Beiträge von freulein

    Wie sind denn die Schilddrüsen-Werte von ihr? Wir hatten doch mal einen Thread wo du erzählt hast, dass du anfängst Thyroxin zu geben.

    Ansonsten aus eigener Erfahrung: Enki hat mich früher auf die Arbeit begleitet und ist ähnlich umwelt unsicher wie deine. Er brauchte auch rein gar nix mehr an Input am Ende des Tages. Erst seit er zuhause bleiben darf, sich richtig entspannen und ausruhen kann, sind wir 2 anders am spazieren gehen.
    Ich hab im Allgemeinen an ihm eine positive Veränderung bemerkt, seit ich das Stresslevel - also das mit arbeiten gehen, viele Leute etc. - massiv gedrosselt hab.

    ok, das Prinzip versteh ich, da fällt man ja in jeder Theorie mal drüber.
    Weil ich mich eben bei diesem "absoluten Liegenbleiben" gefragt hab, ob ich meinen Hund damit nicht eigentlich in eine schier unlösbare Situation bringe. Aber der Hund soll sich dann denken: "Die macht dat schon", oder?

    lupinchen: pssst ich meinte mit komisch eher merkwürdig als lustig ;)

    hm, ich überlege, ob man sich da nicht der Werkzeuge bedienen kann, die man bei z.B. "Bellt wenn's klingelt" nutzt.

    Ich würd probieren, sie a) nicht mehr zu schimpfen oder irgendwie laut zu werden, sondern sie kommentarlos, ruhig, aber bestimmt auf ihren Platz führen. Sobald sie da den Schnabel hält: Keks oder vielleicht was zu kauen wo sie sich abregen kann.
    b) zu versuchen, ob du während sie bellt eine Pause findet in der du sie bestätigen kannst. Hier gab's ja teilweise Erfolge, weil die HH dem Hund das Bellen auf Kommando beigebracht haben.

    Ich glaub bellen macht einfach Spaß und gerade mit bellfreudigen Hunden, würde ich umso weniger laut werden, damit's Frauchen nicht auch noch mitbellt ;)

    Ich hab nochmal eine Frage zu diesem Inseltraining: Was wird denn vom Hund verlangt, wenn ich den in die Walachei leg und beispielsweise irgendein Fremdhund angerannt kommt? Also darf er dann reagieren?
    Ich müsste meinem Hund beispielsweise beibringen: Egal wieviel Angst du hast, du darfst nicht wegrennen, oder wie?

    Hi Patrizia,
    hm, ich muss auch ganz doof sagen: ich hab lange nach einer Wohnung gesucht in der Stadt, wo eben grün rundrum ist und es nicht so hoch liegt, weil es sonst einfach nicht so easy zu managen ist mit Hund in der Stadt.

    Aber ok, mal sehen:
    Als erstes solltest du dir die Verordnung mal angucken von der Stadt zum Hund. Da steht in der Regel drin, wo der Hund wie freilaufen darf und vor allem wo der Hund hinmachen darf etc.

    Dann würd ich mal ohne Hund die Gegend erkunden und schonmal drüber nachdenken was du machst, wenn dein Hund aktuten Durchfall hat oder sowas.

    Richte dich drauf ein, dass du evtl. mit dem Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln zu einem Auslaufgebiet fahren musst.
    Obwohl Nürnberg nicht so groß ist und meine Wohnung strategisch günstig liegt, bin ich froh ab und an mit dem Auto raus zu können.

    Allein der Gedanke, dass der Aufzug mal kaputt wäre, würde mich abhalten mit einem Hund dahin zu ziehen, da ich mir nicht zutraue in mehrmals täglich bei seinen 19kg 9Stockwerke zu tragen, wenn er alt oder krank ist und dann noch ein Welpi uih

    Ich denke solange du keinen Angsthund hast, wird's egal sein wo du lebst. Meiner Meinung nach ist das Management einfach aufwendiger, wenn du in der Stadt wohnst, weil die Anforderungen an das Zusammenleben mit den Mitmenschen steigt!

    für mich liest sich das so, als wäre der Hund einfach massiv gestreßt. Gehst du 3-4mal am Tag JEWEILS 1h mit ihr raus?
    Ich würde mal richtig runterfahren und die Kleine einfach mitlaufen lassen im Alltag, damit sie ankommen kann.
    Eine große Runde am Tag, sonst nur Pipirunden und auch bei der großen Runde würde ich erstmal langsam anfangen.
    Wenn ich die Vorgeschichte so lese glaube ich, dass der Hund gar nicht mit diesen vielen Reizen umgehen kann und deshalb gerade komplett "einknickt".

    ich versuchs mal in Kurzfassung :-)
    ok, dann bist du ja schonmal so weit, dass du rausgefunden hast was wann für sie möglich ist oder nicht. Das ist wichtig, denn dann weißt du ja auch, dass du in dem Moment wo sie so ausrastet "Schau" nicht anbieten kann, weil sie so sehr abgelenkt ist. D.h ihr Hirn ist reserviert für "Feindsichtung":

    Jetzt kannst du 2 Sachen machen im Training (ahso mit Training mein ich: jeden lieben langen Tag bei jedem Spaziergang einfach so als wäre es das normalste der Welt):

    1.) du belohnst das Schau zukünftig toller als zuvor. D.h. einmal lobst du verbal, das nächste Mal gibt's nen Keks, dann spielt ihr fangen usw. Also du machst das Kommando deiner Wahl attraktiv.

    2.) Du näherst dich dem "Schau" Schritt für Schritt an. D.h. man arbeitet in Distanzen zum Feindobjekt wo der Hund es noch anbieten kann und belohnt wie oben beschrieben variabel.
    Und sobald du siehst, dass es schwieriger wird für sie (z.b: auf 50m Entfernung kann sie es bei anderem Hund noch anbieten der normal geht, bei einem rennenden Hund aber nicht) belohne sie schon in Ansätzen für jede Reaktion auf deine Ansprache.
    Im Klartext heißt das: Du siehst wie dein Hund geistig abwesender wird (bei meinem ist es so, dass er starrt und steif wird und in der Regel stehen bleibt) und sprichst ihn an mit "Schnucki, SCHAU". Das kann sie dann ja grade nicht, weil vor ihr der Feind rennt.
    Sobald du aber siehst, dass sie zumindest irgendwie auf dich reagiert hat, beispielsweise die Ohren gezuckt haben, der Kopf für eine Millisekunde in deine Richtung ging belohnst du und vergrößert die Entfernung vom Feind.

    Aber sobald du merkst, sie tickt komplett aus und zeigt ihr volles Programm: vergiss alles Training und geh über zum Management. Denn in diesem Moment kann sie nicht lernen!

    Heißt: Dir kommt jemand ungeplant ohne Ausweichmöglichkeit entgegen: Du nimmst deinen Hund auf die andere Seite und schaffst damit räumlich einen Block zwischen dir und Feind und gehst einfach kommentarlos oder freundlich grüßend :-) mit einem keifenden Hund weiter. So weit es geht in einem Bogen um den Feind rum. Dein Job ist es dann lediglich die Kontaktaufnahme zu verhindern.

    Und wenn sie aufhört sich aufzuführen und vielleicht nochmal "kommentarlos" hinter sich guckt wo der andere Hund ist: belohnen :-)

    Deine Kreativität beim Training ist insofern gefragt, als das du rausfindest: Was macht meinem Hund total Spaß? Was ist für ihn in unterschiedlichen Momenten die eigentliche Belohnung?

    Kekse sind nicht immer toll! Wenn z.B. der beste Kumpel gegenüber wartet, wäre es als Belohnung zu dem hinrennen zu dürfen, statt nen Keks zu kriegen ;-)

    Das sind alles nur Ideen. Der Thread: Zeigen und Benennen beschreibt vieles toll. Oder die youtube-Videos zu BAT: http://www.youtube.com/watch?v=eMc-zyNfRO0

    hoffe es hilft ein bissl :-)