Beiträge von schara

    Ich habe genau so etwas mit einem Border Terrier aus unserer Nachbarschaft erlebt. Zweimal!!!
    Der ist auf unseren alten Joschi los wie ein Berserker. Hat ihn sofort an der Kehle gepackt und nicht mehr losgelassen. Ich und die Besitzer des Terriers haben alles versucht.
    Nase zugehalten, geschlagen, gewürgt, alles. Nichts hat geholfen. Am Schluß war überall Blut weil die Besitzerin eins auf die Nase bekommen hatte. Es war ein Alptraum.
    Irgendwie haben wir ihn wegbekommen, keine Ahnung wie das letztendlich in dem Tumult ging.
    Zuerst dachte ich Joschi wäre okay, aber dann bildete sich am Hals immer eine Wasseransammlung die punktiert werden musste. Also irgendwas war verletzt worden. Schlußendlich ließen wir es dann in dem hohen Alter sogar noch operieren.

    Das schlimme ist man kann nicht zugreifen, weil der Hund genauso nach einem selber schnappen würde. Pfefferspray trifft alle und mit Sicherheit die Falschen. In so einem Moment kann man auch nicht klar denken. Das geht alles so schnell, da tut man alles, aber bestimmt nicht das richtige.
    Ab dem Zeitpunkt habe ich mir Joschi geschnappt und bin gerannt sobald dieser Hund in der Nähe war.

    Unseren Joschi (gest. 2018 mit fast 17 Jahren) bekamen wir mit 11 Jahren aus dem Tierheim. Er konnte auch nicht allein bleiben, vielleicht war das auch der Abgabegrund.

    Er hat herzzerreißend geweint. Gekotet und uriniert allerdings nicht.

    Wir haben es kleinschrittig aufgebaut und er hat das alleinbleiben gelernt.

    Es geht also auch bei einem älteren Hund. Wobei natürlich jeder Fall anders ist.

    Ich würde es auf jeden Fall versuchen. Immer wieder gehen und wieder kommen. Wortlos, ohne Ritual. Mit Schlüssel oder ohne. Mit Jacke oder ohne usw.

    Ging es nicht um Hundehaltung gestern und heute und darum was früher besser war? Überspitzt gesagt traut man sich ja heute kaum noch zu atmen mit Hund aus Angst vor irgendwelchen Auflagen...

    Oh je, wo wohnst du denn?
    Also bei uns hier im Ostallgäu ist es ganz entspannt. Hunde dürfen frei laufen, überall Kottüten und Eimer. Ich kenne sogar einen Mischling, der mir stark nach Listenhund aussieht, aber wohl als irgendwasmischling eingetragen ist. Anscheinend hat das noch nie jemand kritisiert.

    Hundehalter nehmen Rücksicht auf Fahrradfahrer und Jogger, nehmen den Hund auf die Seite und die anderen bedanken sich dafür.
    Man sieht Hunde im Cafe, im Biergarten sowieso und meine waren alle schon in der Umkleidekabine bei H&M. Noch nie hat jemand was beanstandet.
    Einmal wurde ich geschimpft weil mein Hund auf die Wiese eines nicht eingezäunten Grundstückes kackte. Ich war grad dabei es einzusammeln als mich der Mann zur Schnecke machte. Das ist das einzige was mir einfällt wo ich mich mal über andere geärgert habe.

    Ich fahre mit meinen Kumpels zum Gründstück meiner Großeltern , welche direkten (privaten) Seezugang haben.

    Paar Nachbarn vom Haus laufen da auch rum , aber keine menschenmengen...

    Mogli ist aber sehr menschenscheu , ( glaube daher auch das ruhige und leicht apathische Verhalten in den ersten 1-2 Tagen) und gegenüber von Fremden ist er immer leicht gestresst...daher meine Bedenken.Er muss aber andererseits ja auch irgendwann lernen mit Menschen klarzukommen.

    Das ist ja dann mehr so wie ein Besuch bei den Großeltern mit ein paar Freunden. Wenn Mogli einen Rückzugsort hat finde ich das absolut okay. Er soll ja auch langsam an Leute gewöhnt werden und in so einem privaten Umfeld passt das schon.
    Aber das ist halt meine Meinung.