Beiträge von freulein

    Hallo!

    ich hab eine Frage von einer Freundin und vielleicht könnt weiterhelfen:

    Sie führt einen 4 jährigen HSH Mix und kriegt vieles gehändelt, aber Tierarztbesuche laufen sehr schlecht. Ihr Rüde lässt sich von ihr mittlerweile gut anfassen, aber von Fremden gar nicht.

    Dh beim heben oder spritzen ist der Hund trotz Maulkorbsicherung starr und eskaliert dann.

    Dh beispielsweise, dass es mehrere Anläufe braucht vom TA um überhaupt die Betäubungsspritze rein zu bekommen, weil der Hund sich vehement wehrt.

    Also immenser Stress für alle Beteiligten.

    Kann über Medical Training auch das trainiert werden? Also das der Hund Fremdeinwirkung zu lässt?

    Die TA haben nun gebeten evtl den Hund vor Besuchen medikamentös zu beruhigen und den Termin bei einer Verhaltenstierärztin angeraten.

    Nixdestotrotz ist der Wille und Motivation zum Training da, auch mit wöchentlichem Trainingsbesuch beim TA, wenn das denn sinnvoll ist.

    Wäre toll, wenn ihr mir vielleicht ein paar Empfehlungen für sie mitgeben könntet.

    Danke!

    Ich hatte kürzlich mal wieder eine Doku über Wolfshunde im allgemeinen geguckt, falls du die nicht kennst als Ergänzung. Ich glaube die erste Frau züchtet TWH so wie ich das verstehe (Titel ist reisserisch leider):

    Zwischen Wolf und Hund /BR Doku

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    Wenn du gerne liest bzw wissen willst, was du da wahrscheinlich zuhause für einen Hundetyp sitzen hast, kann ich das Buch “Herdenschutzhunde” von Petra Krivy empfehlen.

    Fand ich sehr gut lesbar und hat sehr anschaulich und verständlich erklärt warum wieso weshalb sie so sind und was das führen eines solchen Hundes im Alltag mit sich bringt.

    Mir persönlich macht Sorgen, dass du im Falle eines Problems nicht dazu in der Lage wärst als Hundehalterin deinen Hund einzuschätzen oder gar zu halten.

    Das kann jetzt noch alles nett sein bei euch im Umfeld und total verständnissvoll, aber die Nachbarschaft wird sich freuen, wenn man bei einer Begegnung nur hoffen kann, dass dein Hund keine Probleme macht. Weil wenn, hatte der andere HH das ja auszubaden leider.

    Hat wer HSH Trainer- Empfehlungen in Süddeutschland?

    Freundin hat einen 4-jährigen Rüden der höchstwahrscheinlich großen HSH Anteil hat.

    Größtes Problem ist: Alle Begegnungen (Mensch/Hund) draußen müssen engmaschig gemanaged werden.

    Dann können Radfahrer/Fußgänger auch in 2m Entfernung passieren. Er sitzt und lässt dann passieren.

    Sobald die Aufmerksamkeit nicht 100% beim Hund ist, passieren zu Weilen (nicht immer) Austicker.

    Beispiel: Fußgänger passieren in 5m Entfernung, Hund hat gerade was getrunken, HH packt noch die Flasche weg und dreht den Leuten den Rücken zu und der Hund geht steil in die Leine und verbellt vom Feinsten und hätte gestellt ohne ihre Einwirkung.

    Der Hund wird mit Maulkorb geführt etc.. aber die Frage ist, was trainierbar ist und nicht.

    Normaler Grundgehorsam wird trainiert, Hund wird über Mantrailing ausgelastet.

    Aber für die eigentliche Problematik ist die Hundeschule nicht spezialisiert bzw. erfahren genug.

    Gesundheitlich wird aktuell noch gecheckt. Thrombos und Nierenwerte nicht so gut, evtl auch eine Augengeschichte rechtsseitig.

    War hier mit meinem Tierschutzhund genauso. Es gab mit ein paar Personen deutlich mehr Probleme als mit anderen und dann auch nicht immer, sondern nur manchmal. Hab teilweise gedacht mein Hund hat Alzheimer, weil abends alles gut, morgens wieder schlecht.

    Kann an Bewegungsmustern hängen die gruseln oder eine Ressourcensache sein.

    Ich musste lange engmaschig managen, positive verstärken, wenn sich richtig verhalten wurde und dafür sorgen, dass der Hund sich zurück zieht und es nicht eskaliert.

    Bei ihm war es komplette Unsicherheit gepaart mit Territorialverhalten.

    Mir war wichtig, dass aus bellen und drohen nicht mehr wird. Denn das wäre es, hätte ich nicht dagegen gesteuert.

    Unbedingt einen Trainer ins Haus, der kann helfen das Ganze besser einzuschätzen.

    Armer Kerl!

    Hier auch eine Stimme für Zweitmeinung mit Labor. Bringt am besten direkt eine Kotprobe mit zum neuen Arzt, damit es eingeschickt werden kann.

    Ergänzung: falls ihr in einer neuen Klinik keinen schnellen Termin bekommt:

    Ich würde die Kotprobe nehmen, in die alte Praxis fahren und bitten, dass Kot direkt ins Labor geht mit allen Tests. Da würde ich nicht mehr groß fragen, sondern platt gesagt ordern.

    Ansonsten würde ich keine Änderungen mehr vornehmen und dem armen Bub allen Stress vom Leib halten. Das ist ja schonmal einiges an Programm bisher.