Beiträge von friedapaula

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    Wie auch immer, bei der Angst-Problematik hat sie mir aber sehr geholfen, das hatte sich also gelohnt und deswegen war sie ja auch da... das mit dem Freilauf hat sie nur so nebenher gesagt als ich berichtet habe, dass es super klappt

    Bei ´nem Tierschutz-Angsthund kann ich die Trainerin schon verstehen, wenn sie noch zur Vorsicht rät. Wie viele Hunde aus dem Ausland sind aufgrund eines Schrecks schon abgehauen und es hat ewig gedauert (wenn es überhaupt geklappt hat), bis diese wieder zuhause waren.

    Du wirst es (hoffentlich!) einschätzen können.

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    Als es an der Schlepp super geklappt hat hab ich keinen Grund gesehen sie nicht frei laufen zu lassen, v.a. weil sie schnell Rennen liebt.. Und sie hört auch im Freilauf auf "hier". Ist doch dann ok, oder?

    Wenn´s keine Jägerin ist, seh ich da kein Problem. Sowas wär ja mal mein Traum! ;)
    Welche Rasse/Mix ist sie denn?

    DAS hat sie alles in zweieinhalb Wochen gelernt und führt es zuverlässig aus? Und du hattest nicht das Gefühl, dass sie überfordert war/ist?
    1. Das ist echt viel!
    2. Du hast ´nen Wunderhund erwischt!

    Wenn ich (an deiner Stelle) definitiv eine Superplatz wüsste/hätte, wo sie ausgebildet und ihren Anlagen nach eingesetzt wird, würde ich sie abgeben. Hast du den? Ist es realistisch, sowas zu finden?

    (Ich selber denke auch ständig darüber nach, ob meine Jagdnase bei mir wirklich glücklich ist. Ich versuch´halt mein Bestes. Die wär allerdings auch bei keinem Jäger zu gebrauchen. Vorgestellt hab´ich mir aber auch immer einen freilaufenden Hund, mit dem ich entspannt durch die Gegend laufen kann. Ist nicht. Mit der Gesundheit gibt´s außerdem Probleme. Aber abgeben?)

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    Wie haltet ihr das? Beobachtet ihr dann mit dem (angespannten) Hund gemeinsam die Rehe, oder geht ihr aus der Situation raus?

    Das ist wohl von Hund zu Hund unterschiedlich.
    Ich lasse meine Hündin z.B. ´ne zeitlang beobachten (clicker das auch), bis sie sich mal kurz (zu mir) abwendet. Dann ruf ich sie ruhig aus der Situation raus und werf den Dummy in die andere Richtung, damit sie doch etwas Dampf ablassen kann. Dann entweder nochmals Dummy werfen oder ein Stück rennen. (Klappt natürlich alles nur an der SL. :roll: )
    Viele Hunde halten es aber besser aus, dem Wild hinterherzuschauen und schaffen es nicht, auf den Rückruf zu reagieren. Das hat hier ein paar Posts vorher schon mal jemand beschrieben.

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    Vermutlich kann man einem Podi-Welpen beibringen auf Kommandos zu hören auch wenn die Beute über die Wiese flitzt. Einem Tierschutzhund dieser Rasse der sich selbst versorgen mußte oder schon das Jagen gelernt hat würde ich nie mehr trauen.

    Gruß Terrortöle

    Ich glaube, noch mehr macht einfach die Genetik aus.
    Meine Hündin kam (vermutlich) schon als Welpe ins Tierheim und ich hab sie dann mit ca. 1 Jahr von einer Pflegestelle bekommen. Die hatte noch keine Jagderfahrung und musste sich wohl auch nicht selbst versorgen.
    (Die erste Maus hat sie auch bei mir gefangen, das hat man einfach gesehen.)
    Und: Ich trau ihr definitiv nie! (Natürlich nur, wenn´s um´s Jagen geht!) :p

    Danke, na ja, sie sind klar alle verschieden, ich dachte halt, du hättest noch den ultimative Tipp für mich ... ich weiß, den gibt´s nicht! (Das Verhalten deiner Hündin hörte sich halt wirklich ähnlich an.)

    Sanktionierst du ein nicht ausgeführtes Stoppsignal genauso?
    Und zum Rückruf:Wenn Paula noch im SL-Radius ist, dann hört sie IMMER. Wie kann ich dann sanktionieren, wenn sie für mich (bzw. für ´ne Plastikflasche o.ä.) nicht mehr erreichbar ist? Wie soll man das dann üben?

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    ich weiß übrigens, wovon ich rede, weil meine hündin eine absolut begnadete jägerin ist, die niemals vor einem gebüsch und sonstigem halt machen würde und sowohl raubwildscharf, als auch eine wahnsinnige gute fährtenleserin und hetzelse ist. ich habe einen hund, der draußen nix anderes macht, als im appetenzverhalten herumzugurken. sie spielt nicht, sie möchte keinen hundekontakt, sie will nur jagen. und sie läuft mittlerweile frei :)

    DAS hat mich jetzt echt beeindruckt. Du beschreibst hier gerade meine Hündin (bis auf die Raubwildschärfe, genau weiß ich das aber gottseidank nicht!).

    WIE hast du das geschafft? Ich weiß, du hast gerade beschrieben, was wichtig ist und ich denke, der Grundgehorsam ist bei uns schon gut (geht natürlich immer noch besser :roll: ).
    Vorhin beim Spaziergang z.B. war ich echt stolz. SL war auf dem Boden und mein Hund ca. 15m von mir entfernt, anderer Hund in Sicht, der schon zu uns unterwegs war. Stoppsignal hat super funktioniert und auf mein Auflösungskommando durfte sie hin.
    Als sie für meine Begriffe zu weit auf´s Feld rannte, ließ sie sich sofort abrufen und ging dann mit mir weiter.
    Ich dachte mir wieder: Toll, der andere Hund hat null gehört, ist uns dann sogar noch nachgelaufen, hat aber viiieeel mehr Freiheiten, weil´s eben kein Jäger ist. :/ (Das nur nebenbei.)

    Aber zum Problem:
    Es geht um dieses extreme Appetenzverhalten. Wie hältst du sie da im Freilauf in Schach?
    An Paula muss/müsste ich pausenlos einreden, weil sie bestimmte Dinge einfach nicht unterlässt. Sie wird immer schneller und hält den Radius nicht ein, rennt auf´s Feld ("langsam", "raus", "nein") etc.
    Das hört bei ihr einfach nicht auf und da komm ich nicht weiter.