Beiträge von Aoleon

    Doch doch, ansprechen schon. Aber halt ohne große Erwartungshaltung von euch.

    Sicherheit durch einen anderen Hund ist das eine, aber vor allem kann es helfen das Blue dadurch einfach durch miterleben etwas lernt. Auch eben euer Umgang mit Neva, es kann sein das es euch eine Tür öffnet. Es braucht Zeit und Geduld, kann sein das es garnicht klappt.

    Aber er kennt ja auch nur das Leben mit einem anderen Hund, es kann sein das es ihm Sicherheit gibt weil es das ist was er kennt. Und zusehen wie Neva durchs Gras rennt, Leckerlies von euch nimmt, diese kleinen Alltagsdinge die er leider überhaupt nicht begreifen kann, das könnte ihm helfen.

    Schade finde ich es aber schon, wenn die paar Leute, die z.B. wie ich dann mit Öffis unterwegs sind, sofort irgendwie dargestellt würden, als würden wir zulassen, dass unsere Hunde plattgetrampelt und von Fremden zwangsbeknutscht werden.

    Wo steht das denn?

    Es haben einige geschrieben das sie darauf keine Lust haben weil es bei denen so ist. Nirgends steht das es bei dir so ist.

    Ich verdeutliche dir das mal: Ich lebe neben Frankfurt. Umsteigen muss ich am Frankfurter Hauptbahnhof. Der ist klein. Schon seit Jahrzehnten zu klein, kann aber nicht vergrößert werden, Denkmalschutz und so.

    Das ist der Knotenpunkt im RheinMain Gebiet, der zweitgrößte in Deutschland. Da rauschen täglich 500.000 Leute durch. Nur Hamburgs Hauptbahnhof hat mehr Leute pro Tag.

    Hier mal ein Bild wie das aussieht:

    https://www.fnp.de/bilder/2019/10/01/13058542/1488786383-frankfurt-hauptbahnhof-fernbahnhof-2jArbwcDj870.jpg

    Das ist einfach eine Menge an Menschen auf kleinem Raum. Und alle wollen hektisch irgendwohin. Keiner passt auf ob am Boden Hunde oder gar Kleinkinder sind.

    Meine Hunde kennen das, ich war schon mehrfach da. Aber es ist Stress, für mich! Die Jungs sind cool, aber ich muss permanent aufpassen wo wir uns langschlängeln, muss aufpassen das keiner die Hunde tritt oder über sie fällt. Und muss aufpassen auf andere Hundehalter die oft ziemlich merkbefreit da langlaufen und bei Hundesichtung die Leine langlassen oder gar fallenlassen.

    Auch das macht meinen Hunden nix, die freuen sich! Aber mich stresst es, weil man nie weiß wie der andere Hund drauf ist, die meisten kommen mit dem Stress nicht so gut klar wie meine 2 und da sind dann immer noch hunderttausende an Leuten um uns rum, die das nicht witzig finden!

    Nebenbei muss ich gucken wo die Jungs vom Zoll oder der Polizei stehen. Die haben oft Einsatzhunde dabei die es nicht witzig finden wenn man mit 2 Hunden fast über sie fällt, also aufpassen und möglichst großräumig ausweichen. Man muss deren Job ja nicht noch schwerer machen, aber ausweichen im Gedränge ist halt auch nicht lustig.

    Also ja, hier ist Öffi fahren halt eine Option, aber sicher nicht die beste.

    Ja, wenn er wirklich zufrieden ist mit dem Leben im Haus und Garten dann würden wir das ja so belassen. Aber natürlich macht man sich Gedanken und fragt sich wie man die Qualität des Lebens verbessern kann. Deshalb eben auch die Trainerversuche, die Motivationsversuche usw. Uns tut er eben Leid, weil er gefühlt kein richtiges Hundeleben führen kann.

    Ich verstehe euch, aber ihr dürft nicht vergessen das er überhaupt nicht weiß was ein normales Leben ist.

    Der kennt nichts. Keine Beschäftigung, keine Zuneigung, nichts außer dem Balkon.... Und ich gehe schwer davon aus das es ein Betonbalkon war, da sieht man nämlich von außen nix. Falls ihr jemanden kennt der so einen Balkon hat probiert es selbst mal aus, legt euch da auf den Boden. Das ist alles was Blue in seinem Leben kennt.

    Aus dieser ziemlichen Isolation raus ins Tierheim muss schon massiv Streß gewesen sein für ihn, dann zu deiner Freundin die (gutgemeint!) ihn ebenso überfordert hat.

    Meiner Meinung nach würde ich ihn erstmal so leben lassen wie ihr es jetzt macht. Eigenes Zimmer, immer in den Garten gehen. Nähert euch an mit Futter, aber habt Geduld.

    (Je nachdem könnte es auch gut sein das Blue deine Hunde, nach und nach halt, kennenlernt. Das kann einen Zugang bieten, aber eben auch nur wenn du sicher bist das deine Hunde sozial so kompetent sind das sie mit einem deprivierten Hund wie Blue umgehen können! Denn ja, er ist kein normaler Hund.)

    Und eben natürlich einen Spezialisten, sowohl medizinisch als auch Verhalten, aber da seit ihr ja dran.

    Ich finde es übrigens mega klasse wie sehr ihr euch um den kleinen Kerl bemüht. :bindafür:

    Der Süße hat Glück das er bei Menschen ist die sich wirklich bemühen und nichts an Mühen und Kosten scheuen um ihm ein gutes Leben zu bieten. Danke!

    Bei mir überwiegen aber tatsächlich die positiven Öffi-Erfahrungen

    Naja, aber das ist halt wieder etwas das man nicht auf alle übertragen kann.

    Hunde in Öffis sind hier auch ein normaler Anblick. Hindert die Leute nicht daran scheiße zu sein. :ka: Ich hab rund um Frankfurt auch schon mal ein Mini Shetty und sogar mal ein Alpaka (oder Llama) in der S-Bahn gesehen. Das ist was seltenes! Und da haben sich die Leute besser benommen, weil sie alle mit starren beschäftigt waren.

    Bei Hunden knallt einfach vielen das Hirn durch, es herrscht dieses "Hunde ohne Maulkorb sind immer lieb und alle Hunde müssen angefasst werden!" Denken. Für so manchen sind Hunde quasi Allgemeingut.

    Klar hatte auch ich schon viele nette Kontakte in den Öffis durch die Hunde. So mancher davon ist tatsächlich dadurch entstanden das irgendwer pöbeln musste und nach meinem Anschiß sich dann beleidigt verpisste, dann sprechen mich oft Leute an und sagen mir das sie das Verhalten der Person auch ganz furchtbar fanden.

    Und hach, unter 100 Euro? Von hier bis Frankfurt rein würde ich 120 Euro im Monat zahlen müssen.

    Dafür sind Hunde aber kostenlos, das ist gut.

    Aber es dauert immer mindestens doppelt so lange wie mit dem Auto inklusive Parkplatzsuche. Wenn man direkt innerhalb Frankfurt lebt gehts, aber alles ab Außenrand ist mit Auto deutlich schneller und teils günstiger. Heftig eigentlich.

    Hier in meinem Städtchen komme ich mit dem Bus kaum zum Einkaufen in die kleine Innenstadt. Da muss ich 2mal umsteigen und erst in die andere Richtung fahren, dauert 40 Minuten. Mit dem Auto ist man in 10 Minuten unten. Hier isses echt schlecht in der Kleinstadt.

    Ich glaube ein Problem ist das viele nicht wissen was erlaubt ist und was nicht.

    Also grad mit Feldern, selbst hier in unseren Feldern wissen viele nicht das es nicht "nur Gras" ist was da wächst, oder das es nicht egal ist wenn da Kacke drauf liegt nur weil der Bauer später eh alles umpflügt.

    Das die Felder wirklich jemand gehören ist zwar allen klar, aber das man deswegen nicht drauf rumlatschen sollte irgendwie nicht.

    Oder das Heu liegen muss, das wissen ganz viele nicht. Heuballen und die großen Rollen, das die tabu sind wissen auch viele nicht und lassen ihre Hunde fröhlich gegenpinkeln....

    Mit mehr Aufklärung würden sich also so einige Probleme deutlich verringern. In Luft auflösen leider nicht, weil es halt immer Leute gibt denen es scheißegal ist, leider.

    Wenn du ein großes Bad mit Badewanne hast würde ich dir die Hunde sogar waschen! :nicken: Da hat man doch mal so richtig Fell und genug Größe zum richtig Schrubben!

    Nur herkommen ist schlecht, kein Führerschein und du wohnst doch garantiert wieder irgendwo sonstwo weit weg.....

    Wenn man den Hunden das beibringt, geht das bei vielen problemlos.

    Äh, die Hunde sind meist das kleinste Problem. Übergriffige Menschen die alles angrabbeln müssen, unfähige Hundehalter die ihre Hunde immer an jeden anderen Hund dranlassen müssen und Leute die sich lautstark über die Anwesenheit eines Hundes beschweren sind da deutlich nerviger und einfach so schwer zu erziehen....

    Ich erinnere mich gut an die Frau die mir von hinten in den Ausschnitt gepackt hat um Löle zu streicheln. Auf meine Frage was das soll wurde ich belehrt das man so einen Hunde ja streicheln müsse und wenn ich das nicht will dürfe ich nicht mit den Hund hier fahren.

    Joah...