Ich weiß gar nicht, ein bisschen in Städtchen rumlaufen, mal in ein paar Läden kucken, mal am Strand sein, neue Umgebung - sowas ist für mich auch Urlaub.
Vielleicht ist‘s auch wieder so ein Angrenzungsproblem - ich mach mir halt ständig Sorgen, ob das jetzt zu heiß/zu laut/zu anstrengend für den Hund ist, ob sie nicht gestresst ist…
Hallo, ich bin Katzenpfote und hab den ersten eigenen Hund.
Aber warum hast du denn Sorge?
Zu heiß, das passiert mal. Man schleppt ja eh einiges mit, eine leere Flasche wiegt ja nix und die kann man auf jedem Klo mit kaltem Leitungswasser füllen und den Hund übergießen falls es zu heiß wird.
Zu laut? Naja, also... Arren würd sogar noch Spaß haben auf nem Rock Konzert, Hami zumindest noch auf nem Open Air etwas am Rand. Aber in der Stadt, also normale Stadtlautstärke? Stört beide null. Wie ist dein Hund so, ist die da empfindlich, oder auch eher gechillt in der Stadt?
Vor allem kann man ja grade Stadt vorher super üben! Einfach Stadtbummle zuhause einbauen, so gewöhnt man den Hund dran und sich selbst auch.
Gestresst? Hm. Passiert mal. Du machst da ja nicht 365 Tage im Jahr mit ihr, punktuell mal Stress ist nix schlimmes.
Wenn hier mal was stressiges ist, dann ist das halt so. Dann gibts halt die nächsten Tage weniger. 
Die Fahrten früher zu meiner Oma, das wurd auch einfach gemacht. Hunde einladen, nach 3,5 Stunden ausladen und das allererste Mal in ein Seniorenheim gehen. Das einzige was sie kannten war Autofahren und meine Oma, aber sie waren nie vorher in einem Heim, sie kannten das Sauerstoffgerät nicht, wir hatten auf der Fahrt so schlechtes Wetter das wir nirgends anhalten konnten um richtig spazierenzugehen. Lösen im Schnellgang auf einer Wiese beim Parkplatz, mehr war nicht.
Ein paar Stunden später sind wir wieder los, zu meiner Mutter in die Wohnung. Und abends von dort ins Hotel. Allererstes Mal Hotel!
Wars aufregend? Ohja. Stressig? Sicher.
Haben die Jungs trotzdem großartig gemacht und am nächsten Tag auch wieder. Nachmittags war dann endlich das Wetter so gut das wir wohin fahren konnten und die Hunde rennen konnten.
Für Urlaube würde ich das genauso machen. 1 Tag was planen, 1 Tag Ruhe. Je nach Hund vielleicht 2 Tage Ruhe. Also Ruhe in Sachen Sightseeing oder so, einfach Gassi gehen irgendwo wo der Hund sich ausrennen kann.
Dann wieder was stressiges. Und wieder einen Pausentag. Das tut uns Menschen übrigens auch gut, nicht eilig alles abspulen, sondern auch einen Tag dazwischen bewusst den Fokus rausnehmen.
Urlaub soll ja nicht stressen. Wenn man vorplant kann man alles ganz entspannt machen, wenn man spontan sein will muss man halt mal zurückstecken wenn der Hund den Tag vorher zuviel hatte. Dann macht man sich eben spontan nen Chill-Tag.
Wichtig ist halt: Es muss zum Menschen und zum Hund passen.
Und: Wenn man halt echt gerne Städte sieht, Museen, Ausstellungen, wo Hunde halt nicht oder kaum mitkönnen, dann sucht man sich eben eine gute Betreuung für den Hund und macht alle 2 Monate oder so ein Städtewochenende ohne Hund.
Und mit dem Hund dann eben doch eher Wanderurlaub. Oder Chillurlaub mit kurzen Trips in die Umgebung oder so, wo Hund halt mitkann.
Wanderurlaub muss übrigens nicht heißen das man 30 Kilometer jeden Tag irgendwohin latschen muss. Kann auch heißen das man in eine schöne Gegend fährt und dort einfach erkundet, zu Fuß eben.
Da bieten sich die Berge echt an. An einem Tag halt mal 10 Kilometer durch den Wald. Am nächsten Tag dann ne große Tour mit Berg. am nächsten Tag einfach nur auf einer Wiese liegen und chillen. Oder wie man eben Lust hat. Da ist dann vielleicht auch was dabei für jemand der nicht wandern mag. Bergseen zB sind einfach wunderschön, ich persönlich hätte kein Problem damit den ganzen Tag an einem Bergsee zu sitzen und die Aussicht zu genießen. Da kann man ja super getrennt-zusammen was machen, der eine wandert den Berg hoch, der andere bleibt am See, danach geht man was essen oder so.
Der perfekte Urlaub sieht ja für jeden anders aus und man muss sich garnicht nur auf eine Art Urlaub festlegen. Jede Region bietet viele Möglichkeiten, man muss nur eine finden wo eben möglichst alle Beteiligten Spaß haben können.