Beiträge von freulein

    Nein, seit Jahren nicht mehr.
    Mein letzter Zoobesuch war hier in Nürnberg und nachdem sich alle über den winkenden Bären und den zur Salzsäure erstarrten Elefanten gefreut hatten dachte ich mir nur "raus hier".
    Die jüngste Diskussion um das Delfinarium im Tiergarten Nürnberg habe ich mitverfolgt und hoffe für die Tiere auf einen Stopp der Lagune.
    Ich kann nichts daran finden Tiere hinter Gittern begaffen zu gehen. Die Begründung das man damit besser versteht wie wichtig Tierschutz ist finde ich paradox und mein Geld wird da nicht mehr hinfließen. Ich denke mir: Lebensräume schützen statt Tiere in einer Kunstwelt gefangen halten.

    Ich hätte gerne als Kontrastprogramm einen ausgeglichenen, in sich ruhenden Hund mit hoher Reizschwelle der Dinge einfach mal ganz unbefangen annimmt. Das wär super, genau das Gegenteil von dem Zappelkerl an meiner Seite der vor allem erstmal Angst hat.

    Aber so richtig tauschen fänd ich doof, eher als Zweithund :D

    Dürfen: äh nein.

    Realität:
    Klingel = Aufstand: Bellen, zur Tür rennen, den dicken Max markieren
    Besuch will rein = Aufstand: Bellen, zur Tür rennen, den lieben Max markieren :-P

    Schlussfolgerung: ich habe noch keinen geeigneten Weg gefunden den Aufstand zu unterbinden. Weder reinclickern, noch Machtworte helfen längerfristig. Bisher geht ein Sitz+Bleib ab und an ganz gut und er hält vor lauter Konzentration teilweise den Schnabel. Aber wir sind weit entfernt von meinen Vorstellungen.
    Er darf vor sich hinmaulen und auch mal "wuff" machen, "wauwau" und mehr sind verboten :-)

    Zitat

    Aber in der Gruppe kommt dann einfach vieles zusammen, das Peinlichkeitsgefühl (warum macht ausgerechnet MEIN Hund nicht mit :verzweifelt: ), der Zeitdruck (weil die anderen neben dran stehen und warten), das Beobachtet-Werden von den anderen :dead:
    Und genau an dieser Stelle würde ich mir eine Trainerin wünschen, die auch auf MICH eingeht und nicht nur auf den Hund... Tja... Ich hab schon überlegt, das Training deswegen abzubrechen und meinen Hund einfach alleine zu erziehen, aber die Gruppenstunden sind immer eine gute Möglichkeit, mit Ablenkung zu üben.

    Hm, also das ist nur meine bescheidene Meinung:
    Ich finde in solchen Gruppenstunden muss einem nix peinlich sein, weil man ist da zum üben. Ich find falschen Übereifer oder Stolz viel schlimmer. Ich mach das weil wir was lernen sollen und damit wir Spaß haben.
    Ehrgeiz hab ich zwar schon, aber völlig unabhängig vom Gruppentraining. Irgendwann soll der Enki mal auf mich hören, aber wann entscheidet sowieso mehr oder weniger er bzw. sein Lerntempo :lol: Damit euch das Training was bringt musst du glaub ich da mit etwas mehr selbstbewußtsein ran gehen und dich frei machen von den ganzen Beklemmungen. Das macht dich verkrampft und sowas kriegen unseren Rotznasen leider mit...

    Wenn ich mit so einem Gefühl wie du es oben beschreibst da hingehen würde was die Trainerin anbetrifft, würde ich es abbrechen. Gruppenstunden sind künstliche Situationen, der Hund lernt eben dann in der Situation/mit den Hunden usw. das er abrufbar ist. Toll... das soll aber ja überall klappen.
    Da würd ich mir eher so Leute suchen, die evtl. Lust haben mal zu üben auf nem Spaziergang. Kann man mit Kumpels doch auch einbauen.
    Mir muss die Trainerin/der Trainer zusagen und ich muss mit der Art auf jeden Fall zurecht kommen. Wenn mir Unterstützung fehlt oder die Stimmung komisch ist = bin ich weg.

    Enki stellt sich tot ;-) nee quatsch... er läßt es über sich ergehen.

    Ich erzähl mal was wir alles so immer mal wieder üben, vielleicht hilft ja was bei euch:


    Wenn es um Berührungen geht, kann man schon daheim anfangen Tierarzttraining zu machen. Geht mit Clicker/Markerwort/pos. Verstärkung allgemein sehr gut - es gibt immer Belohnung für Stillhalten etc. - Dafür brauch man Geduld, aber schrittchenweise kann man sich dann unangenehmerem nähern wie mal mit ner Pinzette am Hund rumfummeln, ne Spritze zeigen, Gliedmaßen heben/bewegen etc.

    Auf den Tisch stellen und stehen kann man auch positiv belegen - man fängt mit heben an, dann das drauf stellen, dann das stehen etc.

    Die Praxis kann man ebenfalls immer und immer wieder positiv belegen. (wurde ja schon beschrieben)

    Zusätzlich kann man mit konditionierter Entspannung arbeiten und mit Kommandos: beispielsweise bestimmtes Verhalten formen und dann abfragen: Bein hochheben, Kopf hochstrecken usw.

    Das ist ne Menge Arbeit, ersetzt aber ne Sedierung.
    Was ich mich frage: Werden mit ner Sedierung nicht ggf. Symptome etc. überlagert?
    Wie soll denn dann korrekt diagnostiziert werden?

    Zitat

    Insgesamt ist sie ein sehr lebhafter Hund, der schwer zur Ruhe kommt. Tagsüber ist sie im Büro dabei. Da pennt sie eigentlich die ganze Zeit. Sobald andere Personen anwesend sind (z.B. Abends zu Hause), kommt sie nach wie vor schwer zur Ruhe. Sie dreht sehr schnell auf und neigt sehr schnell zu Stressreaktionen (Hecheln). Insbesondere die Ruhelosigkeit und das schnelle Aufdrehen sind sehr untypisch für die Rasse (ich habe am Wochenende eine Wurfschwester erlebt. Da liegen Welten dazwischen).

    Nochwas.. du wolltest ja Ideen ;-)
    Stellst du fest, dass ihre Unruhe und der Juckreiz zusammen hängen? Also das lecken etc. ne Übersprungshandlung sein kann?
    Hast du mal probiert ihr aktiv bei der Entspannung zu helfen? Also konditionierte Entspannung, Massage/Tellington Touch, weniger Programm etc. ausprobiert?
    Vielleicht ist es zum Teil auch ein Streßsymptom. Das überleg ich nur so vor mich hin ohne jetzt genau das behaupten zu wollen.
    Wenn du körperlich eben nix findest, würde ich in die Richtung mal gehen. Trotzdem häng ich bei der SD fest irgendwie :???:

    Ich tipp mal ins blaue und frage nochmal genauer nach dem Schilddrüsen-Profil. Was heißt denn alle Werte sind ok gewesen? Welche wurden denn genommen?
    Viele Leute im Forum und auch hier bei mir im echten Leben ;) schildern mir, dass man zur Auswertung der SD und dann zur Entscheidung, ob Medikamente notwendig sind oder nicht definitiv SD-erfahrene TÄ benötigt.
    Auch wenn die Werte im Normbereich liegen, kann bei einem jungen Hund trotzdem einiges im Argen liegen.

    Zitat

    Wenn sich ein Hund aus Vorsicht vor den Füßen des Trainers anständig benimmt, finde ich das nicht schlimmer, als wenn ein Hund aus Leckerli-Gier Kunststückchen aufführt (z.B. SitzundPlatzundkommundgibpfote).


    Hm, ganz ehrlich? Ich schon! Denn bei der einen Variante weiß ich, dass der Hund keine Angst haben muss oder mit Strafe "erzogen" wird.
    Trotz allem hat der "Trainer" was falsch gemacht, wenn der Hund aus Leckerli-Gier was tut, denn mein Hund macht erstmal was und bekommt dafür dann evtl. ein Leckerli oder ein Spielzeug oder sonstwas, aber klar er weiß: Wenn du was richtig machst, kommt was tolles. Wer seinem Hund das Lecker hinhalten muss, damit er was macht macht was falsch...

    Zitat


    Man gibt ein Sitz Kommando ja nicht, um den Hund zu ärgern (oder vorzuführen - wir sind j anicht beim Zirkus!), sondern um ihn zu schützen (Verkehr, Gefahr, Wild).


    Hm und wie mach ich das dem Hund begreiflich? Der sieht die Gefahren nämlich nicht, die sehen erstmal nur wir. Der sieht aus seiner Sicht nur: Hier wird mir irgendwas verboten/ich werde in meiner Handlung eingeschränkt/ich soll was machen. Mit Belohnung wird das sicherlich langfristig für den Hund schöner klappen als mit Dresche.

    *tusch* wir hatten heute ein dolles Training im Grundgehorsamskurs *tusch*
    :ua_clap:
    der kleine gelbe Hund ist tatsächlich Vorzeigeköter bei Sitz und Platz und man glaubt es kaum: Bleib und kommen durch eine Hunde-Quadrat hat geklappt. Natürlich hat das Schicksal es extra schwer für Enki gemacht, denn es zog genau in dem Moment wo er liegen bleiben musste das Gewitter so richtig auf. Ach wat bin ich stolz!
    :ua_drinking:
    Unsere konditionierte Entspannung klappt auch - mit seinem Dufthalstuch liegt er mittlerweile chillend in der Ubahn unter dem Sitz. ach manchmal ist das Leben schön :D