Beiträge von Aoleon

    Beide Hunde schlafen. Ich verschlucke mich an meinem Getränk.

    Während ich also hustend und röchelnd versuche nicht zu sterben schläft Arren weiterhin den Schlaf der Gerechten, Hamilton hingegen wacht auf.

    Er springt vom Bett und eilt zu mir, wer nun anfängt Herzchen in den Augen zu kriegen kennt offensichtlich diesen Hund nicht.

    Der Arschkeks stützt sich mir hoch und haut mir mit der Pfote auf den Arm, ein sehr forderndes Fiepen folgt.

    War es doch schon 20:10 Uhr, also schon ganze 10 Minuten nach Futterzeit! Stirb später, Alte, her mit dem Futter!

    Ich musste da doch deutlich werden damit er sich verkrümelt und mich in Ruhe lässt.

    Dieser Drecksack!

    Bezüglich Tür kratzen:

    Arren würde durchaus alles versuchen um durch die Tür zu kommen wenn er wollen würde. Aber er kennt das Konzept geschlossene Tür, also er hat es gelernt und ist darum brav und kratzt nicht.

    Hamilton kennt es auch, wie brav er ist hängt aber schwer davon ab was hinter der Tür ist. Standheiße Hündin? Dann ist die Tür im Eimer, so gut er sonst damit klarkommt, aber ne standheiße Hündin quasi direkt vor der Nase und ich nicht da ist zuviel. Bin ich dabei lässt er nach 1, 2 Erinnerungen die Tür in Ruhe.

    Beide kennen allein sein, alleine und zusammen. Würde es hier kippen, aus welchen Gründen auch immer, würde ich trennen. Einen hoch zum Sohn, einen hier bei mir.

    Oder auch einen runter zu Schwiegers, das geht auch zumindest kurzfristig.

    Aber Hunde die sich killen wollen, da würde ich sofort alles tun damit ein Hund komplett aus dem Haus kommt.

    Es wird nicht leichter, aber wie schon gesagt wurde findet man Wege mit der Trauer umzugehen.

    Arren wird mein dritter Hund sein der gehen wird. Und da er sehr krank ist (ohne das er das groß zeigt) sind es eher Monate die uns bleiben, keine Jahre mehr.

    Mir hilft das ich alles vorbereite. Ich habe mir das Bestattungsinstitut rausgesucht, habe mir eine Urne ausgesucht und gekauft, sie steht gut verpackt nicht sichtbar in einem Regal. Ich habe mit meiner Tierärztin besprochen was zu besprechen war.

    Und seitdem bin ich ein wenig ruhiger und schiebe alle Gedanken daran einfach weg. Ich genieße die Zeit mit ihm bewußter, aber verbiete mir an seinen Tod zu denken.

    Ich weiß das es mich sehr treffen wird. Er ist mein Baby. Ich weiß ich werde zusammenbrechen.

    Und ebenso weiß ich das ich mich wieder aufrichten werde, Trauer ist ein Prozess. Von ganz unten wieder nach oben.

    Ich habe Familie mit der ich gemeinsam trauern werde.

    Und ich habe Hamilton, der mich einfach braucht.

    Das Leben wird weitergehen, es wird nur eine sehr lange Weile leerer sein weil etwas sehr wichtiges fehlen wird.

    Bezüglich Ausscheidungen:

    Ich bin da recht hart im Nehmen, aber ist den Eltern unter uns aufgefallen das der Regisseur von der Exorzist garantiert Kinder hatte?

    Die Kotzstelle ist einfach so typisch....

    Klar, nicht immer, aber ich habe echt noch nie nen Erwachsenen so weitläufig kotzen sehen, aber diverse Kinder. Unter anderem mein eigenes, der hat dann auch einfach mal quer über alles gekotzt. Esstisch, Stühle, Jacken die da dranhingen und mich selbst....

    Und mein schlimmstes Ereignis hab ich schon mal erzählt.

    Ich schlafe fest. Sehr fest.

    So fest das ich nicht gemerkt hatte als Arren mir vor vielen Jahren Nachts mal in die Haare gekotzt hat.

    Der brave Hund hat auch alles versucht wieder aufzufressen und sauberzulecken, dementsprechend sah ich dann am Morgen auch aus. Ein Klumpen aus stinkendem, verklebtem, verfilztem Haar hing an meiner Seite.

    Ich habe noch nie so lange geduscht wie an diesem Morgen!