Hier bei uns im Alpenvorland sind Rinder quasi omnipräsent, da an nahezu jedem Weg eine Weide liegt und natürlich in den Bergen sowieso.
Ich empfinde die Einheimischen als deutlich vorsichtiger, als Touristen. Ich und viele Hundefreunde aus der Region gehen mit den Hunden nicht über Almen, auf denen Kalbinnen sind, wo andere fröhlich darüber marschieren. Sehe ich eine Weide mit Mutterkuhhaltung halte ich GROßEN Abstand und gehe lieber kurz in eine Wiese, als direkt auf dem Weg, sollten die Rinder gerade nah am Zaun stehen (selbst wenn ein Zaun dazwischen ist...ich erinnere mich noch lebhaft ans letzte Jahr, als dem Nachbarn Rinder durch den Zaun sind und z.T. dadurch schwer verletzt durch die Gegend gestürmt sind...verschreckte Rinder mit Schmerzen sind das letzte, dem man begegnen will) 
Man hat da einfach - denke ich - mehr Erfahrung. Das heißt nun nicht, dass es nicht zu Vorfällen kommen kann oder die Menschen automatisch klüger sind.
Aber Erfahrung macht doch was aus und wer einmal erlebt hat, wie eine tobende Kuh auf einen zu rennt (selbst wenn ein Zaun dazwischen ist), der hat Respekt.
Wenn man ansonsten nur grasende Kühe aus der Ferne kennt, fehlt einem da vielleicht einfach das Bewusstsein für die Schnelligkeit und Intensität, welche Rinder an den Tag legen können wenn es darauf ankommt.
Dieses Anspruchsdenken "aber wenn da doch ein Weg entlang führt, dann MUSS das sicher sein, ansonsten wäre abgesperrt" halte ich für sehr gefährlich