Darf ich mal fragen wie es hier mit der Ernährung weiter ging? Bist du bei dem Plan geblieben? Kommen du und der Hund damit zurecht?
Beiträge von schara
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Nochmal zu den Behandlungen wir Ohrentropfen usw. Ich habe hier ja auch so ein Exemplar, das den Braten schon riecht bevor ich nur daran denke. Schara ist unwahrscheinlich mißtrauisch. Sie würde lieber eine Woche auf jegliches Futter verzichten bevor sie sich was unbekanntes machen läßt.
Ich weiss nicht wie lange ich Dinge wie Ohrentropfen usw. geübt habe. Es geht bei ihr nicht. Dann kommen ungeplante Dinge wie die Fisteln die gespült werden müssen. Das kann man nicht vorher üben. Sowas kommt von heut auf morgen und der Hund ist noch dazu in einem Schmerzzustand. Es musste aber gemacht werden.
Ich bin dann mit roher Gewalt vorgegangen.
Ich steh dazu, denn es musste sein.Immer vor dem Gassigehen an der Haustür: Maulkorb drauf, Hund so gut es geht mit den Knien fixiert und Behandlung durchgeführt. Nie zu Zweit!
Das erstemal war ein Kampf jenseits von Gut und Böse. Hätte es jemand gesehen wäre ich reif für den Tierschutz gewesen. Aber danach sind wir rausgegangen und alles war gut.
Beim zweitenmal ging es schon besser, Schara merkte, dass sie davon nicht stirbt und es vorbei geht. Mit jedem mal wurde es besser und am Schluß konnte ich die Fisteln spülen ohne dass sie den MK trug.TA erfolgt auch mit MK und sobald der MK drauf ist läßt sie alles über sich ergehen, weil sie weiss es gibt keine Alternative.
Ich finde das MK-Training am wichtigsten. Das war die größte Hürde bei uns und beim ersten Versuch hat mich Schara gebissen, dass ich 4 Wochen ne Schiene tragen musste. Aber fürs MK-Training kann man sich ja Zeit lassen. Da weiss man, dass man den bei nem mißtrauischen Hund irgendwann braucht und kann frühzeitig mit dem Training beginnen.
Bei Schara habe ich festgestellt, dass sie es mir nicht übel nimmt wenn sie den MK drauf bekommt und dann eine Behandlung durchgeführt wird oder wir beim TA sind. Sie nimmt es mir aber definitiv übel und ist mir gegenüber mißtrauisch wenn ich mit Tricks oder Ablenkungsmanövern an die Sache ran gehe.
Etwas im Schlaf machen ginge gar nicht. Das würde sie zutiefst erschrecken, da sie mich auch nicht hört. Früher hätte ich sie im Schlaf nie anfassen dürfen ohne dass sie einen Satz an die Decke gemacht hätte. Jetzt hat sie trotz aller "roher Gewalt"
so viel Vertrauen, dass ich sie sogar im Schlaf streicheln kann.Also wie gesagt, mein Tipp wäre MK-Training und dann Dinge durchführen die sein müssen. Konsequent und ohne Rückzieher. Bei so einer Aktion niemals unsicher und ängstlich sein, bzw. es sich nicht anmerken lassen (leicht gesagt). Du weisst was zu tun ist und führst es durch. Der Hund merkt dann schon, dass er von ner gezogenen Zecke nicht stirbt.
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Das Futter steht schon auf einem Tisch, aber sie springt wohl drauf, habs noch nicht gesehen. Und wenns dort nicht geht, gehts halt woanders. Bei uns stellen viele das Katzenfutter raus.
Hab mir schon gedacht ihr in dem Gebiet einfach den Maulkorb dran zu machen, dann kann sie nix fressen. Sie darf es halt wirklich nicht wegen ihrer Niere. Ist ja nicht nur eine Gehorsamssache, sondern schon ein Aspekt der Gesundheit. :/
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Nein, das ergibt keinen Sinn. Was soll der Sprühstoß im Zusammenhang mit dem Instinkt nach dem Futter bewirken? Auch bin ich mir sicher, dass sie den Sprühstoß sofort damit in Verbindung bringt.
Es geht mir auch nicht darum Schara in einem Umfeld von 10m zu halten, sie darf ruhig mal 50m wegrennen, sich festschnüffeln oder was auch immer. Hat ja bisher immer funktioniert.
Ich möchte nur diesen Impuls der Futtergier bzgl. des Katzenfutters unterbrechen können.
Das wird wohl nur funktionieren indem ich etwas dabei habe, das noch besser ist. Aber sogar da weiss Schara genau, dass sie beides haben kann. Die Leckerlies von mir, schneller Abstecher zum Katzenfutter und wieder zurück zu mir und den Leckerlies.
Der Knackpunkt ist, dass sie ganz einfach nicht weiss, dass sie nicht zu dem Futter darf. Und ich weiss nicht wie ich ihr das vermitteln soll.
Ich habe auch schon versucht in der Nähe der Verführung mit ihr rumzulaufen. Das funktioniert einigermassen. Aber wenn sie bei einer Distanz von ca. 300m den Geruch in die Nase bekommt (Distanz von ihr bis zum Katzenfutter, nicht Entfernung von mir), dann ist sie auf und davon. So schnell kann ich dann nicht reagieren, weil ich es nicht kommen sehe.
Hach, ist echt schwer zu erklären.
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Andrea, soweit funktioniert ja alles gut. Nur dieses Katzenfutter bekommen wir nicht in Griff und ich bin davon überzeugt, dass sich Schara auch von einem Vibrationshalsband nicht abhalten lassen würde.
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Stadthüter
Schara weiss ganz genau wann sie ne Leine, ne Schleppleine oder was auch immer dran hat. Dieser Hund läßt sich mit nichts in der Welt austricksen.
Durch ihr taubes Strassenleben hat sie gelernt Menschen zu durchschauen und setzt ihren verbliebenen Sinne doppelt und dreifach ein. -
Semmal, Schara ist ein ganz normaler Hund. Sie ist taub geboren und kennt es nicht anders. Für sie ist es das normalste der Welt.
Ich glaube die Tiere haben damit meist weniger Probleme als wir Menschen. -
Wir sind lange mit Schlepp gelaufen, dann wirklich nur mit mitschleifender Leine (Wäscheleine) und jeder Blickkontakt wird bei uns immer belohnt. Es klappt ja auch überall wunderbar.
Nur dieser Katzenfuttergeruch verdirbt mir alles. Extrem ist es geworden seitdem Schara das Nierenfutter bekommt. Da ist so ein Katzenfutter wahrscheinlich ein Hochgenuss. -
Zitat
Immer wieder spannend hier samstags, ganz viel qualifizierte Kommentare
gesendet vom Handy
willst du uns was sagen?
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Ich möcht mal sehen was passiert wenn der von der Leine ist...............
