Manchmal sind bei solchen "Panik-" oder "Furcht-Geschichten" auch einfach die Tatsache, dass man all seinen Fokus darauf richtet und quasi schon selbst mit-furchtsam ist und unter Hochspannung läuft der Grund, dass sich alles immer weiter hochchraubt.
Das unterschreibe ich ebenfalls.
Kurz unsere Story:
Hier gab es in den ersten Jahren mit meinem Rumänen ähnlicher Herkunft, ähnliche Probleme.
Kurz wurde wegen Schilddrüse substituiert (ohne jeglichen Erfolg), einige Monate in minimalster Dosis angstmindernde Medikamente von der Verhaltenstierärztin, von Beginn an regelmässiges Training und Desensibilisierung usw.
Für mich war dann ebenfalls zw 3-4 Jahren der Punkt erreicht wo ich gesagt hab: Irgendwie passt es nicht und ich habe mich vom Hund zu mir gewendet und geschaut was ich da eigentlich mache und warum ich so frustriert bin. Es war alles so anstrengend irgendwie.
Zusammenfassend kann ich sagen: ich musste in unserem Fall ganz aktiv an mir arbeiten.
Beispiel: Ich hab irgendwann Regenwürmer husten gehört, weil der Hund reagierte auf alles panisch. Also wusste ich vor jeder Ecke und bei gewissen Situationen schon was passieren würde. Naja und so kam es dann auch. Ich war also komplett unter Strom bei Allem.
Da hab ich angesetzt, meine Haltung (Atmung, Gang, Tonlage und Einstellung) überarbeitet und bewusst versucht souveräner, ruhiger, klarer zu werden und genau da ist es bergauf gegangen aus meiner Sicht.
Ich habe souveräner das Management gelernt und eben auch: wenn ich mich wirklich entspannen will ,geht der Hund eben in ein anderes Zimmer und sieht den Besuch nicht. Die Gassistrecke die stressig iss, fliegt aus dem Repertoire und im Büro gibts statt Leine einen Kennel.
Und eben auch mal mein Ding gemacht.
Und bei uns hat das mittlerweile zu einem deutlich entspannteren, lenkbaren Hund geführt.