Lange rede kurzer Sinn: Vogelhaltung kann genauso artgerecht gestaltet werden, wie zb Hundehaltung
Das finde ich nicht. Die Vögel, die bei uns gehalten werden, sind, im Gegensatz zum Haushund, immer noch Wildtiere. Und gerade das freie Fliegen muss einem Vogel fehlen, ich kann es mir nicht anders vorstellen, das macht ihn doch (unter anderem) aus!
Alle Vögel, die ich je in Privathaushalten gesehen habe, taten mir immer nur sehr leid. Angefangen hat das als Kind mit dem einsamen Wellensittich meiner Freundin im kleinen Käfig. Schon damals habe ich mich gefragt, wie man sowas einem Tier antun kann. Dann die Vögel einer anderen Bekannten. Die lebten in der immer nach Essen riechenden, stickigen Küche. Mal ab und zu fliegen im Wohnzimmer und das war´s dann auch schon.
Ich weiß, viele machen das jetzt besser und bei einigen (wahrscheinlich sehr wenigen, du gehörst vielleicht dazu) Haltern leben die Vögel vielleicht sogar glücklich. Trotzdem gibt es neben den wenigen, die es gut machen immer eine große Masse an Menschen, die es eben nicht gut macht und das finde ich schlimm.
Ich frage mich, warum es für das "Bodenlebewesen" Mensch unbedingt ein Vogel als Haustier sein muss? Gerade Papageien gehören für mich nur in die freie Wildbahn und sonst nirgendwohin. Ich hab das auch schon öfter von Menschen gehört, die selber Auffangstationen für Papageien aus schlechter Haltung haben. Die sehen das Elend ja regelmäßig und sagen, dass selbst ihre einenen Anlagen nur ein billiger Ersatz sind ...
Es gibt doch wirklich so viele Tiere, die für das Zusammenleben mit dem Menschen geeigneter sind und sich wohler fühlen, oder nicht?