Löle hatte damals ein Auge verloren, es wurde entfernt und das Auge zugenäht.
Am Anfang war sie etwas unsicher beim Springen auf Stühle, das hat sich aber sehr schnell gegeben und wirklich angemerkt hat ihr kaum einer was.
Da ich selbst links fast blind bin war es für mich völlig normal das sie halt etwas schreckhafter war auf der blinden Seite, sehr hastige Bewegungen ließen sie kurz erschrecken weil sie ja erst dann ins Sichtfeld kamen wenn sie so nah waren das ihr gesundes Auge sie wahrnehmen konnte.
(Geht mir übrigens auch so, und ich bin zeitlebens schon fast blind gewesen links. Rechts habe ich ein sehr weites Sehfeld, aber natürlich fehlt das linke Augen halt)
Für Löle selbst war es eben eine Phase der Umgewöhnung, aber es hat sie danach nicht eingeschränkt. Sie war weiterhin Königin des Viertels, einzig das alle Menschen Mitleid mit ihr hatten hat sie ausgenutzt ohne Ende.
Ich persönlich würde jederzeit wieder die Variante mit dem Zunähen wählen, einfach aus dem Grund das ein künstliches Auge halt etwas vorspiegelt was nicht da ist.
Wie gesagt, ist ne ganz persönliche Meinung, ich nehme an das es andere Hund sehr viel mehr verunsichern würde wenn sie ja sehen die Augen sind beide da, der Hund reagiert aber etwas anders auf der blinden Seite.
Und ein zugenähtes Auge führt dazu das man viel leichter Rücksicht bekommt, was je nachdem wie die Hundehalter in der Gegend sind ja durchaus ein Argument ist. In Restaurants und Tierläden führte es auch jedesmal zu "Oh, die arme Kleine! Darf sie ein Leckerlie/Knochen/Reste haben?"
Die gesamte Verwandschaft hatte ab dann für alles Verständnis, sogar wenn sie auf den Teppich gekotzt hat.
Alles Gute für Henry!