Beiträge von BBSmile

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    Das kenne ich. Ich habe ein Rudel (übrigens auch eine Rasse, die Fremden gegenüber eher zurückhaltend ist ;) ) Darunter ist auch ein Schisser. Trotz gleicher Prägung wie die anderen Hunde hatte er schon immer Angst vor Fremden, obwohl er nie schlechte Erfahrungen gemacht hat.

    Das Vertrauen und die Bindung zu uns ist aber sehr tief. Gegenstände, die ihm z.B. während des Spaziergangs Angst machen, zeige ich ihm, indem ich vorgehe, diese berühre und ihm "erkläre", daß z.B. die gelben Müllsäcke nicht im nächsten Moment explodieren. Dabei gehe ich meist in die Hocke, was ja idR eine recht entspannte Haltung ist.

    Wichtig ist einfach in jeder Situation ruhig zu bleiben. Er orientiert sich in Angstsituationen an euch und eurem Verhalten. Bleibt ihr locker, ist alles in Ordnung.

    Langsam bin ich der Meinung, ich/wir machen uns viel zu viel Gedanken um den Kleinen. Ich denke jetzt auch, dass ich/wir das mit viel Geduld und Ruhe hinkriegen, vorallem mit unserer Liebe und Zuneigung...ohne große Übungsspielchen auszuprobieren und ihn zu irgendwas "zu zwingen" (wie z.B. Spielen in großer Welpenrunde). Ich denke auch nicht, dass sich sein Verhalten und Anhänglichkeit uns gegenüber ändern wird, dafür ist er zu sehr auf uns fixiert. Und wie du sagst, er orientiert sich an unserem Verhalten, also wird er sich weiterhin an uns halten und uns folgen und vorallem auch weiterhin auf uns hören (wie er es bisher gemacht hat).
    Meine Ängste waren bisher halt, dass er-wenn er groß ist, aus Lust und Laune Menschen oder Tiere angreift, sobald Sie ihm einen Meter zu Nahe kommen. Aber sind meine Ängste trotzdem doch irgendwie berechtigt?

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    [wiki]Wesen [Bearbeiten]

    Berner Sennenhunde sind selbstsicher, gutmütig und freundlich. Sie haben einen ausgeprägten Wachtrieb, ohne dabei aggressiv zu sein. Sie sind heute nicht nur gute Haus- und Hofhunde, sondern auch beliebte Familienhunde.[/wiki]

    Wachtrieb ist nicht gleich agressiv. Außer dem Unterwürfigen verhält sich die Mutter ganz normal, wenn ich das richtig verstanden habe.

    Es gibt in jedem Wurf Mutige, Draufgängerische und kleine Schisser. Selbst bei gleicher Prägung und Sozialisierung entwickelt sich jeder Welpe anders aufgrund seines individuellen Wesens.

    Da hast du wohl einen kleinen Schisser erwischt. Mach dir nichts draus. Wahrscheinlich ist es euch nur nicht aufgefallen, solange die anderen (vertrauten) Geschwister dabei waren.
    Wichtig finde ich in diesem Fall, daß er lernt, DIR und deiner Familie IMMER blind vertrauen zu können. Wenn dieses Vertrauen da ist, wird er dir folgen, was immer du auch tust. Es macht wenig Sinn, einen Hund an viele Menschen, kläffende Hundegruppen usw zu gewöhnen, wenn er nicht weiß, ob er von dir Rückhalt und Schutz bekommt. Gewöhn ihn an euch.
    Also betüttel ihn nicht, wenn er Angst hat, aber biete ihm trotzdem Schutz. Lasst Nähe zu.
    Und die Geschichte mit der Welpenspielgruppe als Rudel ist wirklich Quatsch.

    Oh jaa, da haben wir wohl wirklich den kleinen Schisser erwischt!! :D Aber was soll's.
    Aber danke für den Rat, ich werd ihn ab jetzt immer Schutz bieten, wenn er ihn sucht...egal was die Trainerin sagt, ihn aber nicht betütteln (erscheint mir eh viel logischer). Und ich glaube er vertraut uns sehr, denn in der ersten Welpenspielstunde sollte meint Freund ihn in einen Tunnel stecken (was ohne Probleme möglich war) und ich am Ende stehen und ihn zu mir rufen, diese Aufgabe erledigte er mit Bravur und kam in eiles Schnelle zu mir gerannt, ohne Probleme und große Ängste zu zeigen. Sobald jedoch die Trainerin die Aufgaben mit ihm und mir zusammen durchführen wollte, streikte er und viel wieder in das Angst- und Beißverhalten zurück. Er ist sehr auf mich und meine Familie fixiert.

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    Die Mutterhündin zeigt ein sehr unsicheres Verhalten gegenüber fremden Hunden (eine erwachsene Hündin sollte sich nicht unterwerfen - das zeigt ihre Unsicherheit, sowas gehört sich für einen erwachsenen Hund nicht mehr) und auf dem Hof offensichtlich aggressives Verhalten gegenüber Personen. Es geht vielmehr um Stimmungsübertragung, weniger um den Erziehungsstand. Und das "unwohle" Gefühl seiner Mutter, merkt er. Zudem scheint er eher der zurückhaltende Typ zu sein, da wundert es wenig, dass er das Verhaltens "seines Vorbildes" auf diese Art umsetzt.

    Ich würde Mutter und Sohn so oft wie möglich getrennt in diese Situationen bringen, so dass er sich möglichst nicht noch mehr von seiner Mutter abschaut.

    Die Rassekombination trägt auch nicht unbedingt zu einem sicheren Wesen bei.

    Viele Grüße
    Corinna


    ...das mit dem Unterwerfen war vllt. falsch ausgedrückt. Sie hat da ihre 2-3 Hunde (aus'm Ort), denen Sie sich unterwirft, das sind Jack-Russel, die als Jagdhunde eingesetzt werden und ziemlich ruppig sein können. Wo es mich auch nicht wundert, dass Sie so reagiert.

    Und ich denke eigentlich, dass das Verhalten von der Mutter auf dem Hof, gegenüber fremden Personen korrekt ist, immerhin ist es ihr Revier und ihre Aufgabe den Hof zu bewachen. Wichtig ist für mich bzw. uns, dass Sie auf unser Kommando abzulassen hört. Sie beißt ja die fremde Person nicht, sondern schüchtert Sie nur ein, indem Sie kläffend drauf zu rennt oder um sie herum.

    Danke an alle für die Antworten!!!! :gut:

    An BigJoy & DSH Bauer: Ich erlaube Emil Schutz bei mir zu suchen, jedoch meinte die Hundetrainerin bei der Welpenspielstunde ihn einfach zu ignorieren, wenn er winselnd ankommt, während ich in der Gruppe mit den anderen Menschen und Hunden stehe und er Angst vor Ihnen hat. Ich bin auch der Meinung, dass er in der ersten Welpenspielstunden einfach überfordert war mit der Situtation, dem vielen Neuen und Fremden.

    @dieschweizer: mit den Leckerli's üben meinte ich, dass fremde Personen ihnen welche geben, in meiner Gegenwart und ich ihn motiviere sie anzunehmen, damit er versteht, dass sie ihm nichts tun (meinte die Hundetrainerin, bzw. das rät sie uns so zu üben).
    Und mit dem Rudel hast du richtig verstanden, die Trainerin meinte, wenn ich bei der Gruppe stehe, muss er die Gruppe (ca. 10 Welpen im Alter von 10-19 Wochen) als sein Rudel ansehen, und wenn er sich abwendet, soll er sich irgendwann als ausgeschlossen fühlen und irgendwann das Bedüfnis erwecken, dass er dazu gehören will. Aber ich habs auch nicht verstanden, weil sein Rudel ist in meinen Augen: Ich und meine Familie sowie seine Mutter.

    Was ist Emil für eine Rasse?
    er ist zu 75% Bernser Sennen und 25% Münsterländer-Mischling.

    @ flying-paws:
    Seine Mutter (Bella) ist eine ganz Liebe, immer offen gegenüber fremden Hunden und teils unterwürfig. Bei Fremden Menschen geht sie eigentlich drauf zu (beim Spazieren gehen etc.) und wenn fremde Menschen ihr Revier, unser Grundstück betreten ist sie erst einmal wachsam und bellt die Person an, sobald aber das Kommando "aus" kommt und wir sie zu der Person hinführen und ihr bestätigen, dass es okay ist, dass die Person den Hof betritt, lässt sie sich schnell streicheln und akzeptiert die Person. Auch hört Sie sonst aufs Wort (außer bei der Witterung von Wild), geht Fuß, beherrscht die Grundkommando's und auch mehr. Sie ist somit der perfekte Haus-, Hof- und Familienhund und Emil siehts fast perfekt von seiner Mutter.

    Hallo,
    ich war letzte Woche mit meinem da noch 14 Wochen alten Rüden (Emil) zur Welpenspielstunde und er hatte extreme Angst vor den anderen Welpen und Menschen. Auch Zuhaus beim Spazieren gehen o.ä. sucht er immer Schutz bei mir und beißt sogar, wenn jemand ihm zu nahe kommt, bzw. ein anderer Welpe ihn in die "Ecke drängt" oder jemand ihn anfassen will.

    Ich probiere schon ihm Selbstbewusstsein beizubringen und mit Leckerli's zu arbeiten, damit es sich bessert. Auch mit Ignoranz, wenn er winselt vor mir sitzt und Schutz sucht, bzw. sich abwendet vom "Rudel" (Rudel=z.B. Welpen und Menschen in der Welpenspielstunde)

    Meine Frage ist eigentlich: "Warum ist er so?"
    Emil lebt mit seiner Mutter bei uns auf dem Hof, wir gehen natürlich regelmäßig und ausgiebig spazieren und er ist einer von 7 Welpen aus den Wurf. Wir haben und hatten jeden Tag viel Besuch und fremde Menschen bei uns und erst seit kurzem hat er sich wie oben entwickelt und Angst. Der Hundetrainer meinte, er verhält sich wie ein Hund, der nie Sozialisation kennen gelernt hat (was aber nicht so ist). Ich weiß zwar, dass er aus dem Wurf immer der Ruhigste war und dass er sensibel ist, aber warum jetzt dieses Verhalten?

    Heute hatten wir ein Treffen mit seiner Schwester und auch bei diesem Treffen dauerte es 1 Stunde, bis sie anfingen etwas zu spielen. Als er dann irgendwann seine Mutter vom Weiten sah war es komplett vorbei und er fing an zu "weinen".

    Ist es sein Charakter, der ihn so scheu macht?

    Für Ratschläge wäre ich euch sehr dankbar! :smile: