Beiträge von Aoleon

    damit man sich nicht die OP Nähte aufkratzte war man halt festgebunden oder die Arme in Plastikröhren ... und das hat aus mir jetzt auch keinen bindungsgestörten Eremiten gemacht (oder doch?)

    Das macht ne Menge mit nem Kind. Wieviel es davon bewußt mit nimmt ist was anderes.

    Menschen sind Meister der Verdrängung, ganz ohne bewußte Entscheidung dazu.

    es gab da ganz einfach keine Alternative

    Natürlich gab es die!

    Es wurde nur jeder der sowas vorschlug als verweichlicht abgetan.

    Ich hab in meinen vielen Aufenthalten in Kliniken und Kurheimen genug mitbekommen, wie schnell waren die netten Schwestern "eingenordet" durch die anderen, wie schnell wurden die Ärzte die sich Zeit ließen von den Oberschwestern und den anderen Ärzten dazu gebracht das sein zu lassen.... Oder zu kündigen.

    Es ging schon immer anders. Dieses "Jammer nicht!" und "Anderen geht es noch schlechter!" und die völlig unnötige Härte ist ein dummes Ding das in der Nazizeit aufblühte und uns bis heute nachhängt.

    Ich stell mir grade vor wie die Männer das lesen.

    "Eh, weißte noch die Frau mit dem niedlichen kleinen Hund letztens im Wald? Die denkt wir sind gruselig."

    "Warum das denn?"

    "Weil wir das gleiche gemacht haben wie sie, im Wald sein und Lost Places gucken."

    Das hat nicht nur mit karger Kindheit zu tun, sondern auch viel damit wie man selbst als Mensch ist.

    Es gibt schlicht Menschen die sollten niemals Kinder haben. Weil denen jede Empathie und Geduld fehlt. Liebe und Wärme sowieso.

    Meine Oma ist im Krieg aufgewachsen und war dennoch immer eine warme, umsorgende Person.

    Und meine Uroma war hart wie Stahl. Alle 3 Brüder im Krieg gefallen, der Mann seit Kriegsbeginn weg, mit 2 Kindern alleine. Ihre Arbeit auf der Domäne ernährte 3 Familien. (Sie und ihre 2 Töchter, ihre Eltern und eine Tante mit Kindern) Und dennoch wurde geguckt das die Kinder das Essen zumindest halbwegs mochten, so gut es eben ging zu der Zeit. Wer ihre Mädchen geärgert hatte durfte sich warm anziehen! Das ganze Dorf wußte das man sich besser nicht mit Auguste anlegt.

    Sie machte nicht viele Worte und war nicht "gefühlsduselig", da gab es nur kurze Drücker, übern Kopf streicheln, und sie war Meisterin des Kochlöffels (zack, patsch, aua!) aber im Leben wäre sie nicht auf die Idee gekommen sowas zu sagen. Und jeder der es gewagt hätte sowas in ihrer Gegenwart zu sagen hätte sein blaues Wunder erlebt.


    Heute morgen unterwegs: Ein Vater zieht sein kleines Kind auf dem Schlitten, wir hörten sie diskutieren. Das Kind hatte grade seine Mütze in den Schnee geworfen, der Vater schüttelte die Mütze aus und wollte sie grade dem Kind wieder aufsetzen als sie uns entdeckten.

    Das Kind staunte mit großen Augen: "Oh guck mal Papa! Die Hunde haben Mützen auf! Und der eine hat auch nen Schneeanzug!"

    Ich: "Die kriegen sonst ganz kalte Ohren ohne Mütze."

    Der Vater nickt, schmunzelt uns an "Ja, und die sind ganz brav und werfen ihre Mützen nicht weg!"

    Kind: *guckt nachdenklich die Jungs an, zieht dann die Mütze aus Papas Hand und setzt sie sich auf* "Wenn die brav sind bin ich das auch."

    Awwww..... :herzen1: :herzen1: :herzen1: :herzen1:

    Und was man nicht vergessen darf:

    Es gibt ja noch genug so Leute die meinen "Der Hund weiß genau was ich gesagt habe!" oder "Die muss man hart anpacken" und so weiter.

    Man stelle sich also den üblichen "Der braucht ne harte Hand!" Typen vor, mit nem jungen, ungestümen und wohl nicht erzogenem Hund.

    Drama ist da vorprogrammiert.

    Ich fühl mich wie ein Rabenfrauchen. :lol:

    Die Jungs haben garkeine Futterdosen oder Tonnen oder so.

    Die geschlossenen Säcke liegen gestapelt auf dem Tischchen halb versteckt hinter dem Gefrierschrank und die offenen Säcke stehen im Regal. Also alles in der Küche.

    Halt die Säcke ohne Ziploc hab ich mit Clips verschlossen, das wars.

    Schußwaffengebrauch erleichtern... Sowas kann nur von Leuten kommen die schlicht keine Ahnung davon haben was sowas bedeutet.

    Neben den hier schon angesprochenen Gründen wie was das mit der Psyche macht, plus die wirklich große Gefahr das da Unbeteiligte im wahrsten Sinne des Wortes ins Kreuzfeuer kommen können, ebenso das andere Polizisten getroffen werden können möchte ich noch anmerken das wir für sowas unsere Polizei mal eben verdoppeln müssten.

    Schießen muss nämlich geübt sein. Und das geht nicht mal eben so 10 Minuten jeden Donnerstag oder so. Da gehört viel mehr dazu und das kann unsere eh schon unterbesetzte Polizei schlicht überhaupt nicht mehr leisten zeitmäßig. Auch deren Tag hat nur 24 Stunden und die Woche nur 7 Tage.

    Der Gedanke das hier die Sicherheit der Menschen die da draußen tagtäglich den Kopf hinhalten so wenig wertgeschätzt wird macht mich wütend.

    Ja, ist nicht alles Gold was glänzt, überall gibts Deppen so eben auch in der Polizei. Dennoch sorgen die Männer und Frauen für unsere Sicherheit. Und riskieren dafür Leib und Leben.


    Die Hunde und Pferde der Polizei haben einen völlig anderen Stellenwert als unsere Hunde.

    Sie müssen einen anderen Stellenwert haben! Nur so kann man diese Hunde und Pferde diesen Job machen lassen. Und sie machen ihn gut.

    Ich leb ja neben Frankfurt, die Reiterstaffel ist oft genug am Stadion... Und wie oft es ruhig blieb, wie oft das Aufeinandertreffen der "Fans" ruhig blieb, ohne Verletzte, ohne Tote, ohne Sachschäden, das alles ist nur den Pferden zu verdanken.

    Das ist eine Macht die einem da entgegenschlägt wenn die Staffel sich in Bewegung setzt, das löst ganz tief im Unterbewußtsein was aus damit die Leute aus dem Weg gehen.

    Bei den Hunden noch mehr. Was die leisten...

    Und ich kann mir das Geheule problemlos vorstellen wenn die Hunde eben nicht mehr diesen Job machen können und dann heißt es halt in der Zeitung dann halt ständig:

    "Verbrecher auf der Flucht, Polizei konnte ihm nicht folgen" und ähnliches.

    Diese Hunde dürfen nicht ablassen. Unter garkeinen Umständen. Egal was.

    Und das kann man eben nicht mit irgendwas anderem simulieren. Ein Verbrecher der versucht zu fliehen wird Gewalt einsetzen! Ein Hund der das nicht kennt wird loslassen und der Verbrecher entkommt.

    Und macht halt weiter mit dem was er so macht, auf der Flucht halt. Die hören ja nicht auf gewalttätig zu sein nur weil sie grade fliehen.

    Das gibt dann nen Aufschrei wenn dadurch mehr Menschen zu Schaden kommen... Aber hey, Hauptsache die Diensthunde für den Zugriff sind halt nicht mehr einsatzfähig...


    Übrigens: Die ganzen Deppen da draußen die Stachler geil finden, die packen das eh weiterhin an die Hunde. Die, die mit Gewalt ausbilden machen das weiter so.

    Die interessiert das Gesetz nen feuchten Dreck, die interessiert es auch nicht ob das nun an Diensthunden gemacht wird oder nicht.

    Die, die große Masse um die es eigentlich geht in dem Gesetz, die kriegt man eh nicht.