Beiträge von Senta2006

    Viel Geduld, ganz viel positives bestätigen, die Aufgaben langsam steigern und immer mit nem positiven Erlebnis aufhören, wenn der Hund noch Spaß dran hat und nicht schon total überfordert ist.

    Der allerwichtigste Punkt bei uns war, dass ich mir den Druck rausgenommen hab. Dieses Gefühl ständig üben zu müssen und immer besser werden zu müssen. Rückschläge gehören dazu und wenn wir nen schlechten Tag hatten (ich gestresst war oder sie einfach nicht so gut drauf war), sind wir einfach gut an der Schlepp gesichert ne Runde gelaufen und ich habe gar nichts von ihr erwartet. Keine Übungen gemacht und nichts.
    Wenn sie und ich gut drauf waren haben wir dann weiter geübt.

    EDIT: Ich war übrigens früher auch super ungeduldig und durch das viele Trainieren bin ich da so viel ruhiger geworden und hab auch für mich persönlich wirklich viel mitgenommen. Ich gehe einfach gelassener an die Sache ran und wenn was nicht gleich klappt, dann klappts halt nicht gleich.
    Und irgendwann fängt man dann an solche Herausforderungen zu mögen :ugly: Nachdem die Madame jetzt für mich einfach soooo super händelbar ist, hab ich mir ne Reitbeteiligung gesucht, die ordentlich Pfeffer im Hintern und die ein oder andere Macke :hust: hat und deren Besitzerin sich jetzt ein zweites Pferd gekauft hat, weil sie die einfach nicht mehr reiten kann vor lauter Angst, dass etwas passiert.

    Gibt es hier jemanden der Bernd mal live erlebt hat?

    Ich habs letztes Mal auch nur so nebenbei geguckt, aber wenn ich das nicht komplett falsch mitbekommen habe, war das das erste Mal, dass er mit der Stute gearbeitet hat. Ich glaube erst hat er ihr nen Strick um den Bauch gelegt und direkt daraufhin dann den Sattel.

    Die Untersuchung vom Tierarzt kam auf jeden Fall erst, nachdem er so von ihr getreten wurde.

    Ich hab's letzte Woche nicht gesehen. Die Stute war roh, er ballert da nen Sattel drauf und guckt, was passiert?

    Die Stute hat wohl ne mega tolle Abstammung und ist angeblich roh für 5000€ von dem Paar gekauft worden. Das Paar wollte sich die Stute selber einreiten, habens aber nicht hinbekommen, weil sie schon beim Satteln völlig abgedreht ist.

    Dann kam der Hackl, hat nen Sattel draufgepackt, Sattelgurt angezogen und von der Stute ja dann ordentlich eine verpasst bekommen.

    Schade um das tolle Pferd :(

    Gibt es hier jemanden der Bernd mal live erlebt hat?

    Ne. Aber ich muss sagen, von dem was man da so von ihm sieht, würd ich auch keinen Pfennig dafür hinlegen um den zu sehen.

    Ich schau's auch grad wieder, obwohl ich die Sendung eigentlich nicht gut finde :ugly:
    Sie find ich ja noch ok, aber der Hackl geht für mich gar nicht. Ich hab ja wirklich nicht viel Ahnung von Pferden und arbeite mich bei meiner RB grad wirklich nur Schritt für Schritt vorwärts.

    Aber dieses ständige Druck ausüben auf das Pferd, bis es das ganze irgendwann dann erträgt find ich furchtbar :/ Auch dass der letztes Mal einfach nen Sattel drauf gepackt hat ohne dass das Pferd mal untersucht wurde. Was hat denn das mit Pferdeprofi zu tun. Das sagt einem doch schon der normale Menschenverstand, dass man zuerst mal abklären lässt, ob das Pferd was hat :mute: Und dass der nie nen Helm trägt find ich auch echt unmöglich.

    Bei der Schimmelstute letzte Woche hab ich mir auch meinen Teil gedacht. Das Training war ja - soweit ich das beurteilen kann - echt ok. Aber die Besitzerin :mute: Wie kann man denn ein Pferd nicht untersuchen lassen, wenn das rücklings mit Sattel auf Pflaster geknallt ist!? Man man man :muede:

    Die blinde Reiterin ist find ich auch super. Richtig toll :bindafür:

    Jaaaaha meeega toll :hust: :lol:

    Den ersten Freilauf hatten wir wie gesagt nach ca. nem halben Jahr. Das ging aber ne ganze Zeit lang nur an bestimmten Stellen und mit dem Superscannblick ala Frauchen :lol:

    Bis wir den ersten Hasen ohne anleinen (und hinterherjagen wollen) wegflitzen lassen haben hats ungefähr 2,5 Jahre gedauert. Seit ca. nem Jahr sind wir so weit, dass ich im Wald telefonieren oder im Internet surfen kann ohne dass ich direkt mit einem Hund weniger da stehe xD

    Wobei ich ganz klar auch dazu sagen muss, dass wenn ich am Anfang schon das gewusst hätte, was ich heute über den Jagdtrieb und wie man damit arbeiten kann weiß, dann wär das sicherlich noch schneller gegangen.

    Und ich hatte den Vorteil, dass Senta zwar nen sehr starken Jagdtrieb hatte (hatte deswegen, weil mans echt nimmer so merkt. Aktives nach Spuren suchen ist passe und selbst wenn wir über ganz frische Spuren laufen ist sie kontrollierbar), aber auch ebenso ne starke Bindung zu mir hat uuuuuuund der verfressenste Hund auf der ganzen Welt ist und damit super gut zu belohnen ist :D


    Was ich vorhin vergessen hatte - vll interessiert das ja irgendwen :lol: - Kalle war 4 als wir ihn bekommen haben und ist jetzt seit gut 2 Jahren da.
    Senta haben wir jetzt seit gut 4 Jahren. Ich schätze sie aktuell auf ca. 10 Jahre. Laut Impfpass (ebenfalls geschätztes Datum) wäre sie jetzt erst 8.

    Meine beiden sind auch aus dem Ausland.

    Senta kommt aus Frankreich - Vorgeschichte unbekannt.
    Meine Vermutung: beim Jäger aufgewachsen, irgendwann aussortiert, ne Zeit lang Straßenhund und dann schließlich TH in Frankreich und anschließend in D nochmal ein viertel Jahr, bis sie bei uns einzog. Bei ihr gab/gibt es mehrere Baustellen.

    Angstproblem: Anfangs war sie sehr ängstlich. Männer waren generell gruselig. Besonders schlimm Männer in Uniformen jeglicher Art - vom Bauarbeiter bis zum Polizisten. Gassigehen war eine einzige Katastrophe. Schon ein raschelnder Busch hat gereicht, dass sie rückwärts im Geschirr hing und wegrennen wollte. In Wälder ist sie gar nicht rein. Von belebten Straßen oder ähnlichem brauch ich gar nicht reden. Schon ein leeres Wohnviertel war eine Herausforderung für uns.
    Das Angstproblem war bei ihr aber gar nicht so ein großes Thema. Ich hab ein Jahr lang wirklich hart mit ihr daran trainiert. Ihr immer die Zeit zum Beobachten gegeben und super viel positiv bestätigt. Nach einem Jahr war Angstsache gegessen und ich konnte sie sogar Samstag Nachmittag mit auf den Christkindlesmarkt in Nürnberg mitnehmen.
    Dabei muss ich aber sagen, dass sie auch ein seeeehr offener Hund ist, super neugierig und sich sehr stark an ihre Menschen - in allererster Linie an mich - gebunden hat. Bei anderen Menschen ist sie auch heute noch wesentlich vorsichtiger. Nur wenns Fraule dabei ist, ist fast alles egal.

    Jagdtrieb: Tjaaaaa :p Übernommen haben wir sie als nicht ableinbar, wegen sehr starkem Jagdtrieb. Was genau das bedeutet wurde mir dann recht schnell klar :headbash:
    Ein flitzendes Eichhörnchen reichte aus, dass ich 20 Minuten auf der Stelle stand, weil ich die Nuss einfach nicht vom Fleck bekommen hab. Null ansprechbar und auch weiterziehen war überhaupt keine Lösung. Die hing nach 100 Metern immernoch im Geschirr :ugly:
    Letztendlich gabs dann Antijagdtraining. Als erstes hab ich mir über ein halbes Jahr nen guten Rückruf aufgebaut. So konnte sie dann überhaupt erstmal in wildfreien Gebieten teilweise von der Leine. Bezüglich Wildsichtungen und ganz frsichen Wildspuren hat uns der Rückruf leider nichts gebracht. Da haben wir dann über konditionierte Entspannung, Isometrische Übungen und vor allem das Vorstehen üben rießige Fortschritte gemacht. Heute läuft sie sehr viel frei - selbst wenn wir in den Alpen wandern gehen oder ich mit dem Pferd ausreite. Allerdings darf sie auch nur bei bestimmten Personen frei laufen. Sie hört halt nicht auf jeden :hust:

    Und unsere größte Baustelle: das Alleine-bleiben
    Ich hab zweieinhalb Jahre mit ihr trainiert. Mit Trainer, konditinierter Entspannung auf Musik, Geruch und nen Platz, DAP-Stecker und L-Theanin. Alles nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Letztendlich hab ich beschlossen, dass es uns besser geht, wenn sie einfach immer in Betreuung ist, wenn ich und Männe keine Zeit haben. Damit leben wir jetzt gut und entspannt :D

    Ansonsten war und ist sie halt ein absoluter Hibbelhund. Ist zwar wesentlich besser geworden, aber so ganz ablegen wird sie's wohl nie.

    Sie ist sicher nicht perfekt, aber für mich der beste Hund der Welt und hat eine waaaaaahnsinns Entwicklung hingelegt :herzen1:

    Unseren Zweithund Kalle haben wir von einer Pflegestelle übernommen. Er kommt aus einer Auffangstation in Serbien. Was vorher war, wissen wir auch bei ihm nicht. Die Auffangstation war total überfüllt und er wurde von einigen Hunde übel zusammengerichtet und daraufhin nach Deutschland geholt.
    Kalle ist der unkomplizierteste Hund der Welt. Man kann ihn überall hin mitnehmen und er fällt nirgendwo auf. Er ist halt einfach da :headbash: Er ist total ausgeglichen, braucht null kopfmäßige Auslastung und ist mit allem und jedem zufrieden.
    In manchen Situationen ist er vorsichtig bis ängstlich, das fällt aber im Alltag überhaupt nicht auf. Er orientiert sich immer an mir und an Senta.
    Auf der Pflegestelle hat er recht schlecht gefressen. Kauzeug und Leckerchen gingen gar nicht. Die hat er links liegen gelassen und seine täglichen Mahlzeiten hat er wohl immer nachts gefressen. Das war bei uns nach nem Tag durch. Sein Essen stehen lassen konnte ich nicht - hätte Senta gefressen. Er hats einmal stehen lassen und seitdem nie wieder. Leckerchen hat er am ersten Tag ausgespuckt, am zweiten Tag hat er dann schon Käsewürfel und Wienerle genommen und seitdem ist alles heiß begehrt. Ebenso auch Kauzeug.

    Die einzige wirkliche Baustelle sind Hundebegegnungen gewesen. Kalle findet andere Hunde klasse und verhält sich wie ein 6 monate alter Junghund. Hüpft um andere Hunde rum und patscht ihnen mit den Pfoten auf den Rücken. Mittlerweile klappt das, sofern ich ihm sage, dass er langsam machen soll ganz gut. Er lässt mittlerweile auch prima abrufen und rennt nicht einfach hin, wenn ich das nicht möchte.
    Andere Hunde nehmen ihn oft nicht für voll. Und intakte Rüden sind gerne mal tierisch verliebt in ihn. Anfangs wollte er da immer wegrennen. WEnn ich da nicht schnell genug war gabs ein rießen Chaos. Er vorne weg und der Liebestolle Rüde hinterher und keiner konnte seinen Hund mehr abrufen. Das haben wir aber auch relativ schnell in den Griff bekommen. Er ist zwar immer noch unsicher in solchen Situationen, knurrt aber mittlerweile und wenn der andere Hund es gar net rafft, schnappt er auch mal ab. Mittlerweile versteht er auch gott sei dank meistens ganz gut, dass der andere Hund keinen Bock auf ihn hat, wenn der knurrt.
    Er ist noch recht aufgeregt bei anderen Hunden, aber mittlerweile laufen wir auch wieder in Hundegruppen mit ohne dass er permanent nur gemobbt wird :gott:

    Uff ich glaub das war so das wichtigste - sollte eigentlich gar nicht so lange werden :ops: