Beiträge von freulein

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    Hä? Verstehe ich nicht. Also öfter abrufen ohne anleinen und wegschicken?

    Ich antwort jetzt einfach mal :-) Der Hund verknüpft aktuell mit dem Abrufen immer Anleinen. Also so wie du es beschrieben hast, war das doch immer die Konsequenz nach dem Rückruf. Mit dem Unterschied, dass es nicht immer heim geht, aber doch die Leine zumindest kurz dran kommt oder?

    Wenn ich das richtig verstanden habe, habt ihr eben trotzdem eine quasi negative Kette für den Hund aufgebaut, weil anleinen ja immer eine Einschränkung zum rumflitzen ist.

    Heißt: ruf den Hund, wenn er angerannt kommt, belohne mit was tollem ohne ihn einzuschränken. Beispielsweise: Besitzer rennt mal mit dem Hund ein Stück, wirft Futter mit in die Laufrichtung des Hundes usw.
    Also eine BELOHNUNG für den Hund wenn er kommt, die er in dem Moment auch als Belohnung begreifen kann.
    Wenn Enki flitzt, dann ist dem ein Leckerli egal, sondern er steht dann auf Action.
    Das muss man abhängig vom Hund rausfinden, aber eben den Hund belohnen (und das mal aus der Sicht des Hundes betrachten) :-)
    Nur wenn das erstmal klar ist für den Kerl: "zurückkommen ist total super, weil da geht ja irgendwie die Post ab/es passiert was schönes" steigt 1. die Motivation überhaupt zurück zu kommen, 2. kann man dann eben ab und an "ernst" machen und die Leine dran. Trotz allem muss das aber immer variabel sein, damit das negative Anleinen nicht überwiegt.
    Das kann man statt Bällchen werfen üben und eben wirklich als Spiel betrachten :D

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    Wenn nicht alle HH so auf ihre Rechte und Freiheiten bestehen würden, mal zurückstecken würden und sich an die Regeln halten würden, gäbe es in dieser Hinsicht mit Sicherheit viel weniger Streit. Als würde der Hund leiden, wenn er im Wald mal 10 Minuten an der Leine geht..


    :gut: :gut: :gut: :gut: :gut:

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    Eine Übersprungshandlung ist es nicht. Zum beispiel passiert es wenn der Hund plarz machen soll. Er kennt das Kommando zu 100% da er es, wenn ihm danach ist, ausführt. Manchmal
    Jedoch legt er sich nur kurz hin und wenn er aufspringen will
    Und der besitzer sagt nochmal
    Platz dann fängt er an nachndrm Arm zu schnappen. Wirklich zubeissen tutber nicht, er zwickt nur.


    Ich kann nur von Enki und mir sprechen, ob das bei euch da auch zutrifft weiß ich nicht.
    Ich kenne diese Reaktion von meinem Hund und ich habe das nun immer in den gleichen Situationen gesehen: Überforderung!
    Immer wenn er nicht weiß was er da jetzt genau machen soll, weil ich entweder unsauber bin (Körpersprache, Kommando schludderig ausgesprochen usw.) oder er das Kommando nicht genau beherrscht oder ich auch einfach zu viel fordere (zu schnell hintereinander bei vielen Umweltreizen usw.) reagiert er so.
    Teilweise mit Anspringen und schnappen usw.
    Was bei uns hilft: eine kurze Auszeit.
    Heißt: irgendwo kommentarlos anbinden/auf die Leine stellen (nur so das der Hund nicht weglaufen kann), warten bis sichtlich Entspannung eintritt (Hund setzt sich etc.) oder kommentarlos wegdrehen. Alles was irgendwie in Richtung Aggression geht (lauter werden, sauer werden etc.) stachelt Enki noch mehr an. Anschließend Hund einfach kommentarlos abmachen und weiterlaufen.
    Und eben sorgfältiger auf den Hund gucken, wenn's um Kommandos etc. geht und ruhiger üben bzw. einfordern. Nicht mit dem Hintergedanken: Mach jetzt Hund!, sondern locker und entspannt.

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    Was mich mal interessieren würde, wie wärs wir stellen mal eine Liste mit Super-Belohnungen auf? (Oder gibts sowas schon hier im Forum?) Vielleicht hat ja jemand noch ne Idee, die wir noch nicht ausprobiert haben! Ich hab bei Annie festgestellt, dass Leckerchen (egal was, selbst Leberwurst) eher mittelwertige Belohnungen sind, da reagiert sie nicht immer sofort drauf. Viel bessere Belohnungen sind, wenn sie etwas tatsächlich WILL, z.B. Türe öffnen - sie darf erst raus, wenn sie Sitz macht, und dann macht sie das auch zu 100% sofort. Das bringt nur leider für den Rückruf nix - im Wald gibts keine Türen :/ :D

    Guck mal hier rein: http://nuernberg.easy-dogs.net/home/blogarchi…nungsguide.html (rechts kannst dich durchklicken)
    Da wird ziemlich deutlich wie unterschiedlich Belohnungen sind :D
    Man kann so vieles als Belohung verwenden, aber gerade für den Rückruf sollten es spezielle Sachen sein, damit die Motivation gehalten wird.
    Das kann Futter sein, aber beispielsweise bei Enki mit mir rennen und toben und hochspringen. So eine Aufstellung ist gar nicht so einfach, weil man mit den Umweltverstärkern nicht immer arbeiten kann (nicht immer ist ein anderer Hund da mit dem man spielen lassen kann usw.).
    Damit es spannend bleibt, belohne ich variabel: von rein verbalem Lob über das tollste vom tollsten und eben mal normal mit Leckerchen aus der Hand.
    Da bestimmt auch der Hund die Abstufung.
    Viel Spaß beim rausfinden :-) Ich rätsel immernoch über die perfekte Liste bei Enki nach :roll:

    hm.. ich frag mich warum hier so eine aggressive Stimmung herrscht, teilweise finde ich die Reaktionen schon echt überzogen :???: geht doch um eine einfache Fragestellung über die man sich austauschen kann...

    Ich bin da zwiegespalten.
    Die täglichen Begegnungen zeigen mir wieviele Leute ihre Hunde für gut erzogen halten, obwohl da gerade Rambazamba abgeht und denken sich nix dabei, wenn der Hund zu jedem hinrennt - will ja nur spielen etc.
    Als Hundehalter bagatellisiert man oft die Probleme von Nicht-HH und deren Ängste und sogar unter HH gibt's die rücksichtslosen Ignoranten.

    Insofern könnte ein eingehaltener Leinenzwang an manchen Stellen wahrscheinlich schon zu einer gewissen Entspannung führen, da Begegnungen nicht zustande kommen würden.

    Andererseits: Rücksicht sollte auch ohne Leine drin sein und für den Hund finde ich's nicht wirklich lebenswert. Und die gut erzogenen Hunde und Halter wären unnötig gestraft.

    Alles in Allem: Für mich eine unbeantwortbare Frage bzw. fängt das "Problem" eigentlich schon viel früher an, schon vor der Hundehaltung.

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    Ich glaube nicht, dass man einen Hund, der unausgelastet und deshalb wuschig ist, wirksam zur Ruhe kriegt, in dem man ihn anbindet oder wegsperrt etc. Ich halte nichts von Symptombekämpfung, die rächt sich. Besser wäre es, Dampf abzulassen und das schafft man, in dem man ihn 10 Minuten - was nicht die Welt ist - beschäftigt und er dann von sich aus vor Müdigkeit einpennt.

    Ich bin da ganz bei dir, seh ich auch so. Nur bei meinen Spezialisten ist das völlig egal ob wir vorher nen Marathon gelaufen sind, nach dem heiligen Gral gesucht haben oder nix gemacht haben :lol: Die hätten sich bei den ersten Treffen beide besinnungslos genervt ;-) Anleinen musste ich nicht, da beide Hunde eigentlich Ruhe kennen. Mir fällt nur ehrlich gesagt nix anderes ein, um ohne eigene Aktion eine Trennung herbeizuführen bzw. das liegen bleiben zu unterbinden :hust:

    Ich würde an deiner Stelle überhaupt keine Spiele etc. machen. Für den Besuch sollten ja ebenfalls die gleichen Hausregeln wie für deinen eigenen Hund und so wie ich das rauslese wird der ja auch nicht extra bespaßt.

    Wenn Enkis bester Kumpel da ist unterbinde ich nach kurzer Zeit Generve und es kehrt dann auch Ruhe ein. Erfordert aber Konsequenz. D.h. ich unterbinde im Ansatz schon: Jedes hochspringen, drauf zu gehen etc.
    Wenn du nach 1-2 Nachmittagen keinen Erfolg hast, würde ich den Besuch und Rudi trennen ggf. durch anleinen bis Ruhe einkehrt.

    Das wär so mein Ansatz.

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    Für sowas hab ich so nen Abzieher mit Gummilippe - der rettet sogar Sofas und Teppiche (die Decken wandern bei mir allerdings nach dem Waschen in den Trockner, der erledigt das auch ganz gut).

    LG,
    BieBoss

    Ich doof, bitte Erklärung :gott:

    Hallo ihr doppelten Rückrufer :-)
    Ich hoffe man darf auch hier seine Fragen dazu stellen, wenn's nicht so klappt mit dem Aufbau.

    Die Theorie ist mir klar, habe das praktisch auch ganz toll erklärt bekommen auf einem Workshop, aber irgendwie haperts bei der Umsetzung.

    Ich will Umorientierung und Brücke getrennt aufbauen.

    Umorientierung ist bei mir ein Pfiff (ohne Pfeife): Ich belohne jede Reaktion (Ohren wackeln, zu mir gucken usw.) variabel seit mehr als 3 Wochen in unterschiedlichen Situationen (meist auf Spaziergängen) aber irgendwie klappt es nicht immer.
    Langsam hab ich das Gefühl es wird nie was... Enkis Namen hab ich glaub ich schon kaputt gebabbelt - da kommt überhaupt keine Reaktion, deshalb wollte ich das über Pfiff mit aufbauen.
    Wie oft am Tag soll ich das bewußt machen? Also teils spiele ich auch so mit ihm. Pfiff- er guckt - ich werf Lecker - Pfiff - usw. usf.

    Brücke ist bei mir "schnellschnellschnell" immer wenn er sich auf mich zu bewegt. Aber ich glaub da bin ich zu doof... Enki läuft immer an der 10 m Schlepp und hält den Radius mittlerweile toll ein. Es kommt selten vor (wenn nur im Spiel, oder wenn er sich eine Belohnung abholen kommt) das er auf mich zu rennt, was ich ja eigentlich belohnen bzw. unter Kommando stellen will.
    Wenn die Schlepp schleift und er sich mehr als 10 m entfernt kommt es öfter vor, dass er zu mir rennt, wenn ich ihn nicht mit Kommando im Radius halte.

    Irgendwie komm ich nicht richtig weiter mit dem Rückruf :/ Das ist so schade, weil wir schon einiges hinkriegen, aber das wichtigste Kommando irgendwie nicht :-( Ich hab das Gefühl, dass ich mit ihm besser trainieren könnte, wenn ich ihn wirklich frei laufen lassen würde, da ich mich glaub ich teils unbewusst auf der Schlepp "ausruhe"...

    Hilfe! habt ihr Tipps?