr spannend. Ich habe das Gefühl, alles ist möglich, man muss 'nur' organisieren und einen gewissen erhöhten Aufwand in Kauf nehmen...
Gerne her mit noch mehr Erfahrungen
Bei uns ist es so, dass eine Freundin, die stets im Homeoffice ist (und sehr Hundeerfahren, aktuell hat sie einen Border Rüden; wir treffen uns 2x/Woche zum Hundesport und ticken ähnlich, daher würde das gut passen...), sich als Sitter angeboten hat. Im Notfall würde auch meine Schwiegermutter einspringen, die allerdings keine Hundeerfahrung hat. Unsere Nachbarin, hat sich im weiteren Notfall auch angeboten, ebenfalls Hundebesitzerin. Außerdem wäre der Welpe kein Einzelhund, sondern mit Mexx zusammen. Bei mir und meinem Freund ist zumindest zeitweise Homeoffice möglich und zudem hätten wir zu Beginn insgesamt 9 Wochen Zeit (Ich 4 Wochen Urlaub, mein Freund 4 Wochen Urlaub, 1 Woche habe ich Schichtleitung, wodurch ich erst abends arbeite).
Ich überlege unabhängig von diesem Thema nun außerdem, mit den Stunden runter zu gehen...das würde "Operation Welpe" selbstnatürlich vereinfachen Mal sehen..
@bonitasbc Hmm ob es jetzt an Arbeitshund liegt? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sehr individuell ist und konnte aber noch kein 'Cluster' in Richtung "Arbeitslinie oder nicht" feststellen? Im Gegenteil, die meisten Arbeitslinien Züchter, die etwas weniger "Schischi" betrieben haben (gezwungenermaßen, wenn man Hof etc hat), brachten Welpen hervor, die deutlich einfacher alleine bleiben konnten Sind aber halt auch ganz subjektive Erfahrungen, nicht repräsentativ
100% gibt's ja eh nie in Bezug auf Lebewesen
Danke für deine Erfahrung ich denke auch, einen Sitter oder "Plan B" braucht es auf jeden Fall
Disney92 ja das ist super, wenn man sich auch mit dem Aufbauen Zeit lassen kann
Schaefchen2310 so ähnlich sieht es hier auch aus. Also ich kann zwar keinen Hund mitnehmen, ich und mein Partner haben aber ebenfalls flexible Arbeitszeiten mit Option auf Homeoffice