Beiträge von freulein

    Ich würde euch aus eigener Erfahrung raten einen Tierarzt zu suchen, der sich speziell mit Problemverhalten auskennt. Gründe für diese Ängste kann es sehr viele geben:
    Von einem Schilddrüsenproblem (was mittlerweile leider auch sehr oft und teils zu unrecht vermutet wird) bis hin zu Schmerzen die den Hund zu einem nervlichen Wrack machen oder zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten die ihren Teil zum Angstverhalten beisteuern.

    Zu der Frage nach dem Preis: ich habe für die komplette Laboruntersuchung: Blutbild inkl. geriatrischem Profil und ALLEN Schilddrüsenwerten die notwendig sind knapp 180 EUR gezahlt. Das komplette Profil ist sehr wichtig und ein entsprechend bewanderter Tierarzt wird das auch anfertigen, um sich ein ausführliches Bild zu machen.
    Ich würde die Finger von einem Arzt lassen, der einem das komplette Schilddrüsenprofil ausreden will, weil ja ein Wert reicht - ist in der Regel der Indikator dafür, dass man sich nicht auskennt. Zumindest habe ich das bisher bei unseren unterschiedlichen Ärzten feststellen können.

    Eine Sprechstunde (also wirklich eine komplette Stunde!) bei einem Verhaltenstierarzt kostet uns knapp 150 EUR abgerechnet nach dem Standardpreis für Tierärzte. Wiedervorstellungen etc. werden einfach nach Zeit die gebraucht wird berechnet und normale Behandlungen wie impfen oder sowas haben einen anderen Stundensatz. Sowas kann man da auch vorab erfragen, damit einen nicht der Schlag trifft :-)

    Hier findest du spezialisierte Tierärzte in deiner Gegend: http://www.gtvt.de/10/verhaltenst…rer-naehe.htm#3

    Gerade Geräuschängste können sich unbehandelt generalisieren, also überspringen auf alle Art andere Reize. D.h. eine Verschlimmerung im Laufe der Jahre kann unbehandelt/trainiert eintreten.
    Nach medizinischer Abklärung und ggf. medikamentöser Unterstützung kann so etwas aber - je nach Schweregrad - desensibilisiert werden. Da kommt es aber auch drauf an wie bisher mit der Angst umgegangen wird... Wenn es das klassische: "da musse durch, iss halb so schlimm" war, muss man ggf. komplett bei null anfangen und den Alltag neu aufbauen.

    Aber bevor man an sowas nur denkt, muss medizinisch der Hund komplett durchleuchtet werden.

    Huhu,
    also wir wandern regelmäßig, gern und viel...und ehrlich gesagt, geplant hab ich gar nix am Anfang :D Aaaaber man könnte schon ein paar Sachen bedenken:

    Bzgl. der Unterkünfte: Regula das was du sagst stimmt so pauschal nicht. Es sind auf den Hütten teilweise Hunde erlaubt, man muss nur definitiv vorher anrufen und buchen. In die Lager dürfen die Hunde nicht, aber es gibt einige Hütten mit Doppelzimmern oder Mehrbettzimmern wo Hunde mit rein dürfen.
    In der Sächsichen Schweiz ist Zelten im Nationalpark nicht erlaubt, da muss man auf Pensionen/Hotels/Ferienwohnungen zurück greifen und da sollte man mit Hund vorher reservieren, sagt zumindest mein Wanderführer (ich träum auch davon :D)

    Was der Hund meiner Meinung nach kennen/können muss:

    - gewisse Grundausdauer - die kommt ja vom wandern, aber man sollte trotzdem vielleicht bevor man eine Woche geht, mit dem Hund mal mehrere unterschiedliche lange Touren hintereinander gemacht haben

    - gewisses Maß an Trittsicherheit: das trainiert der Hund auch mit der Zeit, aber ich würde jetzt nicht mit einem Klettersteig anfangen mit einem Hund der vorher noch niemal nicht sowas gemacht hat, sondern angemessen steigern

    - ein paar Grundkommandos womit man den Hund an der Leine und ohne steuern kann (Stopp, langsam, voraus, hinter mir - hat sich bei uns wenn's teils steil hoch und runter geht als wichtig erwiesen)

    - er muss sich tragen/heben lassen: klingt blöd, aber wir sind schon Strecken gelaufen, wo der Hund definitiv nicht hochspringen könnte oder das Hindernis ohne meine Hilfe überwinden hätte können. Insofern muss der Hund das abkönnen - grade wenn du evtl. mit dem Malerweg im Elbsandstein liebäugelst...
    - IMMER Wasser für den Hund dabei haben - ok vielleicht bin ich da kleinlich, aber meine Erfahrung ist: der Hund braucht deutlich mehr Wasser als ich und ich hab bei jeder Wanderung ab 7-10 km Wasser dabei (es sei denn es ist tiefster Winter mit Schnee)
    - der Hund sollte mit öffentlichen Verkehrsmitteln klar kommen - bei längeren Touren kann es ja sein, dass man doch mal mit Zug/Bus/Fähre etc. unterwegs ist, da sollte der Hund vielleicht nicht so riesig Angst vor haben (wobei, haben wir - die Schissbuxe und ich, auch alles hingekriegt bis jetzt...)

    Es gibt einen schönen Wanderthread hier, ich geh mal suchen, da steht schon viel drin *suchengeh*

    Du wirst immer jemanden finden der vor deinem Hund Angst hat, egal wie er sich verhält. Nur mal das zu Anfang ;-) Ich weiß es klingt komisch, aber naja ich mein, das einzige was dein Hund macht ist bellen. Nicht beißen, kratzen, pinkeln - bellen. Ich kann deine Sorge verstehen, aber ich glaube du solltest das in aller erster Linie mit Humor/Ignoranz tragen.

    Der Spitz ist ein bellfreudiger Hund, naja dann lass ihn doch bellen. Er beißt nicht, er bellt. Leine kurz, Clicken etc. wie besprochen und sonst nix, niente. Ich würde so tun als passiert es nicht. Ggf. sollte die Trainerin auch nochmal sehr genau auf dein Timing gucken.
    Damit mein ich nicht, dass es toll ist das er bellt, aber ich würde ihm versuchen durch dein Verhalten zu zeigen, dass die Situation total entspannt ist und es echt keinen Grund gibt sich aufzuregen. Deshalb würde ich außer ruhiges clicken etc. gar nix mehr in seine Richtung machen außer klares Management, also einfach Leine kurz, ihn hinter dich bringen falls jemand im Gang vorbei will und Schluß.

    Evtl. ist dein Hund aufgrund deiner Erwartungshaltung (ohoh, der bellt gleich) und seinem vermeintlichen Job (Feind ausfindig machen und anbellen) angespannt.

    Ich würde einfach mit einem lächeln und netten Gruß an den Leuten vorbeigehen, egal wie dein Hund bellt.
    Und ggf. mal Small talk machen und den Kerl bellen lassen. Vielleicht merkt er dann, dass es überhaupt nicht interessiert was er da treibt und die Situation voll entspannt ist.

    Ggf. versuch ihn mal hinter dir absitzen zu lassen, wenn euch jemand begegnet. Dann hat er was zu tun und muss sich aufs "sitz" konzentrieren, statt rumzubellen :-) Das hilft bei uns sehr gut in hoher Erregungslage.

    Das tut mir sehr leid :-(
    Ich würde ohne komplette Diagnostik keine Entscheidung in irgendeine Richtung fällen und würde zusehen, dass ich so schnell wie möglich ein MRT gemacht bekomme, damit wirklich klar ist wie nun der Zustand aussieht und dann rational zusammentragen wie welches Szenario aussehen kann.
    Denn wenn der Hund therapiert werden kann, müssen dafür Zeit, Geld und auch ein Netzwerk her, damit das funktioniert.

    Hallo,

    wir sind bald auf großer Kanutour mit unserem Vierbeiner und ich denke wir brauchen doch eine Schwimmweste für ihn, da wir teilweise Seen queren müssen und er kein erfahrener Schwimmer ist und im Notfall soll er eben genug Auftrieb haben. Sicher ist sicher...

    Meint ihr man kann sich auch irgendwo eine Schwimmweste leihen für 2 Wochen? Oder hat jemand Tipps wo ich eine gebraucht erstehen kann? Ich denke wir werden sie danach nicht mehr wirklich brauchen, deshalb sträube ich mich ein bisschen dagegen sie neu zu kaufen... oder meint ihr sowas verkauft sich gut?

    Eine sehr günstige hatte ich mal bei Zooplus bestellt, darin hat sich der Herr Hund ungefähr keinen mm bewegt und da hätte ich ihm auch einen Karton anziehen können, deshalb sollte es schon was in Richtung Hurtta/Ruffwear sein.
    Kennt jemand die von Julius K9?

    Danke und viele Grüße!

    Zum Einen fände ich den Besuch im Tierheim sinnvoll und zum anderen:
    Warum denn nicht wirklich gezielt ein Hund aus der Sparte der Gesellschafts- und Begleithunde?

    Beispielsweise die Cavalier King Spaniels. Freundliche, aufgeweckte Hunde, haben mit Rassetypischen Erkrankungen zu kämpfen, also wäre das bei der Züchterwahl zu beachten.

    Ich würde bei einem lebhaften Haushalt zu einem Hund tendieren, der eher eine hohe Reizschwelle hat und eben auch später wenn Kindergeburtstage etc. anstehen nicht gleich einen Nervenzusammenbruch kriegt. Deswegen würde ich persönlich nicht zum Collie und Pinscher raten (weil sensibel/reaktiv).

    Ich würde wahrscheinlich tatsächlich im Tierheim gucken, ob ich einen Hund finde der passen könnte und eben einfach ein in sich ruhender Typ ist.

    Bei manchen Aussagen muss ich hier leider mit den Augen rollen... den "Laborbeagle" gezielt zu empfehlen, weil er ja keinen Jagdtrieb hat ist in meinen Augen völliger Humbug, geschweige denn das es man einen zwangsläufig nicht sozialisierten Hund in eine Familie empfiehlt als erste Wahl. Das kann gut gehen, muss aber nicht.

    Labrador/Goldie und Co. sind - zumindest was ich da draußen sehe - schwere und mitunter jagdlich sehr ambitionierte Zeitgenoßen wo eine zielgerichtete Auslastung notwendig ist. Menschfreundlichkeit hin oder her, aber gerade bei Kindern im Haushalt gehört bei der Gewichtsklasse und mangelnden Distanz der Hunde schon Management dazu wie ich finde. Wären für mich persönlich auch nicht die erste Wahl.

    Ich komm immer wieder zum Schluss: Butterbrote schmieren, Landkarte rausholen und Tierheime abfahren :D