ich versuchs mal in Kurzfassung :-)
ok, dann bist du ja schonmal so weit, dass du rausgefunden hast was wann für sie möglich ist oder nicht. Das ist wichtig, denn dann weißt du ja auch, dass du in dem Moment wo sie so ausrastet "Schau" nicht anbieten kann, weil sie so sehr abgelenkt ist. D.h ihr Hirn ist reserviert für "Feindsichtung":
Jetzt kannst du 2 Sachen machen im Training (ahso mit Training mein ich: jeden lieben langen Tag bei jedem Spaziergang einfach so als wäre es das normalste der Welt):
1.) du belohnst das Schau zukünftig toller als zuvor. D.h. einmal lobst du verbal, das nächste Mal gibt's nen Keks, dann spielt ihr fangen usw. Also du machst das Kommando deiner Wahl attraktiv.
2.) Du näherst dich dem "Schau" Schritt für Schritt an. D.h. man arbeitet in Distanzen zum Feindobjekt wo der Hund es noch anbieten kann und belohnt wie oben beschrieben variabel.
Und sobald du siehst, dass es schwieriger wird für sie (z.b: auf 50m Entfernung kann sie es bei anderem Hund noch anbieten der normal geht, bei einem rennenden Hund aber nicht) belohne sie schon in Ansätzen für jede Reaktion auf deine Ansprache.
Im Klartext heißt das: Du siehst wie dein Hund geistig abwesender wird (bei meinem ist es so, dass er starrt und steif wird und in der Regel stehen bleibt) und sprichst ihn an mit "Schnucki, SCHAU". Das kann sie dann ja grade nicht, weil vor ihr der Feind rennt.
Sobald du aber siehst, dass sie zumindest irgendwie auf dich reagiert hat, beispielsweise die Ohren gezuckt haben, der Kopf für eine Millisekunde in deine Richtung ging belohnst du und vergrößert die Entfernung vom Feind.
Aber sobald du merkst, sie tickt komplett aus und zeigt ihr volles Programm: vergiss alles Training und geh über zum Management. Denn in diesem Moment kann sie nicht lernen!
Heißt: Dir kommt jemand ungeplant ohne Ausweichmöglichkeit entgegen: Du nimmst deinen Hund auf die andere Seite und schaffst damit räumlich einen Block zwischen dir und Feind und gehst einfach kommentarlos oder freundlich grüßend :-) mit einem keifenden Hund weiter. So weit es geht in einem Bogen um den Feind rum. Dein Job ist es dann lediglich die Kontaktaufnahme zu verhindern.
Und wenn sie aufhört sich aufzuführen und vielleicht nochmal "kommentarlos" hinter sich guckt wo der andere Hund ist: belohnen :-)
Deine Kreativität beim Training ist insofern gefragt, als das du rausfindest: Was macht meinem Hund total Spaß? Was ist für ihn in unterschiedlichen Momenten die eigentliche Belohnung?
Kekse sind nicht immer toll! Wenn z.B. der beste Kumpel gegenüber wartet, wäre es als Belohnung zu dem hinrennen zu dürfen, statt nen Keks zu kriegen ;-)
Das sind alles nur Ideen. Der Thread: Zeigen und Benennen beschreibt vieles toll. Oder die youtube-Videos zu BAT: http://www.youtube.com/watch?v=eMc-zyNfRO0
hoffe es hilft ein bissl :-)