Beiträge von redborder

    Hallo Sarah,
    mein Eseli wollt auch erst nicht ans Stroh. Nase gerümpft und verächtlich weggegangen. Da er aber auch mehr als leichtfüttrig ist, musste er dann einige Zeit mit Diätportiönchen Heu auskommen. DANN hat er Stroh gefressen, bis auf den letzten Halm :roll: Schon mal so versucht?
    OK, der tat mir schon leid bei der Handvoll Heu, die ich ihm nur gab. Aber geholfen hats.

    Hm, n Quader für 15 Euro.... da wirste halt auch sonst niemanden finden. Das is ja nu ein Dumpingpreis.

    LG Sanny

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    Sag mal, wenn du dich so gut auskennst, wieso konnten die das Getreide ernten und Stroh machen, aber kein Heu? Gibt es da Unterschiede? Heu trocknet länger, oder?

    Corinna hats fürs Heu ja schon erklärt.
    Fürs Getreide muss eben nur trockene Witterung sein, damit Stängel und Frucht äußerlich abgetrocket sind. Das Getreide selbst ist zu diesem Zeitpunkt der Ernte ja bereits trocken (die Körner also hart, reif), der Stängel eigentlich schon Stroh.
    Wenn also der Mähdrescher drübergesaust ist, kann man eigentlich direkt mit der Presse hinterherfahren um das Stroh zu pressen.
    Sicher passierts mal, daß es Dir nach der Ernte mal draufregnet. Hatten wir am vergangenen WE nach der Wintergersteernte. Dann lassen wirs genauso auf Schwaden liegen und warten bis die Sonne ein wenig draufgeknallt hat. Dann kann mans pressen.
    Wenn man mal so ein nasses Erntejahr hat wie vergangenen Herbst wirds unschön. Gemäht (Getreide) wurde ad hoc alles, als Wetter war und fürs Pressen vom Stroh reichte einfach die Zeit nicht. Zerteilen können wir uns leider nicht.
    Das wurde also nass, und wieder nass und nochmal nass.... irgendwann hatte der Wettergott einsehen und es trocknete ein paar Tage. So hatten wir dann letzten Winter kein goldgelbes Stroh sondern häßlich graubraunes....schon verwertbar und auch net schlimm fürs Vieh, aber eben unschön.
    Meinem Esel geb ich aber auch Stroh als "Magenfüller" Der allerdings legt Wert auf goldgelb und fluffig :D

    LG Sanny

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    Ich weiß nicht, wie es bei euch aussieht, aber bei uns gehören große Wiesen meist nicht einem Besitzer. Teile sind gemäht, der Rest steht.


    Na klar, das ist hier und überall so. Unser großer Acker hat 6 ha und gehört ungefähr 20 verschiedenen Besitzern. Vielen zahl ich 5 Euro Pacht für ein kleines Fleckchen davon. Wir haben am letzten WE von unsrer Wiese, die 4 ha hat auch nur einen Teil gemäht- weil Regen angesagt war, die Zeit nicht gereicht hätte und der restliche Teil Wiese nass war. Manchmal sind Dinge plausibel erklärbar- wenn man sich ein wenig damit auskennt.

    Zitat

    Ich bin immer begeistert, wenn ich durch Deutschland fahre und riesige Felder sehe! Weit und groß!


    Ja klar, die sind aber auch nur zusammengelegt. Die gehören auch vielen, vielen Besitzern. Manche wissen auch gar nichts davon. Manche sind längst verstorben. Das ist so.

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    Fahr mal über die Schwäbische Alb! Leben kann davon schon lange keiner mehr!


    Jepp, hab Verwandschaft da! Leben kann hier auch kaum einer davon. In unsere Gemarkung haben wir keinen mehr. In der Nachbargemeinde einer und auf der anderen Seite auch einer. Das is alles.

    Ach jeh.... hier wär wirklich Aufklärungsarbeit von Nöten...
    Nur kurz:
    Hunde in ungemähten Wiesen oder ungemähten Äckern sind dem Bauern ein Kreuz. Warum? Weil eh schon genug vom Futter bzw. Getreide umliegt (Gewitterboen, starker Regen) und die Ernte in der Qualität damit noch schlechter ausfällt. Alles was platt da liegt, kann nur schwer vom Mähdrescher angehoben werden bzw. vom Mähwerk erwischt werden. Weiterhin liegt der Kram auf dem momentan sehr nassen Untergrund und fängt das Faulen an. Unter Umständen erreicht das Getreide nur noch Futterqualität und damit deutliche Verluste in des Bauern Geldbeutel.

    Weiterhin sind Wiesen und Äcker kein Freiwild, die gehören den Landwirten und sind deren Kapital. Da hat niemand was drauf zu suchen. Ganz einfach.
    Schließlich wächst da Futter drauf- fürs Vieh und für den Menschen. Oder was denkt ihr wo Eure Frühstücksbrötchen herkommen?

    @Biber: ei joh! Im Mai war Wetter. Aber was noch? Gewitteransagen- ständig und andauernd. Warnungen vor Unwettern, die ja auch mancherorts runterkamen. Und das nicht zu knapp.
    Glaubst Du denn, daß man ein so hohes Risiko eingeht zu mähen, wenn Gewitter angesagt sind? Schon gleich, wenn man eigentlich den Sommer im Juni und Juli erwarten und da genug Zeit hat? Wer konnte ahnen, daß es seitdem Dauerregen und dauerkalt ist? Landwirtschaft ist nunmal ausschließlich vom Wetter abhängig und das kann keiner auf mehrere Wochen vorhersagen. Was meinst Du denn, wie gestresst wir alle sind deswegen?
    Also Du scheinst ja echt auf ner Insel zu leben! Sicher, es gibt immer weniger "kleine" Bauern. Auch hier. Aber dafür gibts einige "Große" die die Fläche mit Handkuss nehmen- denn leben kannst Du davon nur, wenn Du viel hast. Ihr wärt ja in der Tat ein schwarzer Fleck auf der Landkarte, wenn es so wär wie Du das beschreibst. Sorry, aber das kann ich kaum glauben. Bin kürzlich in BW zu nem Seminar gewesen, da sah es so aus wie hier. Ich hab da nichts anderes feststellen können (außer das der Mais schöner aussah :D )

    @Canum Äskulap: ungemähte Wiesen verbuschen schnell und sind naturschutztechnisch überhaupt nicht sinnvoll, da die Artenvielfalt verlorengeht. Hingegen wenn mindestens einmal gemäht und beweidet oder zweimal gemäht wird, bleibt diese erhalten und die Naturschützer sind froh :^^: Deshalb gibt es in der Tat Naturschutzprogramme in jedem Bundesland, die sogar vorschreiben, wann Du zu mähen hast. Dafür gibts aber im Gegenzug Fördergelder.
    Baffo hats beschrieben.

    Schöne Grüße von Sanny

    Zitat

    Ich wünschte mir unsere Wiesen würden gemäht. All die Jahre wurden die Wiesen gemäht und man konnte so wieder über die Wiesen gehen und auch üben. Jetzt plötzlich mäht keiner mehr hier. Selbst in der Zeitung werden die Leute und Bauern zum Mähen aufgefordert, machen tut es dieses Jahr keiner mehr. Keiner braucht wohl mehr Heu. Die Arbeit lohnt wohl nicht. Schade! Es war so schön querfeldein zu gehen. Aber die hohen Wiesen sind zu nass und ecklig.

    Stoppelfelder sind meinem Hund zu picksig! Leider!

    Grüße Biber

    :lachtot: :lachtot: :lachtot: wie geil ist das denn?
    Da mäht keiner! Warum wohl?
    Es gibt da sonen Spruch: gemäht wird dann, wenn Wetter ist
    Denk mal ein Sekündchen drüber nach.

    melsun: echt? runtergeflogen? tztztztztztz... [ironie off]
    könnt in seltenen Fällen sein, daß der Bauer das grüne Zeug als Futter für sein Vieh braucht.

    Stadtkinder. Ich grüße Euch-die Sanny

    Ehrlich? Der mag das? Wenn die Stoppeln so richtig in die Ballen pieken?
    *autsch*

    Seltsame Vorliebe hat er da! Aber Hauptsache er hat fun. :D
    Viel Spaß noch und keine Angst: das meiste an Ernte wird doch erst noch eingefahren. Ihr habt also noch Zeit zum Toben.

    LG Sanny


    DAS ist ein BorderCollie :D
    Der große schwarz-weiße Hund nennt sich zwar auch so, aber das ist sicher keiner, der hauptberuflich Schafe schiebt... hab ich Recht? :roll:
    Also, das Exemplar, welches Du hier siehst, ist sogar schon recht groß. Hündinnen sind oft viel zarter und kleiner und schieben Dir sogar ganze Kuhherden übern Acker. Es kommt eben auf das "wie" an.

    Dann bin ich mal gespannt auf Eure ersten Erfahrungsberichte. Vielleicht trifft man sich mal

    Echt schnuffiges Mädchen Deine Zoe ;)

    LG Sanny

    Zitat


    Und eine, vielleicht doofe Frage :ops: , aber kann es sein das ein Hund zu klein ist zum hüten :???: Weil Zoe für ihr eUmstände wirklich ein Zwerg ist

    Zu klein gibts nicht. Es sei denn, Dein Hund kann nicht über der Grasnarbe hervorschauen und die Schafe sehen ihn deshalb nicht :D

    Zu den Kosten: unterschiedlich.
    Aber rechne mal grob mit 40-50 Euro für einen Seminartag (mit mehreren Durchgängen pro Hund) oder 10-20 Euro für eine Trainingseinheit bei einem Ausbilder zu Hause. Nur mal so als Anhaltspunkt.