Hi Laura,
ich schließe mich meinen VorschreiberInnen an und würde sagen, dass das deine Schlüsselaussage ist:
"ich bin unheimlich unter Stress, weil ich immer Angst habe, dass ich zu wenig Zeit für den Hund habe, dass ich Schuld bin, dass er diese Probleme mit Menschen & Hunden hat, weil ich Angst habe, dass er einmal einen Besucher beißt (was noch nie passiert ist), weil ich einfach unheimlich aufgeregt bin und unsicher, weil ich nie weiß, wie mein Hund reagiert. Und ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich eben seine Probleme bisher nicht ausreichend lösen konnte."
Ich würde mich mal alleine an deiner Stelle zurücklehnen und überdenken, wie du eigentlich leben willst, wo du den Hund dabei haben willst und mal überdenken, ob eben deine Wünsche nicht aus Rückssicht auf den "armen Hund" draufgegangen sind! Gerade wenn man seinen Hund ins Herz schließt und ein Mensch ist der mitfühlt neigt man nämlich dazu sich selbst ein wenig zu vergessen... (pssst hier spreche ich absolut aus Erfahrung, der Satz oben hätte von mir sein können und ich hab genau die gleichen Diskussionen mit meinem Partner gehabt
)
Hier bei mir sitzt ein Angsthund der mich seit 2 Jahren sehr viel Arbeit kostet, aber: ich habe nie aufgegeben ihn in MEIN Leben integrieren zu wollen. D.h.: ich versuche mit ihm seine Ängste und Macken abzubauen sodass er stressfrei durchs Leben marschieren kann (und das sind Hundebegegnungen übrigens auch).
Wenn ich merke der Hund hat beispielsweise weniger Stress mit Besuch, wenn er im Schlafzimmer mit geschlossener Tür liegt, manage ich das entsprechend. Auch wenn die Gäste dann jammern oder ich den Hund ja so gerne dabei hätte. Aber letztendlich ist es stressfreier.
Vielleicht magst ja noch ein bissl erzählen was eigentlich nicht richtig funktioniert und man kann dir Tipps geben wie du besser damit umgehen kannst.
Übrigens in meinen Augen hast du die besten Voraussetzungen das es nur besser werden kann: Dein Freund mag deinen Hund und will mit dir weiter zusammenbleiben. Das ist doch super und sollte Motivation sein was zu ändern 
Viele Grüße,
Annika