Beiträge von friedapaula

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    Sammy lebt als Familienhund mit im Haus, und bekommt 3-4 Stunden gassigehen mit Bällchenspielen und Training jeden Tag.

    Ich denke, das Problem ist hausgemacht. Der Hund war es gewöhnt, fast rund um die Uhr beschäftigt zu werden (meiner Meinung nach viel zu viel) und stand absolut im Mittelpunkt. Das fordert er natürlich weiter ein.

    Ich würde ihm zuhause auch unbedingt Grenzen setzen. Er muss nicht überall hindürfen, wo die Kinder sind. Nur weil es für andere Familienmitglieder Rückzugsorte bzw. für ihn Tabuzonen gibt, heißt das doch nicht, dass du ihn ausschließt.
    Er muss einfach ganz klar wissen, was er darf und was nicht.

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    Wenn es nicht so wäre käme doch kein Jäger mit seinem Hund klar? Denn als Jäger wird man wohl kaum ein Antijagdtraining mit Hund besuchen.
    Wenn vor meinem Jagdhund ein Kaninchen über den Weg läuft, setzt sie vielleicht noch zum sprint an wenn ich nicht schneller reagier aber dann wird gepfiffen und sie hat umzudrehen. Fertig ist die Sache...
    Kenne auch keinen Jäger, der seinen Jagdhund an einer Schleppleine führt und ihm versucht das jagen abzugewöhnen...

    Bei einem Hund mit extremem Jagdtrieb, der aber sehr eigenständig jagt, kannst du aber nicht (nur) auf den Rückruf setzen.
    Wenn meine Hündin schon hetzt, dann lässt sie sich von nix und niemandem davon abbringen und deshalb ist es so wichtig, dass das gar nicht erst passiert, d.h., bei uns ist ein Abbruchkommando viel wichtiger bzw. meine Weitsicht und mein ständiges Aufpassen, dass ich alles vor meinem Hund sehe.
    Diesen Hund bekommt kein Mensch so weit, bei flüchtendem Wild nicht hinterherzugehen, (zumindest nicht mit Mitteln, die ich verantworten könnte).
    Der Rückruf sitzt in allen anderen Situationen bombenfest, aber das Wild wird immer ein größerer Reiz bleiben.
    Bei Vorstehern ist das wirklich anders. Da kenne ich auch keinen, der dauerhaft an der SL läuft. Das war aber jetzt alles etwas OT.

    Für die TS wäre ein funktionierender Rückruf natürlich sehr empfehlenswert! ;) Aber auch der ersetzt doch kein Antijagdtraining. Unter diesem verstehe ich einfach, den Hund nach seinen Anlagen so auszulasten, dass er nicht selbstständig jagen geht, sondern seine Passion, zumindest so weit das machbar ist, mit seinem Besitzer auslebt. Und sinnvolles Impulskontrolltrainig nützt auch in anderen Situationen.

    Ich finde auch, dass das Verhalten (zumindest zum Teil) wahrscheinlich schon auch noch pubertäre "Frechheit" und mangelnder Grundgehorsam ist.

    Allerdings solltest du unbedingt darauf hinarbeiten, den Trieb umzulenken. Dein Hund soll "mit dir gemeinsam jagen", z.B. durch Futtersuchspiele, Dummytraining, Fährtenarbeit.

    Wichtig ist auch, dass du an der Impulskontrolle arbeitest. Dazu findest du hier sicher auch einiges.

    Die genannten Rassen sind ja schon dafür gezüchtet, auch bei der Jagd mit dem Menschen zusammenzuarbeiten. Du dürftest mit einem konsequenten Antijagdtraining auf jeden Fall Fortschritte erzielen, damit dein Hund später auch ohne Leine laufen kann.
    Nutzt du eine Schleppleine?

    Ich finde nicht, dass man pauschal sagen kann: "Dieser oder jener Hund ist kein Anfängerhund."

    Es kommt doch immer darauf an, was man selbst möchte bzw. tolerieren kann.
    In diesem Fall z.B. wäre es doch wichtig, ob die TS damit klarkommen kann, dass der Hund evtl. nie alleine bleiben kann oder ob es ein Problem darstellen würde, wenn er anderen Menschen gegenüber ängstlich reagiert etc., etc.
    Wenn das alles für die TS okay wäre, dann gibt´s doch kein Problem.

    Vom Jagdtrieb her sind diese Hunde, denke ich, (meistens, Ausnahmen gibt´s) viel einfacher zu handeln als andere Rassen, die eben zur eigenständigen Jagd gezüchtet wurden.

    In Sachen Grunderziehung ist es natürlich von Vorteil, wenn Erfahrung da ist, aber hier wurde ja auch geschrieben, dass man da auch oft ganz neu und anders ansetzen muss.

    Ich höre so oft: "Ich hatte schon zig Hunde und hab´da Erfahrung blablabla ... Aber es kommt immer mal wieder ein Individuum oder eine Eigenschaft, mit der man noch nicht zu tun hatte und wieder zum blutigen Anfänger wird.
    (Ich selber habe z.B. noch nie jemanden getroffen, der ´nen Hund mit so extremem Jagdtrieb hatte, wie meine Hündin ihn zeigt. Auch sie ist mein erster Hund und die "tollen Tipps" von den angeblichen Profis haben mir absolut nicht weitergeholfen.)

    Sie informiert sich und WENN ihr die wahrscheinlichen Eigenschaften zusagen (NEBEN der Optik!), dann spricht doch eigentlich nichts dagegen, sich für diese Rasse zu entscheiden.

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    Nee mein Fell ist aus Plastik.
    Das Kunstfell in wirklichkeit aus chinesischen Hunden und Katzen gemacht wird halte ich für ein Gerücht.

    Na ja, ich kann Kunstfell schon von echtem Fell unterscheiden.
    Warum muss man das jetzt ins Lächerliche ziehen?
    Auch wenn´s hier OT war, ich find´s furchtbar.